Ausgabe 
2.2.1916
 
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herumgespielt, und dabei sind sie Jugend hat ja nun cinnral keine Tugend fortgelaufen bis nach dem toten See. Und auf dem Wasser da liegt ein altes Boot, angekettet natürlich, damit kein Unfug damit getrieben werden kann. Na, und die beiden Kinder, wie nun Kinder einmal sind, wären gern hinausgefahren auf den Teich, aber das ging Nicht wegen der Kette. Da sind sie denn so hineingestiegen, und der Junge hat angefangen zu schaukeln und hat immer wilder geschaukelt, und das Mädchen hat Angst gekriegt uiid 'bat sich aus den Boden vom Dopte niedergekauert und jat um Gottes willen gebeten, daß er doch aufhören soll. Er aber hat es nur immer toller getrieben, bis er aus ein­mal das Gleichgewicht verloren hat und ins Wasser gefallen ist. Da hat er denn furchtbar geschrien, und das Mädchen hat geweint, aber dann hat es doch Besinnung gehabt und M ans Land gesprungen und ist fortgelaufen, um Hilfe herbeizurufen, weil es doch selbst nicht hat helfen können.

Hat man den Jungen gerettet?"

,,Ja, Herr Baron. Zum Glück ist ein Holzarbeiter des Weges gekommen, und das Mädchen hat ihn gerufen, und er hat auch wirklich den Jüngen aus dem Wasser gezogen. Der ist schon ohne Bewußtsein gewesen, aber sie hüben ihn doch wieder ins Leben znrückgebracht, und sein Vater soll N^i^nterher noch eine gehörige Tracht Prügel gegeben

! rt 0ut ' a Gesuchte hat mich sehr

>^e^sstert aus bestimmten Gründen. Ich danke Ihnen."

, Mfcc sich noch nicht zum Frühstück nieder-gesetzt, sondern stehend aus des Dieners Bericht gehört, um Frxmz dre Frage zu überraschen:Wissen Sie, was ftir W-rnd wir heute haben?"

J^L r . rf° genuu kann ich das nicht sagmi. Das heißt, nach der Wette rfabüe habe ich nicht ae- ^hen. über es muß tvohil so dersetbe Wind sein wie gestern. Zum Regrieii ist es nicht gekommen in der Nacht: es hat wn tüchtig gestürmt, und heute ist noch dieselbe schwüle

Ä 7~c hw> % n a den hier einmal mitnehimen." vr weckte aufs neue des Dieners Verwunderung. indem er

nabn^nn^ Wasfenschraiik an der Wand einen Revolver nalstn und ihn auf den Tisch neben sich legte.

wvÄL 1 Ä1L 6enau acht " sagte Bassow dabei.

eÜl ^SjßWMden, in zehn Minuten SLft hllnunter in den Park und r !* r dtmk unter den Fenstern der Frau' Baromn auf und warten Sie, bis ein Schuß fällt" ^

Jawohl. Mit Revolvern pflegt maii zu schießen, und hrcr liegt cm Revolver. Also dort warten Sie, vorher aber gehen Sie zu der Frau Baronin hinauf und sagen ihr

TwnhJrrf IUrf>t e l d>re(fcn ' wenn geschossen würde Cs l>andle sich um einen Versuch. Haben Sie verstanden?"

Jawohl, Herr Baron."

Dann ist es gut. Gehen Sie." ,

- .Der Men verschwand, und Bassow nahin eilia sein

gs L s-Nch mraKs

vwl leicht kam nun aiich die Lösung des alten An ihr M^elten zu können, mit freiem Herzen einem bestimmten $ o*. ^"!^enulstreben, der Baronin dienen und nüben chr durch die Tat abbttten zu können, was er in Gedanken K^nbigt Batt^ das weckte iieues Lebens- und Freiidegefuhl in ihm. Er fühlte fein Selbst wieder sein lirsprungliches, natürliches Wesen, das nach energisckur Be- hei?veAangte^^ ^'gebung ohne Geheimnis und Ursiicher-

Mn,-f^!V^?olver zu sich steckend, ging er hinab in den

und überzeugte sich, daß Franz bereits auf dem an­gewiesenen Posten wartete. Er prüfte, unrherblickend iiock ^iatwn. Geradeaus vor ihm in der Ferne /L be f l n l 0t £ (5ce; das Gatter des Parks hemmte^ den Jvrf' ^ daß man die Wasserfläche von hier unten aus ^icht erblicken konnte. Geradlinig, von festen Heckenwänden auf beiden Seiten begrenzt führte der Weg dort hinüber Ein Ton, von jener Seite her klingend, mußte wenn der Wind aus derselben Richtung wehte, eingeerngt Und fest- LAalt^ werden von den Laubwünden, wie ^urch eirwn

Sck!lws)^«< ifl ^ Und an der M-mer des

Lchlo,ses fand er dann einen Resonanzboden, der ihn zurück-

warf. So koniite sich erklären, Mas unheimlich Mid Unbe­greiflich erschienen war. '

Wetterlage schien günstig für einen Versuch. Ter heiße Wmd vom vergangeiien Tage, nur noch von größerer Heftigkeit, kam dem Hastigschreitenden gerade entgegen und weckte zischende, mitunter zum heulenden Rauschen anwach­sende Töne rn den Bäumen und Hecken. Im Gehen zog Bassow den Revolver hervor, um seinen Versuch über die Tragweite des Klanges gleich anzustellen, sobald er zum toten See ge­kommen war; aber abgerissene Laute von Menschenstimmen, die bei seinem Näherkommen von dort herüberdrangen, lenk­ten ihm die Gedanken für den Augenblick von seinem Vor- haben ab. Sobald er das Gatler des Parkes passiert hatte, dessen Tür bei Tage nicht verschlossen war, sah er denn auch, daß em Boot auf der Fläche des Sees umherschwamm, voii zwei Männern mit ein paar Stangen mehr vorwärts ge­stoßen als gerudert. Ein bald schmaler, bald breiter Schils- rranz umjaumte überall das vom Winde gekräuselte Wasser, und in dem hohen Schilfe schienen die Männer aufmerksam umherzusuchen.

r .. Gedanke, daß des Dieners Erzählung von der glücklichen Rettung des Knaben doch vielleicht unrichtig ge­wesen sei, und daß die Männer die Leiche des Ertrunkenen zu bergen suchten, ließ Bassow mit größerer Teilnahme auf ihre Bewegungen achten, als er es wohl sonst getan hätte, Sn-,* k r '0 [ e ^ r Ul ihr Süchen vertieft waren, daß kein Blick den Herankommendcn traf. Um sie anzurufen und aus- fragcn zu können, waren sie augenblicklich zu weit entfernt. Nahe beim Ufer aber ftnnb eine alte, mächtige Eiche, die allein dem Windbruche getrotzt hatte, dem ringsumher alle anderen Baume ziim Opfer gefallen - waren. Auch sie war zer- und zerschlagen, und an ben Bruchstellen abgebrochener Riefte schimmerten helle Flächen gleich Narben, aber sie war doch aufrecht stehen geblieben und bewachte, nun selbst bereits halb gestorben, den toten See. Ihr Stamm, der dem heißen, voller Kraft wehenden Winde wehrte, bot Bassow Tecrung vor ihm und erneu guten Beobachterposten, um das Tun der Leute auf dem Wasser zu verfolgen. Zuweilen klang auch ein vereinzeltes Wort von ihnen zu ihm herüber. , fS » a 'c r cd r? n ' bo */ rief jetzt einer der beiden Männer, nun W»' wre der andere mit seiner Stange im Schilf umherarbeltete und schließlich nach allerlei vergeblichen r?^c-"<ugen einen sonderbaren Gegenstand, von der Spitze des Holzes gehalten, zu sich in das Boot hineinhob. Offenbar aber war es nicht, was er eigentlich suchte; denn mit miß­vergnügtem Kopsschütteln wog er das Ding in der Hand, um

Lmpwürfcfü f£ en Voden des Fahrzeuges hinzuwerfen und seme Nachforschungen aufs neue zu beginnen. Soweit Bassow zu sehen vermochte, war es ein helles, mit seinen vier Ecken ^tand^sich bm-g^^ ^' UC ^ / ^ ^üend einen schweren Gegen-

Eine Weile noch suchten die Männer im Schilfe umber bnm Etwas Weiteres zu finden, wobei das Boot sich

dem Standpunkte Bassows allmählich näherte; dann kam Storung. Bassow hatte so angespannt auf das Bootund seine Bewegungen gesehen, daß er eine große Ge-

H tfce ' blc * au f einem schmalen, den See umkreisenden Pfade herangekommen war. Erst eine laute

seine^Bl^edorthin" ^ ^ ^ öon i6m erfIaH0 ' Ientt *

nmcht ihr da? Was treibt ihr euch auf dem

- wer eCTaUBt ' zu n/ymen,

(Fortsetzung folgt.'

Der Grion.

Skizze von Luise S chu, zc-B r i!ck.

Irgendeiner in der Kompagnie hatte eg herailsaebro« ? anJ CNraes mar. Nämlich ein - Dichter AE eW«Jo «ner, wre es rhrer m der Kompagnie schon^ ei!i paar gab, die sehr schone Reanverse nlachten zum 'Gebnrt^taa Dauptmamis oder des Herrn Feldwebels, oder Änä

Wrri W L®?A aTl unbekannte Spenderinnen

lrf) besonders einer hervor, der Wurst und Durst schr gut zusainmenbrrngen konnte, so daß auf 'das Wurstvaket

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an ihre Stelle zu setzen. .Aber schließlich war cs doch gegangen, und