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von Her „Marie ßdffa", daß aiif dem anderen Schiffe die etrglische Flagge und das Signal hochging: „Branche Proviant —Hungersnot." Die „Marie Celeste" hatte nock, kaum signalisiert: „Schickt ein Boot", als sie von der Brigg ein Boot, welches schon vorher zu Wasser gelassen worden war, abstoßen sahen. Es war von ztvei Mannem gerudert, am Boden lag irgend etwas von Persenningen zu gedeck t — wahtsch.ünlich Tonnen und Kisten zur Fassung des Proviants. Als aber das Boot langsseits gelomnwn war und seine Insassen ein Tan gepackt hatten, kamen unter der Peilemringen plötzlich 5, 6 Mann zum Vorschein, die mit Revolvern bewaffnet nxirert und alsbald an Deck der „Marie Celeste" sprangen. Die Besatzung war vor Schreck förmlich verstei- nert. Ter Führer des Ucberfalies teilte ihr mit, sein Schiff hätte keineswegs Mangel an Proviant, wohl aber Mangel an Leuten, und darum erklärte er sie alle für gefangen. Uebles würde ihnen nicht widerfahren, aber sie hätten ihm zu folgen, um auf der andern Brigg gegen gute Bezahlung Dienst zu leisten. Widerstand war unmöglich; _ die „Marie Celeste" wurde von der gesamten Besatzung einschließlich des Kapitäns und seiner Angehörigen verlassen und zu der geheimnisvollen Brigg hinübergebracht, an deren Deck der Name übermalt war. Der Kapitän teilte den Gefangenen mit, daß die Hälfte seiner Leute am Fieber gestorben sei und wies jedem seinen Dienst zu: die Besatzung war übrigens spanischer Nationalität. ^ Die Gefangenen wurden gut verpflegt, aber die Ficberkranblscit blieb auch weiterhin böser Gast an Bord. Erst fiel ihr der Kapitän nebst Frau und Tochter zum Opfer und nach 14 Tagen war die Besatzung der Brigg wieder aus die Hälfte herabgefunken. Unter diesen Umstanden war es, dass einer der Leute von der „Marie Celeste" unter größten Vorsichtsmaßregeln Spe- cioti in den Plan einweihte, den Rest der spanischen Besatzung samt dem Kapitän zu ermorden. Es waren nur noch sieben Spanier und sieben von der „Marie Cclcsts" an Bord. Auf Sperioti ftel die Aufgabe, den Kapitän beiseite zu bringen. Gerade in dem Augenblicke, als er ihn erschlagen hatte und das Signal zum Angriffe auf die spanische Mannschaft geben wollte, ging ein furchtbarer Krach durch das ganze Schiff. Ein Davrpfer hatte die Brigg, die wie gewöhnlich ohne Lichter fuhr — die Meuterei vollzog sich nach Sonnenuntergang — getroffen und in der Mitte durchschnitten. Specivli sprang an Bord des Dampfers: sonst wurde keine lebende Seele von der Brigg gerettet. Der Dampfer war ein Italiener: auf alle Fragen über sein Schiff, die an ihn gerichtet wurden, antwortete Speciati nur mit einem blöden Lachen, so daß man annahm, er habe bei der Katastrophe den Verstand verloren. In Genua wurde er an Land gesetzt und iahre- lang trug er dann das Geheimnis der „Marie Celeste" mjit sich foenim. Jetzt endlich hat dies berühmte, in unendlichen Seemannsgarnen eröNerte Rätsel der See seine Lösung geffmden.
die verhaltene Stimmung des Weihnachtsfestes und de des Jahreswechsels. Mit Recht widmet sich die Zeitschrfft dem Lande Bulgarn«! — diesmal hat sie Paul Lindenberg das Wort gegeben, über bulgarische Kunst und Künstler zu sprechen. Atff den Bildschmuck dieses Aussatzes machen wir nachdrücklich aufmerksam. Endlich finden wir auch ein Bild vom Standschützen Sepp Innerkoffer — Rudolf Ledl .hat's cruf dem Kriegsschauplatz für „lieber Land und Meer" gezeichnet, wie denn überhaupt eine ganze Reihe kraftvoller Originalzeichnungen von den Kriegsschauplätzen in den Blättern zu finden ist.
« . ~ .^vn der „O st e u r o p ä i sche n Zutuns t", der neuen Zertschrrft für Dnrtschlands Aufgaben im Osten und Südosten, fft soeben die erste Nummer in I. F. Lehmanns Verlag in Münzen erschienen (Preis vierteljährlich Mk. 8.—). Das Heft enthält eine Reihe bedeutsamer Aufsätze. Prof. Haller in Tübingen behandelt „Das ukrainische Problem" und zeigt, von welch außerordentlicher Bedeutung die Lösung dieser Frage ist und zwar sowohl für die Zukunft des r'üssiftlren Reiches iÄs auch für Deutschland und die Balkan Völker. Dr. Schupp gibt in einem ArtiLe! „Bulgariens Erwache»" einen Uaberblüt über die hochea'frauliche Entwicklung dieses Laubes, das von Jahr zu Jahr für unsere Zndu- staieerZeugnisse aufnahmffüliiger wird. A. Keßler sckch bs'rt die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine, die Rußland in der Hauptsache mit Kohle, Eisen, Salz und Getreide versorgt. Gelingt es, diesem nach Selbständigkeit strebenden Bo te sich von Rußland loszulösen und unabhängig zu machen, so wird Rußlands Finanz- kraft aufs schwerste erschüttert, und der deutschen Industrie eröffnen sich gewaltige Absatzgelnet e. Weitere Alibi behandeln die Oeffmiug der Donau, die wirtschaftliche Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreirh, die Bedeutung des Deutschtums in >ec Ukraine und manche ante re Fragen. Das Blatt ist das amt- stch-e Organ des Verbandes dentscher Förderer der ukrainischen Frech, itsbestrelrrngen „Ukraine" (Geschäfts'.-e le München, Paul Oeyfestraße 26). es wird sowohl der Ukraine wie den anderen Fl-emdvölkeru Rußlands — Balten, Finnländern, Polen usw. — feine Dienste widmen, daneben aber auch die deutschen Interessen im Balkan und der Türkei zielbewußt vertreten.
Gießener Hausfrauen-Bcrein,
Für die von dem Hausfrauen-Bereui veranstalteten Kvchvorführungen haben sich so viele Besucher gemeldet, daß die Vorführungen auch in der nächsten Woche staltfindcn müssen. Das Nähere ergibt sich aus dem Anzeigenteil und ist auch an den Anschlagtafeln des Vereins zu lesen.
Vermischtes.
® * u € französische Sprachinsel t mit i t f c ® t u * »“* I anb §. Man wird es nicht glauben, daß es imnitte Deutschlands einen Ort gibt, wo zahlreiche Abkömmlinge der ein von Frankreich ihres Glaubens halber vertriebenen Öngenotke leben und ihre französische Umgangssprache sich zum großen Te "och erballen habe,u Es ist die zum preußischen Regier „ngsbezn Wiesbaden gehorme «-ladt Fr i c d r i ch s d o r s im Olrerta.mn- krew, ireckich ein kleines Städtchen und mit kaum viel mehr al tausend Emwolmern. Es hat übrigens einen Mann herooraebrach dem dw bedeutend sie technische Erfindung der neueren Zert zu danke ist. den Er-finder des Telephons, Phil. Reis. Friedrimsdorl ward ,m Jahre 1687 von den Hngeuoiten angelegt, denen dort jene Landgrai Friedrich von Homburg mit dem silbernen Bein, de durch Kleists Dranra unsterblich geworden, cm Achl bot. Nor heute wird dort der Gotiesdienst in frr.nzüstscher Sprache ab gehalten, und den Schulkindern wird es ireigesieltt. den Religion^ unigrlcht m deutscher oder ,ea»Mscher^ Sprache zu „cj,«,,,' Nalurltch sprechen u.cht olle Bewohner Französisch, es simd viel einaewanücn - die Hergeloffetict,' nciitit matt sic tm süddeusiche SinieTt lener Gegend —, „och lueitiflcc spreche«, sie das Ftaurösijch reut, solidem me mehr „Met !tusch, ttti, deu,sil,ett Brocken, was det tt'tmg^veranIchne ^°* ^ lici5llc,J ^oltze zu der humorvollen Ber
Lelas Martin, bei«« Martin,
Chasse Je Gickel aus le jurdiu!
II verkratzt mir, hast tu die Stäuive (Staupe) n °aveain geele Rämve cgelbe Rüben).
.Nit chrec ,nsih-r^^!nä?" ^ """
Wachen -Küchenzettel.
- * Sonntag: Suppe von Maggiwürßln, Kalbsbraten, Rosenkohl, Kartoffeln.
Montag: Griessuppe, Gemüscallerlei mit Hammel- oder Ochsenfleisch. Kartoffeln.
Dienstag: Bohnensuppe, Aepselcrnffmff.
Mittwoch: Fl?isch'.r^ h uppe mit Ni dein, Kochfleisch, W inter- kohl, Kartoffeln.
Donnerstag: Brötck-ensuppe, Schweines, eisch, Sauerkraut, Kartoffelbrei.
Freitag: Erbsensuppe mit Sauerkraut (Rest vom vorhergehenden Tage), Gemüfesülze % Kart.'ffe'rn.
Samstag: Reisjuppe, Kartosselgemüse, Wurst.
Kochanweislmgen.
Gemüse sülze: 2 in Scheiben geschnittene Gelber üben, ein Paar Rosenköhlchen oder kleine T-ecke BtumenLssil werden in 3/4 Lfter Salzwasser weich gekocht, zuletzt «etwas Essig, eine sein- gesckmitteuc Salzgurke, 1 Magg b ui.l nwürsel hinzugesügt, 1 Blatt weiße und 1 Blatt rote Gelatme grtt darin verrü ai n..d ausgekocht. D-as Ganze wird in eine kalt gespülte Form gefüllt. Es braucht 10—12 Stlmden zum Erstarren
*) Siehe Kochamveisung.
Arithmogriph.
Mit nrgewnlt'ger Kraft erklingt mein Ruß Wenn man als, „1 bis 4" aus Blech mich sch-ß Wer merne Donnerstimme nicht vernimmt.
Der ist 1 4 2 3 wohl ganz destmmit.
vücherlisch.
c• - ber Land und Meer. Die neuesten vier Numuiern t^en, haben reichen snl>alt. Durch einige Hefte zieht sich auch
Vli. X L
Sofort die klenie Fee der Violine,
War' sie nicht dem Koiizensaat längst vettoreu Weil - wie's in Bauern heißt - sie „3 > 4" erkoren. (Auflösung in nächster Nummer.)


