Haltung Griecheularrds von großem Einfluß sein, wenngleich schon jetzt mit voller Sicherheit angenommen werden darf, daß es auf keinen Fall mithcmdelnd auf die Seite amfeter Feinde treten wird.

vermischtes.

m \ß *J5. e e durch Deutschland tu denDaily t!-c V r S ^ News" veröffentlichen an führender Stelle

me folgende Schilderung einer Deutschlandreise durch einen neu­tralen Mitarbeiter:Bereits beim Einlcnllen meines Zuges an der deutschen Grenze empfing ich einen starken Eindruck der Sicher­heusmaßregeln zur Ileberwachnng des Reiseverkehrs. Die Kon­trolle über die ankommenden und fortfahrenden Reisenden ist bis u ! ^ie letzte Einzelheit ausgedacht »urd ausgearbeitet. Ich glaube Nicht, daß es möglich ist, »"lberhaupt iioch eine restlosere Ueber- prustrngsorganisation ins Werk zu fetzeil. Alle Passagiere wurden Offizieren, Grenzbeamten und Soldaten zum Verhör iNid ziir Durch­suchung gegenübergestellt. Die ganze lleberprüstuig nahm ungefähr 1 l 2 ötnnben in Anspruch. Alles ging in Ruhe imd nach geord­neten Regeln vor sich. Ich mrlß gerechterweise feststellen, daß das Benehmen sämtlicher Bean,te,i und Militärpersoneri ben Reisenden gegenüber tadellos war inid daß zwischen be'utfeben und neutralen Personen kein Unterschied in der Behandlung geinacht wurde. Nie- maiid wurde mehr belästigt, als die Umstände tu solchen Zeiten es erfordern. Als ich schließlich in dein deutscheil V-Zug saß, stellte ich inr Gespräch mit meinen Abteilgenossen fest, wie einheitlich die Stimmung des Pllblikunis ist. Jeder, mit dem tcl) sprach, war felsen­fest davon uberzeilgt, daß Deiitschland ails dieseni Kriege siegreich hervorgeheu werde. Sie halten alle ihr Vaterland für unbesiegbar uiid lasseri fick) nicht im geringsten durch die feindliche Presse be­einflussen. Der Bahnverkehr ist ausgezeichnet. Die Züge verkehren M allen Richtungen mit hervorragender Püliktlichkeit. Für die Soldaten, dre in Zivilistenzügcn reisen, werden eigene Abteilungen lten. Meist aber werden sie in besonderen Militärzügen befördert. Die Zahl der Soldaten, deneii man beim Reisen auf Öen H^^'telleii begegnet, ist lingeheiler. Die gewaltigen Mengen vortrefflich aussehender Soldaten, die ich in Deiitschland erblickte, machten mir den Eindruck rinerschöpflicher Reserveii. Trotzdenr werden alle öffentlicheii Einrichlmigen itnb Aemter in alisreichender Wege durch männliche Beamte besorgt. So z. B. arbeitet die Post ohne jede Störung, und die Zahl der Eiseubahnbeamteu ist so groß, daß man nirgends Stockrulgen begegnet und überall ohne Schlvie- ngkeiten Gepäckträger usw. vorsilidet. Die fleischlosen Tage erregen im bublikuni. keinerlei Mißbehagen, itub alle Kriegsvorschrllten werden mit patriotischem Eller erfüllt. An Fischen ist kein Mangel, und viele Frauen äußern sich mit 93c?riebtgimg über die Speise- Vorschriften, die eine größere Abivechslung bringen. In allen Speisewagen der V-Zlige erhält nian ein ausgezeichnetes Mittags- mahl für 3 Mk. Die Theater und Kiiios sind in vollein Betrieb. Ueberhaupt gipfelt der Gesamteiudruck einer Reise durch Deutsch- land im letzten Kriegsmouat darin, daß das gegenwärtige Leben sich von dem m normalen Zeiten nicht wesentlich unterscheidet."

*. D e r f r a n z ö s i s ch e K r i e g s st o ck. Der moderne Krieg, der eine Unzahl neuer Waffen u.rd Kriegswerkzel.qe erstehe,, ließ hat üfolchzeltlg ailch bi^e ältesten, scheinbar vergessenen Apparate und webrauchsgegenstande zu nenem Leben im Felde erweckt. Die Stahlhelme der srai,zösischen Infanteristen erinnern an dasMittel- alter, die ziim Werfen von Bomben verwendeten Schlender- Maschinen gemahnen sogar an die Wnrfapparate der klasstschen ?omer uiid Griechen. So ist auch der Stock, der gute, alle, iried- liche >Lpazierjtock, kriegerisch geworden und t,is Feld gelangt, ,vo f, c ^ ^ Arm een der Alliierten einer außerordentlichen Be-

£ ,c S^cke sind, wie tu einer zeitgemäßen Plauderet des »Temps ausgelührt wird, in England und uun- mehr auch in Fra.ikrelch der Mobilisation auf die Dauer nicht entgangen. Aber nn Gegensatz gu seiner bisherigen Bestimmung deutete das Er,che».,en des Stockes nicht dahin, daß die Armeen unausgesetzt marschierten, er begarrn im Gegenteil bei den Fran­zosen erst eine Rolle zu spielen, als der ruehr oder iveniger un- bewegllche Stellungskrieg zu seinen daner.iden Rechten kaiu. Von der Küste im Norden bis gu ben Vogesen hielt der Stock seinen Emzug in den französischen Schützengraben. Da die Offiziere in den Stellungen meist teure Säbel tragen, uub da der Ausbail der Linien mehr ein Hermnklettern als ein Gehen erforderlich macht des Stockes immer allgemeiner. Die Sol- f/" ^lgten dem Beispiel ihrer Vorgesetzten, und so sieht man ieöt in Paris die beurlaubten Krieger mit den Stöcken umher­gehen die un Felde ihre Begleiter sind. Die Stock.node in der ^^ostschen Armee scheint aber »veniger auf die Eigenart des Ith! itl 6ra auf eine Rachahmnrig des englischell Wi ! f r tsi! rl f^ e en ' ? a5 bekanntlich auch im Frieden statt mit Sr, L? ltenfle T (, f ullt Spazier- und Rrntstöcken einh?r- ^ dieser Zusammenhang tmTemps" in Ab- ^ ro,r ?' geschieht dies ivahrscheinlich ails guten Grün- b/n- "'"Herbergen, daß die we.iig geübten und wenig soldati- !4^-!/'wlrscheii Luxnstrilppen einen immer deutlicher iverdenden Negmm,Süden? n,ilj!äri!che Disziplin ihrer französischen

Zwei bedeutsame Kunstausstellungen die eine der modernen. die andere der älteren KlUistrichtulig führt unS daS soeben erschienene Januarheft derK n n st", Zeitschrift für freie ilnd angewandte Kunst (F. Briickinann, A.-G., München) in Wort und Bild vor: Die in der Galerie Heinemann in München ver­anstalteteAllsstellung von Werken der Münchener Malerei 1860 bis 1830* und dieAusstellung der Berliner Sezession". Ein dritter Aufsatz behandelt das Schaffen Albert Weisgerbers, durch befseii tut Frühling v. I. in Flandern erfolgten Heldentod dem Münchener Kunstleben ein großer Verlust entftanbeit ist. Bon Max Ktmger sehen wir eine Anzahl vorzüglicher Wiedergabeii ans dem soeben erschienenen WerkeZwanzig Zeichnungen". Die Ballten von Ludwig Rufs-Nürnberg zeigen uns einen vielseitigeil Architekten, dessen Schöpstlngen ben ganzen Vorzug und Reiz wahrer Heimats- kunst aufweisen. Zuiii Schluß siiideu wir Goldschiniedearbeiteu

> von Joseph Wilm-Berlin, Abbildungeii voii Zminiereinrichtnngen

> von der Kölner Werkbund-Ansstellmig alls den, soebeii erschieneneli ' Jahrbuch des Deutscheri Werkbundes 191b, u,id endlich ans der

befreundeten Doilailnionarchie reizvolle Eiltwüne für Besilchs- und Straßenkleider, sowie Seidenstoffe der Wiener Werkstätte.

93 e c f e f) r mit Lebens- und Futtermittel n", Verordnungen des Bundesrates über ben Verkehr mit Lebens- imd Flittermitteln und über Höchstpreise, von Ministerialrat v. B r a u n, München. Ladenpreis broschiert Mk. 2.40, dailerhaft geblUiden m"'t?'T* Das Buch euthält im erstell Abschiutt die allgemeinen Vorschriften, wie Erniäßigungsgeseh, Höchstpreisgesetz, bann die Verordnungen über Vorratserhebililgen, Maßnahiiien gegen Ueber- teuenmg, Errichtung von Preisprüfungsstellen, die BestiliiNiNl,ge>i über Beschränkmigeil des Haiidels, Erntesicherimg, Schlachtverbote usw.; int ziveiten Abschnitt die Vorschriften über Verbranchs- regelmig imd Höchstpreise für die eittgeltteit Nahrungs- und Fntter- mittel, insbesondere Brotgetreide, Gerste, Malz. Haler, Saatgilt- verkehr, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Oelsrüchte, Flltterniiuel, Zilcker, Reks, Milch, Oele lind Fette usw. Es bildet also einen vollständigen Ueberblick über das geltende Recht auf deni Gebiete des Verkehrs und der Preise für Nahriliigs- und Filtterinittel. An Hand emes genaueii Jnhallsverzeichnlsses tmb ausführlichen Sachregisters findet man sich sofort in. der übergroßen Anzahl aller diesbezüglichen Vor­schriften zurecht. Die noch zu erivarteliden Vorschriften solleii itt t)on Zeit zu Zeit herailszugebenden Ergänzungsheltcii crscheilien.

Gietzener Harrsfranen-Berein.

, Sonntag: Geröstete Griesmehlsuppe, Hammetbratm mit j eingemachten Bohnen und Salzkartoffeln.

Montag: Brotsuppe, Wellfleisch mit Sauerkraut und Kar- toffewrei.

Dienstag: Kartofselsuppe. Reis mit Aepfet.

Mittwoch: Gebrannte Mehlsuppe, Hackbraten mit Erd- kohkraben und Kartoffeln.

Donnerstag: Fteischbrühsuppe mit Gerste, Rindfleisch mit Senftunke und Kartoffeln.

Freitag: Hafersifl)pe, Kabekjaii mit Kaperntunke und Kar­toffeln.

Samstag: Bohnensuppe mit Nindswürstchen.

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Eiweißersatz: Einige rohe Kartoffeln werden recht sauber gewaschen und gebürstet, 20 Minuten in frisches Wasser gelegt, darauf dünn abgeschält und fein zerrieben. Alsdann gießt man frisches Wasser darüber und läßt die Vtasse sich setzem Nun wird das m der Oberfläche stehende gelbbraune Wasser abgegossen wieder frisches aufgeschüttet, gut umgerührt imd wieder sich setzeit lassen Dies Verfahren wird so oft wiederholt, bis das Wasser ganz klar bleibt. Das kalte Wasser wird jetzt nochmals sorgfältig ab­gegossen und an dessen Stelle so viel kochendes Wasser unter ständigent Umrühren darüber gegossen, als die Masse der Kartoffeln selbst be- ber Topf mls das Feuer gesetzt und fortrvährend umgerührt, bis dre Masse dem Kochen nahe ist, kochen darf sie nicht. Hieraus laßt man dieselbe abkühken und drückt sie dann dilrch ein leinenes Tuch. Das Herausgedrückte bildet eme gallertartige Masse und kann wie Eiweiß verivendet werhen. Es einpfielstt sich bei jedes­maligem Bedarf die neue Bereitung. (Flugschrift zur Volksernäh- nmg.)

verfteckratsel.

Man siiche ein Sprichwort, deffeu einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbean" inWanderer- Schmorbraten - Magenbitter Slundisten Edel- wild Schatzgräber - Goldsischchen Schwimm­lehrer - Munterkeit - Oldenburg.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Gleichklangrätsels in voriger Nummer: Wenzel.

Schriftleitung- Aug. G°°tz. - R°tati°u«druck und Bcrlag d°r Bnihllchen Univ-rsitäkS-Buch- und"S.°idrucker°i. R. Lang«. Wichen.