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schMen.^ Andererseits lag es Wer nicht am Pl an e der deutschen! esleitung, ihre Taktik in diesem Feldzug sgebiete zu ändern. iUÄ" r £JSP l Allgemeinen nur zu Kampfhandlungen kleineren höchstens mittleren Umfanges, die fast völlig ausnahmslos! ^ .u^sbru Gunsten ausfielen und in denen unsere Truppen auch merft dre Angreifer Maren. Die wichtigsten davon sind folgende: w* or 3S5!’ eines englischen Angriffes bei Arras;
^ Angrchfstruppen fast, restlos aufgerieben - 670 Gefangene.
-Funr. Erfolgreicher deutscher Vorstoß am Westrande der ^rgmmen in einer Frontbreite von 2 Kilometer; 630 Gefangene.
c^^Ä^?bisung eines schwachen französischen Angriffs imf die Maashöhen-. 500 Gefangene. 1
Siegreches Angriffsgefecht der Armee des Aschen Kronprinzen am Westvande der Argonnen; 3700 Gefangene 25 Maschinengewehre, 72 Minenwerser.
^ L 3*™. Deutscher Angriffserfolg im Priesterwalde bei Croix ^ Lärmes Gelandegewimi 400 Meter Tiefe und 1500 Meter
^Mshnl 00 ? (die BM wächst än den nächsten Tagen
1800b Ziemliche Beute an Geschütz 'und Material.
13. Juli. Erheblicher Erfolg zweier deutscher Angriffe in den Argonnen bei Boureilles und Bienne^e-Chatsau, namhafter Ge- ländegewinn, 30M Gefangene, erhebliche Beute.
8 September. Neuer, einigermaßen bedeutender deutscher Angriffssieg bei Vienne-le-Chateau. Drei feindliche Linien werden durchbrochen unsere Front 500 Meter vorgeschoben und das von KPl % r<ntl £fe WFbewertete Werk Marre-Thsröse genommen. Außerdem 2000 Gefangene, 46 Maschinengewehre, 54 Minenwerfer und 1 Revolverkanone. 1
4. Der Durchbruchsversuch im Herbste. '
D«r fvanrösische GmerEimNs Joff« exläfet gTreit Tages^fehl, ui welchem er für den beabsichtigten allgemeinen
^^Höch^e !fordert^ Lrnren von Führern und Truppen
21. September. Weiterer Tagesbefehl des französischen Oberem maudlerenden ^offre, worin dieser befiehlt, den Truppen vor
Angriff mitzuteilen, daß zu dessen Durchführmig ,bestimn^ seien: 53 französische und 13 englische Jnfanterietnviiionen, sowie 10 französische und 5 englische L valleriediviswnen, 20M schwere und 3000 Feldgeschütze; außerdem standen noch in Reserve 12 Infanteriedivisionen und die belgische Armee (ini ganzen etwa das achtfache der für den im Mai versuchten Loretto-Durchbrnch eingesetzten Truppen) r xSStJO? 24, September. Artilleristische Vorbereitung zu dsm oeabslchtigteii Sturmangriff, welche nanwutlich au letzterem Tage emen Grad von Heftigkeit erreicht, der alles in dieser Beziehung bisher bekannte Wtaß weit überschreitet.
_ ?r' 2 ? * September. Die drei Hauptschlachttage dieses fünften
Durchbruchsversuches im Westen. ; g ' mnrten
_ dchefer nicht nUr Umfangreicher, sondern
Wch beffer vorbereitet, wie die früheren, weshalb die Feinde an den beiden ersten Tagen auch einige Vorteile erringen.
~ ?■?' September. Andauer der Sturmversuche, aber dock)
allmähliches Nachlassen der Stoßkraft.
Umfa^^b^br bis 3. Oktober. Nur mehr Kampfe geringsten
° . L^ktobev Mir diesen Tag stellt die deutsche Heeresleitung folgendesi alF Ergebnis der ganzen bisherigen Offensive fest: „Die ^uksche Front wirb an einer Stelle auf 23 und an einer arideren auf 12 Wometer (an bev letzteren nicht durch Waffeiileistung, son- ?olge eüies Gasangriffes) Länge aus der ersten in die zweite Linie des BerteiMgungssystems (welches nicht die letzte ist) rw^ckgedrückt. Der Feind verliert an Gefangenen 211 Offiziere 10 721 Mann, außerdem 35 Maschinengewehre; seine blutigen Verluste betragen etwa 160 000 Mann (ungefähr zwei Drittel Franzosen, ein Drittel Engländer). Die deutschen blnttgen Verluste betragen nvcht ein Fünftel dieser Zahl. Die Behauptung des Feindes, uns über 20 000 Gefangene abgenommen zu haben, ist jedenfalls erheblich übertrieben."
4. bis 6. Oktober. Nochmaliges WwöcräuMErn der Offensiv« ohne reden Erfolg für den Feind.
N«h einer Woche wett minder starker Airgriffstätigkeit setzt am Oktober die dritte arostc Angriffswelle des FÄndZ em. An dieser rnd namentlich^die En^änder fast auf der ganzm von chnei, besetzten Front von Ypern bü Loos beteiligt: bei einem
t le ble i^UMnst des Wetters, welches die Rauchiwolken m ihre eigenen Gräben Kurücktreibt. Aber auch, sonst werden sie allenthalben unter stärksten Verlusten Mrückaetrieben obwohl st- mi der Stelle Ätnptkampfes bei H ulluch siMstnist hitttereinand«: rmmer nene Kräfte m schärfsten Vorstöben ansetzcst ZMtaiMriffspmlkt der Franzosen ist die Gegend Tahure-SouMn Vsttnl der ChampEf). Auch hier erfolgen bis m fünf Anaristö listldeimE^' DcrMtzNrfolg ist der gleiche, wie bei den Eng-
Wiederum tritt eine neue, dieses Mal etwa 10 Tage däuernde
VI'fö ent ' ffcöjjere Unternehmungen imterbleiben
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Doch ist das Bild gegen die drei vorherigen Angriffe insofern i Arandert, der Angriff der Feinde in minder einheitlicher <r<N momex Form, mehr in große Ernzelvorftvße zerlegt, vor sich §5vt- .Die denpch.en Gegenvorstöße werden zahl- und erfolgreicher; me Ruckgewinne an Gelände nehmen an Umfang zu. Ein qründ^- Mbr schweizerischer militärischer Beobachter und Sachverständiger schätzt die Verluste der Feinde in dieser letzten Oktoberwoche auf mindestens 90 000. „
^ «rößte Schlacht der Weltgeschichte," wie der französische
Generalissimus den von ihm geplanten Durchbruchsversnch etwas vorerltg getauft hat ist fehl geschlag en. Fast 6 Wochen hat d er Kampf getobt. Min den paar Dutzend Quadratkilometer Gelände, me der Fernd am Anfänge besetzen konnte, hat er zum Schlüsse einen erheblichen Teil wieder abgeben müssen. Zu den gleich nach : dem ersten Hauptstöße gemeldeten feindlichen Verlusten in Höhe von 190000 treten allein für die letzte Woche weitere 90 000 hinzu Dazwischen liegen, <mf zwei Gruppen verteilt (4—6. Oktober, ,o<- K“ 1^-^ud 14. Oktober), fünf Hauptkampftage; es bleiben also für mrnder starke Kanrpftätigkeit' — die aber immer noch Über das rm Westen alltägliche Maß des Schützengrabenkrieges hinausging! -- etwa wertere 20 Tage übrig. Biel werden also die Verluste des Feindes hinter einer halben Million nicht Zurückbleiben. Wie ge- wohnt, betragen die deutschen nicht mehr lvie höchstens ein Minftel der ftindl^en. Lchon hierdurch ist das Kräfteverhältnis zugunsten! der Deutschen um mehrere hunderttausend Mann verschoben. Weiter aber haben die Deutschen nach und nach, ohne ihre Kräfte auf ben anderen Kriegsschauplätzen unter das fttr durchaus hinreichend, erachtete Maß schwachen zu brauchen, namhafte Reserven herange- zogen, me dem Feinde nicht oder doch lange nicht in gleicher Stärke zur Verfügung stehen. Fester denn steht Me Kampf- und Trutz- mauer der Deutschen im Westen, deren oberster Heeresleitung völlige Freiheit und überreiche Kraft zu Ktiegshandlungen aus den anderen Kampsvlätzen gewährend. Der mit seinen Angriffen ab-, gewiesene feindliche Oberfeldherr aber eilt nach London, Um vort neuen Rat mit den herrisch,m Bundesgenossen zu pflegen, der sich Unter der steigMden dht selbst keinen Rat mehr zu geben weiß. Das war das Ende des fünften und größten französisch^engltschett l Durchbruchsversuches vn Westeii!
5. Stand am Iahresfchluß.
Die nach diesenr letzten großen Turchbruchsv ersuch eintretendq verhältnismäßige Ruhe war noch größer, wie die ans die früheren vergeblich,en Versuche folgende. In den beiden ersten November- Lagen machten wir noch 1300 Gefangene, von da ab aber wurde me KampfLLtigkeit immer geringer. Erst Me zweite Dezemberwoche, brachte eine unbedeutende, aber auch nur vorübergehende Belebung^ me Erfolge waren durchaus auf unsever Seite.
Zweifellos
im Westen ein ___ v _ awuuvvi ^
weiter im Plane unserer .Heeresleitung liegt, hier in der Abwehr zu bleiben und Me Entscheidung an andrerer Stelle zu suchen, oder ob die Stunde für gekommen erachtet wird, unsererseits vorzu- dringen^ bis zum letzten Armrerungsfoldaten und zum einfachsten Mann rm Volke lebt die felsenfeste llebemeugurrg, daß wir jeder dieser beiden Aufgaben voll gewachsen sind.
Ueber die ältesten vibliothelen.
Bon Heinz Amelung.
Bücher,ammlungen gab es im Altertum bei den orientalischen Völkern ebenso tme bei den Griechen und Römern. Um die Mitt» des wrigen Jahrhunderts fand H. Layard bei Msgrabnngen unter M Drummern von N r n i v e im Palast des assyrischen Königs Assurbanipal, der rm 7 Jahrhundert v. Ehr. regierte, zahlreiche M Ofen gehärtete Dontäfelchen mit Keilschrift. Diese jetzt rnr Brtti- schen Museum befindlichen Tafeln, von denen Plinms im 7 Buch spricht ,ind etwa 24 zu 16 Zentimeter groß. Dar irrden Ton Mn- gegv-bme Text Keigt, datz in dieser schZibnv ältesten Büc^ l°EMng Urkunden, n*e Verträge, Rechmrngen u. a„ über auch ßlSS2r l iS c 'k ^bdrzuusche, naturwissenschaftliche Schriften auf- bewahrt wurden. Aus dem 4 ^ahrhuudert v. Ehr. wissen wir tom der Schenkung mehrerer Tafelchen an den Tempel des Gottes Nebo; wir dürfen wohl annehmen, daß vornehmlich die Tempel die Aufbewahrungsorte der Literattlrdenkmüler waren, imd zwar besondere Zimmer dann. Davon kann man sich noch heute eine dentliciw Vorstellung machen, lvenn man einen ausgegrabeneu Tenipel zu Avolli- nvpoli^ magna (jetzt Elfu) besucht, in dem über der Tür zu dem ^lblrotheksramn Me sogenannte Schreiberlmlctte eingemeißelt ist. Ber der Lluvgrabung eines Tempels hat nmn auch eine Bibliothek gf.toDen, die noch ausgestellt war, so daß nur uns also ein äußeres Bild von einer alten Bibliothek rnachen können. Diodor berichtet m einer eingehenden BeschreiMmg des Grabdeiikmals des Königs Osymandyas m Theben, die ans das Menmonion des Ranises II Mßt, auch von emem Nebenvcmm dieses Baues, in dem sich eine Sammlung heiliger Schriften befunden habe. Das ist deshalb er- wähiienslmrt, weck diese Bibliothek die Aufschrift psychcs iattewn V- ??? ?? ttnem französischen Roman mit nourri- ture de l ame übersetzt ist, Friedrich der Gwße hat diesen Roman nf!?w^ U1 r l k dadiirch ist die alte Kgl. Bibliothek in Berlin zu der vielbesprochenen Inschrift nuttimentnm spiritus gekommen.


