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nt entern Zelt und erwartete mein fceTtg Ende. Wär sehr mntt und schwach: ganz verlassen und halte keinen, der mrr ern n Trunk Wasser, so ich teuer bezahlen nrußte, bolete. Da ging ohngefahr etn Musketier vorbei, der hatte ein hölzern Spießchen mit saueren Gurken. Ich rüste und schrie: „Freund, geb' mir auch was, ich will's bezahlen!" Mein er wollte nicht; sagte: „Wollt rhr was haben, holet's im kaiserlichen Lager an der Donau." Ich rasttg mich zusammen: alle Kräfte bot ich auf; so großen Appetit zu den Gurken hatte ich. Mehr kriechend als gehend kam ich zu den Marketendern an der Donau, welche ganze Faß voll hatttm Ließ mir erst vor fünf Ungrisch bald einen Hut voll geben, welchen ich mit solcher Begierde aufaße, daß ich noch vor zwei Uugrrsch forderte. Da ward es mir gar kalt im Leibe. Und ich machte mich wieder auf die Heimreise nach dem Lager, gänzlich verrueinend, es würde nun mein Letztes sein. Kam ins Zelt. Da war einer von nreinen Kameraden, welcher mich fragte: wo ich gewesen, rndem er vermeinet, mich nicht wieder zu stnden. Ich sagte ihm, was geschehen. Nun, sagte er, das ist der Nagel zur Sterbekiste, mache dich mm fertig." Ich legte mich wird bat ihn, mich zuzudecken. So er auch tatest) gut er konnte. . . Sobald ich Mich geleget, bin ich iit Schlaf verfallen. Da er gememet, ich wär tot. Und habe sechs bis acht Stunden geschlafen. Da war es, als wäre ich neugeboren. Der Schmerz hatte aufgehöret; die Hitze war weg, m Summa, ich Wurde gesund. Das liest ich mir ein N. B. sein: was dre Natur mit Begier sucht, ist ihre Arznei! ".Es hat zwar dres seine Raison"; weil die Krankheit sehr hitzig und alle Teste relanci erende, die ein gernachten Gurken aber fühlend und adstrur- gierend. Doch mag ich dies Rezept nicht in mein Rezeptbuch schreiben, wse jener Doctor: Sauerkraut vor das, Fieber!"
vermischtes»
* Preiswert. Uns wird geschrieben: Zu den Lieblingsausdrücken im heutigen kaufmännischen Leben gehört das Wort „preiswert" im Sinne von .wohlfeil", „billig". Es findet sich namentlich häufig in den auf das Weihnachtsgeschäft bezüglichen Anzeigen, in denen preiswerte Spielsachen, preiswerte Mäntel usw. angeboren werden. „Ich verkaufe Ihnen die Schuhe sehr preiswert," sagt der Verkäufer zu einer Dame, und er meint, daß er die Schuhe besonders wohlseil verkaufe. Das Wort „preiswert" hat in neuester Zeit dieselbe Bedentungsveränderung erfahren, die schon früher das Wort „billig" durchgemacht hat. Die urfprüug- liche Bedeutung von „billig" können wir noch aus dem Zeitwort „billigen", sowie aus der Redensart „recht und billig" ersehen. Vom Standpunkt des Käufers ist ein wohlfeiler Preis ein billiger Preis in der ursprünglichen Bedeutung dieses Wortes, also ein Preis, der nicht teurer ist als sich gehört. Diese Bedeutung des Wortes „billig" als „wohlfeil" hat schon im 18. Jahrhundert bei uns allgemeine Geltung erlangt. Man achte nun einmal bei einem Weihnachtseinkauf ans die Sprache des Verkäufers oder der Verkäuferin ; man wird finden, daß sie das Wort „preiswert" in der- selben Bedeutung wie das Wort „billig" verwenden, ja, daß sie uns versichern, daß ein Gegenstand, den sie uns besonders preiswert — also wohlseil oder billig — verkaufen wollen, eigentlich einen höheren Preis verdienen, also eines höheren Preises wert sei. Derartige Bedeutnngsverändernngen, wie wir sie bei den Wörtern „preiswert" und „billig" seststellen können, stehen in unserer Sprache keineswegs vereinzelt da. Ans der Bibel ist uns z. B. die Bedeutung der Redensart „schlecht und recht" bekannt, in der sich noch die ursprüngliche Bedeutung von schlecht (schlicht, gerade, Gegensatz von krumm) ebenso wie in den Ausdrücken „schlechtweg, schlechthin, schlechterdings" erhalten hat. Wie weit davon ist aber die Bedeutung entfernt, die wir heute mit dein Worte „schlecht" verbinden! Die Ausdrücke „preiswert", „billig" und „schlecht" stellen also sehr lehrreiche Beispiele für die Bedeutungsveränderungen dar, die viele Wörter unserer Sprache im Laufe der Jahrhunderte erfahren haben. Dr. I. St.
* Di e Würstchen im französischen Hauptquartier. Das folgende Geschichtcheu findet sich in dein Blatt „Paris-Midi" : „General Joffre ist nicht nur ein großer Stratege, sondern auch ein außerordentlich politischer Wirt. Ganz Frankreich weiß, daß der Ministerpräsident Briand nichts höher schätzt als ein Gericht saftig gekochter Würstchen. Was also tut Joffre ? Jedesmal, wenn Briand zu einer Besprechung int Hauptquartier erscheint, läßt der Generalissimus ihm die besagteit Würstchen vor- fetzen. Und die Folge davon ist, daß Herr Briand sich jedesmal nach seiner Rückkehr nach Paris begeistert über die Eindrücke seiner Reise im besonderen uttd die militärische Lage im allgemeinen ausspricht. Und es heißt, daß auch die andereit Minister Lust bekommen haben, dent Hauptquartier eingehendere Aufinerlsantkeit zu schenken." Wir wollen die Qualität der Hauptguartierswürstcheu nicht bezweifeln. Zweiselhafter erscheint uns ein Verhältnis zwischen Militär- und Regiernngsgewalt, dessen Einvernehmen aus ein Gericht Würstchen zurückzuführcn ist.
Vüchertisch.
— Deutschlands Eroberung der Luft. Die Entwicklung deutschen Flugwesens an Hand von 315 Wirklichkeits
aulnahmen, dargestellt von Ingenieur Willi Hackenberger. Mst einem Geleitwort von Hellmuth H i r t h. Sr. Exzellenz dem Grafen von Zeppelin gew d net. (Montanus-Bücher Band 9). Erster Dreißigtausenddruck. Verlag Hermann Dt o n t a n u s , Siegen. Preis Mk. 2. — . Erst unserem Zeitalter der Technik war es Vorbehalten, den alten IkaruStraum der Menschheit zu erfüllen, losgelöst von Mutter Ede der Sonne eutgegenzueileu, im Fluge durch das Luslmeer, dem Adler gleich, mit gewaltigen Schwingen durch die Wolken zu segeln. Was Meuschengeist ersonnen, was in ernster zielbewußter Arbeit des Flugtechuikers erbaut, was mit opserutüligem Sinn, nichlachteud Gesundheit und Leben, der Flieger praktisch erprobt, alles das ist heute zur Wirklichkeit geworden. Mit Stolz schauen ivir auf die Leisttlngen unserer Flieger und ihrer Maschinen während des jetzigeit, ntörderischen Weltkrieges. Mit viel Liebe und Sachkenntnis gibt uns das Werk in Text und Bild einen Ueberblick über das Entstehen und Werden unserer Luftschiff- und Flugzeugtyveu. Viele schöne Erinnerungen stotten Miterlebens und mancherlei früher gehabte Sorgen leben bei der Dtirchsicht dieses Buches iit uns auf. Es ist selbstverständlich, daß dem Bildlert ein Vollbild Sr.'Exzellenz des Grasen von Zeppelin voranaestellt wurde, in denr sich nicht nur die Triebfeder, sondern auch Kern und Wesen unserer deutschen Luflschiffahrt verkörpert.
— Müller, Alfred Leopold, Das Gedächtnis und seine Pflege. Mit 22 Abbildungen. Geheftet 1,00 Mk., in Leinwand gebunden 1,80 Mk. Stuttgart, Kosmos, Gesellschaft der Naturfrermde, Geschäftsstelle: Franckh'sche Verkagshandlnng.
— „D er Türmer" (Kriegs'ausgabe). Herausgeber I. E. Frhr. v. Grotthuß. Vierteljährlich (6 Hefte) 4 Mk. 50 Pfll-, Einzelheft 80 Pfg. Probeheft portoftei (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer). >— Mus dem Inhalt des zweiten Dezemberheftes: Deutschlands Kindern zum Weihnachtsfest. Von Johannes Trojan. —• Weihnachten 1915. Von Karl Storck. — Ein Weihnachtsabend. Skizze von Paula Gura-Eivald (München). — America docet. Von I. E. Frhrn. v. Grotthuß. — Zur Verdeutschung der Heeressprache. Von Hauptmann G. Goeckel. — Der Zug nach Aegypten.
— Den matten Seelen! — Die englischen „Friedensstifter". — Wie denkt man in Rumänien? — Kriegsspiele Weihnachten 1915.
— „Vlamisch." — Pantenius und Troicrn f. Von K. St. — Kriegsbücher auf dem Weihnachtstisch. Von Karl Storck. — Kampf und Spiel unr die Kunst. Von Karl Storck. — Türmers Tagebuch: Der Krieg. — Slus der Warte. — Kunstbeilage.
— „D er Krieg 1914/15 in Wort u n d Bi l d" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 'je 30 Pfg.) Neu erschienen Heft 54/56.
— Die junge Wacht a m R h e i n. Ein Kriegsbuch für die Jugend von Thea von Harbou. Reich illustriert. Stuttgart. Verlag von Levy & Müller. - Die zehn netten, teils erlisten, teils mit Huinor geivürzteu Geschichten sind nicht nur nach Form und Inhalt gute Erzähluugskunst, sie sind aud) im Hinblick auf ihren sittlichen und erzieherischen Wert von Bedeutung für die Jugend.
— „Feld raue Ge sch ich teil". Bilder aus der Zeit des großen Völkerringeuß 1914/15. Ein Jugendbuch von Lehrern und Freunden der Jugend. Mit Illustrationen von W. Merker. Originaleinbaud Preis Mk. 3.—. Verlag von A. Anton & Co., Leipzig. - Mit Geschick haben die Verfasser es verstanden, in hübschen Einzelbildern eine Geschichte des ganzen Krieges zu schreiben, in den Deiitschland uiid Oesterreich-Ungar,t verwickelt sind. Au Abenteuern und überraschenden Situationen fehlt es nicht, und so wird jeder Jimge, der dies Buch in die Hand be- koiumt, sicherlich seine Freude au ihm haben.
— „Wir halten durch!" Eine Geschichte mit und um Hiudenburg. Der deiilschen Jugend erzählt vor, O t t o «u a r Stühr. Mit Bildern von G. Bachem. Verlag von Georg Wigand in Leipzig.
— W e l t v o m S ch u ß. Ein lustiges Buch aus ernster Zeit. Von Frhr. von Schlicht. Mit farbigein Uiuschlag von E r n st H e i l e nt a n n. — Verlag von Otto Jaiike, Berlin 81V. — Weit voin Schuß spielt der neue Roiuau von Frhr. von Schlicht. Die Schatten und Lichter, die der Krieg in die kleine, aber feine Provinzstadt wirft, werden von Schlichts Meisterhand höchst humorvoll gezeichnet.
-Jahrbuch 1916 für Deiltfche Privat-Bea m t e. 9. Jahrgang. Herausgcgeben vom Direktorium des Deutschen Privat-Beamtcu-Vereins in Magdeburg. Preis gebunden bei'sreier Zustellung Mk. 0.50. _
Charade. * ^ A \
Das Erste ist ein Kinderschuh Für dich, sobald erwachsen du.
Das Zweite freut den Seemann meist,
Sobalo er wieder abgereist.
Das Ganze liegt im Ozean Und ist nicht frei von Größenwahn.
Auslösung in nächster Nummer.
Eil-; t\ - A , t
.Auflösung des Rätsels in voriger Nummer- Spiegel — Siegel.
Schristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'fchcn UnwersitälS-Buch- und Steindruckerei. R. Lgnge. ©ie&eifc


