Ausgabe 
8.11.1915
 
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3u Befehl, Herr Hauptmamr, aber ein Stück werter nach links, Herr Leuttrant sagte, für zwei reichte die Deckung mcht. Und wre daS Schrapnell den Herrn Leutnant traf und er nrchtv mehr sagte, l)a!tde ich grobe Angst. Aber ich troch hin und meldete werter, "der damr dann kriegte ich doch den Schuß m dre Brust und kannte! nicht mehr wollte zurückkriecl>en. Und da brrr rch ohumachttg geworden, und weiter wriß ich nichts." . ^ . . <-

Er schloß die Augen und schuueg ermattet. Und der Hauvt- maun faßte seine grauen, beschmutzten Hände und sagte mit eurem

erlösten Aufatmen: ^

Gott sei Tauk, also Sre tvaren der brave Kerl?

Ver«nr?chtss.

- Dte Iagd nach dem Sou 4. In Frankreich, und ganz besonders m Poris, ist mau jetzt eifrig auf der Jagd nach dem Wechselgeld. Ueberall. im Geschästsleben. an, der ^trave.'balm in den Postämtern, macht sich der Bimmel an Kleingeld ouw un­angenehmste iülübar. Tee SouS - das gebräuchliche lO-Oeutimes- sliick, rsl io rar geworden wie ein LiebbabergegenUand von hohem Werte. Und ivadrend die h'lstose Regierung ratlos narb der Ur­sache des Nebels und nach geergnetec 'AbhiNe fabntet. werden dre Leitungen von der verärgerten Bevölkerung mit Auirageu. Vor­schlägen mrd Vorwürfen ul ersinnst. Wre dosJournal des DevotS in feiner letzten Ausgabe schreibt, ist tieJagd nach dem-^ous zum aktuellsten, beiß uurslrilteuen Problem der Pariser geworden: Srbon seit Monaten hatum in DiIttelfvanfreiii einen immer emvfindlicher iverdenden Aianael an Scheidemünzen sestgestellt. Nun ist auch Paris auss heutigste von dieser selt-amen Krankheit erfaßt worden. Und während man - noch immer vergebt.ch nach den Ursachen die'er Erscheinung sucht, wäre es ,vohl Leit, an ein Hilfsmittel zu denken, um düste mübeselige Erschiveruug im öffentlichen Verkehr wenigstens teilweise m nulöern. Bereits Hoven die Straßenbahnen kleine Fahrscheinhefte heraitsgegeben, die ür eine Anzahl Fahrten reichend - 1 Francs fernen, jo daß tu

diesen: Falle baS SUipferaelö überflüssig wird. Sollte nicht auch die Pariser Onmibusgeseüschaft diesem Beispiel folgen? ->an könnte diese Fahrscheine aus den Strecken der Gesellschaft ja auch als Wechselgeld erklären, das für eine oder mehrere freie Fahrten berechtigt. Außerdenr sollte man eine Kontrolle einrlchten. die da­für sorgt, daß die Sous-Stücke, die tagsüber einaenonuuen wurden, nicht inSaeheim auigeslapelt ,verden. sondern dem allgemeinen Ver­kehr erhalten bleiben. 'Auch in allen anderen. den: Publikmn zur Verfügung siebenden Unternehmungen, in Gastwirtschaften. Kani- häuserii uf>v., so'.'te n:an in ähnlicher Weise Vorgehen. Und fchlie,;- lich wäre eS Sache der Regierung. sich eudli-li dieses BrohlemS anziliiebmeli. So geht es auf kein n Fall iveiter. In den aroßen Geschähen werden bereits Po'in,orten anstelle deS Wechselgeldes ausgezahlt. Und an den Schalierrnnmen der Eisenbahnen lind Tmeln angebracht, aus deiien zn ie>en ist, daß kein Kleingeld herauS- gegeben iverden kann. So uiuß uian ost auf die -i rstcreuz zivifchen der überreichten Geldnote und dem Fahrpreis verzichten, ivenn man es nicht daraiif aukouiinen lassen ,v:ll, mit tätlicher Sicherheit seinen Zug zu versäumen." ^

* Abges ü h r t. Die Soldaten unterhalten sich von» ihren Zivilvechältnissen, :md einer un^ec ihnen protzt tu einer Weise, das; auch die sonst recht gutmütigen Kam-ernd-eil, die sich manckMlct mckbinden lassen, ärgerlich werden. Als er ivüder anhebt. Jim zu berichten, was er sich alles daheim zu leisten pflegt, sagt ein. Grenadier, dem 's zu arg wird:stür, weeßt du, du hättest doch auch lieber zur Artillerie jehen können!"Warum denn? mernte der ffieiwmmist.Na. »veil du da immer uf 'em Protzrastcn fitzen kannst; da jehörfte auch hin."

ystchertisch.

Großer Bilderatlas des Weltkrieges. 5. Lide­rung : Frankreich 2. Tie Sle'.lungskämpfe. - 6. und 7. Lleser.mg: Die Russen her rschast in S'lpreußen. Taunenlerg. Angerburg. Winterschlawt' Masuren. München. F. Brnckmann A.-G. Folio- format, Subskriptionspreis der Lieferung Alk 2., Einze.preis Mk. 3.-. Nach der guten Ausnahme, welche die ersten vier Liefe­rungen diese» großen Bilderwerkes bei Presse und Publikum ge­funden habeii, tzurite man dem Erscheinen der Fortsetzungen mit Spannung entgegelisehen. Die uns jetzt vorliegenden Liderungen b, 1! und 7 reihe,: sich den voransgegaugenen Heien würdig an, übertreffen üe sogar oft noch m künstl rischer Hinsicht. Lieferung 5 führt uns abermals auf den westliche-, Krieg» chanplotz. Zuerst treten un4 tu charakierisnschen Bildnissen die Heerführer entgegen, in deren bewährten Händen d e oberste Leitung ruht. Dann folgen fessel,:»e Darstellungen vo,r ost merkwürdig angelegten Schützen- aräben. von allerlei Be-estigungen und den sonstige E«nrichtnngen des Stellun-skrtrzeS. Die geistige Arbeit des Generalstavs und d>e iriedlich« der Feldgremen hinter der Front, die gar nicht genug ge»»nrdicht werden kann, wird cm Hand mustergültiger B'lder ver- am'chaulicht. vlättert mmr weiter, so erhält man einen Begriff, iuie es in den von der Kriegsiurie heiingesust ten Landesteileu NordfraukreichS auSneht. z. A. in dem belage>ten Reims: ein '.' lick

in die Keller'chnlen und in die Notkirchen unter der Erde redet eme viel deutlichere Sprache, als dies lange Berichte vermögen. Tie Schlacbt'elder im Aisne- und Woevregcbiet 'verden uns in einer stattlichen Reihe imereffanler Aufnahmeii verneaenwärngi, und zahlreiche strategische Karten und Fliegeraustrah'nen, sowie llrknnden, die zum Teil schon heute hißorrjch sind, ergänzen daS Gesamtbild. Tie Lielernngen 3 und 7 schildern ausssttleßlrch die Russenherrschnft in Lstpreulren und tbren Zusammenbruch. Ge­sprengte Brücken, niedecgebrcuutte Törfer, zerstörte Fabriken, ver­wüstete Fluren! , ^ ^

Ueber Land und Meer.- Schon wreder und drei ner:e Numiuern dieser lstustrierren Zeuschrisl lTeulsche Verlags- Anstalt. Stuttrarts erschienen, die Nrn. 2-4. Eine davon bringt als Titelbild unseren Kaiser im Felde, und eine andere zeigt einen geangenen französtscheii Alvenjauer nach einen: Originalpanell deS Deutschen Kronprinzen. Wir erleben erneu Tag in: Lchüyen- graben; wrr lernen die srauzöslschen Geiaiigenenlager kennen; wir erfahren, waS in Teutschlands Vorratskaminern ajtigespeiche.t ist; die nördlichen Neutraleii iverden rii'S vo^geuellt; wir drir en den geheimnisvollen Schleier ten, der seil er um den Schlupiivintel der britischen Flotte hmg; verweilen bei einer Tivisron im Ssten und werden in den Karst geführt, in jenes Ge irge, das zn dem südlichen Kriegsschauplatz gehvrl. Und zu diesen 'Aufsätzen all ge- : en bildliche Daruelliiiigen. wie nur sie Nicht in jeder Zeilschr'st finden. Es sei nur an die Zeichnungen von Bmelüer von Sthe- graven erinnert. Ein seltenes Gemälde ist muP aas von Fühle als Redner an die deutsche'Nation. 'Nie viel Reichstag^-abgeordnete das feldgraue Kleid tragen, zeigt uns eine wohlgeluugene Aus­nahme. kleben ast diesen: firrden mir hübsche kleu:e Ge'chichtcn, wissenschaftliche Älbbaiidluv.gei: und dann noch den Roman von Slga Wohlbruck, auf den »vir schon neulich a»lsmerksam gemacht bal'en.

Tas Teutschlum im Auslan 0". perairsgegeben vom Haupkvorstand deS Vereins für t-aS Teiitschtum in: Ausland. Heck 25. Berlin, bei Hermann Hillqer. 6i S. 50 Psg.Tie bescheidene Bierleljahrsschrist desV. T. A.- hat schon jetzt cine Austage von 5o U)0 Stück und gewinnt infolge des Krieges immer mehr Freunde. Unter den Ansätzen des vorliegenden Hestes ragt eine gründliche Arbeit von Tr. W. R o h m e d e r, dem uiwerzaqten Münchener Vorkämpfer für das Deritschtum in Tirol, hervor, mit der UeberschrillDie Porta, austria-a". Wer jemals in tirol war oder die Absicht bat. dieses her, lich schöirc Land nach Frie ens- schluß zn besuchen, der kann ans öiefcm Aufsatz über die Geschici te, die rechtlichen, völkische«: und Sprnche::verhältniise des Lande« alles Nötige erfahren. Kurz, aber ungemein aiischaulich und aus eigener Kenntnis geschäp t ist der Bericht einer Baltin'Aus baltischen Schickialstagen". Auch der Beitrag ^Aiittclamerika und der Weltkrieg- von Tr. W. Stein ist sehr teseiisivert: er zeigt, ivie Ten schtand trotz der blöden Hetze der unter franchsifchem Einfluß ilehendeu Presse in den führeudei: wirtschastlichen Kreise,: jener Länder mehr Aiisehcn ge>,ießt als Frankreich. England und dre Vereimaten Staaten zii>ainmengel,ommen. Eine Eigenlnm- lichkctt dieser Zeitschrift ist die-stundschau^über das Tentschtnm ;m Auslano-, die auf 20 euggedrncktcn Setten die wichtig en das Teiltichtiim betreffenden Nachrichten ans allen Ländecil der Erde darbietet. ---

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Auslösung tn nächster Nummer.

Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer: Weiß. 1. I) h 6 e 6 Schwarz. 1. f 7 nimmt e « am Beste«:.

2. T h 1 h 8 f 2. K e 8 d 7

3. k 5 ittmmt e 6 Schach und Matt.

Schristlettung: Äug. Goetz. - RotatioliSdruck und Verlag der Brühl'schcn UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Dießem