schönen, in Betrieb befindlichen Tckephoimpv-rat«. sicht bat Re- !wl«r, siecht sich im Geiste von serwem Hcmptm-nn belobt Und mit dem Eisernen Kren^ geschmückt, . . Gedan!^ "nd kichn^e Ent- schlntz sind eins. Mit einem Satze sprrngt er an dal Trsch, reltzt den Revolver au« der Tasche, der Russe wend et si ch, erschreckt
drrrch das Geräusch, jäh nnd entsetzt um-Schröter zielt-, ent
Knall: der Offizier bricht zusammen.
Mm gilt es, die Papiere zu erbeuten. Unten im daus tobt wütender Äanctf. Jeden Augenblick können die Russen herausstürmen. um die Papiere zu vernichten - Mit allen erreichbaren Gegenständen verrammelt Schröter die Tür, und mit dem Revolver bewaffnet stemmt er sich mit der ganzen Kraft und dem ganzai Gewicht seines Körpers gegen die verbarrikadierte Tur. sichm pol- tert's die Treppe hinaus. Menschmleiber werfen fufc gegen die Schranke. Säbel hacken prasselnd dagegen und «evoloer- bugeln reißen splitternde Locker in die Füllung, schon l'k Schroter an Arm und Beinen v«vmndkt, seine Kräfte verlassen ihn. ein furchtbarer, gewaltiger Anprall durch die brechende und naä^ elende Tür, der mutige .Verteidiger erhalt einen furch barrtt Stoß gegen den Kopf, der ihn kraftlos zusammenbrechen laßt, und schon stürmen die Russen ins Zimmer, nmnvch zu retten, was zu retten ist. Aber schon springen auch deutsche Soldaten die Treppe lyrnouf, ins Zimmer hinein und überwältigen die Russen, eye sie
etwas vernichten können. ^„ „ . n ..
Ein paar Woche,, später erhält Schroter rm Lazarett das Eiserne Kreuz, und mit dem Glückwunsch teilt ihm ft'» 5>aupt- mann mit, daß die erbeuteten Papiere von grotzter Wichtigkeit für unsere Heeresleitung gewesen sind.
vermischte-.
»Der feste Geisel. In diesen Tagen, in denen wir uns oft über Heldentaten unserer bl men Jungen zu freuen haben, verdient das Bravourstück eines deutschen Schiffes aus dein Jahre 1870 der Vergessenheit entöltet zu werden. Vom Ausbruch deS Krieges bis zum Okt. 1870 lag der Hamburger Dampfer ,WestfaIia in New York vor Anker - der Krieg hatte das Auslaufen verzögert. Endlich, im Oktober, kam von Hau,bürg der telegraphische Befehl, die Heimreise auzvtreten, aber sich nicht langen zu lassen. Dawar nun leichter gesagt als ansgesi"ihrt, denn vor dem Hafen kreuzten, scharf auipasseud, zwei französische Kriegsschiffe. darunter der Kreuzer .Latouche Trouville". TreseS französische Schiff hatte ein Jahr früher die Schiffbrüchigen des Hamburger Dampfers »Germania* gerettet, eine Tat. die mit der Verleihung des Noten AdlerordenS zweiter Klaffe an den braven Kapitän belohnt worden war. Der Kapitän der gestrandeten „Germania* war aber 1870 Kapitän der „Westfalia", und wenn er nun den Halen verließ, war er in Gefahr, von denselben Kapitän gefangen genommen zu werden, der ihm ein Jahr vorlrer so freundlich beigestanden hatte. Nach allerlei vorsichtigen Erkundigungsiahrten wurde schließlich die Fahrt doch unternommen, denn es hatte sich ergeben, daß die französischen Schiffe weit kort waren. Trotz aller drohenden Gefahr dieser Reise hatten sich fünf Passagiere eiugefunden. Eine Weile ging alles gut. Ueberall standen Beobachtnngsposten aus Deck, und als gerade ein Lotse das französische Schiff an- gekündigt hatte, wurde die „Latonche Tronville", schnell näber- kommend, auch schon gesichtet. Nun hieß es handeln, jeder Augenblick war kostbar. Teer- und Peiroleunsiässer waren schon bereit gehalten und sie flogen aus ein Zeichen des Kapitäns in den Ofen - die Maschine verdoppelte ihre Geschwindigkeit und die alte „Westfalia* flog nur so über das Wasser. Die Paffagiere standen bleich dabei, denn das waren für sie recht unangenehme Augenblicke einer doppelte, Gefahr. Diese ungemütliche Zeit dauerte aber nicht lange, denn bat) wurde es klar, daß trotz aller Anstrengungen das große französische Schiff die Heine „Wessialia* nicht einholen konnte. Der Kreuzer mußte znrückbleiben, und ein Kanonenschuß, den er dem Hamburger nachsandte, lraf nicht. Ein donnerndes Hurrah war die Antwort ans diesen Gruß. Eine Viertelstunde später war von dem französischen Schiffe nichts melxr zu sehen, und die .Weslsalia" kam nach zehn Tagen ^wohlbehalten in Hamburg an. „^W pflegte der Kapitän später zu sagen, „wenn der Kessel nicht so standhaft und fest gewesen wäre, hätten wir nicht entkommen können. Aber der feste Kessel, der hat un« herausgeriffen.*
' ©in Fliege nsaugeapparat. Die Verbreitung der Fliegenplage in allen Kulturländern und die damit verbundene Uebertragnng sck>ädticher Keime hat e men Amerikaner veranlaßt, einen Apparat herzustellen, der bei Verhältnis inäng aerin en Betriebskosten gute Erfolge im Kampfe gegen die lästigen Insekten verspricht Er beruht am demselben Gedanken, dem wir die Bakunmreinignng verdankei, und besteht ans einer elektrisch betriebenen Sangtrommel, die sich ans eine kreiswrmige Bleirde öffnet; darüber befindet sich eine elektrische Lampe. Wird nun der Strom eingeschaltet, so wird jede Fliege, die sich der mit irgend einer Süßigkeit bestrichenen Blende nähert, in die Trommel gesogen, die sie in einen daran angeschlosje >en Kasten schleudert: bei Nacht läßt man die Lampe leuchten, die auf die Blende scheint und die die Wirksamkeit des Apparates auch i>, der Dunkelheit ge
währleistet. Die ganze Maschine wiegt nur ungefähr 80 Pfund und wird von einem Motor von einem Dreißigstel Pferdestärke getrieben, der ebensoviel Strom brarlcht, wie eine Lampe von 16 Kerzenstärken.
'Da« Festmahl auf derGrenzscheide. Daß der grausame und an Schreckniffen so reiche Krieg zu Zeilen auch ein- mak der Urheber eines Geschehnisses von geradezu idyllischer Lieblichkeit werden kann, zeigt die nachstehende Geschichte, deren Schauplatz das deutsch-holländische Grenzgebiet ist. In Boertauge, einem bereits jenseits der Grenze liegenden Oertchen, so schreibt uns ein Mitarbeiter, wohnt eine ehrsame holländische Familie, die, ,oie da- tn den Grenzbezirken gang und gäbe ist, sich mit einer auf der andern Seite lebenden deutschen Familie durch Heirat verschwägert hat. Jüngst hatte nun das Oberhaupt in der holländischen Familie Geburtstag, zu dessen Feier auch die beiden deutschen Der- tvandte», zivei Bruder, eiugeladeu wurden. Ta jedoch iusolqe de- Krieges die Greuzkoiitrolle sowohl von deutscher wie von holländischer Seite ai'ßerorden-lich scharf ist unö den beiden Brüdern daS Ueberfchreiten der holländischen Grenze verweigert wurde, so war guter Rat teuer. Aber die Leute wußten sich 511 helfen. Von jenseits kamen die Holländer und von diesseits die Deutschen bis unmittelbar au den Grenzstrich heran. So konnten sie sich wenigstens unterhalten und eiiiauder die Hand geben. Und plötzlich verfielen sie auf eine lvahrhaft großartige Idee. Tie Holläiider brachten geschwinde ein Tischlein herbei, das mit zwei Beinen nach Deutschland hingestellt wurde, ivährend die beiden anderen Beine in Holland blieben, so daß die Grenzscheide mitten unter dein Tisch durchlief, den die Holländer alsdan i für ein Festmahl herrichteten. Die deutschen Brüder saßen vftichtgemäß am deutschen Tischeiide und ihre Verwandten a>n holländischen. So ivard dos Problem der gemeinsamen Geburtstagsfeier auf die einfachste Weile gelöst und von Nation zu Nation eute gar verlockende Brücke geschlagen, ohne daß Gesetz und Recht verletzt worden iväre.
Kriegsurlaub.
Feldgrau, in Wehr und Waffen,
Wie ihn der Graben gab,
Biegt in die Heimatgasse Ein Wehrmann freudig ab,
Und frohe Kinder tragen Den Jubel vor ihm her,
Anffliegt manch' trautes Fenster,
Ein Grüßen kreuz und quer.
Atlf Mutter- Armen zappelt Ein kleiner Mann heran,
Liebreich nimmt ihn sein Vater Als seinen Jüngsten an.
Im Straßenkampf der Liebe Hielt'st Wackrer, du nicht stand.
Spürst du die heiße Träne,
Die sich im Auge fand?
G r 0 ß e n - L i n d e n. F e r d. B a ch.
äftotcnrätje!.
AuS jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, fo daß sich ein neues Zitat ergibt:
1. Das ertrage wem's gefällt 1
2. Tie Zeit geht ailirecht unter ihrer Last.
3. Tie Menschen sind nicht immer, ivaT sie scheinen.
4. Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun. b. Tie West wird schöner mit jedem Tag.
6. Ter rechte Mann an der rechten Stelle.
7. Unter vielen schliminen Dingen ist das schlimmste eine
scharfe Zunge.
Auslösung in nächster Nummer.
Auslösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: t r — Treff, p — Pique, c — Coeur, car — Carreau trB = Treff-Bube. pA — Pique-Aß, cD — Coeur-Dame usw. Im Skat liegen carA und carK.
Vorhand (V.>: pZ, pK, pB, p7, cK, cB, c7, carD, car9, car8. Hinterhand <H.) bekam die übrigen. — Gang des Spieles:
1.
B.
P 7
m.
. pA
H. carB — -
- 13
2.
H.
tr7
V.
ear8
M. tr ä
3.
M.
cA
H.
e9
V. 6?
4 .
M.
cD
H.
eZ
V. cK = -
- 17
5.
H.
trB
V.
carD
M. trZ
6.
M.
p9
H.
trK
V. pZ = -
- 14
7.
V.
pK
M.
pD
H. carZ — -
- 17
Sa. — 61 Augen.
Kchristleitung: Ang. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühlstchen UniversttZlS-Buch- und Sleindruckerei, R. Longe, Gieße»


