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sehen Organismus, des sich nicht in hie Ecke stellen sondern sich verwertet sehen will.

Sie sangen das Lied« vom guten Kameradien mit dem merkwürdigen modernen Refrain von den Vögletn im Walde. Als Lotte die Schlußgeilen hörte, kamen ihr die Tränen in die Angen.

In der Heimat, in der Heimat,

Da gibt's ein Wiederseh n!"

Wo war ihre Hemmt? Wo gab es für sie ein Wieder-, sehen? Wer würde ihr die Hand- drücken, wenn die Dür ansging?

Die Jungen zogen iveiter. Der Gesang verhallte in der Ferne. Sie sah den Menschen ins Auge. In jedem Blick etwas, ivas sie fast mit fr; u it erfiillte in der Eche dnmpfcr Schmerz über das l. 'bänderliche und Grausaine, das ein Krieg für das Volk mver mitten ini Augenstern ein stummer Troß, eine lvaghalsige Hingebung, eine stolze Jrellde, bei allen, bei Männern, Frauen und Kindern.

Das Bewußtsein nationaler Größe leuchtete lebhaft und greifbar i'lber den Straßen, urib die klaren Farben der Fahnen wehten es in alle Winde hinaus.

Da zog auch in Lotte ein unnennbares Gefühl ein, das die Mt des eigenen Jchs zurücktreten ließ. Gehörte sie nicht mit zu diesen allen? Hatte sie nicht auch das Liebste, was ihr' lebte, ins Feld gegeben? Dlais einzige den Bruder?

Sie faßte den Schirrnstock fester und warf den Kopf zurück. Wie sie so hiuschritt, wurde ihr das Herz leicht und lveit. War sie nicht dieselbe wie damals? Ein Kind dieses schöllen, starken Vaterlandes?

Ja, sie war noch dieselbe in diesen: Augellblick war s:e es geworden. Unjd doch so anders. Die blauen .Urigen duckten ernst drein, die Lippen waren leicht geschürzt, wie eine stolze Abwehr. Das gab ihrem Gesicht einen seltsamen Reiz, lieber der garneu Gestalt lag etwas Reifes und .M- geklartes. Die lachenden Bilder des Frühlings' lvnrden ioach ltild traten: deutlich vor ihre Seele. (Äe warfeu eiueu rosige:: Schimmer auf ihre Züge. Nie war sie so schön gewesen tv:e jetzt. , ^

Da lag ihr Haus in der leise:: Dämmerung. Sie blieb stehen und zog den Schleier über das Gesicht. Und wartete, d:e Tür mit den glänzenden Löwenköpfeu im Auge. Dann, als alles still »var, suchte sie die Schlüssel aus der Tasche uud schrut rasch draus zu. Sie ging dicht unter den Fenstern ent-- lang und fürchtete, gesehen zu werden. Ungesehen huschte ste d:e Treppen hinauf In ihrem SchtafstÜbchen fiel sie vor dem Bett auf die Knie. '

Zu Hause!"

Auf den Tischen und Stühlen lag dicker Staub. Sie schauerte zusammen und ging in Erichs Arbeitszimmer. Auf befestigt schiininerte eine Karte, mit einem Reißnagel!

tbee::sttaße^8"^Ee liegt bei Rechtsanwalt Geßner, Doro-

i eine fest und derb. Etlvas Hartes sprach aus der kurzen Mitteilung.

Bruder, verzeih' mir!"

*

forschend alt* * ie unter der goldenen Brille

s)nt es erlvartet, daß Sie bald kounnen würde::/'

Er lebt? jauchzte fte auf.

süßliche Traum, der sie in der Nacht verfolgt Yatt^ wachte noch einmal ans. Sie hatte Erich gesehen ln einem französischen Wäldchen hingestreckt, die Stirn W'.KLÄ.^r.°°N «nZJL Hand umden

Herr^chr^sag^e^ ^ bie f cni Gedanken kaum, was der alte

der 'mm DWer lmb wird

Sie konnte das alles noch nicht fassen

'-Seme Postsachen gehen an mich. Ich sende ihm alles Es soll niemand seinen Aufenthalt wissew ä< l vt '"! 'ym um, mein tiebes Aänlein Da Lriit ihm etwas genssen. Nun Sie werden ja sehen"

schrieen^ihr *** ® clD,, 6 t f eht ihrer großen Schuld. Es

Sei:: Gran: das bin ick!"

Sie wollte sofort zu ihm.

H:er ist seine Wohnung. Thule im Harz, Hotel zum !

Bodetal. Ich lasse Ihnen nun noch den rmchsteu Zug heraus- sucheu." ' .

Er schrieb selber aus den: Kürsbuch die Route henrus,

Sie könne:: schon in einer Stunde fahren."

Lotte wußte nicht, !vie sie aus die Straße ka:n. *

*

>,Herr Wölflin ist oben auf seinem Zimmer."

Der Portier führte Lotte hinauf. Sie vochtc leise an und öffnete:

Erich!"

Vor seinen Füßen siet sie nieder, uiuktammerte seine Küre und verbarg dgrt chr Gesicht. Ein Schluchzen erschüt­terte chren Körper.

Erich zog sie zu sich hoch. Er kiißte sie schnrerzlich und weich, wie ein Kind, dem man nicht weh tun möchte.

Ich wußte, daß du kouimeu würdest. Zu jedeur Zuge, der da unten einlief, war ich auf den: Bahnhof. Nun habe ich d:ch wieder. Sprich nichts später. Wir haben ja so viel Ze:t rn dieser Stille hier. Laß mich deine Angen sehen, deine lreben Augen. So sieh mich nur ruhig au. Ich weiß^ du hast viel gelitten."

Er streichelte ihr das Haar und die Hände und half ihr den Mantel ansziehen und nahm ihr den Hut ab.

Prüfend ging sein Blick über die blühende Gestalt.

Du bist noch die alte, nicht wahr?"

Sie siel ihn: um den Hals unb weinte vor Freude und Aufregung.

erschrak ^ ^ ,ie bem ^ ntber üoU ins Gesicht und

Und du' du nicht? Erich!" - Sie zitterte. Der Glanz seiner Augen, der ihn: früher sofort jedes Herz öffnete, war'erloschen. Es lag etwas Starres in seinen: Blick. Zwischen den Augenbrauen grub :ch eine tiefe Furche. In den Mundwinkeln waren Linien er Bckterkeit eingegraben.

^ iLr sah ihr Erschrecken und lcichelte sie miide an. Jetzt fielen ihr seine eingefallene:: Wangen auf, und sie fühlte die Magerkeit seiner Hände. Leise sagte er:

Es ist mir nicht zum besten gegangen, Kind. Das mit Den: Sturz und von den Bronmern bin ich auch nicht o geschieden, wie es sein sollte. Da muß ich mich nun so langsam wieder ans.r'appeln. Und du? - Nicht wahr, du bleibst jetzt !v:eder bei mir. Und machst mich wieder, wie ich euunal war."

Matt wiederholte er:

Ja, wie ich war."

Auf einem Tische sah sie ein Bild liegen.

Susanne?"

sa:n uf trat ^ig hlnzu und kehrte die Photographie laug-

Und nun zuerst wollen wir dich erquicken."

Er klingelte.

. _ du müde? Nein, dann gehen wir ein bißchen r::s Bodetal ein stiller Gotteswinkel. Ueberhaupt jetzt, wo uns kaum em Tourist in den Weg kommt. Es ist wie aus-, gestorben hier."

. . Er freute sich, daß ihr das Essen :uundete und daß sie die frühere Ruhe wiedergewounen hatte und das frische Rot' ihrer Wangen. Und er bewunderte immer wieder den mädchenhaften Zauber ihres Wesens, der ihm so fremd und so schön war. Früher hatte er das nie so bemerkt. Heute sab er die ausfallende Aehnlichkeit mit Susanne und konnte mit seuien Augen nicht loskommen von ihrer Gestalt. '

(Fortsetzung folgt.) '

UriegMt.

^ ^ro^tAer Bemühungen wird der Bedarf der Zivilbevölkerung an Leuchtpetro eum für den kommenden HeÄst unb Winter 2K # n J- m Decke gedeckt werden können. Die Reichs- und Staatsbehörden sind daher seit längerer Zeit bemüht für die Schaffung von Eisatzbelcuchtung Sorge ^u tragen. VielerorN^ ist Begmn des Krieges die elektrisckje oder Lbeul.chtmm an

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Verfügung stehen, da die Karbidfabriken vertraglich gebunden