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Ringen bis 100 Kilometer vor der Südküste von Afrika erstattet. Tie Fahrt geht zunächst an der Donau entlang zum Schwarzen Meer und über, den Bospurus, dann an der kleinasiatis-chen Karste weiter nach Syrien und Palästina, wobei schon vorher manche Schwärme in gerader Riclitung auf das Nildelta zu abschwenken, und vom Nil aus führen die nun wieder vereinten Bahnen md Abzweigungen nach Osten und Westen stromaufwärts. Weiterhin liegen Fundstellen auf der Ukereweinsel im Viktoria Njania: noch südlicher folgen solche von Morogoro (westlich von Tar-es- Salam) und bei Fort Jameson (westlich vom Njassasee), und fern im Süden häufen sie sich wieder, so das; Transvaal und Natal bis zum Basutolande als die Hauptwinterguartiere^dieser Störche zu erkennen sind. Ter südlichste Findling ivar ein Storch, der im Juli 1910 bei Jogeln bei Göritten in Ostpreußen gezeichnet und ein Jahr später im Kapland in der ©egeitb von Eaft-London gesunden wurde. Eine weitere Frage, ob die Störche bei ihrer Rückkehr aus den Winterquartieren auch in ihre besondere Geburtsheimat, teilweise sogar ins alte Nest zurückfinden, erfährt durch die Markierungen eine neue Beleuchtung. Es ist zwar noch kein einziges Beispiel nachgewiesen, daß ein markiertes Tier nad) seiner Wanderfahrt das alte Nest wieder in Besitz genommen hätte. Wohl aber zeigten die Feststellungen, daß der Storch meistens in den alten Heimatgau zurückkehrk. Vielleickst versucht er auch. das Nest, in den: er aufwuchs, zu gewinnen, aber durch die Markierung konnte dies noch nicht sestgestellt werden, da es sich bei der Markierung in der Regel um junge Störche handelt, die bei der Rückkehr von den älteren von: Neste weggebissen werden mrd weiterziehen müssen. Am tvenigsten wird unser Storch seiner engeren Heimat in der Periode des Bruttriebes entfremdet. Einjährige Störche und „Junggesellen"- oder „Raubstörche", die nicht horsten, werden dagegen häufiger in größerer oder geringerer Entfernung von der ursprünglrch.m Heimat aufgefunden. Einjährige Störche, die noch ohne Nistjorgen sind, „bummeln" auch Lshl noch den Sommer über in Afrika umher. Dagegen haftet der eigentliche Brutvogel unbedingt an der Scholle. So ergibt es sich, daß sich der Storchbestand einer Gegend vorwiegend aus den in Ihr erbrüteten Jungen zusammensetzt.
vermischter.
* Bilder hinter der französischen Front. Eine Anzahl Ausschnitte au» dem Leben und der Landschaft hinter der französischen Front, auS jenen: Frankreich, das von Zivilisten, Verwundeten, Urlaubern, Frauen und Kindern bewohnt ist und in dessen Mittelpunkt Baris steht, werden von den: englischen Schriftsteller E. Ward Price in der »Daily Mail" wiedergegeben: „Ost sind es kleine, geräuschlose Ereignisse und Bilder, die den Hauch des Kriege- plötzlich fühlbar machen. 9tuf einem kleinen Bahnhof, einige Kilometer vor Paris, sah ich eine Gruppe französischer Verwundeter, die, auf der Reise von: Lazarett in ein Erholungsheim, Rast hielten. Einige hatten den Arm in der Binde und im Gesicht noch den braunen Ton vom Leben tin Freien, andere — Schwer- verwundete — waren bleich und von unsicherer Haltnng. Ein rauher Unteroffizier, eine Liste in der Hand, rief die einzelnen Namen auf, und die Gerufenen erhoben sich von den Bänken des Warteraumes. »Fagott" rief der Unteroffizier. .Hier/ antwortete ein Mann und blieb ruhig hinter den: Tisch sitzen. »Stehen Sie auf, Mann l" rief der Unteroffizier. »Aber . .' wollte der Soldat entgegnen. Doch der Unteroffizier heftiger: »Stehen Sie aufl" Ta stützte der Mann eine Hand auf die Tischplatte, die andere lehnte ec schwer auf die Schulter des neben ihm sitzenden Kaine- raden. Tann streckte er die Arme mit einer Krastanstrengung, so daß sein Körper sich erhob — und man sah. daß er keine Beine hatte. Der Unteroffizier richtete sich unwillkürlich strammer mtf. »Entschuldigen Sie/ murmelte er: „ich.wußte nicht. . . / Ein anderes Bild: In den Gartenanlagen der Ehamps Elysöes. Tie hübschen Kinder, die wie große Puppen gekleidet sind, spielen anch in diesen: Fahr Ball und Haschen zwischen den bunten Blumen. Ihr Lachen tönt hell wie sonst, und mau könnte n,einen, daß cs nichts gibt, was ste an den Krieg zu ge,„ahnen vermöchte. Doch manchmal, wenn die Kn,der atencholend ihr Spiel unterbrechen, blicken ste auf die Stühle und Bänke ringsum — und daun muffen auch ihre jungen Seelen erfahren, daß es Krieg gibt. Denn in den Reihen der M»"itter, d:e sie bewachen, sehen die Kinder viele traurige, schwarze Kleider, und manche Mutter hat ein rotgeweintes Gesicht . . . Draußen auf den: Lande kann man beobachten. daß der Zug der Touristen nach den früheren Schlachtfeldern bereits begonnen hat Man besteigt in Paris den Zug, der nach Meaur fährt; und dort angelangt, erwirkt mau sich von den: StationSofp;:er die ErlanbmS, die Gegend zu durchstreifen. Und mau fährt in: Wagen durch die Täler und Felder, die vor einen: Jahre der Schauplatz von Schlachten waren. Und bald sieht men die Erinnerungszeichen: es sind die zahllosen Kreuze, die an, den Feldern aufragen. Weiße Kreuze bezeichnen die Gräber der Franzosen, schwarze stehen ernst und reglos ans den Stetten, wo ein gef.illener Deutscher ruht. Und man erblickt Häuser, die von Schrapnell» getroffen wurden, und Brücken, die zerstört an beiden Seilen der Ufer liegen. Ein Gasthaus an: Wegrain trägt ein «child mit der Aufschrift: „Gasthof zur Granate'. Sicherlich werden
die Touristen, die nach Jahren diese Gegend besuchen, sich ntch vergegenwärtigen können, daß der Krieg hier herrschte: eilfertig ist die Natur bemüht, die Schäden ivieder gut zu „rächen, die ihre ungeborfanren Kinder verursacht haben."
Kann man eine heran sausen de Granate hören? Während vom Jnsanteriegeschoß behauptet wird, daß man das todbringende Geschoß selbst nicht hört, so wird von den Granaten gesagt — wenigstens von einen: Teil der Kriegsteilnehmer wird es behauptet, während ein andere: dein widerspricht — daß nmi: sich vor einer heransausenden Granate noch hinwerfen kann, sie also heransansen hört. Zunächst ist man, wie Tr. W. Meinecke i», neuesten Heft der »Monatshefte ,ür den naturwissenschaftlichen Unterricht" ausführt, geneigt, die Möglichkeit der letzteren Behauptung zu verneinen, da ja die Geschwindigkeiten der »nodernen Geschoffe die Schallgeschwindigkeit von 310 Bieter in der Sekunde bedeutend übertreffen. Aber genauere Untersuednngkn lasten erkennen, daß die Anfangsgeschwindigkeiten allerdings die Schallgeschwindigkeit übe, treffen, daß aber der Luftwiderstand bie Geschwindigkeit des Geschosses auf Werte unter 33O Meter in der Sekunde herabdrncken kann. So könnte man auch ein Jnfanterie- geschoß vorher hören, tvenn der Schütze genügend weit entfernt wäre, nämlich 2 Km. z. B. bei Gewehr M 98. Die Zeit, die der 29 0
Schall gebraucht, d. i. — 33Q = 6,09 Sekunden, ist kleiner als die
Flugzeit von 6,57 Sekunden, aber „die Zeitdifferenz ist sehr knapp/ Wesentlich anders liegt die Sache bei der Granate Kaliber 8,8 Ztm. Fünf «ekunden nach den: Abschuß ist da» fliegende Geschoß der Schallwelle des Abschusses voraus. Nach 10 Sekunden hat aber die Schallwelle die Granate überholt. Nach 19 Sekunden trifft die Schallwelle am Ziel ein, es bleiben also 12 Sekunden bis zum Einschlag. Bon der 18. bis zur 30. Sekunde hört inan mithin die Granate heransaufen. Es kann freilich anch eintrrten, daß das fliegende Geschoß anch Schallquelle ist, daß mithin die Schallwellen des AbschnffcS überholt werden können von Schallwellen von irgend einen: Punkte der Flugbahn. Jedenfalls dürfte diesen Untersuchungen neben dein theoretisch sehr interessanten Ergebnis auch ein praktischer Wert nicht abgesprochen werden.
vüchertisch.
- Unsere Unterseeboote, geschichtliche Entwicklung und Wirkung dieker nwdernen Waffe von Bros Dr. Franz Schulze. Direktor der Navigationsschule in Lübeck. Mit Kartenskizze und 28 Abbildungen. (Verlag von Mar Vrnnnemann, Kassel). — In diesen: Buche behandelt der durch seine Vorträge in: Flottenverein bekannte Verfasse:" das heute meist interessierende Thema ausführlicher. ES zerfällt in folgende Abschnitte: »Rund um England", „Von der Mine zum Unterseeboot", ntwicklung der Unterseeboote". ..Die neue deutsche Waffe", »Verlustliste der englischen Flotte".
— Das fünfte Heft des „Bnrgwart", Zeitung s ü r W e h r b a n. Wohnbau und S t ä d t e b a u (Burgver lag. Berlin-Grun^wald) ist soeben erschienen: rvie alle »Burg,vart'-Heste seit AuSbrrich des Krieges beschält gt es sich mit den weltbewegenden Ereignissen des Tages. He'st 5 bringt zun, Todestage deS Er,- Herzogs Franz Ferdinand eine vorzügliche Arbeit des Innsbrucker Tr. Radinger über Eckstoß Amra» (Anrbras), die alte erzherzogliche Burg bet Jirnsbrrick. die Franz Ferdinand als Sommersih ausersehen hatte und wiederherstellen ließ, als ihn der Mord er- -reichte. Eine andere wertvolle Arbeit aus der Feder des bekannten Kenners vorderasiatischer Kunst Tr. Diez behandelt die Burgen in den Gebieten der heutigen Kämpfe unseres türkisch^: Bunde«- genoffen mit engl,scheu, französischen und russischen Räubern. Ter »Burgivart" bringt dazu künstlerisch schöne Bilder.
Aitatenratsel.
AuS jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt:
1. Wie schön ist es und herrlich, Hand in Hand Mil einem teuren, vielgeliebten Sohn ....
2. Wer im Glück ist, der lerne de' Schmerz.
3. An: meisten lieb' ich mir die vollen frische» Wangen.
4. Ans der Jugendzeit, aus der Jugendzeit Klingt ein Lied mir immerdar. . .
5. Wenn Mädchen sechzehn Jahre zählen,
So werden sie schon selber klug.
6. Wer nickst vorwärts geht, der kommt znrücke.
7. Tein Urteil kann sich irren, nicht »nein Herz.
8. O, hat der Himmel keine Engel mehr?
Auflösung in nächster Nummer.
Auslösung des Tiamant-Rätsels in voriger Nummeri
B
Born 8 e 1 m a
B o 1 i v i a
David C i a
Schristleitnng: Ang. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindnickerei, R. Lange, Gicßeiv
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