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Eve!' Bert nahm das blonde Hau«pt der Geliebten -wischen dre Hände.Nun gilts !" Mit seiften Augen sah er dem Mädchen rnS AntlitzDu bleibst ruhig, mein Letzen! Versprich mir«!"

. Und totenbleich antwortete das Mädchen:Ich versprech dir, ruhig Ku bleiben, Veit!" llnb tvondte sich zum Erker und regte sich nrmmer. Othegraven achtete ihr Schweigen, lieber eine Weile steckte der alte Beschließer den Kopf durch die Tür und meldete, der Junker sei schon dorangegangen. Er lasse den Herrn von, -Othegraven bitten, ihm zu folgen. Da sank Eve lautlos der hinzneilenden Barbe in die alben Arme.

Unt-er den sorgenden Händen der Alten dauerte die Schwäche nicht lange. Eve strich mit der Hand über die Stirn und blickte wie suchend in dem weiten Gemach umher. Dann war ihr klar, was sie tun wollte.

Barbe, holt mir ohne Verzug den Krispin Schwerdt l-ierher, noch ehe er zum Rathaus geht. Und ist er schon dort, so bittet ihn gleichwohl, aus kurze Zeit zu inir zu kommen ! t Nein, Barbe, keine Widerred? Obs sich schickt? Danach frag ich jetzt nicht!" Und der z,erllck>e Fust stampfte auf.Ten Krispin Schlv-erdt sollt Ihr her- lntten, hört Ihrs?"

GehorsE trippelte die Vte zur Türe. Eine halbe Stunde spater stand Lrchwerdt, der vou seinem Zusammenstoß mit Veit "och eut Pflaster guer übers Gencht trug, vor Eve.

*"fy er r v A^lpin," begann das Mädck>eu ohne Verzug,ich dank Euch, Idast ^>hr kamt. Hort mir zu! Ich weist, was zwischen Euch und memem V-erloitzten steht, und ich loeist, dast ich es war, die Euch beide ohne Verschulden aneinander brachte. Ihr seht, ich spreche ganz Zossen zu Euch"

Schwerdt sah finster zu Boden.

Herr Krispin," fuhr Eve mit süßer Ueberredung fort,ich ^u-chl, dast Ihr- dast ich Euch nicht gleichgültig war uno vast gleichviel, das soll hier nicht gelten. Denn ich Hab eine > ön mir auch ohnedem nick)t weigern dürft.

Krispln, man wiüd heut abend Beit auf einen gefährlickien Gang l 11 ' v U1 Jr nutl r .5* ^ Euch von Herzen, denn ich kenn Euern Mut und Eure Lrst, dast Ihr den bösen Weg mit meinem Ber- lobten zusammen macht. Ich wüstt mir keinen lieberu Genossen für chn als Euch Und meine Sorge um ihn wäre geringer? Scküagts mir nicht ab' Wollt Ihr, Herr Krispin?"

Schwerdt schien mit sich zu kämpfen.

Muß sagen, Ihr sckrenkt mir mit einmal ein ehrenvoll Zu- A inn, pl cr ' Vlut Gottes, war mir lieber gewesen, wenn Ihrs früher schon getan hättet. - - Aber fort mit 'den alten Gedan } ~.ySR cr r® 1, ,ü?nn """ Veit mein Geleit ausschlägt? Sollt mich mt Wunder nehmen! Und ihn selbst heut noch zu sprechen, werdet Ihr kaum Gelegenheit haben"

Tann tveist ihm das da! Sagt ihm, um meinethalben soll er den alten Groll vergessen!" Und Eve nahm einen Ring vom Finger und reickste ihn dem Zögernden.

Da schlug Krispin in die dargebotene Hand des Mädchens und giltg.

(Schluß folgt.)

vüchertisch.

^^Eft 36 und 3 7 des, ker krieg" (Verlag von Julius Hoffmann, Ctnttgarl) behandeln die Türkei und den Heiligen «rieg bi« gn den Dardanellenkämpfen. Ein 'Aufsatz von Tr Ir ^^^^E""chland und der Islam" schildert die Bewegung der islamitischen Welt, ihren zuversichtlichen Anschlnst an Deutschland und die mutmaßliche Bedeutung dieser Vorgänge für die Wciler- -ntwjcklnng des türkischen Kriege«. Sehr beachtenSivert sind die AuSn.hrungen über stärke, Ausrüstung und Rengestaltnng deS tuiklschen Heeres: ste berechtigen zu der Hoffnung ans weitere be- deutend in« Gewicht fallende Leistungen dieses Heeres. Wenn man O'Ulchen leberbltck über .die Beziehungen der Türket zu den kriegführenden Machten^ l.ejt, ,o»rd erst recht klar, mit welcher Folgerichtigkeit. Umsicht und Entschiedenheit die Türkei sich ?? i.. ? f eitc bci Zentral,nachte gestellt hat. .vährend an« de.n Ab- Vlegypten vor dem Heiligen Krieg" die ge-.oalttätige, jedes Rechts spottende Handlungsweise Englands grell hervorsticht. Der *^° n beC - Eürklfchen Politik England«" gibt in gedrängten Uilgsührniigen eine sachkundige. gründliche Aufklärung über die innere Entwickelung und die äußeren Beziehungen dieses Landes uiid zeigt an emen, Schulbeispiel die von jeder Bedenklichkeit freien nnt alle.« Iuslnlkten de« Raubtiere« arbeitendeii »md daher die Freiheit der ganzen Welt bedrohenden Methoden Englands Auch m den Abschnitten über den Silezkanat und über Kleinasien lernen 'vir England« Verfahren in seiner schlauen Planmäßigkeit l,nd zu- me,senden Rucksichte-loligkeit kennen. Heit 37 bringt eine Schil- Verkündigung deS ^Heiligen Krieges" ln»d die poetis he b utfm«ia rU,la b m ?\ d)terl Aka DüildüS zur Zerstörung des fAnssen- ri f *V ü011 ^lataria, beides Acnsternngen de« islamitischen ' -'..d'e von bec bimflen Glut orientalischer Phantasie und

^1 m in (, ü s °J luid Die chronologische Uebersicht und die nfi!m rJ.T , K be Darstellung de« Feldzuges im Kaukasus und bei- p-rs'schen Kriegsschauplatz zeigen die schöne.« »Ilnngen der Tlliken auf diesen Gebieten und die politische ivie

verdi?n!^m^ b E"t"ng dieser.npfe, denen ,vohl nicht immer die «Lmnk^E ^ufmerNamkeit geschenkt ,vird. Den Schluß bilden die Sua«,,..« ^ persischen Golf »ind die von der ganzen Welt mit ^ ^ -Olgten, aber einstweilen wieder eingestellten Vor­neu.«.. Suezkanal, denen anschauliche Schilderungen von Teil- Ä Augenzeugen beider Seiten ge.vidmet sind. - Zahl-

von StaatSinannern, Feldherren, Truppen. Kriegs- aeaebpder Darstellung der Krtegseretgnisse zur Sette ifunbun ab att ^ en ^ ieBen bie Darstellung zu vollkommener

ult.® * m! n t? r r ? < S Wj r tsch a st s - und Finanzpolitik, mm*«, J tel)n b,e Wirtschaft«- und die Finanzpolitik Bis-

deMkIu.. m ^n,er großen allgemeinen prel.ßischen und

ra L ^ viltlk^ So wenig wie auf andereil Gebieten war er b ,^Äc?"^olckiker ein Mann der allgemein theoretischen oder gar «Ä Behandlung des Problenis, solider., ein Mann der

. !! ^bbeuserfahrling oder dessen, ivas er dafür bei sich selbst

',a ein Realist. In der neilesten Aeröffentlichilng

ls'°' o° /U L S, C , 8 »««* inotcf- ^atjre«" Ib»au-ge,-b°» von 1^,- & Wardi, Verlag A,ol-»ck L (5o.. bainbur«,» schreibt

6 1 «f ine Abhandlung über dieses Theina. Roch z,vet weiiere Arbeiten bringt das He't hera»l« : .Bismarck und die Reichs- ,J Ufl '' 00U Erich Brandenbllrg UiidVismarck und die Eng. di» qor' ^balbert Wahl. Keine Zeit kölinte geeigneter sein für oie ^vurdigmig deS großen Deutschen als unsere, und mit Recht schreibt Brandenburg, daß nun auch der Blindeste iind Berblendetste oeutlich init Händen greifen kann, daß ivir jetzt längst zerdrückt lvaren, ivenn wir noch länger in der alten Zeisplitteriing geblieben waren, ans der Bismarckns erlöst hat. Brandenburgs Unter- " x Obp'ba'tigt sich im ioesenlUchen mit den Fragen: .Hat Bis- inarrk denn das Gleich ivicklich geschassen ? Können überhaupt einzelne Banner Reiche griinden'? Halte die Gewalt der nationalen Be­weg», ng nicht auch dann zum Ziele führen iniiffeii, wenn BiSmarck nicht gekommen iväre ?

/o,*. r ^ Q i ^ ^ 0 fl 0 c Öuo vadis Romania? lVerlag von Bol! & Prckardt, Berlin NW. 6.) In dieser sehr zeit- geinaßen Veröffentlichung entwickelt der Verfasser in übersichtlicher rtvetie der Hand eines beweiskräsligen Tatsachemnaterials die ^.Anmamsche Fraget die zivri'elios größere Beachtung beansprucht, mogge« Schrift wirkt besoiider« fesselnd durch geschickte Aiisühriingeii zahlreicher Anssprüche hervorragender Rumäiien arrs älterer und neuer Zeit und gipfelt mit Recht in der Dteinung des ivelsei, Königs Kail I-, des ^Andenken die Schrift auch geividmet, daß das Heil Anmaiiieirs nur im eugei, Anschluß an die Zentralniächte zu suchen sei. L) eS Rogge gut verstande»l hat, auf Grund seiner genaueii »ennluls früherer und heutiger Verhältnisse der Politik in Ru- nlämeu diesetu Lande gewisscrinaßeii den Spiegel der Erinnerung vor Augen zu halte,,, beweist, daß die Schri t auf Veianlassnng ver Agenlia Romania-Germana de Insor>natini" m Bukarest in d,e ruinanische Sprache übersetzt worden ist uiid zu Aufklärung«, zwecken verbreitet ivird.

Schach-Ausgabe.

Vo«, I. Elsoii Schivarz.

Weiß setzt init dem dritten Zuge Matt.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummert Tuberculin Hunte Eumenes Osenschirin Hnrhai Otto Hegenivuru» :

Theodor Mommsen.

Schrlstleit

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: A,,g Goetz. - RotationSdr»lck und Verlag der Brl'lhl'fchen NniversitätL-Blich. und Stenidruckerci. R. Longe. Gießet