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eö übriaens auch eine schtvere Prüfung war, nach einem allgemeineren Thema, so mußte sich der Prüfling, wollte er Unterbrechung vermeiden, streng an das vor ge schrie bene Lehrbuch halten, dessen Versasser ihm alle diese Dinge musteranlttg vorgedacht hatte.
Me hatten Angst, waren nervös und schwitzten, manche rangen ber ihren Vorträgen die Hände und stotterten, airdere schwatzten das Blaue vom Himmel herunter, wenn sie das gestellte Thema nicht beherrschten. Moritz Gassel war ruhig. Er sah die Pein seiner Vorgänger und bohrte einstweilen mlt seinen stillen Fragen.
Was hatte dies alles, tvas hier abaefragt würde, mit der Schule zu tun? So konnte man Professoren fragen, die dw Pädagogik als ein wissenschaftliches Objekt betrachten, nicht aber junge Schulmeister, die pädagogische Subjekte sein sollten. Und weshalb dieser ganze unsinnige Betrieb? Anstatt den Prüflingen Gelegenheit zu geben, ihre Fertige leiten den Indern gegelftiber zu zeigen, ftagte man sie hier nach diesen Fertigkeiten. Wer arn besten zu schwatzen wußte, bekam sine gute Note! Wer das ganze Lehrbuch bis auf die Deckel im Köpft hatte, erhielt Nummer eins. War es nur "lodre, die hier ailsgeführt wurde? Wozu überhaupt das Gedächtnis belasten nnt Dingen, die eineni jederzeit im Buche zur Verfügung staiiden?
^ ^len chm plötzlich die Schuppen von den Augen.
<romp C r«H Ü 0C rÄ ba o ^delalter, das dunkle, trartrig«
. ^r^tvo suh die Leute um einen lumpigen Glaubens- Köpft einschtuaen, wo die Folter knirschte und die Daumschrauben das Blut unter den Nägeln lwrvorlockten ^och dieses böse, schlimme Mittelalter, hier bat^^s^^ung, in all diesen sogenannten Prüfungen hatte es sich erhalten, mit Daumschrauben, spanischen Stie- tierte""^ Lolterrad. Nur daß man heute den Geist malträ
v »?^ritz Gassels Vordermann ging. Und der Seminar- direktor schlug ein Blatt in seinem Notizbuch herum.
„Herr Gassel! sprach er mit seiner quarrenden Stimme. Mftigt"^^ Pädagogen haben Sie sich besonders be
«ieSÜ“ ' MOl ' ife W 'ck».ell, denn
r 1 ! ) 1 ( .? 1 " b f t p'V I, Lrfi |anT1 e A n Arc-gen, daß Moritz Gossel die ^.Yren steif halten mußte, um nicht unter die Räder nt k°mme„ Der alte weißhaarige SckMrat, der an dem Konferenztische saß, blätterte unterdessen aufmerk- fcr Ja ben ?^bren, die vor ihm lagen. Es war Moritz ^-n^^ss^^Ultionarer Aufsatz und das letzte Revisions- ^ das Dottor Schrill über die Britzkawer schule verfaßt hatte. Der Aufsatz interessierte ihn besonders viel ? die öden Fragen und Antworten, die zwischen ^^mrnardirektor und Moritz Gassel hin und her sloaen ^ er - ^ lre . ftor eine bedeutende Lücke aufgespürt und forschte eifrig weiter. Es war die Lebeusoeickni-nip Sp? ^."ilverfasscrs Moritz Gossel merkle attmählK 'daß ihm dw Prüfung möglichst schwer gemacht werden sollte wurde verwechselte den Inhalt des zweiten Teils dieses Erziehungsromans mit dem dritten Teil, versetzte einiae Sentenzen des ersten Teils in den vierteil und'wurde erlich der blöden Quälerei müde. Er schwieg.
der 9touffeau Jünglingsjahre?" fragte
g«retz?^"' b ""' erividert« Moritz Gassel
--Sie wissen also nicht de» Ort und auch nicht die Per- lonen ,mt denen er in dieser Zeit in BeÄun? k°m?"
. „Ne,,,!-- rief Moritz Gassel wütend, er leckrte noU,
Der Direktor prallte entsetzt zuriick, und der alte förfoiir tot hob verwundert die Auge,» Forsitiend b^trnchtme^er den aufgeregten Prüfling uL schllttelt^ mißbill.Ad den
tor "Gössen sich darauf zu dem Seminardirek-
Herrnattein/-^ quf ein Minuten mit dem
Der Seminardirektor schrieb in sein Notizbuch eine sehr
kmtt? bn^o,n'?.vm!"' b ?^lieb das Zimmer. Moritz Gassel 0 9 "' am liebsten das Tintenfaß nachgeschleudert. Jetzt
lÄ^.den Schulrat an. Doch der blieb ganz ruhig. Er blätterte rn den Papieren und schüttelte wieder den KoU
K '' a~^5 nen ^ nen öuten tftot geben!7 sprach er
^9 . ?• //treten Sie von der Prüfung zurück'" --Neins" rief Moritz Gassel energisch! ^ *
"?Ä^ne es gut mit Ihnen !" fuhr der Schulrat fort. üpr sbin, die geforderte Anzahl
erreichen. Ihr Aufsatz, der einige ganz gute 2been enthalt und eine erfreuliche Selbständigkeit im Decken Ät vom Kollegium einstimmig abgelehnt worden, ^b /onstigen schriftlichen Arbeiten sind nicht so hervor- Wieder einzitbringen. Ihrer Lehrprobe ^bn Sie die Zulassung zum mündlichen Examerr zu t^Ä1"s^?^lerch das Protokoll Ihres Kreisschulinspek- tors das schlechteste ift von allen, die uns vorliegen."
fficias ms
imt) kommen Sre ubers Jahr wieder!" *
Dassel verstockt. „Ich habe meine ^'lvußt ^^ tan ' lcf) gearbeitet und bin mir keines Fehlers
. .. „Dann werden Sie die Folgen zu tragen baden'" erwiderte der Schillrat erlist uL ließ ifyn Mein °
hirrrffr.^rl^s 11510 - ^ tun ^ cn f-P^ter war Moritz Gassel durchgefallen, der einzige der Schwergeprüften. In diesem Jnaitisitronsverfahren fehlte auch der mittelalterliche eXi!
hiX ^ s«8 darauf uSS
^^" waren, führten einert Freudentanz auf. Wut und Groll wühlen ferne Kehle. Jetzt lvitrde es ihm klar daß über sein Schicksal schon vor Beginn der Prüfluig abgestllnmt worden war. Vrelen Prüfliirgen, die unsicher lvaren und nichts gelernt hatten, war eine viel wohlwollendere Behandlung zuteil geworden, als grade ihm. Und hätte er noch
mcm ^ tte ih" doch durch fallen lasserr. fahrend die arideren mrt wenrgen Minuten davonaekom neu waren hatte man ihn sflnchenlaug von allen Allen ins genommen, bis seine Kraft erlahmte. Und tvenn '^vrsronsprotokoll des Ki:eisschulinspektors ausschlacv- gebend war, wozu diese ganze Konrödie der Prüfuna' ^ Und er ftaß fernen Griinm in sich hinein aina ins Gasthaus zurück, trank mehr, als ihn! gut war' u?d leiste Min^n^^rgeu mit schwerem Kopse ab. Am Abend vor tt,ar er J üae ^ et in Britzkawe. Keiner irn Dorfe wußte, wo er gewesen war. Sebawus Pohl aber erfuhr es bald und brachte es noch arn Psingstmorgen herum
^ Serschlagen irrte Moritz Gassel an diesem Taae über die Felder, dachte an fernen unglücklichen Vorgäriaer Felir Ster ben dre Ungerechtigkeit dieses schändliche,l^Systems rn den Tod getrreben hatte, und stand plötzlich am Ufer des trefen reiches arn Fuße der Sch Weden schanze.
Werden und Erlen hatten ilft frisches Grün über schwarze, stumme Wasser gehängt, gelbe Schwertlilien leuch-
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(Fortsebung folgt.)
Schwester Mienes vrautfahrt.
Ei,' heiteres Mld aus ernster Zeit Bon K. von der Eider. (Nachdruck verboten.)
^W^iter erzählen, Sck-wester Miene!" bat der Verwundete Er hatte die Augen halb gesck)>lossen. Ein Ausdnick von
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,,Ja, es ging sehr einfach int Kantorhause zu, Herr Leutuant
bxo rri * er oroße und sechs klLe Ach Ls sürd ^ s rCI V, ist immer einen halben Kops kleiner als das
H? a&en ^ Etck blaue Augen?"
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fielt alten Dörfliche, um die abends die Fledermäuse slatteNenU


