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Die Preußen! Sie Ovaren auf dem Anmarsch, das wußte er, denn Blücder hatte cs ihm persönlich zu^esagt und Blücher hielt sein Wort. — In der Tat war der Marsck-all Borloärts schon bei Tag-canbruck» von Wavre aufgebrochen, um Zielen über Ohain dein linken Flügel Wellingtons zu Hilfe zu senden, Bülow und Pirch über St. Lambert dem rechten Flügel Naposiwns in Flanke *itb Rücken fallen zu lassen. Ekn B^.and in Wavre u.'nd vor allem der Zustand der durch die voraufgehenden Regentage in Schlamm aufgelösten Straßen hatten seinen Marsch gehemmt. Ter alte Held batte sich dadurch aber von seinem Borsah nicht abbringen lassen: mit schneidigem „Bornxirts, Kinder, vorwärts!" war er an den mühsam marschierenden Truppen entlang geritten: seine Allgegenwarl hatte sie fortgerissen, und um 4V? Uhr konnte Bülow bei Trischermont aus dem Bois de Paris hervorbrechend Napoleon im Rücken angreifen. Der Schlachtenkaiser erkannhe die drohende Gefahr: mit eiserner Ruhe warf er den Preußen den MarschaU Mouron mit dem 6. Korps entgegen und sandte ihm, als seine Kräfte sich als unzureichend herausstellten, die junge Garde zu Hilfe. Er hoffte, die Umgehungskolonnen dadurch aus zuhalten und Wellington vollends niedcrnu'rfen zu können, ehe das Gros der Preußen l)erannahte. Und so befahl er gegen 7 Uhr den Angriff seiner flacht er probten Mreu Garde. Ta dröhnt^ von Osten her Kanonendonner, Blücher tvar da, sein rechter Flügel vereinigte sich mit der linken Flanke der Engländer, unter brausen-« dem Hurra griffen die Preußen in den Kamps ein, die heiß-- umstrittenen Meicrhöfe im Talgrunde wurden erstürmt, und nun raffte Wellington seck)5 Kavallerieregimenter zusammen 'und warf sie gegen die französisch^ Infanterie. Ihre Reil>en begannen zu wanken, während schon halb im Rücken Napoleons das Tors Planceiwit erstürmt wurde nnb jenseits pre»»ßisä>e Batterien <uif sichren, um, die Franzosen in der Flanke fassend, ihre beginnende Auflösung zu vollenden. Die Schlacht tvar damit entschieden, und als Prinz Wilhelm von Preußen mit der ganzen Kavallerie gegen den rechten französischen Flügel vordrang, und seine vordersten Reihen über den Haufen tvars, da tvar nickst einmal mehr an einen/ geordneten Rüchmg zu denken. Napoleon erkannte nun, daß die Stunde des Zusammenbruches für ihn geschlagen habe: er uwllte ihn nicht überleben und wandte sich nach) dem Hügel von Belle Alliance, )vv sich die letzten vier Bataillone seiner-alten Gardg zusammengeschart hatten. Aber der Marschall Soult beschwor ihn, sich Frankreich zu erhalten: und der Kaiser ergab sich seinen Vorstellungen, er wandte sein Roß, von einer kleinen Schar Lldjn- tanten und Reitern umgeben, sprengte er in die Nacht hinaus, Eharleroi zu.
Aus dem blutgedüngten Hügel von Belle Alliance trafen Wellington und Blüclx» zusammen und reichten sich erschüttert die Hand. Gneisenau übernahm es, die Verfolgung des feindlichen ansgelöften Heeres „bis zum letzten Hauch von Roß und Mann" durchzuführen. „Die schönste Schlacht ist geschlagen, der herrlichste Sieg ist erfochten", schrieb Blücher noch in derselben Nacht a,v den Feldmarschall Fürsten Schwarzenberg. „Ich kann uicht mehr schreiben, denn ich zittere an allen Glieder», die^ Anstrengung war zu groß. . Ich denke, die bouapartische Geschichte'ist nun vorbei."
vermischte».
* Eine Kugel i m lebenden Herzen. Co seltsam es auch klingen ,uag. jo einwandsrei ist doch erwiesen, dag man mit einer Kugel im Herzen ungestört leben kann. ES handelt sich um einen bayerische», Insanteriüen, der von einem französischen Geschoß verwundet »vorden »var. Als nran das Geschoß durch eine Röntgen- amnahme ermitteln »vollte. land man cs im Herzschatten liegen. r > a ein solcher Befund zunächst un,vahrschei>»l»ch erschien und inan »aum aus erner einzigen Röntgenansnahme den Sitz eines Fremd« körpers genau lokalisierei» kann, wurde der Rekonvaleszent im Röntgenologischen Zentralinstituk von» Roten Kreuz in München von Dr. Fra'iz Glaser »lnd Tr. Karl Kaestle »viedcrholt untersucht. Aber soviel Ausnahmen man auch von allen Seiten machte, das Erschoß blieb in, Herzen, und zwar in der rechten Vorkanuncr, liegen. Man muß sagen, daß der Vetletzte ein nngehenres, absonderliches Glück gehabt hat Tie Kugel hat die Einige dnrch- schlagen, ist an den großen Gesäßen vorbeigeschlüpst, ohne sie zu zermalmen, und hat schließlich die dünne Vorla»n»ner>van) dnrch- ichlagen, ohne zu einer Verblutung zn '»ihren. Ter Zustand des Verivnndeten ist gut, Besch,verden von seilen deS Herzens kehlen. Eine operative Entferiinng des Geschosses ist unterlassen, da die Overation an» Herzen z»» gefährlich ist.
* WaS d i e r ö n» i s ch e », L e g i o »» ä r c verzehrten. Tie Wichtigkeit einer rationellen Ernährung der Krieger ist schon in» Altert,,m bekannt gewesen. Tie rön»ischen Legionäre bekamen, bei einer Marimallast vor» 1.6 römischen Pklinden — 43,2öS Kg., für Bekleidung, Rtäslnng, Wofien und I6tägigen Proviant »md bei einem mittleren Körvergeivicht von 70 Kg., 852 Gran»»»» Weizen Kir Kleievollbrot. 117 Gr. gebratenes Hannnetfleisch oder jeden drilten Tag 96 Gr. Cchiveinesleisch oder Speck, 1 llnze — 27 Gr. Nase. 1 LextarinS = 0,5 Liter Wein nnd 31 Gr. Ealz. Tiefe ^ahrrmgs.ilenge entspricht 120.7 Gr. Eiweiß, 44 Gr. Fett »mb £1. Gr. Kohlehydraten; sie repräsentiert einen Wert von 33t2 Kalo
rien. Ungeiähr ans derselbe»» Höhe halte»: sich, vale Tr. Grandjean- Hirte» in der Te»»tschen Aledizinrschen Wochenschrift berechnet, die Verpflegungssätze der »noderne»» enroväischen Heere. Tre Schiveiz gibt täglich in» Felde 3314,5 — 3297,3: C'eftericid) 3822,76; Teutsch- la»»d 3214,8, in» Wi>»terscldz»»g aber 4484; Frankreich 3679,8 nnd Italien 3254,7 Kalorien.
vüchertisch.
— „Die Tate»» der d e »»t s ch e „ Flotte i »n Weltkrieg e/ Uebcrall in, de»»tschen Vaterlande »md auch draußen, so weit die deutsche Zunge klingt, habe»» die beispiellos kühnen Taten unserer j»ingen dentschen Flotte höchste Bewunderung hervor- qer»r cn. Mit ateinloser Spannrurg haben »vir die Meldungen »»nsrreS Adiniraistabes gelesen, die uns von dcn bis r nicht ge- ahnten Erfolge»» uni rer U-Boote imb von den ruhmreichen Kämpfen linieret- Kre»»zer »mb Cchlachtschisse berichteten. '.Ulte diese Qrielle»» amtlicher Natur, soivie die zahlreiche»» Berichte von Angenzeitgen dieser Seekampse liegen einer Tarslellung zugrrmde, die soeben »n'ter den» Titel: „D i e T a t e n der dentschen Flotte in» Welt- k r i e q e* von G. A. Erdina,»»» (Bielefeld, Belhagcn L KlasingS Volksbücher Nr. 128/29) erschiene»» ist. Ter Verkäster hat es verstände»», die »nannig^achcn kriegerische»» Ereignisse ank den verschiedensten Meeren z>» emer einheitlichen Darslellu»»g z»»san»»ne»»- znkasse»», die das I»»teresse deS Lesers bis zun» Schluß gefesselt halt. Ta überdies alle bis jetzt veröstentlichten »vesentlichei» Berichte »md Brieke von Teilnehiner», an den Seegefechte»» im Wortlaut rvieder- gegebei» sind (so z. B. der audlührliche Bericht deS Kapilä»»le»itnants v. Mücke über das Ende der,Emde»,' u»»d die abente»'.erliche Fahrt der Ayeshak, so »vird das B»»ch auch als Quellcnschrikt gern zur Hand genommen »verde»». Wie bei alle»» Bä»»de>» dieser San»»»»- l,mg begleite», auch hier de», Text viele mterestante Abbildu»»geu.
— Von den zahllosen Bildnissen H i n d e n b »r r g s, die Knnsllerhaud geschaffen hat, sind nur ganz ,ve»»ige nach de»;» Leben porträtiert Tie »neisten Maler, die sich mit dieser Ankgabe besckiästigl baten, >n»»ßte»» sich mit emer Umschreibung der vorhandene», Photographien begnügen. Einer der Wenigen, beneit der Feld marsch all Sitzungen geivährt hat, »st Profestor Hugo Vogel: Hindenbnrg hat an ihn» so großes Gefalle»» gesunden, daß Vogel rin»» schon seit Monaten »u Hmdenblirgs Ha»»ptg»»artier lebt und in forrivährenden» Umgang mit ihm nicht nur den ällßeren u>»d inneren Aieuschen seines Heldei» zn studieren die Möglichkeit hat, sondern auch die Wege geebnet bekommt, um die Befreiung Ostpreußens, deren Zeuge er geivesen ist, in einigen großen Gemälden darstellen z»» können. — Zunächst hat Hugo Bogel'eme Reihe rasch hingesetzter Portratstudien des Ge, eralseldmarjchalls geinacht, vo»» denei» eine bcsor»de»S gut g.lnngene soeben in» Berlage von E. A. See»nam» in Leipzig sarbig zu»»» Preise von Mk. I.— erschienen ist. Zun» erstenn»al sehen »vir hier Hindenbnrg »in Profit: schon ans diesen» Grunde ist dieses Bild als Ergänzung der Vorderansicht von hohen» Wert: sie ist cs aber vor allen», »veil von ihr ein Hauch des Lebendigen anSgeht, der den üblichen Hindenbnrg- Bildnissen fehlt. Ter Verlag Seemann kündigt gleichzeitig ent weitere« farbiges Knnslblalt an. das in, allergrößte», Forinat her- gesiellt, de»» Generalfeldntarschall im Schnee vor dem Schlosse zu Posen, in breiter »nartialischer Halt»n»g stehend, zeigt.
Silbenrätsel.
a, a, ar, b, be, de, en, e»». la, la, liSk, me, nt, ne, nee, ni, ni, o, o, or, pel, re, ros, si,
Ans vorstehenden Silbe»» »md B»lchstaben sollen sieben Wörter gebildet nnb derart untereinander gesetzt »verden, daß d»e Anfangsbuchstabe»^ von oben nach unten, und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, den Namen eines gefcieiten Malers ergeben. Es bedeuten ober die einzeln«», Wörter Folge»»deS:
1. Vorderasiatisches Reich.
3. Eine»» Opcrnkontponisten.
3. Stadt i», Italien.
4. Fremdländisches Bamverk.
5. Berühmten sranzöslschen ^lrzt.
6. Fluß in Amerika.
7. Eine der Eunda-Jnseln.
Auslösung in nächster Nnnuner.
Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer;
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Schristkeitnng: Ang. Goetz - Rotationsdruck und Verlaa dcr vniht'schen UniversitäkS-Buch- nnd Steindrrickerk'. R Lenge. Gießen


