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Montenegro weih-blau-rot wagerecht. Hierzu gesellt sich Belgien schwarz-gelb-rot senkrecht zum Fahnenstock. Durch den Hinzutrtt Italiens zu unseren Feinden ist nun diese blau-weiß-roie Harmonie gestört und außerdem der Wea zu Verwechselungen gegeben, indem nämlich die Laudessahue deS Königreichs Ungarn die Farben rot- weiß-grün in wagerechten Streifen als LandeSfarben zeigt, Hot Italien die gleichen Farben in umgekehrter Folge grün-weist-rot r«d senkrecht zunr Fahnenstock. Tab das Kaiserreich Lesterreich schwarz-gelb und Deutschland schwarz-weist-rot seine Farben nennt, ist allgemein bekannt, Ein schönes Bild, wie die drei Fahnen der treuen Bundesgenossen Deutschland, Oesterreich und Ungarn ihren tapferen siegreichen Heeren vorschweben, gibt z. A. das Titelbild zu BongS illustrierter Kriegsgeschichte .Der Krieg 1914/15 in Wort und Bild*.
* Wahrheit und Dicht ungauS d e «i K ä ni u \ e » a u f Gallipoli. Englische Blätter klagen über die K r i e g s - listen, die bei der grasten Landung der Verbündeten i» der Nahe von Sedd-ül-Bahr von türkischer Seile ange>vai,dt »vorbei, sind. Tie Maschinengewehre der Osmanen waren hinter Büschen versteckt und die BedienungSmcuinschatten hatten nicht nur Hände und Gesichter grün geiärbh sondern sie waren auch unter Blattwerk völlig verschanzt. Die Schwierigkeit der Landung erhöhten Kanus, aus denei, sich türkische oder deutsche Scharffchützei, befanden, die über beträchtliche MuuitionSmengen und Lebens,milel für meyrere Tage verfügten. Scheinen diese Einzelheiten den Tatsachen z»l entspreche«, so gehen manche ander'«, von der enMchßl, Presse berichteten Züge wohl eher auf Erzählungen am ^rgerseuer zurück, dre nicht immer aus geschichtliche Treue Anspruch machen können. So soll sich z. B. einer Abends ein Arzt den englischen Verbandplätzen genähert und sich unter der Hand nach Herkunft und Stärke der auSgeschisflen Truppen erkundigt haben, bis einem findigen Australier eine kleine Ungenauigteit in der Uniform des Camtäls- osfizierS anffiel und dleser als Deutscher iestgestcllt wurde!l Australische Soldaten wollen auch beobachtet habe,^ dast dunkel- sarbige Männer vor ihren Linien evfebienen und mit einem lauten „coldam, Sahibs, wir find PunpschabiS* den Mmifch äußerten, zu ben Gegnern überzugehen. Als sie alsscklich herüber gelassen worden waren, stellte es sich herchiS, dav die vermeintlichen Inder schwarz geschminkte Türken und & natürlich! — Deutschs waren, die sich auf diese Weise in die britischen Linien hätten erschleiche, wollen. Eine dritte, in den Reihen der Cxpeditlonstrupv»,, um- lausende Ranbergescbichte berichtet, dast eines Morgens eine Gruppe englischer Krankenträger mit Tragbahren vör den britischen Schützengräben ausgetaucht wären; det führende Arzt wäre iurch,- loS auf die auf ihn gerichteten Gewehre zugefchrittcn und hatte die wachthabenden Mannschaften aufgefordert, seinen Transport durch- zulasfen. Selbstverständlich feien auch die Sanitäter Deutsche und Osmanen gewesen, die ans ihren Bahren nuir Munition und Maschinengewehre beförderten, um sie an einer günstigen Stelle hiirter der britischen Front aufzuflellcn.
* Die Weichselindian er. In diesem Sommer fehlen aus dem in diesem Kriege so beruh,nt ge,wordenen Wetchselsirom die ivettergebräunten, halbnackten Flchaken, die man wohl mit Recht die We,chseli„dtaner gen.mnt hat. Tie Fln'saken sind die Führer und Lenker der Holztrasten und bilden sonst wahrend der Sommermonate eine ständige Erscheinung aus dem Weichselstrom. Die Tratten werden im Innern Russisch-Polens zusan,mengesetzt und bestehen auS 30—40 groben Tafeln verschiedener Lang- bezw. beschlagener Hölzer. Tie einzelnen Banmstämine werden durch starke Querleisten zusammengeh.ilten und die Tafeln durch Seile ver- bnnden. Eine Traft bedeckt eine ziemliche Strecke deS Stromes und ist durchschnittltch 10 Meter lang und 20-30 Meter breit. An beiden Enden sind lange Ruder befestigt, durch die da« Flost gelenkt wird. Auf den Tratten erblickt man eine Anzahl niedriger Ctrohbuden. in denen die Flissaken ihre Hadseligkeiten u,verbringen und thr Nachtlager ans Stroh finden. Drei bis vier Mann müssen sich in oeii engen Raum einer solchen Ctrohhütte teilen. Auf manchen Tratten, erheben sich größere Holzhütteu; daS sind die Wohnungen der Trastenbesiher bezw. -Führer. Tie .Flissaken* stammeu weit ans den» Innern des Zarenreiches und auS Galizien N« brachten zeigen bei aller Dürfrigke t eine große Vielseitigkett.
Vorliebe kleiden sie sich mit abgelegten preußischen oder oll r-v ! , n *'£ruien. In Thorn haben sie ihren Sammelpunkt am Altstadtischen Markte am KoperuikuS-D-ukinal. an dessen Stufen sie tu der So,,ne liegen und ihr frugales Mahl elnnehmen. ES besteht zumerst auS Salzbering und Brot, und ein tüchtiger Schluck voffmanns tropfen macht den Beschluß der Mahlzeit. Am der Tratt bereitet uch der Flisiak auch eine warme Suppe oder ein Gericht Kartoffeln in primitiven Kochtöpfcn ans einen, durch ausgeschüttete Er.e gebildeten Herde. Auf jeder Holztratt wird durch eine große <o'el an eurer Strohbnde der Name dcZ Besitzers und des Tratten- f'chrers kemUltch gemacht. Sine Traft ist im Turchschnitt von zehn »^l'ssaken" besetzt.
,, * t ®J n neues R a 11 e n v e r t i l g v n g S m i 1 t e l. Gemäß die vom Kaiserlichen Gesundheitsamt kürzlich über oie Bekämpfung der Rattenplage augestellt rvorden sind, werden x! (Scilla maritima) als wirksames Ratte»,gitt iSi « ? i‘ L ?och der von der Behörde herauSgegebeneu Broschüre ou srljch auSgepreßter Meerzwiebelsatt mit einer Verrührttng von ^
Eigelb und Olivenöl zu gleichen Teilen mit einem seinen Gemenge von frischen Bücklingen mit gedörrtem Weißbrot gemischt werden. Hur Verdeckung des Geruches und zur KSderung der Tiere dient em Zusatz von Moscüus uub An iS öl. Nach einer andern Vorschrist zerkleinere mau die frischen Meerzwiebeln, indem man sie durch eine Hackmaschine durchgehen läßt und verarbeitet sie mit gleichen Teilen ölend) oder Leber,purst und Mehl zu einen, Tcig, den man wie eme,, Pfannkuchen bäckt und dann mit Zucker bestreut. Wuchtig lst, dast nur srische Meerzwiebeln benutzt werden.
vüchertisch.
- Wilt^ Schuster, Ter Humor in, Weltkrieg. Sammlung auserwa lter, zeitgemäßer KriegS-Spottbilder. 64Seilen in zweifarbigem Umschlag. Ladenpreis 40 Psg. (Berlaa v. PrrckartS. Mamz). — Tie Sammlung enthält eine große 'Anzahl vortreff!,ch ansgemhrter Spoltbilder, die d,e Bolksst.mnu.ng getreu ^Fv^gel:, m,d aller rvelt^eigen, wie das deutsche Volk über
h!» lf fl l e u€l bic Deutschland zerstückeln und
oen Deutschen Kaiser zunr w Marquis de Braudeubourc-“ Herabdrücke,, wollen, denkt, 4.cr behagliche deutsche Witz und. der gemütliche Humor nehmen einen recht breiten Raum ein. so dast es nicht nur von der Wucht und Treffsicherheit der deutschen Cpoltgeißel. sondern auch von derGntmiUigkcit der deutschen VolkesZeug,ns ablegt.
m... «i , r 11 * V w f u l - c Anekdoten und Begebenheiten auS )em Wcl liwgk. V.,t Be,tragen von Rudolf Euckcn und Ernst ? T i ** v. Wolzogen. HcrauSgegeben von 5iarl Queuzel. Leipzig, Hesse &. Becker Verlag. 288 Leiten. Mit Bildbeiqabeu. - -er vorzüglich auSgestattete. reich illustrierte Baud enthält eine Fülle von ernsten und heiteren Erlebnissen ans dem Felde. Zu, Gegensatz zu jenen Auekdotendnchern, die zum grüßten Teile mit kiwuit öii«^ „nt groster Sorgfalt zusammen- gestellte Buch fa,t auSichlieglich Feldpostbriefe und andere glaubwürdige Berichte. Der reiche Inhalt gliedert sich in folgende Abteilungen : .Weihnachten und Neujahr im Felde* - „Im Schützen- giabcn — .Helden und Kameraden* — .Bunte Bilder* - Tie Tahem,gebltebe,te')* - „Unsere Feinde* - ..Tie Gefangenen*. Ter bekannte Philosoph Rudolf Euckeu und der im Felde stehende T tchter Ernst v. Wolzogeu haben prächtige Gaben ihrer Feder bei- gestenert, und Karikaturen aus großen Witzblättern sowie treffliche Bilder nach Photographien erhöben den Wert des Bandes.
- ^ ^ 1 Tod und Teufel. KriegSgedichte von Rudolf
erzog. lb0 Seiten, mit Buchschmuck von Professor Aelwe. Ge- Mk. Verlag von Quelle &, Meyer in Leipzig. —
F te « TT??* t l1TPT uns den deutschen Ritter gezeigt, der Tod und ,'leud undcirrt dahmreitet tapferen Herzen?, freien Mute?, so setzt hier Rudolf Herzog deutschen, Heldenmut und deutscher Treue, deutscher Pflichteclüllung und dentsclrem Glauben in leuch- lenden und tiefen Farben ein schönes Denkmal.
Q . R rS ni ,,c,,rt {)t erschienen. ES trägt die
^ltav-AuSgabe von .Ueber Land und Meer* Deutsche VerlagS-Anstalt, Stuttgart) auch nur eine MonatSfchri't. so ,tt sie doch meleu em treuer Freund geworden, auf den man r-uhig warten, am den man sich verkaffen kann. Wer sich die »vlchtlglten Toknmeule dieses Weltkrieges ausbewahreu will der kann zur .Arena* greifen, die wir mit einer ständigen Kriegs- Ausstellung vergleichen möchten, in der eine vornehme Stimme als Sprecher amtiert. _
§chach-Aufgabe.
__Schwarz.
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Weist setzt mit dem dritten Zuge Matt. Auslösung in nächster Nummer.
Auslösung des Bersteckrätsels in voriger Nummer Jeder weist am besten, wo ihn der Schuh drückt.
8ch>I,Ileitu„q: Au«, «oetj. - R°,a,im,»druck und Fcrlng brr BrühNchm Univ.rsilaie-Buch. unb Sleinbrucfcret, R f onf » O’eLt'Z


