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aber tröstete .nick». Ich würde da? Bein behalt". Dann wurde ich betäubt und operiert.

Frisch verbunden am Kvpf und am Schenkel, war ich dann ins Bett gebracht worden. Heftige Schmerzen tneckten mich aber bald ans meiner Betäubung.

Ich war bald im Krieg, bald im Odenwald, sprach viel wirres Zeug. bis ich daun endlich ganz wach wurde und mich umsck>aute.

Da sas; eine Krankenschwester an meinem Bett, eine Schwester mit blassen Wangen und erschrockenen Augen und blickte mich an, blickte mich an, sag ich dir: Ich tvußrte nicht, wach ich^ oder träum ich. Ich schloß die Augen. Als ich sie wieder öffnete» säst sie noch da und versuchte zu lächeln? Es war Hilde!

Du kannst dir denken, wie mirs zu Mute »var. Kein Wort, auch nicht das kleinste, konnte ich sagen. Auch sie nicht. Sie schien mich immer noch nicht reckst zu kennen, wurde bald rot, bald bleich, und ich merkte, daß sie zitterte.

Mm; leise sprach ick da, ivie im Traum:

Hilde, meine Hilde:"

Und da kannte sie mich. Meine Stimme und meine Augen kannte sie. Aber der groste Verband am Kops, der wilde Bart, sie hatte es nickt zu glauben gewagt. Wäre sic einige Stunden später gekommen, dann freilich lstitte sie gleich Gewißheit gelebt. Denn über meinem Bett wurde eine schwarze Tafel angebracht mit meinem Namen, meinem Rang, dem Tag der Ankunft nsw.

Ich weih nicht recht mehr-, was nachher geschah. Mer ich must viel erzählt haben Ihre -Lugen lvurden immer gütiger, und als sie mir die Hand ig-ab und sie sanft streichelte, da umr ich wie im Himmel

Aber da kam auch schon der Arzt und sagte vorwurfsvoll ) Scknvester Hildegard, nebenan liegen auch noch Verwundete, wollen Sie immer hier bleiben?"

Da stand sie errötend auf und folgte ihm. Mir aber nickte sie noch einmal an der Türe zu.

Ich lag ganz allein in einem kleinen Zimmer. Als sie ge­gangen lvor. muhte ich mir immer wieder an die Stirn fühlen, ob ick, ivirklich wach wäre. Gs ivar zu schon gewesen. Sie hatte mir verziehen, sie hatte mich noch nicht vergessen.

Du glaubst nicht, welch glücklickie Stunden nachher kamen. Wenn sie sich frei machen konnte, utir sie da. Ich erfuhr von ihr, dast sie sich gleich zu Kriegsausbruch als Krankensclstvefter ge« meldet hatte. Einen Lehrung in der Heilkunst sie früher

schon besucht. Und sie rvar angenommen worden.

Sie hatte oft au mich gedacht, aber nie erfahren können, ivo ich war, und ivo ich kämpfte.

Und nun sahen wir ,uttö hier wieder! Dem Arzte freilick» konnten wir das Geheimnis glicht lange vorenthalten. Er drohte sogar, dast Hilde die andere Seite des Ganges pflegen sollte.

Da sagten ivir ihm, wie glücklich wir wären. Er hörte erstaunt zu und hob dann schelmisch den Finger:

Ei. ei, Fräulein Hilde, das hätte keiner gedacht! Sie waren ikNmer so ernst und still, und nun kommt so »vas an den Tag« Aber ich sage nichts."

Er »oünschte un- Glück und schickte eine andere Schwester, die Hilde nun hilft, dast sie mirin ihren häuslichen Pflichte» nackkommen kann," ivie er sagt.

Siehst du wohl, das ivollte ich dir nicht schreiben, das mußte ich dir erzählen. Und nun wünsche auch du mir Glück!

Ick blieb an diesem Tage, es ivar ein Sonntag, noch lange im La^rett und sah die beiden glücklickten Menschenkinder, die der Krieg wieder von neuem zusammengeführt lxrtte.

Am Abend erst kehrte ich mit einer großen Freude im Herzen lfeim. _ r

Die farbigen Engländer.

Von denen unsere oberste Heeresleitung vor Ypern zu berichten wußte, schildert in ihrer heimatlichen Umgebung mit allem Drum und Drau der bekannte Wiener Schriftsteller W. Fred im Iuni- hefte von V e l h a g e n & Klasinas Monatsheften. Wir entnehmen dem hochinteressanten Aussätze einige Ausführungen:

Etwa 800 Millionen denr indischen Lande Entsprossener leben zwischen Aden und Burma. Sie werden beherrscht von etwa Zwei­hunderttausend Weißen, und davon ist die Hälfte Militär Die Zahlen sprechen ein Wurcker aus: das Mirakel, daß ein so un­geheuer großes Volk, durch starke Rassenmerkmale geeint, von einem kleinen HaufenAnderer" beherrscht wird, kraft einer Koloni- latwnsnretyode, die aus Härte und Gleichgültigkeit fast iveise ae- mischt ist. -Uber dasselbe Zahlenverhältnis spricht auch aus, daß es nicht ermg so bleiben kann. Und ma^ must sich noch ein paar nüchterne Zahlen anhören, heute, wo das Problem der englisck-en Kolonien für Deutschland eine hochpolitische Bedeutung gewonnen i'at, bester gesagt, wo diese Bedeutung jedem offenbar geworden tu. Unter den 300 Millionen Einwohnern sind etwa 207 Mil- Uonen Brahmauen, 57 Mohammedaner, 7 Buddhisten, 2 Sikhs, l - SatnS, etttux 100 000 Parsees und etlva 27 10 bis 2 1 /* Mil- . ouen Christen. In dieser letzten Zahl ab^ sind auch die ge­lausten Hindiis sckon inbegriffen.

ix!fäi ,na <? diese Zahlen an. so berichtigt man sogleich den ndlaungeu Irrtum, daß die Indier eine homogene Bevölkerung

seien, und auch den andren, selbst in manchen Büchern anftauchen- den, der^dem tndisckx'n Volk den Buddhismus als Religion zuteilt, ^nt Wirklichkeit ist. aogejehen von Ceplon und Burma, seit vielen Jahrhunderten der Buddhismus aus Indien verschwunden Ohir eine Sekte der Brahmauen, die Jains, darf zu den Buddhisten gerechnet werden, doch ist ihre Wirkung durch die an sich geringe Zahl natürlich klein, noch kleiner aber, da sie in engen Bezirken beernander wohnen, fern den große,! Masten, aber nicht unberührt von deren ftult.

Die sieben Millionen wirklicher Buddhisten sind in Ceplon. zu geringen Teilen auch in Südindien angesirdelt, geben alw in der politischen Geftaltung der Verhältnis,- Zenlralindiens und Nordivestindteiis keinen Ausschlag. Tie Sikhs eigentlich Schüler", .jünger" mit ifrtcn zrvei Millionen sind eine Sekte £w r r r Tn nncn ' *- cr ^rpeckich stärkste Stamm, dent unter anderen! ^leischnal^ung geftattet ist und ans dein sich daher auch zum größten Lnl die Eingeborenen-Armee rekrutiert Man sieht, es sind drei große Gruppen, die gegeneinander stellen, Hindus, Moslftn und Christen und unter ihnen ist die in Wirklichkeit mächtigste, die chrsttltciie, der Zahl nach die kleinste. Last in Indien aber das (. lanbensbekenntnis zur Triebkraft aller Volksbclvegungen ivird, verwundert den nicht inehr, der lveiß uird an jeder kleinen Lebens- tatsack)e immer wieder sieht, wie eng vernmchsen Religion und Rasse hter sind. Hindu zumal kann man nicht iverden. Man ist es durch Geburt und gehört auch zugleich einer Kaste an, die meist über Hebensfchmfal und Beruf auf ewig mitbestimmt. Die moham­medanische Bevölkerung aber hat sonderlicherweise in ihren Lebens gewohnheiten vieles von den Hindus angenommen, iveitn sie auch

Glauben festhielt und sich den Heiden gegenüber überlegen suhlte ^eu Beginn der englischen Ldolonisationspolitik ist es nun Grundsatz gewesen, die Mohanrmedaner gegen die Hindus aus- zusptelen, dte Hsttdus gegen die Mohammedaner. Und mit diesent Ta)t tioiucn yJeietU konnte England, geringe Unterbrechungeit ab­gerechnet, bis vor wenigen Jahren wirklich austommen.

vüchertisch.

-7 BongS Kriegs-Kalender mit Illustrationen. (TentscheS VerlagShanS Bong & Co., Berlin W 57, Preis jedes HesteS 20 Pfg.). Das soeben erschienene 10. Heft bringt wieder die Berichte der Generalstäbe der deutschen, österreichisch-,mgarischen und türkischen Armeen und die Berichte der Admiralsläbe der gleichen Länder, sowie dte ivichtigen Depeschen, Ansprachen nsw aus der Zeit vom 1.30. April 1915.

NeueKriegSschriften der Agent urdeSNauhen

VauseS, h a m bürg 26: Feldtagebuch für unsere

Kriegsteilnehmer. 64 Seiten gutes Schreibpapier mit Kalendarium, in hübscher Ausstattung, farbigen, lln,schlag nnd Titelbild von A. Biedermann. Am Kopfe der Leite je ein Kern- wott der Heiligen Schrift. 64 Letten 8 °, in kräftigen, Umschlag Preis 10 Pfg., 50 Stnck Mk. 4,50, 100 Stück Mk. 8 ,-. Jede Ge­meinde sollte ihren Geineindegliedern solch ein steldtagebüchlein senden oder die Angehörigen anregen, es zu tim. Der billige Preis ermöglicht dies. A u s d e m inneren Leben für Heim und Feld, von Geheimrat Professor v. Ceebera, 30 Seiten, an­sprechend ausgestattet 15 Pig., 50 Stück Mk. 6 ,-, 100 Stück Wik. 10 ,. Sonderlich den Gebildeten daheim und draußen soll dieses Heft einen Gruß bringen; in seiner feinsinnigen, geistreichen und ivarniherzigen Sprache wird es Ta,«senden Freude bereiten KriegSbüchletn eines christlichen Soldaten, AuS Gottes Rüstkannner. der Heiligen Schrift, für unsere tapferen BaterlandSverteidiger bearbeitet. 6 t Seiten, klein 8 °, in Umschlag mit Titelbild von A. Biedermann. Prei« einzeln 20 Pfg.. 50 Stück Alk. 8 ,, 100 Stück Mk. 14,. Im Schützengraben und im Lazarett wird diese« sowohl erbauliche wie anregend unterhaltende Heft herzlich willkommen sein.

Arithmogriph.

15451567 ein Geigenkünstler.

2 6 6 2 männlicher Vorname.

3 5 4 1 6 Teil der Alpen.

4 5 1 6 5 6 6 Stadt in Baden.

5 1 6 7 4 eine Zierpflanze.

6 5 112 italienischer Dichter.

Ä 7 4 2 1 griechische Gottheit. w 1 5 5 4 ein Fluß.

1 2 3 4 5 6 7 1 du Philosoph.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer:

K K S I 1 c e o h

Kle o p a^tra Elopa tock Scha t all e t o 1 r c 1 a k e

Kchristleltung: Aug. Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitälS-Buch. und Steindrnckerei. R. Lange. Gießen.'