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Dazu »verden die Früchte von den Kernen befreit, vorher s<ruber mit einem trocknen Lementuch abqeputzt, damit sie die Stacheln verlieren, und auf einem Brett breit auLgelcyt. Man stellt sie an einen kühlen Orts am besten in den Keller, und läßt sie solange dort stehen, bis s»e weich sind, aber nicht faulen. Hieraus werben sie ohne Einwendung von Wasser oder irgend einer- Feuchtigkeit durch ein Sieb gestrichen. Dann wiegt man die Masse, läutert Zucker Pfund zu Pfund bis -um ersten Grade und schüttet den kochenden Zucker über die durckgestticheneu Hagebutten. Nun rührt nran so lange, bis sich Frucht und Zucker gut verbunden haben, füllt die Marmelade in gut gereinigte und geschwefelte Mäser und bindet sie mit Pergament zu. Tiefe Marmelade ist unbegrenzt haltbar.
Eine sehr feine Beigabe zu Wild- und anderen Braten ist eine süße Konserve von Hagebutten, die sich ebenfalls als äußerst haltbar erwiesen hat: Man läutert den Zucker, indem man ihn mit feinem Weinessig befeuchtet und läßt nach den» Abschäumen aufs Pfund folgende Gewürze mit durchkochen: 3 Nelken, eine Kinderfingergliedlänge Zimt und ein weißes Pfefferkorn, in dieser Masse wrrd,die gut gereinigte Menge Frucht — wieder Pfund zu Pfund — Hineingeschüttel und zwei- bis dreimal aufgekocht. Tie' Frückste müssen nach dem Waschen beinal-e wieder trocken sein, es empfiehlt sich, sie, nachdem.sie abgetropft sirrd, auf ein grobes Leinentuch zu schütten, das die Feuchtigkeit an sich zieht.
Tiefes Kompott ist bei Herrenesscn sehr beliebt.
Alle diese Rezepte sind nicht kostspielig, und da wir mit dem Zucker nicht zu sparen brauchen, sondern ihn vielmehr als Ersatz für manchen knappen Vorrat gebrauchen sollen, haben wir keine Ausrede... ziehen uns tapfer feste Handschuhe über die gepflegten Frnger, sammeln in der Sommerfrische, kurz bevor wir heimwärts wandern, die schönen gelbroten Hagebutten von den dornigen Heckenrosensträuchern-und putzen sie womöglich noch draußen auf dem Lande sauber.
Wenn wir dann wieder am heimatlichen Herd angekommen srnd, blctbt uns nur die saubere gute Arbeit zu tun übrig — und fte lohnt.
Viele Hausfrauen hörte ich Entsetzensrufe ausstoßen, als ich auf dem Markt d»e verachteten Hagebutten für verhältnismäßig billiges Geld erstand — »veil sie keiner wollte. . . „Ach diese Arbeit diese Puhlerei!" Wie smrderbar doch die Frauen mitunter sind: Sie nesteln an schwierigen Handarbeiten, sie stopfen, nahen, sticken und finden es selbstverständlich. Aber lvenn es sich darum handelt, die Speisekammer für den Winter zu rüsten, schelten sie über Zettverschivendung. „Das kann man ja alles viel billiger und einfacher haben. Wozu sind die Konservenfabriken da?!"
Allen Respekt vor diesen ganz vorzüglichen und zweckmäßigen Einrichtungen, aber die gekaufte Obstkonserve ist gegen die selbstgemachte doch nur ein guter Behelf. Wer Zeit hat, d. b »»essen Beruf die Hauswirtschaft ist, der sollte sich dock zur Selbstbereitung entschließen...
Und die anderen Hausfrauen... ich kenne recht viele Künst- lerinnen und sonstige Berufssrauen, auch Damen der Gesellschaft die über Köchin und Hausmädchen verfügen, denen die Einmache- zelt erne erfrischende Abweclislung bedeutet und die sich den Stolz der selbstversorgden Speisekammer nicht nehmen lassen. Umsomehr letzt, wo sparen und wieder sparen obenan steht: denn was wir Frauen erhalten können, das soll hinaus ins Feld, sott denen zugute kommen, die die schwersten Lasten auf sich nehmen — unseren tapferen heldenmütigen Männern. Schützen sie des Landes Gren-
laßt uns den Herd des Hauses bewachen und pflegen, da »vir doch nicht rveiter reichen können mit unserer Kraft.
vermischte».
ist guJ&' ED amein Weiß. Schon seit einer Reihe von Jahren ist Weiß eine besonder» bevorzugte Farbe der Bommermobe ge- rrefeii. In diesem Jahre aber wird die weiße Farbe in der Zuständig tiiumvhieren, und die Geschäfte haben sich bereit» m Rechnung ans die allgenieme Vorliebe für Weiß, e , b ;f S«4Watt .Der Konfektionär- berichtet, eine überaus we.ßen Sachen geschaffen. Weiße Kleider, se, ni'dere.n Stoff, weiße Blusen, weiße Cportrccke. ff.^uhe und Stumpfe, we.tze Hüte, weiße Garnituren, alle.i e^,kii^.?Y^?lElung»reiche»,> Kragengarnituren, werde,» in allen erdenklichen AuSfuhrwHen und Preislagen angeboten. Schon in ^ "Mussten warmen Tagen, die den Sommer emleiteten, boten Ctrafeeu "»d Ar^flugsorte -vielfach, soweit die Da,nen,vell in Be- »acht kam. ein Bild u» Weiß. Doch ist dabei für Abwechselung , boi» gesorgt. H»er und da tauchen »vinzige schivarze oder bunte ÄSFÄ.rT Stoffe ans. das schwarze Sam!-
Ä"Ur-i! ,m n ben "der den hochgestellte»» Kragen ut ^alt überall zu sehen, und gerade solche kleine Ab- m'! Kleben das Bild und betonen die jugendllche »mb aust.ge Note der »veißen Kleidung noch n»ehr.
Cra Enedek vor dern italienischen Kriege 1866
Fet.»djeligk"üen vor »«1 ^^bruch der oslerreichisch-ttalienischen ai m SiflhV« % emem halben Jahrhundert, die Beziehungen
m Untjen gespannt, da kain Kaiser Franz Josef nach Verona,
wo dainals venedek das Kon,ma»»do führte. Der Kaiser hielt auf der Piazza d'Armi eine große Heerschau ab. Ein ganzes Ar,net» l otp £J‘ onb dicht massiert in drei Treffen ausgestellt: der Kaiser vor der Mitte, daS Brechen der Fronten zur Defilierung erwarten», Z>i dem Aiigenbllcke nun, da jederniann denkt, jetzt »verde da» Kommando erfolgen, komiut plötzlich Benedek herangeftwengk, pariert scharf vor dem Monarchen und spricht, dreinial den Säbel senke»»d, »nit »veirhin schattender Stimme: .Gestatten Eure Majestät, daß ickr, aus der den» Soldaten geboteneii stulninen Zurückhaltung herauStreteno, im Nau»eii der zweiten Armee die Erklärung ab» gebe : Wir gehören Eurer Majestät zu eigen! Befehlen Allerhöchst- dieselben, und wir werden alle, »ule wir sind, Mann für Mann, für Euere Majestät unseren letzten Blutstropfen hergeben. Die- fchwöreii wir freudig »n»d freiwillig in diesem feierlichen Augen- dltck, auf dte?e»i von öslerkeichlschem Blirte so oft gedüngten Boden.' Euere Mafeslät sollen leben hoch, hoch, hoch!• Er schwang den put nitt den» grünen Federbilsch uub im selben Augenblick erhob lich au» den. Schlachllinien ein sünszigtausendfacheS Vivat, Eljen ln»b Zivio, ein Jubelgeschrei, »vie eS jene Felder nieniats vorden» gehört, ein „Ungewitter der Begeisterung". Tie Fahlien stiegen, xl^s-b^i» ^kgiinentsbanden schlugen an, die Tronirneln wirbelten, ote Lro»npeken schmetterten de»i General,narsch. Tie baranf folgende Defilierung ging »vie »in Rausche vor sich, »md noch tagela»»g zitterte j^r ^atzltche »u»d stärke PulSschlag in allen Herzen nach. Aehn- ttch wie damals ist »vohl a»»ch die Begeisier»u,g beute. Auch heute wurden die tapferen Oesterreicher begeislernngsvoll versichern, daß s»e »den letzten Blutstropfen herqeben', wenn'S nötig »ft. cts- cm?J e M »t cke >» har, be des j a p a n »s ch e n Soldaten. *te Muckenplage ist in diese,»» Jahre bereits in sehr starken, Maße aufgetreten, und es ist daher zu befürchten, daß im kommenden feommer auch un'ere Soldaten sehr dar»»»»ter zu leiden haben werden, »vie es bereits in den» vorigen der Fall ivar. Auch der pariser »^-Emps' beschäftigt sich mit dieser Frage. i,nd er »nacht . cn,E ^^tteilringen aufmerksam, die der französische Ober- Nabsarzt Matlguon, der »vähreud des russisch-japanischen Krieges ve» den» japanische»» Heere weilte, über die »veitgehenden'BorsichtS- maßregeln bei diesem Heer gen»acht hat. Man hatte eine Art M»lckei»ha»»be hergerichlet, die in der AilSrüsl»,ng keiiies Soldaten feylte. ES handelte sich für die Japaner in erster Linie um die Bekämpfung des SmnpfsieberS, unb mau suchte der llebertrzrgung oeSielbeu durch die Alücke,» vorzubeugen. In allen Dörfer»», »vo o»e Truppen einige Zeit weile,» inußten, wurde das s»m»psige Gelände entwässert, daS A»istrocknei» der stehenden Wasserpsühen wurde von Soldaten oder von chinesischen K»,lis a»»sgesührt. Tie Fenster der bewohnten Hä»»ser waren fast iinmer mit Gaze verhangen, tue an» Je»»sterrahn»en besesligt waren. Vor den Ziinmer- tllren waren Decken ausgebrcnet. E»»dl»ch »var jeder Soldat oder ^if»L»er »»»»t-einen» kleinen Nlückeunetz versetzen, das den Kops gegen, die Stiche schützt. Dieser Lchutz für den Kopf ist ein zplindrischer Sack aus gewöhlllicher grüner Gaze, der von zwei leichten stählernen Ringen mw von e»ner Spirale von gleiche»»» Metall gehalten »vird. Tie Ringe haben einen Durchmesser von 25 cm. Der obere Teil des Rehes wird durch ein Stück Gaze geschlossen, die über den oberen R'ng gespa»»nt »st, der »»ntere Teil ist offen, um das Durchsteckei» des Kopfes zu eru»öglichen. An» »»nteren Ring ist eine 2 ) cm lange 0w f Lein »van d, die »nittels ei»»er Schnur an» Halse zugezoge»» werden kann. Der Kopf »vird in dieser Dlückenhaube »»»cht in etnen Beweg»mgen gehindert und kann daher Tag und Nacht ge- trage», »verde,». Ter Apparat faltet sich von selbst zusa,nn»en und wtrd durch zwei Knöpfe in dieser Lage gehalten. So zusaimnen- ge^gt »st das M»,cke,»netz nur IX cm hoch; sein Gewicht beträgt »»icht mehr als bO g,
m Lharade. ;
Ward dir etivas Liebes entrissen,
To fühlst d»» die ersten zwei;
Doch kann »nan nicht überall »vissen,
Wen» »virkiich eS ernst darum sei.
Ein Labsal für Deinesgleichen Und Nahrung für manches Tier,
Sie künden in »venigen Zeichen Sich de»»tlich d»,rch drei »md vier.
DaS Ganze zählt zu den Bä»»men Und schaut gar wehinütig drein.
Als »vär es befangen ii» Trätlmen
Von Trä,»en und Abschiedspeiu. (A»»sl. in nächst .Rr.)
Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer»
Das Lpiel gebt verloren; Vorhand hatte: pZ, pK, p3, p7 C K c8, c7, carD carö, car8 und Hinterhand Pen Nest. Gang des
Spieles: 1. V. p7 M. pA
2. H. tr7 V. car8
3. M. cA H. c9
4. M. cD H. cZ
5. H. tr8 V. carD
6. M. p 9 H. tri
7. V. pK M. p
H. carB = — 13.
M. trA.
D. c7.
©. cK =* - 17.
M. tr2
PZ - - 14.
H ca r Z --- — 17.
Sa. -- 61 Augen.
Kchrlltleitung: ?lug. Goch - Rola>i-,n,dr»-k und ajcrtaa der BnM'sche» Uniotrni&M^.u«. und Sl e lnbvi.*r.L ?!.


