Ausgabe 
1.5.1915
 
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-Knochenmark, Spiel, Weiber, Wem und alt die guten Sachen, "icht leisten kann. Ich würd mich auch

fchonftenv dafür bedanken, es komnlt nichts dabei heraus.

und der Junge vertrugen sich soweit ganz gut, bis der Alte auf den Gedanken kain, sich wieder zu verheiraten. ^ e * ^ohn war dagegen. Er wird wohl seine Gründe gehabt haben. Das Weib soll übrigens unausstehlich gewesen sein. Ta ging die Freundschaft in die Brüche. Und eines schönen Tages kam der große Kladderadatsch. Man erzählte da von euiem hohen Wechsel, den der alte Baron nicht einlösen wollte und konnte. Tie zweite Frau soll ihm schrecklich vie^ Geld gekostet haben. Ter Herr Gardeleutnant mußte oen Tienst quittieren und ging nach Amerika. Soll er übri­gens gar nicht nötig gehabt haben. Ta hat er sich herum- getrieben als Farmer und Trapper, wie man sagt. In Neu- hort soll er Kellner gewesen sein, in Chikago Straßen bcchn- rutfcher, in ^an Franzisko hat er Zeitungen ansgetragen und Kalender verkauft. Was wahr ist, weist natürlich keiner. Ter alte Winkelberg hat ihm keinen Pfennig geschickt."

Fritz von Winkelberg mußte sich zurücklegen, schloß die Augen und stöhnte leicht.

Was ist Ihnen denn?" fragte Moritz Gassel mitleidig. Nur weiter!" lächelte der andere.Es geht schon vor- barmt" "" """cr Herzklappenfehler. Man gewöhnt sich

^ ^ ^oran soll der alte Herr auch gelitten haben. Aber er hat sich nicht daran gewöhnen können. Er wurde bald Hochzeit lchwerkrank, bekam es schließlich mit der ^unge zu tun und mußte an die Riviera. Da hat er jahre­lang gelebt Das Gut hat der Inspektor Knorreck verwaltet "

and) 'S bar Wr ^ 5ri * Don "Der ist also

Kennen Sch'chn denN" kftäti9tC ® oriB

weiü'i^^'uuere mich seiner nur »och dunkel. Jedenfalls weiß ich, daß er ein außerordentlich tuchtiger Mensch ist'"

Das sagen sie alle!" meinte Moritz Gassel Ich kenne

d^n alten Wiickelbe^ Th mi r dn UrtciI anzumaßen. Und Olten Wmkelberg haben sie vor vierzehn Tagen in Britz-

kawe begraben. Ganz hinten im Park steht das Erbbegräb

"2^ Weiß!" nickte der Baron und schwieg.

Wna lC9t er VH n * // philosophierte Moritz Gassel weise Was hat er von jemem Leben gehabt?" '

sam."H"^ St,Ön? " fra9te 5ri6 "VN Winkelberg lang-

n»» fan * in Amerika auf keinen grünen Zweig Soll Nnn l n $l W - In einem Krankenhause gelegen 9 haben r » a " 7 "cn Jugendfreund hier

bie °fcubfl?e ffiSShpUfc, zwar keine Antwort, das ließ

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atmetMcU? 9 " forfd,tc 5nB *»>» Winkelberg weiter und

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mtC n m doch schon oemÄIÄrl Weshalb nicht?"

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nL ^^ördlicher Amveisung," bestätigte als dem Patron meiner Schule,"

danke Ihnen, Herr Gassel!" sagte Fritz von Win- und »treckte chm die lange, schmale Hand entgegen. Patron""^ 2hnen für ^hrc Vorstellung, denn ich bin Ihr

cr. Gassel sank vernichtet nus den Sig zurück, aber

Fritz von Winkclberg ließ die Hand nicht mehr los.

,et,i 9 roßen Freundschaftsdienst ^ werde es ^hiien nicht vergessen. Denn ich habe gelegt"" "ur manche, sondern alle Vorurteile ab-

Moritz Gassel kam wieder hoch.

, '/^rr -Baronstammelte er, unglückseliq vor Ver­

legenheit.Verzechen Sie meine Offenherzigkeit."

-J e >thnrn.vielmehr dafür! Denn was Sic er- bis auf die Kalender. Und den Herrn 9 in C 3 i nen gleichfalls. Ich habe auch dieses ßen Geschäft?" wissen Sie übrigens von dem gro-

aus ^"9 an, und der Schaffner riß die Tür

Dort ,teht Herr Knorreck," sagte Moritz Gassel noch immer befangen, und wies auf den Bahnsteig,der wird es Ihnen besser lagen können."

. rJf stiegen eine Menge Leute aus: Urlauber. Feiertags- Innrjtrf Amchelsleute und Geschäftsreisende. Aber August ^vorreck warf nur einen einzigen Blick auf die hohe, breit- fi TI9E ^' 9Ur bCS darons, da wußte er, wen er vor sich

einen demn?> a vu' X tr '"k ^9 lies die Mütze und machte

Ö -i t, Zuckung, der zu leinen, grauen Barle schlecht ' "^8^ begrüße den Herrn Baron in der Heimat!"

n .°. rre £- sachte Fritz von Winkelberg, schüttelte ihm herzlich die Hand und schlug ihm derb auf die Schulter

Baron^ an §'$ P*?" ^ mir noch einmal den Herrn weaen das m^L W i rfe u ftd >. nod > einmal meinet-

Freundschaft"^ verdrehen, dann kündige ich Ihnen die

. n!?°r rt bvüben steht der Schlitten!" sprach August Knor- reck kleinlaut und wollte die Handtasche nehmen Wenn der Herr Baron sich bemühen wollten."

'-Knorreck!" rief Fritz von Winkelberg ungehalten Ma° chen s.e mir keine Witz«! Die Tasche trage ich selbst" ich

S>" Ihnen" Tritt" U <S b 6ig heut abend geb^

eSLff**».-" -i ben Herrn Baron abzugewöhnen Sonst traktiere ich Sie damit. Mir ist dieses Wort ein ack unerträglich. In Amerika lacht man darüber Vorwäns' Kommen Sie nur mit, Herr Gassel!" --.orwaris.

^ keuchte davon, nach Zdurotschin zu und hip

bm lchritten durch das kleine Stationsgebäude

(Fortsetzung folgt

Moritz

Das Medaillon.

Boil Gerth Schreiner.

" mich die halbe Nacht nicht schlafen und als trf. Medaillon nrcht nnMer Guite's Bild oein

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WKUMZM

A delui qui jaimerai toujours et auoi auil arrivp jamals Je ne Ioublierai. Ouite. 9 aimve

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