Ausgabe 
24.4.1915
 
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vergehe vor sorge! Könnte ich bei Jan sein, wußte ich um alles tri) wollte mich um nichts sorgen? Sagt, wie geht es Jan? Hat er Euch Grüße aufgetragen? Botschaft?"

Beunruhigt Euch nicht," sagte Jose Maria.In zehn Tagen ist bic ganze Armada um Bilshofen versamniett. Enr kaiserlicher Abgesandter kommt zu dieser Zeit an das tensettlge Ufer, um die Regimenter für Ferdinand neu in Pflicht zu nehmen. Jan trug mir auf. Euch viel Liebes zu sagen. Erlaubt, daß ich Eure Hand küsse er vertraut auf Euch, daß Ihr ruhig zuwartet."

Marie-Anne stieß einen Seufzer der Erleichterung aus und behtelt die Hand des Abb6 einige Augenblicke in der ihren, als beruhige sie die Berührung des besten Freundes ihres Jan.

,,2lch, Herr Jose Maria," sagte sie dann,ich habe eine Frage an Euch als Freund und Priester, antwortet mir ich bitte Euch sehr wie Herz und Gewissen es Euch be­fehlen. Darf jemand Jan mit bösen Worten schelten, daß er )o handelt?"

ru Maria ließ den Kopf sinken. Sie sah auf seinem

Gesicht, das Nichts verhehlen koimte, die Unruhe, die ihn betnegte. sie erschrak tödlich und schlug die Hände vor die Augen.

i'lrief ber Abbe.Ihr mißdeutet mein Schwei- Menschen geben wird, die Jan bittere und verletzende Borwürfe nicht ersparen; wenn sein Herz rein

Handeln ehrlich - lieber Heiland, dann mag die Bosheit schmalen."

Ihr weicht mir aus! Tut es nicht, ich bitte Euch' 3« n /twas wirkt, wozu er nicht auS ganzen,

Herzen Amen sagt ^ das werde ich nie glauben! Aber bitliat Ihr, was er tut?"

ft.»^ a V 2Ra i ies ?L'? ,e , Ihr denkt an den Eid. Ich ^nne den Wortlaut dieses Eides. Es beißt darin, daß Jan

m r , Äa 'f ct lrf,cn . Majestät und dem Heiligen- mischen Reiche treu zu sein. Das sind die Worte. Versteht,

SV1- mn-li ^ Seflen Kaiser und Reich dann ReenmÄ^^dfl-cht gegen den Kurfürsten von Baßer,,, ^ls Ä//kÄ«b b' Fahneneid dem Maximilian

f '& S r J ef ^ hwren wurde, ist die Schuld der verwickelten Berhältnissenach Wallensteins Tode. Im übri- J> a * ber Kaiser unfern Jan uich alle mit ihm der Pflicht zu chm zu stoßein und ihnen Befehl gegeben.

Ahnt der Kurfürst, was vorgeht? Wie stellen fidi die Ä' C? *° Bt 3 ^ C ^trauen, daß die Affäre g'lLlich

stünd'?^esser^m^»E' ^'k'ziere gewonnen. Aber es um die Affäre, wenn Jan weniger jäh wäre Er überredet nicht, er sagt, entweder oder! Und es niaa ^eben, die Schmeicheleien und Versprechungen lie« S&Ä Ar mißt, daß der Kurstrst den

^recherrn von Rauschenburg zum Feldmarschall ernannt

fängnis!"^' '"eiß ^ 'ch habe gelebt wie im Ge-

t"mu'&Ä 2 e .Ü eÄer das. Fußvolk

Wrn, und ^ bedurnc der ganzen Ueberredungskunst der Rate und des rchch herbe,geru,een Beichtvaters, um de» Kunursten zu überzeugen, daß man des Werth, den seine ür vergötterte,,^ nicht also habhaft werden könnte. Leicht va|c bie ganze soldatcska nach München, und dann Gnade Gott uns allen.

Nein, Kurfürstliche Gnaden." sagten die Räte,schickt W«« »-"..Gebt uns Vollmachten, den Loldaten ,md Entscheidet ^rwr«h«ng-n zu machen ^ aber Eile tut not.

u-..^?äimilian. entschied sich. Eine lächelnde, sanfte und ft.* w von Raten zog gegen Jan aus und ver-

ben Oberftcn Generalswürde und einen .Helm von .versprachen den Soldaten wieder den ganze,! ^"^onaten rückständigen Sold und jedem Mann noch 30 und die Regimenter machten halt, wo sie

da s?,bst^ä's UUb 3 fln Unheil erst, als hie und

?? lewft ems seiner eigenen Regimenter bocksteif ftehenblieb.

schon Proklamationen wie vom Himmel yerab m die Lager, und darin stand: Werth ist ein «er*

wusend und vogelfrei, und sein Kops ist zehn

Mnd Taler wert, und wenn ein Muttermörder den Kopf

obendrein ^ ^tausend Taler und Generalpardon

I rin J?ns Äxue Spor^ war der Erste, der schreckensbleich tm ^ans Alt stürzte, die Proklamation in der Hand. Werth! Es ist aus! Lies und rette dich!"

unbftöhf 1 ^ schwätzest von Retten? Zackerbomben- s-A ,$ üexloxen? Laß mein Beibregiment auf- ^ Mit meinen Kerlen treib' ich die Armee wie eine Hammelherde nach Böhmen!"

Dein Leibregiment? Werth! Du hast keins mehr'Deine Offiziere haben sie gebunden. Hörst du?" ^ "

^ cn Degen und schrie:

auch chnden!"^' ^ Crb! sollen scheu, ob sie mich

°rmt?NKhi"lt bC " 9fU9en; er «""

Sie tun's! Sie tun's!"

aus« Äb ihn zur Seite und eilte ins Freie, sprang , 5 sich um: da standen seine Soldaten m

»."1 einzelne Schwadronen saßen schon unb ab Kurfürstlich« Rate galoppierten vor ihnen auf fflhpr f ä? n aa u 'ei.ncm Gaul di« Sporen, Sporck folgte' vrcht der Ruf entgegen, den er zu hören

der Ruf:Werth!

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fej* Jahren gewohnt'"war

Werth!" Sondern das Geschrei-

'chVlvat der Kurfürst von Bayern!"

^ wußte Jan, daß diejenigen, auf deren Liebe ru ibn,

n«n 'dk°7/^ b 'u,Block gelegt hätte, daß seine VeteL' f dutzendfach zum Siege geführt hätte, einiger Daler wegen von ihm abgefallen waren Und daß

Lust netnT'bX b h?, e V r f eMv »"d Not. Beschwer uud ^.un gereur hatte, die ihn kennen mußten, wie er sie r

hielten 0Äesediese Menschen ihn für einen Verräter

SimeSiSSSV "" b--

Unb ohne ein Wort mehr wendete er sein Pferd, der ° lm l s^ch^gellose Scharen aus deni Getümmel

f T c i -Fangt ihn! Vivat der L.

surji. Fangt den Verräter! /lehnkansend Talers" _

»°lne schlugen die Muskete/an, Lr sZen »st ^ornd ui Trab, dann entschlossen in Galopp. Jan drehte s? 'm Sattel um, und die Wut verzerrte sein Gefickt Er glich einem alten Wols, der die heulende Meute dir ®a+ erwartet Sporck wußte, daß bier Ln nicht meür 5L

Die^Lk/jt°?e7d°°!m b ^ 3Ü3d u"d spornte feint

"r-^r Jan und hob den Deaen

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müJttÄ eU + rC cl ^aimentern wurden die Gesandten M^i! 'v"ia"s mit Freuden ausgenommen, nur das ^.na-Ko.

^ ium ^?ger hinaus. Als Josö Maria, der von n Vorgängen um Jan Nichts »mißte, den Abfall der drei