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Tina Eurer Eminenz zu sein. Ich finde, Ihr tätet gut, diesen Herrn Durante sofort wissen zu lassen, daß ich ihm höchst ungnädig gesinnt bin."

Er steht mit einem Regiment in Flandern, Sire."

So schickt zu ihn:, schickt zu ihm, iutt> rasch, wenn ich bitten darf. Herr von Werth, ich verabscheue das Duell, aber ich finde, daß in diesem Falt die Ehre des französischen Adels auf dem Spiele steht. Also tut das Eure, Eminenz, damit die Sache aus der Welt kommt."

Richelieu sah Jan kalt an.

Herr von Werth könnte dabei zu Schaden kommen, und es gäbe politische Komplikationen "

. <,In der Tat, in der Tat, Ihr habt recht, es gäbe Politische Komplikationen, wenn Herr von Werth zu Scha­den käme."

Keine Sorge," rief Jan, und sein Schnurrbart sträubte sich,ich will ihn mit verbundenen Augen treffen. Wenn mein DegenDurante" hört, schlägt er von selbst zu. Außerdem will ich ein Testament abfassen und es in Eurer Majestät Hände legen, daß ich in einem Privathandel, nach eigenem Willen, umgekommen bin."

Das geht! Nicht wahr, Eminenz?" sagte der König erfreut.Aber laßt Euch bitten, lieber Werth, seid rücksichts­voll und schont Euren Gegner, wenn es Euch möglich ist. Betet zur Muttergottes, daß Ihr selbst glimpflich davon- komnit. Und somit gute Nacht. Ich habe noch Staatsge­schäfte Ihr versteht. Gute Nacht. Ich bin Euch sehr gewogen!"

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3an bereute es, den Kardinal nicht noch mehr in Verlegenheit gesetzt zu haben, indem er in Gegenwart des Königs von Marre-Anne zu sprechen begann. In Bin- cennes war aber auch ein weißhaariger Abl>6, ein Herr de Saint-Cyran, in Haft, den irgendwelche dunkle Ränke der Jesuiten in eine Untersuchung verwickelt hatten, die me vom Flecke kam. Dieser Mann besuchte zuweilen Joss Marra - und Jan und er erzählte eines Tages den beiden Freunden von der tiefen Abneigung, die er gegen den Kardinal hegte, indem er einige seiner .Handlungen anfuhrte, die ihn dazu veranlaßt hätten, solche Gefühle zu hegen. Es stellte sich dabei auch heraus, daß dieser Grlstllche es gewesen war, der auf Geheiß des Kardinals die Gräfin Spaure mit Herrn de Jussac verbunden hatte.

Jan machte kein Hehl aus der nahen Beziehung, die er zu Marie-Anne hatte, und verschwor sich, zum Könige zu gehen und ihm die Intrigen des Kardinals zu enthüllen. Denn der Abb6 de Saint-Cyran hatte ihm bekannt, daß Frau de Jussac sich nicht von ihrem Schlöffe bei Corbeil rühren dürfe, daß sie eine soldatische Wache habe, und, daß Richelieu sicher erst zufrieden sei, wenn der Gram ne getötet hätte, was nicht lange dauern könne, und wenn ihre Reichtümer ans Mangel an Leibeserben für die Zwecke des Kardinals verfügbar würden.

Ihr kennt den König nicht, Herr von Werth. Geht immerhrn zu ihrn und erzählt ihm, was Ihr wißt. Aber der König wird immer dem Kardinal mehr glauben als Euch und ich schwöre Euch, die Lage der Frau von Jussac würde danach nur schlechter." ° '

. . wäre ein Hundsfott, wenn ich nicht wenigstens

verachte, ihr zu helfen," rief Jan und schlug auf den

SOZitgefii^I angeregt wurde, wie

l l'ch.noch dazu um eine Dame handelte.

ÄiifE 0 j o® a e , für ». b A c e l ein merkwürdiges scheues .Sunegung hatte, dann lebte er sich iu dieses Mitgefühl so sehr ein, daß er rührselig wurde/

Die folgenden Tage redete er von nichts als von Marie-Anne. Er behauptete, ein Vermächtnis seines toten Weibes zu erfüllen, indem er sich an ihre Seite stellte. Uüd als er hörte, daß der Kardinal im Walde von Bin», cennes eine Hetzjagd veranstaltete, ließ er sich an die Stelle des Rendezvous führen und wartete auf Richelieu. XL, bte f ei plaudernd und heiter, inmitten eines glänzenden Schwarms von Kavalieren heranritt, in ein schwarzes Samthabit gekleidet wie irgendein anderer Edelmann, sah er Jan schon von weitem. 1 '

"Darf ich Euch einladen, Herr von Werth," rief er Se?ne"Hzette2"^'^b" teilzunehmen? - Ein Pferd für

Mir ist nicht sehr nach Vergnügen zu Sinn, Emi- nenz, deshalb erlaubt, daß ich Eure Einladung ablehne^

Llber rch wäre Euch dankbar, wenn Ihr mir Gelegenh^tk geben wolltet, zwer Worte mit Euch zu sprechen."

Doch nicht jetzt?"

Eben jetzt. Es betrifft eine gewisse Dame"

Entschuldigt, aber"

Eine gewisse Dame, die wir beide kennen"

Richelieu wandte sich zu seinem Gefolge und rief:Einen Augenblick," und ritt ein wenig ans dem Schwarm heraus.

Herr von Werth, ich kann Euch nicht verhehlen, daß Ihr besser tätet, Euch um gewisse Dinge nicht zu küm­mern. Schon daß Ihr neulich vor Seiner Majestät dem König "

Jan fiel ihm wieder ins Wort, denn er war wütend, daß er so am Steigbügel des Kardinals stand.

Eminenz, Ihr müßt mir schon erlauben"

Llber auch Richelieu wurde lebhaft.

Schließlich habe ich Euch nichts zu erlauben, mein Herr. Aber hütet Euch, daß nicht auch ich alte Rechnungen aufschlage sehr alte Rechnungen, ans denen sehr alte Posten gebucht stehen, mein Herr."

>Lhr müßt bedenken, Eininenz, daß Jan de Werth vor Euch steht, Ihr versteht doch Jean de Werth, also ein Mann, von dem Ihr am besten wissen könnt, daß er vor dunklen Drohungen sich nicht fürchtet. Daher scheint es mir am besten zu lein, wenn wir ein wenig bei der Sache bleiben, und die heißt Spaure oder Jussac, wie es Euch beliebt."

Der Kardinal klopfte seinem Rappen den glänzenden Hals und legte zwei Mähnensträhnen zurecht, die in Un­ordnung geraten waren. Sern Gesicht wurde kühl und leer, gelangweilt sogar.

Wenn Ihr Frau de Jussac meint, nun wohl, so weiß rch nicht, was ich"

Eminenz!"

Herr von Werth? Frau de Jussac ist verehelicht, wendet Euch an Herrn de Jussac. Allerdings glaube rch nicht, daß er Euren Besuch annehmen wird, denn er ist schwer leidend."

.Ah so! Ich verstehe, und zum Ueberfluß hat Ihr eure Wache iu das Schloß gelegt, damit kein Unberufener hineinkommt!"

Ich? Herr von Werth, Ihr überschätzt meine Sorge um Bagatellen."

Aber vielleicht geruht Ihr, Euch herabzulassen, ge­rade diese Bagatelle"

Bedenkt, ich kam hierher, um den Hirsch zu jagen!"

Sofort! Darf ich erwarten, daß ich eineu Geleit­schern erhalte, mit dessen Hilfe ich Frau de Jussac besuchen kann?"

Um eine Dame zu besuchen einen Geleitschein? Ihr scherzt! Bittet Herrn de Meilleraye, den Komman­danten in Vincennes um einen halben Tag Urlaub: weiter braucht Ihr nichts, um nach Corbeil zu reiten."

In der Tat nicht?"

Nein. Das heißt wenn Ihr mehr brauchen solltet, so brn ich nicht in der Lage, Euch zu dienen."

Er lächelte und wendete um.

Ach, Eminenz," sagte Jan und lächelte auch,so weit unsere Bekanntschaft zurückreicht, glaube ich doch, Ihr kennt mrch nicht. Der Werth hat sich noch immer durchgebissen, er wrrd's auch diesmal tun."

Versucht's!"

Der Kardinal hob grüßend die Hand und rief seinem Gefolge zu:

Voran, ihr Herren!"

Sofort bliesen die Hörner, und die Kavaliere sprengten in krirzem Galopp davon. ü

(Fortsetzung folgt.)

rivrayam Lincoln.

Zum 50. Gedenktage seines Todes (14. Flpril).

Bon Tr. R. S t ü b e (Leipzig).

pflegt die Tage JU betonen, au denen sich gestaltende Machte, zukunftrerche Kräfte in großen Taten vffei!- ba'T"-.Es stnd die Sregestage im Leben der Völker, die der Mltwe Germ schert geben, daß der Heroismus höchste gesuchtst che Wrrkluhknt und Macht ist. Wrr erfahren das heute int eigenen sEen Erleben. Daneben aber zeigt die Geschichte Tage, die in Uefes Dunkel gehüllt stnd, Tage, die eine Macht des Bösen im Volkerleben enthüllen, die betäubend und lärmend a'uf die Zeit-i

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