bodv gleich fort. Ach hätten sie ihn hock, auch gleich beordert, Hatz er Loslösen von allem nicht so furchtbar tiet und anälendj empfände!^. . .

Stimmen ... Tort hinten gab's Streit... Wo war's? Auf Vikats Hof. .. ? Ter Mond stieg hell herauf und beleuchtete ihm den Weg. Hilferufe waren das! Großer Gott. .. Die Anna. . . allein womöglich... Wenn der Pfarrer getoarnt hatte, waren die Leute am Ende von ihr geflohen ... und sie... der Schtveiß rann ihm von der Stirn.

Er jagte voran. .. und im Jagen fahle er nach seinem Re­volver ... zog die Sicherung heraus... mechanisch tat er's, denn lvie er nun die Tür erreicht hatte, knallte der Schuh schon los. . noch einer... ein dritter... ein vierter, fünfter... und zwischen drei, sich im Blute wälzenden Gestalten ragte geisterhaft rveiß das Gesicht Annas. Ihr rotgoldnes Haar hing wirr und aufgelöst ibre Kleider waren zerfetzt, ihre Hände bluteten. Eine schreckliche Kratzwunde zog sich über den weihen Hals bis tief hinuter zu der Brust, an der die verhüllende Bluse gerissen war.

,Hans!" Ein markerschütternder Schrei.

Anna," bebte es über seine Lippen. Tann trug er, die wie leblos an ihm niedergesunken war, hinaus. Wie ein Kind lag sie an seiner Brust. Keine Seele meldete sich weit und breit. Die Leute muhten sich versteckt halten oder waren geflohen . .. oder er- rrwrdet... War's schon so weit?... Er jagte mit seiner Last den Weg zurück. Da Pferd eget rappel... Russen ... ? Er duckte sich seitwärts hinter einen Erlenbusch.

Hier müssen sie sein." Das waren deutsche Leute. Gott sei Dank! Er atmete auf.Dort hinaus sind sie ohne Zweifel!" sagte eine feste helle Stimme. Hans trat hervor.Russen?" fragte er kurz grüßend, jawohl eine Patrouille" entgegnete der Ulanenoffizier, ein blutjunges, blondes Aristokratengesicht.

Dahen Sie welche, Mann? Es ist von höchster Bedeutung.. Die Kerls tragen wichtige Depeschen mit sich."

Die Depeschen sind euer ..." sagte Romeike ernst.

Dort hinteu links «auf dem Hof findet ihr sie . . . alle."

Ter junge Offizier stutzte.

Lebendig oder... ?" Seine hellen Augen streiften über des Mannes seltsame Last.

Das Leben trug ich hinaus ..

drückte sein Mädchen fester an sich. Tie Ulanen senkten lbre Lanzen tief... und dann ritten sie davon, ihrem Ziel ent­gegen.

vermach»«».

Ein neues B l u t st i l l u n g s m i t t e l. Eine der wich» tigsten Mahnahmen bei jeder operativen Tätigkeit ist eine peinlich genau durchgeführte Blutstillung. Soweit es sich um Verletzungen und Tnrchschneidungen gröberer und mittlerer Gefäße handelt, be­dient man sich der Unterbindung oder Umstechung dieser, um Weiter-, resp. Nachbluten zu verhindern. Neben den großen Ge­faben aber blutet eS bei jeder Verletzung oder sidem Eingriff noch aus den feinsten, für das Auge nicht sichtbaren Gefäßen der Organe, den kapillaren: eS sind dies die sogenannten parenchymatösen Deutungen. Diese stillt man nicht dnrch Unterbindnng, sondern d»rch Tamponade, d. h. durch Andrücken von Tupfern, die das ailSslromende Blut aussaugen und die Gerinnung befördern. Lange Zeit war es beliebt, mit einem chemischen Mittel, dem Eisenchlorid, bckqnor kern aeagaiedlorati, oder der mit diesem imprägnierten Watte Bluttingen. besonders der Nase, zum Stillstand zu bringen. Aber daS E'.fenchlorld hat den Nachteil, nucf, Aetzwirkungen oti§- znnben und zu verschärfen. Deshalb verzichtet man jetzt auf seine Anwendung. Ein anderes proinpt wirkendes Blutstillungsmittel, daS mehrfach mit leben-rettendem Erfolge angewendet ivorden ist enthält die exotische Troge deS Pengawer Yambl. Doch ist dies ziemlich selten. Es war daher, da eS an einem fchiiellen und sicheren Mittel bisher fehlte, ein ausgezeichneter Gedanke deS Schiveizer Chirurgen Fonio, der an der Berner chirurgischen Klinik KocherS arbeitete, die gerinnungsfähigen Substanzen des Blutes zur Verstellung eines BlutstillungSinittels zu verwenden. Bekanntlich germnt das Blut beim AllStreten aus einem verletzten Gefäße von felvst. ES i't dieS ein komplizierter cheniifcher Prozeß, bei dem ein Gerinnung» erment, Tbroinbase, eine ivich:ige Rotte spielt. Außer- dem befördert daS Anftreteu voii Kalk den GerinnuugSvorgana. Au» diesen im Tierblute vorhandenen gerinniingsfördernden Sub­stanzen stellte Fonio sein Eoagilien Kocher-Fonio her. Wenn mau da« Eoagulen aus blutendes Gewebe bringt, so ver.nehrt e» die Gerinnungsfähigkeit de» anSstromenden Blutes und stillt daintt die Blutung sehr schnell. Die Anwendungen der Praxis haben die -rheorie bestätigt. Nasenärzteii »nd Chirurgen ist eS ein viel­versprechendes Hilfsmittel geworden. Auch auS Berichten der Feld- n ** ,e man » eS bei gefahrdrohendeii Verwundungen nicht ohne Wirkung geblieben ist.

vüchertisch.

diese. Poesie deS Krieges. Zum Besten der Krregsfürjorge. 109 seiten Oktav. Kartoniert 1.20 Mk. Diese

Sammlung ausgewahlter Kriegslyrik wiN die hellodernde Be­geisterung der Känrpser im Felde und Daheim pflegen helfen. Sre will den reinen Geist, den die Not der Stunde gebar, mit hm üb er tragen in alle deutsche Zukunft. Der bekannte Literar­historiker Alfred Biese gmg bei seiner Auswahl davon aus, daß em deutsches Gedicht noch immer als Sang aus dem Herzen ge- Zkollen ln, als eine selige Himmelsgade, die äußeres und inneres Kleben, ^Melt und Seele zu einer Gefühlseinheit zusammen- schlteßt. So gibt Biese denn vor altern die reine, im Mensckien- tnncrn gesungene unb gewordene Lyrik dieser großen Zeit. Er teilt sie m wer Gruppen ein:Der Stuiin bricht los!",Die Fahnen wehen"Gedanken daheim",Heiterer Ernst ans großer Zeit".

besten ^ichtimgen aus der großen Fülle des literarischen Schaffens in den letzten Monaten sind hier vereinigt.

r ö t n " w mer bb'der^IHttstrie c ten ZeitungE U 5 ciinrt I. I. Weber. Leipzig). Z»l,n Osterfeste bringt die neue Nummer einen Anssatz von Professor D. Adolf Deiß.nann .Ter Trlumvh deS Lebens* und ein stinunilngsvolleS Gedicht von H. L. LinkenbachOstern 1915% An sonstigen Tertbeiträgen seien ferner genannt: Professor Tr. Franz Euieuburg .Tie Deckung der Kriegskosien bei unS und unseren Gegnern*, Oberstabsarzt Dr. JuniusZrn Waldversteck einer Sanltätskompagnie" (reich illu'ttiett), Dr. Leo P. TrenckWir und die Heimat" tmd die er« greifende KriegSer-ählimgBräundl* von Fritz Müller-München. Vas Bilderinaterial ist aitcf) in der vorliegeitden Numnter wie von guter Qualität und außerordentlicher Reichhaltigkeit. Zwei Buntbilder von G. Wagensühr und Karl v. Dombrowski stellen ostpreußische Flüchtlinge auf dem Wege in die Heimat und den Durchbruch einer österreichisch'ungarischen Ulanenvatrouille durch eme überlegene Kosakenabteillmg dar. Eine vierseitige be­sondere Beilage in Offsetdruck bringt wieder eine Anzahl flotter Feder- und Bleistiftzeichnungen aus dein StUzenbuche bes Wiener Malers Ludwig Koch, dessen künstlerische Persö.,llchkeit von Professor Dr. Max Eisler in dem begleitenden 'Aussatze einer Würdigung unterzogen wird. Eine Menge Künstlerzeichnungen und guter Photographien berichten von den verschiedeneil Kriegs- schanplatzen, von denen der östliche besonders stark berücksichtigt ist. Ein«k doppelseitige Reliefkarte der Dardanellellstraße. in der auch )ie Stellungen der feindlichen Schiffe gekennzeichnet sind, veran- chaulicht ausgezeichnet den bisher erfolglosen Angriff der ver- bnndeten Flotte gegen die Meerenge und Konstant nopel. Prei» der Niunmer 1 Mk Vierteljahrsabonnement 9 Biark. nr .77 Das Bismarckheft des Kunstwarts (Erstes AprUheft Verlag von Georg D. W. Calltvey. München. Viertel­jährlich 2,25 Mk.) bringt ein ziemlich wenig bekanntes, vielleicht bisher noch niemals vervielfältigtes Bismarck-Bild von Lenbach >^^re 1881. Das mit dunkler ^kreide gezeichnete und mtt Weiß aufgehöhte Bildnis zeigt Bismarck als Sieger aiff der Höhe ferner Macht. Man sieht es der Zeichnung an, t^ß Lenbach dieses Gesicht noch nicht so bis in die einzelnen Zügle beherrschte wre später, man erkennt noch das Sich-Einsühlen in die Schön­heiten dieses mächtigen Hauptes. Ferner ist dem Heft ein Bis- nrarck-Bild nach einem Holzschnitt von Peter Behrens beigegc- ben, sowie ein Sckwttenriß von Margarete Reißer, der Bismarck 6 -J%. bnwr 1888 von der Menge uinjubelt darstellt. Im ersten Auffatz des Heftes zeigt der Herausgeber Ferdinand Ave- narm^ wie sich unser Verhältnis zu Bismarck seit der Zeit, da er noch unter uns weilte, gewandelt hat, wie wir Bismarck letzt vorurteilsloser in seiner Wirklichkeit erfassen, ferner, wie die uns heut gestellten politischen Aufgaben uns wieder den vor- bismarckischen Denkern aus der Zeit der Befreiungskriege näher bringen. Stolterfoth sucht in einem AufsatzBismarcks Testa- ment" aufzuzeigen, was wir für unsre Zeit von Bismarck lernen können. Kalkschnndt behandeltBismarcks Sprache als Ausdruck". Dre Losen Blatter geben eine Auswahl aus BisniarcksReden und schrrften". Die Notenbeilage enthält ein von Georg Winter bearbeitetes SoldatenliedSieg oder Tod".

Logogriph.

Eiserne« Werkzeug, du sollst zwei ,vinzige Ctrichlcin verlieren, Und es verkünden sich nun Wunder der Vorzeit aus dir. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr --- Treff, p -- Ptgue, e = Coeur, car = Carreau trB Treff-Bube, pA «= Piane-, cD = Coe»lr-Tame usw. Vorhand fand noch carA unb drückte trK und pD. Mittelhand hatte pB, tr9, tr 8 , pK, p 8 , p7, cZ, cK, car9, car 8 . Hinterhand

1. V. trB

M. pB

H. earB -

i- 6

2. V. trA

M. tr 8

H. trZ = -j

21

3. D. carA

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4 D. earZ

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5. V. eA

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Ü. V. pA

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Schriftleit,tngr Auq. Goetz. - NotationSdr.lck und Verlag der Brübl'fchen Uninersitäts-Buch- und Steiudu.ckerei, R. Lange. Gießen.