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tzerunterzog imb si- auf b*e Va-uSVostM« letfMy tM^nfo fme ihr lr^ohsohn, der von draußen seinen Bück über sie hin- gkeiten tiefe, die varmvnie gesegneten FrisdenS.
H<ms war nun schon stark in die Drertzm. Gv seufzt,. Er hätte längst heiraten sollen. Großmutter ging inS achtzigste Jahr. Venn sie auch behende und rüstig war, weit zurück vor ihren Jahren, stärker aV manche von sech-ig. Aber was soNLe nun werden, wenn sie so allein hier bliebe aus dem Dos... würde sie blerberij können... wenn er hinaus mutzte?.. .und daS würde bald genug geschehen. Die jungen Knechte hatten sie ihm! schon längst ernbe- rusen. Und der Nachbar Pilkat war gestern abend auch fort. Er fuhr sich durchs dichte Haar, in dessen Dunkel schon hier und dort ein silberner Faden glänzte. Er stöhnte bekümmert vor sich hm. Wie er's nur der alten Frau beibringen würde, daß sre.... lä datz sie auch fortging, wenn er hinaus mutzte: denn wenni sie blleb .— keine ruhige Stunde würde er haben. Dieser Gedanke drückte ihn schwer, trotzdem er seiner Einberufung wie einer SeDstver- ständlichkeit entgegensah. Tie alte Frau hier mit den paar Täenst- leuten allein.... Der Nachbarhof lag immerhin eme Stunde Wegs entfernt. Er blickte gequält über die Landschaft. Kam da ie- mand am Flutz entlang? Daus Romeike wurde rot wie em Schuljunge... Tie Annchen Pilkat. Sie trug ein hell rosa Kleid und einen breitrandigen grauen Strohhut auf dem roten Gelock. Wre sicher sie schritt und die schlanke Gestalt in den Hüften wiegt^
TaS fcerj schlug ihm Heist Ob er ibr entgegengma- Er attnete ttef, wie jenrand. der sich Mut aus der eignen Must schöpfen will . und dann ging er. so schnell er's vermochte, um den Ga^
tcnzaun herum-ms Daus hinein. Er ärgerte srch über sich
selbst. Jetzt wäre eine so gute Gelegenheit gewesen, der Annchen zu sägen, wie lieb er sie hatte... aber dazu fehlte ihm ^
„Guten Tag", sagte eine Helle junge Stimme, und durchs Fenster schob sich ein rotlockig umrahmtes Gesicht.
Wie Milch und Mut ist das Mariellchen", nef die alte Frau ihrem Enkel zu. Es stang wie eine Aufforderung Hurtiger alS man es der alten Frau zugetraut hätte, stand sie aus ihren Bernen und ging dem junger» Mädchen entgegen.
„Komm rein. Marjellchen", ries ,re fröhüch. „Der Kaffee soll gleich fertig sein." Und sie nahm das anmuttge blonde Kmd, das sie um Kopfeslänge überragte, an der Dand und zog es über die Schwelle. Tann eilte sie zur Tür. um bald darauf mt Küchenraum mit den Tassen zu klappern.. .
Dans stand seitwärts und käm'pfte mit ferner Verlegenheit.
,Tag, Derr Romeike", sagte ^lnna Pittat halberstaunt und reichte ihm die Dand. Ich wollte 'mal nach ihrer Großmutter sehn... ich glaubte, Sie seien schon fort... Müssen sre denn
"^,/Noch nicht. Fräulein Anncherr. Aber bereit sein mich ich... wir wollen morgen rasch den Roggen schneiden."
..Ein Glück, datz mein Bruder schon so gut wie alle- besorgt hatte," sagte Anna. „Morgen sättts letzte Haferfeld. Bon unsren Leuten ist keiner mehr da... wie kommtS denn, datz man Sie so lange verschont?" ^ . a . t ^
DanS stteg das Mut ins Gesicht. Ihm dünkte, aus ihrer Frage stang eS wie... Geringschätzung. Drautzen kämpsten sre, und er stand noch hier?... Grotz und stark und wie gemacht zum Traus- losschlaaen... Er sckiämte sich beinahe... .
„Äelleicht kommen Sie ganz sret", setzte Anna rhre R^>e fort Md schürzte die Oberlippe über den blinkenden wertzen
^^".Wäre Ihnen das so arg zuwider. FrätUein Annchen?" sagte Dans Romeike leise, und das geschärfte Ohr des jungen Mädchens hörte die Unsicherheit seiner Stimme. Aber dieser wankende Ton ärgerte sie So war es »tun immer. Seit Jahr und Tap... dieselbe Unschlüssigkeit und dasselbe Zagen... genau so wie es jetzt aus seiner Frage llang. Warum hatte er niemals den Mut, das rechte Wort zu finden... und nun war sie fünfundzwanzrg... konnte längst seine Dausfrau sein. Wie stolz sie auf ihn gewesen, wäre, wenn er gls fotd}< ein rechter KriegSMann hrnausgezogen wäre, anstatt... sie ärgerte sich. Sie verachtete ihn beinahe.. B und darüber tat ihr's Derz weh.
„So. der Kaffee ist sertia." sagte die alte Frau Romerke und deckte geschäftig den Tisch. Dsie Jungmägd brachte das Geschirr.
„Ich meine, ein rechter Mann gehört hinaus vor den Feirrd," sagte Anna, warf den Kops zurück und blickte ihm gerade und fest in die Augen. Ihm stockte das Mut in den Adern vor ihrer gereizten knappen Rede. Tie alte Frau hörte nur mit halbem Ohr und sagte an seiner Statt: „Du hast ganz recht, Annchen, dev Feind... der böse Feind... Ein Glück, daß er nvck> hier rst, Mein alter Jung'."
Wie verschiedene Wege doch die Gefühle gingen... Anna lächelte. Ta quoll es heiß auf in ihm. 2Lber er bezlvang fick). Seine Grotzmutter kam mit dem Kuchenbrett in den Harrderr. Sie war sichtlich erfreut über den lieben Besuch, denn sie schaffte das Beste herbei, was ihr Daus bot. Und wie sie nun das junge Paar neben sich sitzen sah. ihren schönen stolzen Grotzsohn mit dem dunklen Kops und daneben daS feuerlockige Haar des schönen Mädchens weit und breit, wallte es warm auf im Herzen der allen Frau. Wenn sie es doch noch erlebte, ein blondes Urenkelclien im Arnt zu hegen... Sie lächelte eigen vor sich hin.
Am Neuster atitt ein Schatten vorbet. Jetzt llopste eS hart
an die Tür. ^. Die Drei schraken empor. DanS war eS, der sich zuerst faftfcc.
„Guten Tag, Herr Pfarrer," er trat auf den in bet Tür Stehenden zu, reichte ihm die Hand und schob ihm den Stuhl zurecht. Anna e«te eine Tasse zu' holen, der alte Herr aber hielt sie zurück: „Latz gut sein, Kind, ich Hab' gevespert. Setz dich." Seme Hand zog sie nieder. Sein altes gebräuntes Gesucht blrckte kuM- merschwer. Anna sah es. Freilich seine drei Söhne standen schon hinter Gumbinnen in der Front und seine zwei Schwiegersöhne aückx Sie fragte nach ihnen. Er blickte sie seltsam weich an.. „ Nach einer Prüfe sagte er:
„Die Frauen müssen fort... noch heute...
„Noch heute...? Herr Pfarrer„
„Noch heute..." Mit harter Bestimmtheit stang's zurück. Romeike war aufgesprungen. Sein Blück jagte über seiner Großmutter gebückte Gestalt hin und blieb dann auf dem rotblonden Mädchenscheitel hasten. Es lag eine eigne Gewalt in den dunsten Männeraugen. Anna sah sic... Das Mut stieg ihr hoch und bedeckte Gesicht und Hals wie Mit einem spinnwebfeinen roten Schleier. So hatte er sie schon einmal angesehen... vor fünf Jahren, als man ihre Mutter auf den letzten Gang begleitete... Sie faßte sich mühsam. Ihr war zu Mut. als mutzte sie laut auf- schreien... 9lber sie dämmte den jäh aufsteigenden Schmerz und sagte leise, um! das Zittern ihrer Stimme zu verbergend „Ich kann doch den Hof nicht allein lassen. Herr Pfarrer."
„Ten Hof, den Hof", schalt der alte Herr und seine bebende Stimme widersprach seiner Heftigkeit. Um den Hof geht's nicht, Anna, es geht um Dich ... um Dich ... alle müssen fort . . alle Frauen, alle Kinder. Die meinen fahren heute. Rüste Tust und komm' mit. Sie auch, Frau Romeike —" „ , „ .
„Erbarmen! Herr Pfarrer!" rief die alte Frau lächelnd. „Was sollen sie mit mir! Ein alles Weib . . . wie werd' ich fliehen ... die Heimat lassen . - . i wo, ein altes Mütterchen, das ist gefeit." _ . f , ..
Der Seelsorger stand auf, stemmte die Hand schrver aus dre Tischplatte und sagte streng: „Der Kommandant befieAt'S."
Tann faßte er nach Hut und Stock und suchte die Tür. Kerner hielt ihn. Seine letzte Rede hatte eingeschlagen wie der Mist Sre waren alle drei wie gelähmt. Der Kommandant befahl. Das stang freilich gewaltig ernst. Sie sahen dem Geistlichen nach, wie er den Weg vor'm Hause entlang ging. Dort hinter dem Busch lag ein anderes Gehöft. Dort waren auch Frauen und Krndev seiner Gemeinde. .Er wollte keinen ungewarnt lassen, bevor er selber hinaus Mutzte aus der Deimat ... Die Sorge beflügelt« ihm! den Schritt.
Es war kaum 5 Uhr, als Hans Romeike seine alte Groß- nrUttcr auf den Wagen hob und ihr daS eilig zusammengeschnürte Gepäck hinaufreichte. Dann ging er noch einmal zurück, nahm den Revolver aus dem Schreibtisch, prüfte die Sicherung und steckte ihn zu sich. Die alte Frau war ganz verstört. Zwei Menschen- alter hauste sie hier draußen in ihrer Landeinsamkeit und nun rrtz sie urplötzlich eine harte Gewalt aus dem Frieden des Atters heraus . . . Ter Krieg ... Es gewann rroch gar keinen Glauben in ihr. Llber wenn einer so hart drängte wie der Pfarrer, der war kein Furchtsamer ... und ihr Hans dazu ... der war doch sonst die Unschlüssiakeit selbst. Und das war der einzige Fehler, den er hatte, ihr svnnenlieber Bub . . . Sie streichelte ihm den Arm, als er jetzt neben ihr niedersatz und dem alten werßhaangen Knecht die Zügel abnahm. ^ ^ orr , a
An der Station im Dorschen drängten sich dre Nachbarn. Alles auf der Flucht. Mit weinenden blassen Gesichtern. Hans' Blrck eilte suchend umher. Anna Pittat war nicht unter ihnen. „Dre Anna Pilkat?" frug der Pfarrer. Romeike zuckte die Slchseln. Sre würde wohl mit dem Frühzug fahren. -
„Junge Menschen haben immer Zeit"', murrte der Pfarrer ärgerlich. Und dann sprach er tröstend zu den Seinen und der alten Frau Romteike, die wie im Traum an ihren» Jungen hochsah. der ihr zärtlich über die altersnrüden Schultern strrch.
Tie Sonne stand blutrot hinter dem Waldsaume. als Hans heimwärts fuhr. Eine Schar Krähen flog schreiend über dre Stoppeln. Wie die Ebereschen zwischen dem grünen Laub leuchteten . . . Wie Flammen . « . Dort am Feldrveg wechselte ern Rudel Hirsche. Prackstvoll, wie es über der» Darum setzte un» leichtbeschwingt die Böschung erstomm. Silber»» lag die Rommte in ihren,, Bett. Würde ihr Laus so hell und heiter bl erben . oder . . . seine Gedanke»» versarrken so tief im Zauber der Detnrat, daß er auf einen Umweg geriet und plötzlich sah er srch von dev Dämmerung überrascht.
Wie tot ihm sein Haus erschien. Er hatte Mühe seine Fassung zu bewahren, als er auf der Hauspostille seiner Großmutter Hornbrille fand. Und plötzlich Ivar's ihr»»!, als rrsse ihn renrand empor. Er langte mit raschern Griff die Mütze von» .cagcl und stürmte wieder hinaus. Am Flutz entlang. Dre Ronrrrrte rarrschte wie ein altes Volkslied. Wenigsterrs siel's ihm ern, als er voranschritt. „Es liegt ein Weiler fern im Grrrnd" - - - Sre hatten eS oft zweistimmig gesungen ... die Anna und er . * . Dort hrnten lag ihr Dos. Verwegen von dem Mädel, da so allein zu l>ausen, nun der Müder fort war. Was daäste sie beim nur!? Dre paar Tienstleute, die da tvaren. Alte Dleckste. WaS jung mt, mutzte


