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fchwein", von dessennatürlicher Anmut und Art" der Gelehrte zu melden weist. batz.so es gejagt wird. so bringt eS seiner Stinun -mvege. baß alle andern seinesgleichen Dornschwein zu­sammen rüchlcn, ihren Balg crschütten und zu den Lunden und tzägern ganz rrutziich nrit ihren Stacheln schieben: ist auch seiner SÄssen ganz und gar gewib". 'Dies merkwürdige Tier ist unser braves Stachelschwein, da- ja tvirklich dem^ der eS neckt, einen aehürrgen Schrecken einjagen kann. ES sträubt dann nämlich unter lautem Gerassel seine stacheln bis zur vollen Bretlcnverdop- lung deS ganzen TiereS hoch und konzentriert seinen willkürlich wegten Speerwall genau in der Riciitung des Angreifer-. Wäh­rend vorn die langen gelben Zähne unheimlich fletschen, wendet sich der rückseitige gestraffte Lanzenklunrpen blitzschnell gegen alles, was von hinten oder seitwärts kommt, und wem er gegen die Beine führt, dem bringt er so gefährliche Wunden bei, batz man sogar an eine Tlrt Vergiftung durch den tzauttalg dabei gedacht hat. Noch heute glauben die Leute in der römischen Eampagna, daß eS im äußersten Wutanfall imstande sei, seine wie GlaS barten und scharfen Kiele durch wildeste Muskelanspannung aus ihren Laut- laschen herauszuschleudern und dem Feinde kunstgerecht in den Lech zu schieben. Nach den alten Schriftstellern sollte solch ein Schuß sogar nn dickes Brett durchbohren. Nun hat zwar schon Buffon dasschießende Dornschwein" als ein zoologisches Märchen er­kannt. aber in allerneuester Zeit hat der vortrefflich Zoologe Vosseier für das wirkliche und wahrhaftige Schießen des Stachel­schweins eine ernsthafte Lanze gebrochen und gezeigt, daß z. B. ein Taschentuch, das auf die Stacheln geworfen war, bei dem jähen Ruck der herausfahrenden Stacheln volle 2 Meter weit fortgefchleu- dert wurde. Während das Stachelschwein aber doch höchstens bal­listischer Wirkungen fähig ist, entpuppt sich unsere Wei übera­ll n o Gartenschnecke als richtiger Schütze. Sie besitzt zu die­sem Zweck ein wirkliches Schießorgan, das auf der rechten Seite neben dem Atemloch liegt. Ties Organ hat durchaus den Bau eines kleinen Pistolenlauses, und darin steckt ein regelrechter spitzer Keil aus harter Kalkmasse. Will die Schnecke nun schießen, so richtet sie den Lauf durch besondere Muskeleinstellung, zielt und entsendet den Pfeil in prachtvollem Stoß aus der Mündung, wo­bei auch ein weißes Wölkchen zerstiebender Flüssigkeit wie der Tampfftrahl des Schusses aufpufft. Ter Kalkpseil, der stets nur gegen eine zweite Schnecke gerichtet ist, bohrt sich energisch in deren Laut, ko daß die Getroffene merkbar zusammenzuckt. Aber etwas Gefährliches ist diese Pistolenschießerei der Schnecke nicht: sie ist im Gegenteil eine Liebesbezeugung, die der andern Schnecke Spaß macbt, und leitet das Liebeswerben der Schnecken ein, ist eine merk­würdige und fühlbare Art Liebeserklärung. Während bei ihrem Schüsse aber der Knall fehlt, sorgt dafür im Reiche der Natur ein kleines kokett gefärbtes Käferchen aus dem Laufkäsergeschlecht, das den NamenKracher" oderExplodierer" führt. Wenn dieser Bombardierkäfer" in Gefahr gerät, dann gibt er einen richtigen Schreckschuß ab:, es pufft nämlich ein bläuliches oder weißliches Gaswölkchen auf, und dazu gibt es einen hörbaren Knall. Andere Tiere erreichen wieder als Zieler Fabelhaftes, so das Chamä­leon, das mit seiner endlosen Klebzunge mit unfehlbarer Sicher­heit weit entfernte Fliegen immer wieder und wieder trifft. Tie sog.Schützenfische", halblauge Barsche in Siam, schießen in fast unglaublicher und doch streng erwiesener Weise aus dem Fluß mit Wasser ans User. Der Schützenfisch legt sich horizontal nahe unter den Wasserspiegel, äugt scharf hinauf und schnellt dann durch besonderen Muskeldruck bei geschlossenem Munde von der etwas vorstehenden Unterkieserspitze einen dicken WassertrMfen grad­linig über die Fläche empor aus die nichts ahnenden Msekten, die aus den Pflanzen oberhalb des Wasserspiegels sitzen: vergnüglich ver- schmaußt er dann das getroffene Opfer, das ins Wasser fällt. Der Ameisenlöwe", die gefräßige Larve eines libellenbaften In­sekts, der in einem selbstgeschaffenen Sandtrichter haust, eröffnet aus der Tiefe auf Ameisen und andere Kleintiere, die an den losen Rand seiner bösen FaUe geraten, eine regelrechte Beschießung, in­dem er Sandgarbe um Sandgarbe nach dem strauchelnden Opfer schleudert, bis es in sein Bereich herabstüczt.

vermischte».

Die Infanterie. Tein Infanteristen und seine Gruft- namen wobt zumeist voii den berittenen Truppen angehängt worden. Lieht doch die Reiterei o't mitleidig lächelnd auf dos Fußvolk berab, wenn eS mühsam daherkeucht, ein andermal sich faß die Lunge ans dem Leibe rennen und dann wieder lange Zeit ununterbrochen geduldig aut dem Erdboden liegen muß. So'er­klären sich die folgenden Spottnamen von selbst: Fuß- oder Sand- lat'üer, auch Fußlappen oder , ußlappentndianer, Kilo nelersresser und Kllomete»lchweine, Stoppe'hopser und Candbasen, Treck- ftampser und Lakenpatscher (dd. Lake --- hochd. Lache), endlich hürger. 7 c e. nennen die nn-eren II- fantirillen mit Bezug aus die von der eiaenen aebweichende Farbe tlirei Uniform auch Blausäcke Lie selb'! aber heißen wegen ihrer grünen Unitorm Grün oechte od r Lanbsrösche - andere Truppen- gottnnaen rufen ihnen gelegentlich, wenn sie ihnen begegnen, ein ^Quak! Quak!" zu, außerdem auct) Grashüpfer, Ltrauch- oder

Staudenjäger, letzteres wohl, weil man sie mit Vorliebe ln Wald und Busch verwendet. Tie Maschinengewehrableitunaen nennt man Dachdecker. oder man beutet da» iDI. G. K. (= Maschinen- gewebrtompagnie) entweder als Mordgesellenklub oder al» Mutter- gotleskompagnie Tie Garde bezeichnet man gern al» Parade­oder Sonntagssoldaten. Imme (Essen).

Die Küche im Kriege.

(Nachdruck dringend erwünscht.)

Lungengericht: 1 Lunge mit Herz, 20 Gramm Fett, 10 Gramm Mehl, 1 kleine Zwiebel. Pfeffer, Salz, 1 bis 2 Eßlöffel Essig. Die Lunge und daS Herz werden ausgeschnitten, in 2 Llter Wasser mit einem gehäuften Eß­löffel Salz gargekocht, die Häute, Sehnen und Kn-orvel entfernt und grob gehackt. Die Zwiebel wird in kleine Würfel geschnitten und mit dem Fett durchgeschwitzt, die Lunge hinernaeschüttet und daS Mehl darüber gestäubt, alleS gut verrührt, Essig und Brühe dazugedan und das Ge­richt noch 10 Minuten durchgeschmort. Einige gehackte Kräuter verbessern den Geschmack. Man gibt Bratkartoffeln dazu.

vüchertisch.

.Deutsche Worte Deutsche Liede rV (Verlag Druckerei Bauer, Marburg.) Sammlungen von KriegSvoesie sind in den letzten Monaten in überreicher Fülle erschienen. Da» ist bei diesem Heftchen nicht der Endzweck! Sonde^p die sorgfältig auSgewahlte und gegliederte zeftgenÜssische Lyrik wird hier heran­gezogen als Ausprägung der Stimmung unseres ganzen Volke», die auf die AüSiaat unserer nationalen Klasuker zurückgesührt und damu gewissermaßen htuorisch »mterbaut ivird.

19 14. Ein Tagebuch über den Weltkrieg von Pros. Tr.

Eduard Ciigel. Mit Urkiinden, Bildnissen, Karlen. Band II. Ge­bunden b, 0 Mk. (Verlag von George Wesiermann, Braunichweig, Berlin Lau» iirg.l Von dem großen kriegsgeschichttichen ^.erke .1914. Ein Tagebuch" ' Verlag von George Wettermann in BraunscvweftO vo»i Prot. Tr. Eduard Enget ist mit der soebc» erschienenen 1 . Lieferung der ziveile Band abgeschlossen, der bis »um 81 Te- zeniber 1914 reicht. Einbettig bat die deiltsche uiid die österreichi­sche Kritik, ja selbst die der ne. traten Länder, a»ierka>in>, daß hier ein GeschtchtSiverk größten Stils über den Weltkrieg vorltegt: die Herze nSgeschichte des Krieges, wie sich eine große deutsche Zeitschrift anSdruckte. Zn beaeisierter. »ind begeisleriider Darstellung, tu meisterlicher Sprache, sprühend von Geist, dabei mit tnuiiet- haiter Vollständigkeit der U r f u n b e n wird in Edua> d Engels schon jetzt kla lisch zu neiinender Geschichte des Weltkrieges alles senget,alten, was fonft zum größten Teil verstreut und un- wiederbringlich iväre. Engel bietet lein buntes Bilderbuch mit dürftigem Text, sondern der Inhalt ist die Hauptsache seliies monumentalen Wertes Aber die Bildnisse aller Helden de- Kr»eges, die Karten unb Kärtchen aller wichtigen Schauplätze werden in stattlicher Zahl und tadelloser Wiedergabe dargebolen, und alle amtlichen Urkunden iverden grundsätzlich für immer aus- bewahrt. Eduard Engels ,I9i4", dem als dritter Band1916* folgen wird, ill das einzige Buch in der schon ungeheuren Litera­tur über den We lkrieg. da- neben der Kriegsgeschichte zugleich die Seelengeschichte der größten Zeit Deutschlands »mb Oesterreich- zu schildern unternommen und mit glänzendem Gelingen vollbracht hat. Auch oie er zweite Baiid, fein gebunden und lisch reicher geschmückt als der erste tostet niir b,ä0 Bit. Die LteferungS- anSgabe tu Heften zu je b0 P g. bleibt nach wie vor bestehen. TaS Wert sollte in feiner Bibliothek, auch nicht in der kletnslen, fehlen. _

Magischer (yuadrat.

In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben A A A A ADO LLNNPRR U l) derart emzntraqen, daß die wagerechten u. senkrecht.Rethen gleichla»itend folgendes bedeuten:

1. Männlichen Vornameit.

2. Stadt in Spamen.

8. Seltenes Metall.

4. Ein Eigenschaftswort.

Auslösung in nächster Nummer.

Auflösung der Königspromenabe in voriger Nummer:

Ein unaeftöries Glück verlangen,

Heißt MoudeSlicbt mit Netzen sangen,

Ten Sonnenstrahl mit Ketten fesseln U»td Rosen sordern von den Nesseln.

Schriuleitung: Au». Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universität»-Buch- und Steindruckerei. R. Lgngc, Gießen.