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^^ör du. In der Kitsche war meine Schwester. Gin Schurre Hot sie versiihrt. Mach uns das Tor aus."

Gottvater im Himmel, ehrwiirdiger Herr, das geht nicht!"

Zwei Goldgulden, Kerl!"

^,verr, sie hängen mich aus."

Und ich ersteche dich," keuchte Jan und zog.

Zwei Goldguloen," sagte der Abb6.

Der Soldat schwitzte vor Angst. Aber schließlich winkte er. Sie ritten vorsichtig nach. Da war eine Ausfallpforte, die der Soldat aufricgelte. Sie sahen den Wallgraben vor sich.

Er ist nicht ties," sagte der Wächter.Mer hört, bei jenem Wagen waren zivei Kavaliere und zwei Knechte; sind vier. Und ihr seid nur zivei."

Gott ist mit uns," ries der Abbo. Die Pferde stiegen abwärts, patschten langsam durch daö Wasser, das ihnen nur bis zum Knie reichte, und kletterten die Wallböschung enrpor.

Jan stieß einen leisen Ruf des Jubels aus. Bor ihnen lag die Landstraße nach Paris. Sie setzten ihren Gäulen die Hacken ein und in scharsenr Trabe ritten sie durch die Nacht.

3. Kapitel.

Ein Galgen wird au fge rich te t.

Sie trabten eine halbe Stunde schweigend voran. In dem tiefen Wege sanken die Hufe säst lautlos ein. Nur die Sattelleder knarrten und wenn einer der Gäule den Kops warf klirrte die Kinnkette. Jan. der noch nie ein Pferd zwischen den Beinen gehabt hatte, hielt sich am Sattel­knopf fest. Aber er würde sich gewaltig geschämt haben, wenn das Joss Maria gesehen hätte, wozu bei der dicken Finsternis allerdings keine Möglichkeit war. Bei dem gleich- rnaßigenTrab-Trab, auf und ab" des Gaules, fand er fand er bald heraus, lvie er sich halten nrußte. Seine ein wen,g krummen Beine sein ganz wenig krumm nur, denn er konnte sehr böse werden, wenn jemand seine Beine schlechthin krumm nannte) faßten den Pserdeleib wie eine Zanae und bald stützte er nur die eine Hand auf den Sattel- knöpf, dann zwei Finger und wurde zuweilen sogar so kühn die Hand gänzlich loszulassen, bis er plötzlich wieder nach vorn schoß, wenn ein Loch im Wege (und daran war kein Mangel) den Gaul stolpern ließ.

.Hon," sagte der AbbS und drängte sein Pferd heran ..Sie haben vier Stunde» Vorsprung. Wenn wir ihnen näher kommen wollen, so müssen wir unseren braven Nen Haltdicblesd"" ^ Zurede", damit sic Galopp

K "w^hte plötzlich einen verzioeiseltcn Satz,

denn Joss Maria hatte ihm mit der flachen Klinge herzhaft ein paar übergezogen. Festhalten, festhalten. klang es in ^ D>° Steigbügel freilich hatte er verloren, aber die »ei^ange hielt fest. He,. wie die Nachtluft vorbeisauste, wie ^ «aume flogen! Die Pferde stießen bei jedem Sprung einen Schnaufer aus; Sand und Erde spritzte umher. Wie

als die Jagd zwischen niedrigen Hutten hin ging, klabaster, klabaster! ö

Und so, zwischen zwei langen Galopps immer eine

W bei «»I« mit den Nüstern om Boden schnoberten, gmg es stundenlang. Allmählich begann^an das Gefühl in den Beinen zu verlieren der alatte Sattel schien ihm ein Stachelstuhk zu sein und^osS

..***

. b, ^ bie$ne zusammen. Galopp!

... teftolpetten; mau sah ihr Fell dampfe» iu

Dämmerung, Und der Tag kam säst u».

kJV f nilb uni e W Welt, die die Blicke

,^/rmaßcw Irgendwo aus Pein Nebel fyrr Hang das Rauschen eines Baches. Aber plötzlich begonnen Schleier t* u . Gattern, zu zerreiße». Mit glühenden Lanzen

kl* flufgefjenbe Sonne in die regellose Flucht lind ttei. über dem. dicht am Horizo t İ^.'.bl'^ndc Sonne ltand. Fm Süden schwangest sich x.^"en Limen ichwarzblancr Berge lstn und vor ihnen fanden Türme, deren Knaufend W,,e In der Sonne

Das ist Jülich, Jan," sagte der Abbs und nahm sein Pferd zurück.Guten Morgen, Jan. Es tvar eine etwas unrumae Nacht, Jan. Danken wir Gott, daß sie vorbei ist."

... Hnb während die Gäule mit fliegenden Weichen und zitternden Knien den Kopf hängen ließen, faltete Ios6 Maria die Hände und Jan tat cs ihm nach.

Amen." sagte Jan, und seine Zähne klapperten vor Sckmerz, Müdigkeit und Kälte.JosS Maria, ist es noch weit bis Paris?"

Nach Paris?" anttvortete der Abb6 und unterdrückte et" Gähnen,weit ist eS nicht mehr, edler Freund. Morgen Nt Remmrscere Am Sonntag Judica könnten wir, wenn uns Gott beistehl, in Paris fern. Aber ich denke, wir haben deine schöne schon vorher und dann sind cs nur fünf, sechs Tage, bis wir in Flandern sind."

Zackerbombenundflöh!"

Denn hier sind wir noch auf Kurkölner Gebiet, Jan. Und wenn ich meine Meinung sagen soll, so schlage ich vor, dem Wagen ßu folgen, bis wir nicht mehr Gefahr laufen, ber einer raschen Tat von kurfürstlichen Truppen ertappt und gehängt zu werden."

crß? n t a ^ hilflos in der Landschaft um, die in der aufstelgenden Sonne sich zu erwärmen begann.

Langsam schritten die Gäule aus die Stadt zu. Bor einer ärmlichen Schenke, noch einen Steinwurs vom Tore b"l>ernt, stieg Jose Maria ab. Jan rutschte aus dem Sattel und stand taumelnd, mit gepreßten Zähnen da. Ein altes Weib trat aus der schwarzen Steinhöhle und nahm die serde beim Kopf. Drinnen brannte in einem schmutzigen amm ein Feuer.

Schass roten Wein her. alte Hexe." knurrte Jan.

,^a, schöner Herr," sagte das Weib und knickste.

Als der Wem in der Pfanne über der prasselnden Flamme zu dampfen begann, fragte Joss Maria nach dem Reisewagen, der hier vorbeigekommen sein müßte. Ja, ein Reisewagen sei vorbeigekommen: sie hatte die Läden auf­gestoßen, als er vorbeirollte. Eine Stunde mög^ es her sein. x lrl l e , 1T1 r! r K*w"lier, der am Schlage ritt, hätte sie nach dem Kloster gefragt.Wenn Ihr unser Klosterhoven meint, nnadrger Herr/ habe sie erwidert,so müßt Ihr durch ie Stadt. Zur Linken seht Ihr es liegen." ;

'.'Hach!" Jan wollte hochsahren, aber seine Zähne zerbissen ein wildes Stöhnen, das ihm die wütenden Schmerzen m den Beinen, entpressen wollten Der Abbs klopfte ihn auf die Schulter.

Reib dich mit Branntwein ein, Jan. Es wird ein wenig brennen aber du kannst das alles dem Monsu Durante fcfjrciben. Und ruhe dann. Ich geh- nach

Wenig später hatte Joss Maria ein langes Gespräch nnt der Pförtner,n des Klo/ters. mit de», er vorsichtig auf ^ Frage lossteuerte, ob jener Herr Duranteoch im Kloster sei, Sie wußte von keinem Durante etwas Herr Durante hatte ihn,. Josö Maria, bei der Abreise iii Köln gesagt, daß er mit den Damen iu Klosterhoven

> ® r j° , e ^° M> ,,eK möglich Nachkommen, um die weitere Begleitung zu übernehmen,Ah die Lr°u^>'sn,e,ut Ihr? Und der Kavalier mil dem schwärzen Spitzbart war , Herr Durante'?" Hatte sie gleich gedacht, daß der Herr ein Spanier oder so etwas sein müsse. Nest, Herr Durante ,st nicht mehr im Kloster, Die jungen Frä^

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f raß ''®? ttct nn wenig, ich itrerbe die ehr'vürdige Mutter

Par le sang du Seigneur," zischte Josö Maria Aut. wartet endlich, wann er fort ist und wohin,"

Heilige Anna, wer seid Ihr doch! Auf Grmü-id »u

Aebtisflu^^ ift s ^ W m mt

jurüd aUf b nUt ' bet Wbb4 u"d eilt- iu die Schenke

°us einer Strohschütte und sämarüite mH

offenem Munde und tiefer Inbrunst, ' , ,C

(Fortsetzung folgt.)

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