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vollen Nahrungsmittels.) Verschiedene „Vollkornbrot e", b. h. Brote, zn deren Herstellung das volle Korn mtb nicht nur das kohlehydrathaltigc Ausgemahlene verwendet wird, sind bereits mit mehr oder weniger Erfolg in den Handel gebracht worden^ Neuerdings hat der bekannte Ernahrungsphysiologe N. Zuntz auf ein nach einem eigentünrlichen „nassen" Verfahren hergestell- teö Vollkornbrot aufmerksam gemacht, dessen reicher Kleiegehalt außerordentlich verdaulich ist. Das wesentliche an dem neuen Brote ist, daß von den Zellulosehülsen der Körner nur wenig, etwa 3—5 Prozent, auf nassem Wege entfernt werden. Stoffwechsel versuche ergaben, daß das Eiweiß aus den Waben heraus von der Tarinwand ausgenommen wurde, während die Waben leer ansge- ttoßen wurden. Die Ausnutzung war in, allgemeinen recht groß: sre wuchs mit der Gewöhnung an die Kleie beträchtlich. Auch von der Dauer des Aufenthaltes im 'Darme hängt die Größe der Ausnutzung ab: sie ist umso größer, je länger der Brotbrei im Darm verweilt. Schließlich verdient noch hervorgehoben zu werden, daß eine allmähliche Gewöhnung an die neue Brotart ohne plötzliche Uebergänge zu empfehlen ist, da der Organisnrus sich erst anpas- sen muß. Emen weiteren Vorteil gewährt das Vollkornbrot gegenüber den reinen Mehlbroten dadurch, daß es infolge der Mitverwendung der Hülsen die in ihrer vitalen Wichtigkeit vor ganz kurzem ^entbccfteu Vitamine enthält. Es sind dies stickstoffhaltige Substanzen, die nrart zwar in reinem Zustande bisher nicht hat Herstellen können, deren Bedeutung man aber aus beit Störunge", die ihr Fehlen der Nahrung verursacht, abschätzen kann. So ist z. B. die B e r i b e r i als eine Krankheit festgestellt worden, die durch dauernden Genuß enthülsten Reises — dem die in der Hülse enthaltenen Vitamine fehlen — entsteht. Es wäre durchaus zn wünschen, wenn die allgemeine Einführung eines solchen Brotes gelänge, da durch dieses nicht nur eine Erhöhung deö Nährwertes, sondern auch eine Ersparnis an Brotgetreide gewährleistet würde. Was dies im jetzigen Augenblicke KU bedeuten hätte, braucht nicht erst auseinandergesetzt zu werden.
vermischtes.
* Was die uordeuropäischen Meere an Fischen ,1 re fern, der Ernährung unseres Volkes spielen die Fische letzt auch eme größere Rolle als im Frieden, und dabei ist es erfreulich, daß der Scefrschfaug Deut sch lcntds in den letzten Jahren sehr zugcnomnren hat. ^.rotz dieser in den letzten Jahrzehnten gemachten Fortschritte steht unser Zand, wie die ,.llmschan" nach einem, Aufsatz der Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde mit- teilt, in Bezug auf die Ertragsmenge erst au vierter Stelle. An erster Stelle stehen Großbritannien und Irland mit einem Ertraa Am 1166 Millionen Klgr. oder 45 Proz. des gesamten Ertrages Dann folgt Norwegen mit 582 Mill. Klgr. gleich 23 Proz., Frank- Klgr gleich 9 Proz. und Deutschland mit ^ Jp® M'lt. Klgr. gleich) 6 Proz. der Ertragsmenge. Da im letzten Jahre der Vervrauch an Seefischen im Deutschen Reich die Menge S Klgr erreicht haben dürfte, so wurden etiva
Sn-Vv %* r - vonr Ausland bezogen. Die Niederlande sind mit 167 Mül. Klgr., Schweden mit 119 Mill., Dänemark mit 43, Rußlcrnd mit 38 und Belgien mit 11 MAL. Klgr. beteiligt. Zieht man den Ertrags wert dieser Fischmengen in Betracht, so betragt er tu Großbritannien 235 Mill. Mark oder 47 Pro; der zweiter Stelle steht in dieser Hinsicht Frankreich *-r l * 9 oW - 10 Proz., wahrend Norwegen, obwohl cs
über 20 mal ,o viel Fische fängt als Frankreich, für diese Fische nur ^)2 Mrlt. .Mark oder Ich Proz. der Gesamtsumme erhält. Es
InVrtfnL itl , öei ‘ Hauptsache um gering- Deutschland erzielt einen Ertragswert von k * ü l odee , Proz. -per Ertrag i|t in den kalten Gewässern s^r bedeutend; -re norwegischen Fischdampfer, die bis ins Eismeer fahren, erzieteu hier und au der norwegischen Miste 313 Mill.
'!! P\ )d -c'r cm J£ l J raö ' der dem von deutschen, uiederlän- E Fischern überhaupt gefangeuen gleichkommt.
0ü wichtigste Fanggebiet t)t die Nordsee mit einer Ertrags- 2„ w » 1H8 Ml. die so viel betriiqt, wie de aller
nordeiirovanchen Meere zusammen. Deutschland ist an dem Mll Klgr beteilig!, während cAn n£f2 £Li c Mrlt. Klgr. fangt. Dieser geringe Ertrag der
wird aber durch dte gefangenen Fischarten ausgewogen, denn oabrend in den kalten Gewässern der Kabeljau überwiegt steht L E Vvrdergtuud: ^beträgt in
,? s'Vnr, ^i l - der Oftsee werden auch eilte große Menge Ä «feSr. ,etfl ,Cn 8C a " 3e "' f ° *■ d Stint. Fsnnder.
Die Küche im Kriege.
(Nachdruck dringend erwünscht.)
B r o t s u p p e. 5 Pf. altes Brot, 1 Eßlöffel fein qefrfmtt- tene, Snlppengrün 2 Eßlöffel Fett, Vs Zkmebel, 1 Vs Liter ^ a J&' drot wird geschnitten. Das Suppengrün
^.^A^beln werden sein geschnitten, im Fett gedünstet, c ann da^ Brot gerostet, und lauwarm aufgogossen, gesalzen,
zngedeckt g^kochd Di« Suppe nUri> durchgestrichen und kann so StunVn ai>een ^ xt tt,erben - Lubereitungszeit 1 bis
'A/Nt ° i« e t. V. Pfund Schweinefleisch oder Rind- tci>ch. 2/. Pfd. geschalte Kartoffeln. 3 mittlere Mohrrüben. ^ Stück Seltene, Imtttelgroße Zwiebel, etwas Petersilien- grnn, o Eßlöffel Fett ober 100 Gramm Mark, V, Liter Fleisch- brnhe oder Wasser, Salz, Pfeffer, Paprika. Das Fleisch wird vorbe rettet, in Würfel geschnitten, die Kartoffeln in Scheiben, das Suppengrün in feine Würfelchen oder ebenfalls in • ßn ‘ Einen gut verschließbaren Topf legt oder N/ßt man l»S Fett, gibt eine Lage Kartoffeln darauf, dann Fletsch und Suppengrün, Salz und Pfeffer. Mail fährt mit dem Etnschichten fort und legt als oberste Bedeckung Kar- JfJra greßt Fleischbrühe oder Wasser über und locht das Ptchelsteuier stark ait, dann wird es bei mäßiger Hitze fertig gedampft. Oeffnen des Tiegels ist zu vermeide,!. Kochzeit IVs bts 2 Stunden. Für Kochkiste V* Stunde Ankochzeit, 2 bis 4 Stunden Garzeit.
vüchertisch.
»y O7. Sv e n H e d i n E in Volk ln Waffe n*. 192 Seiten, 62 3lbbtlbiuiq e n (2b Photographien, 6 Zeichnungen). Feldpost. cutSgäbe 1 Mk. Leipzig, F. 2,. Brockhaus. Der berühmte Forscher schildert darin ^die größten Eindrücke seines Lebens", wie er ste an der deutschen Westfront, als Gast im Hauptquartier des Kaisers, ans den bliitgetrankten Lchlachlieldern, in den Schützengräben und Biwaks, ln den um, nuferen Feldgranen besetzten Gebieten Belgiens und Frankreicl S im September und Oktober vorigen IatzreS erlebt hat. Dieses Buch Hedins ist ein Hohes Lied auf den deutschen Idealismus, ans deutsche Tapierleit und Menschlichkeit, ans deutsche -pattrait und deutsnre Ueberlegenheit — zugleich eme Jubel- Ouvertüre zum Siege unserer gerechten Cache, von dem kein Deutscher felsenfester überzeugt sein kann als dieser Schwede. Es Ül den deutschen Soldaten gewidmet: es soll ste er- Irenen und erheben, es soll Ihnen ins Feld gesandt werden und in Ruhepausen des Kampfes, selbst in den Sch», tz.-n graben bet jedem innerer Velde,t die Flamme patriotischer Begeisterung immer aufs neue entfachen. Es soll von reden, Angehörigen eines deutschen Krieger- gelesen werden und ihn stolz machen aus die unvergleichlichen Leistungen unseres Heeres.
, ^ ^ ^ *1) l es w ig - Ho l st e i n ls ch e r K u n st k a l e n d e
19 15. Heransgegeben von Direktor Dr. Ernst Sauermann-. Flensburg. 5. Jahrgang. Mit farbigem Umschlag und Kalendarium- Zeichnungen von Job. Holtz-Berlm. Litera,sicher Teil mit etwa 100 Abbildungen und als Beilagen zwei graphische Arbeiten schleL- wig-holsteinischer Künstler. Preis 3 Mk. Timm Krüger. Charlotte von Krogh znm Gedächtnis. Schloß Bülk. August Wilckens. Schleswig-Holsteinische Graphiker. Das Rathaus in Schleswig- Holstein. Das Alt-Flensburger Haus. — Auf d>e Kriegszeit weisen sowohl das Umschlaqbild ,vie die höchst beachtenswerte Kupier- druckbeilage, eine Originalradierung von Professor Aler Eckener- Stuttgart.
~ A n der F v o n t. Anekdoten und Begebenheiten au§ dem Weltkriege. HerauSgegeben von Dr. I. K. Rntislav. Mit Bildbetgaben. Leipzig. Hesse & Becker Verlag. 240 Setten. — Das Auch enthält eine Fülle von Anekdoten, Feldpostbriefen und Berichten aus den, Weltkriege und ist vorzugsiveüe dem Humor gewidmet. Dabei sind auch unsere österreichischen Waffenbrüder nicht vergessen. Dtehrere ausgezeichnete Karikaturen ans bekannten Witzblättern und eine 'Reihe von Ortgtnalaufnahmen erhöhen den Wert des Buches.
Uön?gspromenave.
A/an darf die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weise miteinander verbinden, daß mau — w,e der König aus den, Schach-
vom
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Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer r ^.dler — Neunauae — Tecracotten — Ober — Narbonne —


