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rückte nach rechts, wo der nächste Inder ton und flüsterte ihm etwas zu. Wie ein leises Müschen, wie eine tachtmäßige Bewegung lief es durch die Rechen der braunen Soldaten: keiner der weißen Führer katte etwas bemerkt.

Jetzt schrillten die Pfeifen, die Offiziere sprangen auf. und die ganze Linie stürmte vorwärts in den Wach, den deutschen Stellun­gen entgegen. Aber schon nach wenigen Sprüngen ließen sich die Inder fallen: und ehe noch die weißen Offiziere ein Wort sagen konnten, fuhren ihnen die breiten Messer der Nächstliegenden in Hals und Rücken. Ali Topi sah mit blinkenden Augen auf den Oberst, der im Gras still dalag, wischte das Messer sorgfältig im Grasboden ab und ries dem indischen Hornisten einen Befehl zu. Ein Trompetcnsignal klang, und gleich darauf hörte man das an- feuernde Rufen und die ungleichmäßig stampfenden Schritte der aus den Reservestellungen heranstürmcnden Engländer. Da gab der alte Sikh-Unteroffizier einen Pfiff auf seiner Signalflöte ab, die indischen Korporale nahmen den Befehl auf: lind kurz vor der Front der vorrückenden Engländer glitten die Reiben der Inder dapon, geschmeidig und geräuschlos, duckten sich im Schatten, krochen zur Seite, bargen sich in laubgesüllten Gräben und gaben zu beiden Seiten den Engländern den Weg frei.

Und in die breiten Reiben der Stürmenden, die immer noch die Inder vor sich wähnten, prasselte das Geweyrfeuer der Deut­schen. rissen die hämmernden Maschinengewehre der Feinde Lücken, die blitzschnell die Stunnkolonnen zu einzelnen richtung-losen Haufen auflösten.

Während die englischen Offiziere die wenigen noch Lebenden zu halten und znrückzuführen suchten, während die Deutschen jetzt selbst zum Sturmangriff ans ihren Gräben sprangen, trabten die Inder, unbeirrt durch das Sausen der Geschosse, rechts und links in weitem Bogen das Schußfeld umgebend, durch den dunkeln Winterabend über die hartgefrorenen Felder nach dein Lager zurück . . _

Entwischt!

Ein interessantes und kübnes Kriegsabenteuer erzählt Ernst Rudolf in der bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stutt­gart erscheinenden Zeitschriftlieber Land und Meer". Er war mit seinem Auto in l>echschwarzer Nacht durch einen Wald gefahren, hatte sich zu weit vor die deutsche Front gewagt und wurde nun plötzlich von einer französischen Patrouille umringt, die ihn und seinen Autofübrer gefangen nahm. Mau brachte die beiden in ihrem Wagen nach einen: stattlichen Gutsbause in der Nabe, in dessen Hof sich schon etwa 20 Autos befanden. Nach kurzem Verhör wurden die beiden Gefangenen in ein ganz behagliches Zimmer geführt und konnten nun in Ruhe über ihre Lage Nachdenken. Die Generalstabskarte war ihnen durch einen Zufall bei ihrer Durch­

suchung nicht abgerwurmen worden, und so formten sie feststellen, daß die deutschen Schützengräben nicht mehr als l012 Kilometer ent­fernt waren. Schlaflos durchwachten sie die Nacht. Da hörte Rudolf gegen 4 ein paar Wie ein

auSkneisen können?" erzählt Rndolf. Schnell die Karte her, die Taschenlampe. Nach einigem Suchen finde ich G. Nrn dorthin zu ge­langen. muß nwn den gleichen Weg einschlagen, den wir gestern kamen, bis fast zu der Stelle, wo mau unö gefangen Noch ein paar Minuten überlege ich. Es ist ein sehr gewagtes Spiel, wenn ich eS versuche. Aber Gott verläßt die Deutschen nicht!F., wollen wir auSkneisen?"Ja, wenn's ginge, schon, aber 's geht nickt: und der Magen ist so lote so hin "Nein, wir fahren mit unserm Wagen." Der biedere Ehaufseur sagt gar nichts mehr, hält rnick aber scheinbar nicht für ganz normal.F., passerr Sie mal aus.

abend hier standen, sind nun längst abgelöst. Die Wagen sollen nach G, müssen also nahe an den Weg heran, den wir gestern Nacht verfehlt haben. Wenn roir als letzte fahren, können wir uns vielleicht drücken."Na, mir soll's recht sein, ick mache mit: mehr wie totgeschossen werhi kann wer nich." Wir verfolgen nun auf­merksam die Vorgänge unten im Hose. Vier Wagen sind fertig zur Abfahrt: sie stehen nicht beisammen, sondern verteilt, ein Um­stand. der Air un- günstig ist. Halb fünf Uhr ist vorbei, »vir müssen lnucdeln. Leise schwingen wir uns zuni Fenster hinaus auf das Staker, das ungefähr einen halben Meter von der Mauer entfernt ist, und steigen hinab. Unbemerkt langen »vir unten an und warten hinter den» breitästigen Obstbaum. Noch zehn Minuten vergehen, da nahen Offiziere und begeben sich zu den bereitstehenden Wagen, deren Scheinwerfer blendendes Licht verbreiten. Jetzt ist unsere Jett gekommen. Klopfenden Herzens gehen »vir frank und frei hinter den Wagen herum, »oo es duukel ist. Niemand kümmert sich um uns, da alles beschäftigt ist, den Offizieren zu helfen. Mein Fahrer setzt sich. an das Steuerrad, ich werfe den Motor an. der gehorsani an­springt, und setze mich dann neben meinen Fahrer. Die Scheins werfet haben wir nicht angezündet, um nickt erkannt zu werden. Brr warten. Stunden dünken nnS die paar Minuten, l»iS endlich

die Autos sich in Bewegung setzten. Zioei, drei Waaen verlassen daS breite Hoftor, da schalten »vir die elektrischen Laternen ein und fahren los. Tickt binter dem vierten französischen Wagen biegen tj?ii durch das Tor hinaus auf die Straße der erstes Teil rmserer Flucht ist geglückt! In flottem Tempo ziehen vom die Franzosen los. Aufmerksam vergleiche ich die Karte. Bald müssen die Franzosen rechts ab, wir aber zunächst geradeaus« und spater halblinks. Und richtig, schon sehen wir die Lichter des ersten Wagens nach rechts zu deil Weg verlassen, die drei andern folgen, während wir entschlossen geradeaus steuern. Ein kurzes Stück weiter stehen französisch.' Soldaten. Sie hatten wohl schon von ferne die Lichter der .Wagen gesehen und hielten uns natürlich für Franzosen. Wir sausen glatt vorbei... So jagen wir ^nit sechzig Kilometer durch die Dämmerung. Sind wir noch nicht bald an den deutschen Linien?HalblinN," rufe ick, als ich einen breiteren Weg den unfern kreuzen sehe. Wir biegen jjciuni und int gleichen Augenblick springen dunkle Gestalten ans den Straßengräben, die Gewehre schußbereit. Vorbei, denke ich. die Flucht ist ntißglückt. während mein Fahrer mit wildem Fluche den Wagen Füm Stehen bringt.Hände hoch!" rnst's uns entgegen, undDeutsche!" antworte ich, so laut ich kann. Da springen sie herbei, die grauen Burschen, mächtige Gardemänner. Wie stimmen sie, als sie in uns Landsleute er­kennen!" Nachdem der Sachverhalt aufgeklärt war, hat man viel gelacht über diese kühne wohlgelnngene Flucht.

Die Küche im ftritge.

(Nachdruck dringend erwünscht.)

Buttermilch-Suppe: Man kocht Buttermilch auf, hat vorher Kartosselbret bereitet. Sobald die Buttermilch kocht, tut man den Kartoffelbrei hinein, so daß es eine ganz ebene dickliche Suppe gibt Man schneidet Speck in feine Würfel, zerläßt ihn und schüttet diesen zerlassenen Speck in die Suppe.

Eine andere Buttermilch-Suppe. Beim Auf­kochen der Buttermilch quirlt man, um das Gerinnen KU verhindern, wenig Mehl in süßer Milch recht klar rmd gießt es zu der Buttermilch. Dieselbe muß dabei aus ziem­lich starken! Feuer unter fortgesetztem Rühren kochen. In­zwischen kocht man Graupen oder Grüße in Wasser weich und tut sie in die kochende Buttermilch.

Schwarzwurzeln mit Fleischktvßen und, Kartoffeln. 1 Pfd. Schwarzwurzeln, 40 Gramm Fett,. 60 Gramm Mehl, ^4 Pfd. gehacktes Fleisch, 3 alte Semmel, Salz, Psesfer, Zwiebeln. Die Wurzeln werden geschabt, in Stücke geschnitten und um das Schwarzwerden zu verhüten, gleich in Essigwasser gelegt. 1 Liter Wassex wird zum Kochen gebracht, die Wurzeln mit etwas Salz hineingetan und gar­gekocht (ca 1 Stunde). Inzwischen arbeitet man aus dem Fleisch. Salz, Gewürz und Semmel Fleischtlöße, gibt dies« zu dem Gemüse und läßt sie darin gar werden, dann nimmt man beides aus der Brühe. Mehl und Fett werden geschwitzt mit V 4 Liter der Brühe aufgegossen und gut durchgerocht. Nun legt man die Klöße und Wurzeln wieder in die Sau 00 , läßt sie recht heiß darin werden und gibt sie mit Sal^ kartofseln zu Tisch. Statt Schwarzwurzeln kann man auch Steckrüben, Kohlrabi, Sellerie und Blumenkohl nehmen.

rUtügyptische Hieroglyphen.

Jede- Bild bezeichnet den Anfangsbuchstaben seines Namens, z. B Sonne s, Glas = g rc. Tie Vokale sind zu ergänzm.)

Auflösung des ArithmogriphS in voriger RumrvVl BundeSrat, Uhr, NarfeS. Drau, Erde, Sand, Reseda. Athen, Therese, Hand.

Schriftletlung: Aug. Ooetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brichl'schkN Univ-rsitätS-Buch- und Dteindructerei, R Lange, Gteß«^