eigenes rtatlftifd»e£ Amt, und) dessen Berechnungen sie »reue Linien anlegt. Eine nnderc große Gesellsdmst hat jüngst eine unterirdisch« Linie von New Port nach Washmckon für 20 Millionen Alark gebaut, obwohl die oberirdischen vorläufig nusreichen. In wenigen Iabren ,edoch können diese den Verkehr r«icht »nehr bewältigen, und n»«nu ungünstige WitternngSbednigunoen die oberirdischen Leitung«,: an-stmlien, ist durch die unterirdische Verbiudiuig der Verkehr au> alle Fälle gesichert.
vermischte».
— W i e «veil kann die Fliege fliegen? Diese Frage hat keineswegs nur wissenschaftliches Interesse, sondern sie ist auch von groncc prattiscker Wichtigkeit im Zusammenhang mit der verhängnisvollen Rolle, die die Fliegen als Krankbeits' träger spielen. Im „Journal os the American Medical Association" schildert ein Mitarbeiter eine Reihe von Untersuchungen, die über diese Frage angcstellt worden sind. Von den medizinischen Instüuten in Cambridge »ourden über 25OOC) Fliegen, die zum Zlvecke der Identifizierung durch Farben gezeichnet waren, unter verschiedenartigen meteorologischen Bedingungen sreigelassen. Von diesen Insekten wurden 19l an etttxi 50 Beobachtungsstationen, die man hierzu eingerichtet hatte, gefangen. Es zeigte sich, daß die Äaussliegen ellNoi'dar gegen oder gner zum Winde zu Uiegen. vilegen. Die Richtung, die sie einschlagen, kann entweder diretl. durch den 9i1inb beeinflußt sein oder auch indirekt, indem die Flie gen durch vom Winde herangervehte Gerüche augezogen werden. Die Orte, an denen die gekennzeichneten Fliegen gefangen wurden, sprechen für die letztere Annahme: denn es handelte sich um einen Schlächterladen und um Wirtshäuser, die bekanntlich stets einen besonderen Anziehungspunkt für die Fliegen darstellen. Die wichtigste Bedingung, die weite Zerstreuung von Fliegen zn ermöglichen, ist schönes, warmes Wetter. Hinsichtlich des senkrechten Fluges der .Hausfliegen hat man beobachtet, das; sie fast diretl auswärts bis zu einer Höhe von 45 Fuß steigen können. Ein merkwürdiger Unterschied zeigte sich in den verschiedenen Tageszeiten' wenn sie am Nachmittage sreigelassen wurden, so zerstreuten sie sich mcht entfernt so leicht wie des Morgens. Di« ineisten Flüge, die in den dichtbevölkerten Teilen von Cambridge beobachtet wurden, erstreckten sich etwa über 400 Meter. In einem Fall, in dein der Weg über offenes Land führte, wurde ein Flug von 700 Meter beobachtet. Zu ähnlichen Ergebnissen kam S. A. Forbcs. der Versuche in Cook County in Illinois anstellte. Auch hier war die. Entfernung, in der man die ac zcichnctcu Flieger, lvieder fing, nicht größer als 400 Meter. Die größere oder geringere Flugnn'ite war natürlich luvon abhängig. Ul welcher Entfernung die Fliegen Nahrung zu finden vermochten.
dieser Gelegenheit glaubte man auch eine merkwürdige Vorliebe für bestimmte Farben bei den Fliegen wahrzunehmen. Ein Beobachter hatte bemerkt, daß die Fliegen nicht aus Wänden sich luedcrlieyen, die mit blauer Tapete oeocckt waren: er ließ die Wände seiner Milchkamincr blau streichen und fand, daß die Fliegen ihn darauf mit ihrem Besuche verschonten. Andere Beobachter, die die Vorliebe oder Abneigung der Fliegen fiir bestimmte Farben durch genaue Versuche festst eilen wollten. konnte jedoch zu be- stimmten Ergebnissen nicht gelangen.
'Die g e w a r u t e n M i s s e L. Ter Urieg hat in England eine uNvor Herges ebene und recht unerwünschte Folge. In Londo" hat sich der Retz, den die braunen Geselle,» aus Indien, die ma u zur C>i(,'« gegen die Deutschen herb-igernie-, hat. auf die Misses ausnven. als so stark erwiesen, daß es bei dem beliebten Flirt nicht geblieben ist. sondern eine ganze Reihe von Heiraten stall' fanden. Infolgedessen hat sich der Generaldirektor der englischen Standesämter in einen, Rnndjchreiben a>, alle Ctandcsbeanrten sehr energisch dagegen eingesetzt. Alle Engländerinnen, die einen Farbigen heiraten wollen, sollen ausdrücklich darauf hu,gewiesen iverden. daß ihre Ehe nicht mehr gültig ist, wenn sie England verlassen und in Landern leben wollen, deren Gesetze von der nwhaimnedanischen Religion oder non e uer ande en, die die Viel- «oecbere, gestattet, algeleilek und. Elen, die mit Indiern, Mohammedanern'oder Brahmancn geschlossen wurden, halten schon viel Ungemach üb«, die Frauen, die sich dazu verleiten ließen, ge» bracht. Man ist aber sehr im Zweckel, ob die Misses diese Tarnung be<>erzigen i,w'rk«n.
5peachecle der Allgemeinen Deutschen Zprachvereinr.
^ " Die de nt ich c Sprache in Belgien. I„ nusereu
^age-n ,verdient es («sonders hcrvorgehobeu zu iverden, daß es auch \m rrönrqreich Betgicu ein bodenständiges Deutschtum gibt. In den Prooiuzeu Lüttich und Lnrcntbnrg, also an der Grenze unserer
heiuproviu. und dcc. Geoßhcizoistmi S Lnrembnnp gi k es zwei leider nicht uriteincmder zajammenhäig,rüde Gebiete, n, denen et«va -<..<» . ' enscheu „'stzucu, deren Muttersprache di? tenljche ist. Da außerdem noch etwa GoöOO Text sch! vrachige in Belgien in der ^erstrecurrig wohnen, ergibt sich st'ir dieses Land eine Gesamtsunnue i>ou I4ÜOOO Einwohnern mit deutscher Muttersprache. Auf dem ('apicr gilt die deutsche Sprache mit den beiden anderen Landes
Sch, ckrleitnnq: A» g Go eh. - Rotationsdruck und Verlag der B,
sprachen, der flämischen und der französischen, als gleichberechtigt.' in der Wirkitcbk it hat aber die belgische Regierung unsere Sprad)e immer mehr benachteiligt trog den großen Vort ilen, die dreier Staat gerade vom Handel mit dem Dentsdien Reiche hat. Früher ,var Deutsch in den nrei'len höheren Schulen Belgiens Pflichtfach, legt hat es diese ihn, rusommende Stellung nur nod) in den höhere,. Schulen der «Grenzstädte. In den, 19H erlassenen Militärgesetze wurden die Rechte unserer Volksgenossen auf ihre Sprache trotz ihren Hinweisen ans die Verfassung so nnßachtet. daß mau merkte, bic belgischen Machthaber wollten ein» für allem, l mit der deutschen Sprache als auch anerkamuer Staatssprache mckräumen. Heute steht es anders anS! Heute l>at doL denlsche Schwert den 'Artikel 2J5 der belgischen Verfassung wieder znr Gellnng gebracht, der den Tentjcheu den sreien Gebrauch ihrer Mutte,stracke zuüchert. Belgien hat rviedcr drei Landessprad)en: deulsd', flämisch, sranzösisch.
_ M. Ra», (Zwickau).
vücherllsch.
— <5 m « n u t \ Gerb els Werke. Bier Teile in einem Bande. AuSgewädlt und herausgegeden von Dr. R. Schacht. Mit drei Bildnissen, zwei Abbildungen und vier Handschriften Leipzig. Hesse & Becker Verlag. XL u 800 Seiten. Gebunden 2.50 Mt' Emanuet Geibel. nach Kaiser Friedrichs Ausspruch der Herold des Deutschen Reiches, gehört nach dem übereinstiinmeuden Urteil der Literarhistoriker zn unfern besten vaterländischen Sängern und zu jenen Dichtern, die deutsches Wesen ruck deutsche An am reinsten verkörpern. Dieses ltrleil nachzuprüfen und sich einen Uebechlick über das reiche Gesamtlvcrk des Dich.erü zn verschaffen, war bis jetzt des hohen Preises der Original Ausgabe wegen nur lvenigen mög lich. Es ist daher mit Tank zu begrüßen, daß im Rahmen der wohl bekannten Hesseschen Deutschen Klassiker Biblwlhek eine Geibel gäbe erscheint, deren Anschasfnngskosten auch der Minderbemittelte erschwingen kann.
—- Hermann Hesse: Der Latein schüler. Mit einer Eiiüeitnng von Martin Lang und Bildern von Wilhelm Schulz. („Volksbücher" Heft 38.) Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis Stiftung in Hanchurg-E)roßborstel. 62 Seiten. Preis geheftet 0,30 Mk., gebunden 0,70 Mk. Das prächtige Buch erzählt von einem, der in einem schwäbischen Landstädtchen aufs Landexamen gedrillt tvird. Wohnung und Kost haben die Buben bei einfachen Familien, aber es geht knapp her. Woher nehmen und nicht stehlen? So erblüht denn dem hungrigen Jungen in der Geschickte seine erste, stacirelige Diebesfreude und Not. Einen neuen Streich spielt ihm sein heiratslustiges Herz: er trägt es einer hübschen Dienstmagd an. Das ist ein so festes klares Geschöpf, in seiner- armen Hoheit am Brunnen so schön anzusehen, lvie Gudrun in ihrer stolzen Niedrigkeit am Meere. Und wie vor alters die Kaiser ihre Edlen zu Rittern, so schlägt das waltende Leben den Knaben zum Manne. „Er ist anders geworden." meint nachdenklich seine Mutter. „Beinahe schon wie ein rechter Mann. Und mehr soll er ja auch nicht werden." Die Erzählung ist ein Meisterstück des berühmten Verfassers. _
5chach-Nllfgavt
Schwarz.
. Auflösung in näckister Nummer.
Auslösung des Silbetirätsels in voriger Nummer: Ilclni&eH — Kbifou ~ Iba — IVabuin — ttunkelrübv — |i| — <1y.nba1 Iflatlimajch — Skilmiae;
H einei eh S d) l i e in a n n.
'schei, ttnipersitäiS-Bnch- und Cteindrnckerei, N. Lange, Gießen.


