48
bofe irij Stücke- von filtern Schutzschilde einer Mammc vor mir batte; die Sfaiumr war irnettb wo oben ausgestellt gewesen. DaS Geschoß, da- die Kanone zerstörte, batte die Panzerung lnerher geswleübert. Ich suchte nach entern Vergleich, der den Eindruck des Panzerrcstes schildern sollte, aber ich fand ihn nickst; doch denke ich. wenn man sich einen irdenen Topf von einenr hohen Gebäude aus die Strafe geworfen vorstellt, bat rtuui ein Bild von dem Anblick. Alles um uns tag in Trümmern, nur an der Mauer eines Raumes, der früher wohl eine Offiziers^ kamrner gewesen war. hingen noch ein paar eiserne Bettstellen, unbeschädigt, -obwohl der Fnfstwden darunter iveggesckstagen war. Tie 42-Zentimeter-Mrauaten haben die gleichen Launen wie Vsirbelstürme " 'Ter führende Stabsoffizier erzählte seinem Gaste dann, wie sie die Ereignisse bei der Beschießung des Forts re- temstruicrt hätten: in die untersten Räume hatte sich die Besatzung geflüchtet, nnd sie lag rmter dem riesigen Trnnnnerhaufen begraben. Tarnt ging mau weiter durch den Hinteren Ansgang ins Freie, und hier erzählte der dentsckie Offizier dem Ämerv» kaner, was für ein furchtbares, unauslöschliches Schrcckbild er an jdieser Stelle gesehen hatte. Hier tiäntttcb hielt er. als das Fort die Weiße Flagge aufgezogen hatte, und hier sah er den Rest der Besatzung, an die 200 Mann, aus dem rauchenden, brennenden Fort flüchten. Sie machten bfii Eindruck von Wahn sinnigen, sie kamen taumelnd, nach Luft schnappend heraus, fallend nnd wieder aufstehend, offenbar geistig zusammengebrochen. Ter Ranch, die Gase, das Feuer, die Erschütterung, alles «vas sie Überstauden nnd nun hinter sich hatten, halte sie toll gemacht: sie lanztelr. sangen, sckwwen. lackten und brüllten wie sinnlos, bis sie ni-edersielcn... .
kann dle,ec. wesckiche Deutschland nicht verlassen, ohne den starken und bleibenden Eiirdruck mit fortzunehmen, daß das Vaterland mit all seinen Riesenkräften daran arbeitet, um für die letzten Möglich- lerten des Krieges gerüstet zu sein."
vermischtes.
* ^ k r sch laue B u ch bändle r. Die Engländer möchten gern den Uinchein erwecken, daß in Kairo alles in schönjster ll11 ^ 2 r r lnm fl fst. aber unabsickitlich schleichen sich rn dia Gerüchte doch einzelne Züge ein, 'die erkennen lassen, daß man dort vwl mehr mit den Türken nnnpaktzisiert, als den letztgrn Machte hapern lieb in. Dafür zeugt and» ein lustiges kleines Geschickstchetk, das em Bercchterstatter der ..Times" so nebenbei erzählt. Ein Buchhändler in Kairo hatte sich, ermutigt durch die Begeisterung^ mit der Aegypten J908 die iungtnrkische Reform begrünte, '>000 türkische und arabische G r a m m a t i k e n zu- gelegt, für die er bei der neuen Vorliebe für alles Türkische eiuen guten Absatz erhoffte. Aper seine Spekulation schlug damals fehl, und in di'n nächsten 0 Jahren verkaufte er nur 40 Grammatiken!. I^tzt aber war der rechte Augenblick für ihn gekommen, nnü> sein Weizen blühte. Schon als die Pforte mehr nnd mehr eine feinde liche Haltung gegen die Verbündeten einnabm, lvucks der Verkauf der'Grammatiken außerordentlich, nnd als die Türkei dann den Krieg erklärte, da wurde sein Laden geradezu von. Aegvvtenli gestürmt. Die meisten warnt Türkensrennde, die mm auch ihre sprachlichen Kenntnisse vervollständigen looUtoir. um die alten Herren pei ihren» siegreichen Eumrarsch in vertrauten LautenI begrüßen zu rönnen ; viele aber waren muh furchtsame Estendis, die noch rasch türkisch lernen wollten, um' ihre Stellungen befrag Kam I ten ZN können, wenn die türkische Herrschaft beginne. So verkotlftc
1005 v£H 001t Krupp erzählt ttmö. I der schlaue Buchhändler inl Handumdrehen seinen ganzen Vorrat,
Ein Sonderberichterstatter der „Daily Mail", der einem | und er bedauert jetzt mir. daß er sich tlicht noch ein tun Ichn-
ueuttalen Lande angeboren soll, hat Deutschland mehrere Wochen I tausende mehr von diesen Grammatrken 1908 angesckaffr hatte;
lang bereist und sckstldert seine Eindrücke, die trotz aller Vorein- I C F wäre ,re auch spielend los geworden, denn die Nachfrage nach
genommenheit bes Schreibers dock einen großen Eindruck von I kurkrschen Grammatiken tft weiter ansterorderitlich groß,
der Kraft unteres Landes »md unseres Volkes nicht verberzzen kvmren. So -ist -er auch in Essen gewesen und hat hier die Krupp werte besucht Er entwirft ein Bild von dieser ungelteuren Unter* nehmung, deren Feueressen ivetthiu den Himmel erleuchten und deren unermüdlich tätige Maschinen ein gewaltiges Lied der Arbeit singen. „Man kann nicht zweifeln, daß die Myriade von Händen, die hier in Deutschlands großem Wasfenarseual hinter diesen sorgfältig bewachten Mauern am Werke ist, eine ebenso wichtige Lebensbcdingutrg für Deutschlands Krieg ist »vie die fünf Millionen Soldaten in der Feuerlinie. Essen bei Nacht erfüllt einen piit einem geradezu überwältigenden Gefühl von den grenzenlosen Hilfsmitteln des Kaisers für die Kriegssnhrung.
Um sich eine;! Begriff z», machen von der Lüisdehnung nnd der Olröste dieser Werte, müßte man Sheffield nnd Rewcastle on- Tyne und Barrolv-in-Fnrnef; in eins zusammen fassen, uuö auch dann würde »nan noch keine Elle haben für diese 42-Zenlimeter- Maße. Seit 1870 hat Krupp seinen Riesenbetrieb nicht Dag und Rocht in einem so nngeh.ureu Tempo in Tätigkeit gesetzt. Tie Arbeik uürd gegenwärtig von 44 000 Mann ansgefnhrt. die m Schickiten voll 8 Stunden arbeiten. Die Aufträge find natürlich ausschließlich von per deutschen Heeresleitung gegeben. Für Oesterreich kominen die Licternngen >weniger in Betracht, denn die Skoda Werke, der „österreichische Krupp", sind ebenfalls eine lehr gut geleitete und ausgedehnte Unternehmung, sähig, dem K'atscr Franz Joses dieselben Dienste zu leisten, die des Kaisers Legionen nnd Flotte» aus Essen empfangen. Etiva sünl Sechstel der ganzen Bevölkerung von Essen ist airf irgend eine Weise von Krupp abhängig, so das: jeder Mann. Frau und Kind in Weser rnßigcn Stadt der Arbeit persönlich stolz ist aus die wichtige Stellung, die Eisen jetzt im Vaterland«' einuimntt. „Das Retch hat die Ri au nee, Essen ha! die Panzerplatten, die Gra- nateu und Kanonen. Triele beiden ursamtuen müssen gewin- u ™: ' Est ider Geist, der Krnppstadt beseelt. Tic Essener
'.vtlsen, daß die englische»! Flieger seit langem den Krupp,verken einen Betuch abltatten möcknen. Aber sie fürchten sich nicht. Sie ver- iranen aus die Soldaten, die jeden möglichen Zugang und Aus- aang der Werke bewachen. sie vertrauen' aus ihre zur Abwehr von Flugzeugen gebauten Kanonen und wissen, daß jeder Angriff aus der Lust, der gegen diesen Lebensnerv des Vaterlandes gerichtet rverden tollte, abgeschlagen lverdcn tvird. Der Name von Krupp "i so allmächtig in Essen, daß keiner an eine Gefahr glanlwn kann.
!!.!', .lüde Übungen, daß die. Kl tapp heit von Rohstoffen die Arbeit
m '. behindern könnte, finden hier keine Beachtung. Mag « ■ ™ ----M T „ u , fl noaj
Du- Getßel des Krieges Platzen, wie Hamburg und Bremen. I Schellen(Earreaus-Neim, ntukde»nnachGrünlPigue)-Tournee spielen, uub. u grschlagen und ihre Industrie gelähmt haben, so er' ! Tos Spiel wird mit Schneider gewonnen. -- Wie ,nüssen die Karten
verteckt sein und wie wurde gespielt?
Anslös«»g in nächster Nummer.
vüchertisch.
— »Are»! a*. Diese handliche Ottapausgabe von „tteber Land und Alecr- (Deutsche Verlags-Wlftalt, Stuttgarts hat vor kurzeut ihr sechstes Hett ausgegeben, das erste in! »reuen Jahre. Eine Zeichnung Lutz Ehre»lbergerS, die deutsche und österreichische Ossi- stere in e'»»e»n Schützengraben vor Warschau bei einer traulichen Silvester'eier zeigt, lecket es ein. Und dann beginnt »nieder d,e Folge sorgsan» ausge,vahlter NrtegSpbotographien, künstlerisch ge- sebener imb dltrchgeiührter Gemälde, erläuternder Anffäne, fesselnder Novellen, »vuchtiger und zarter Lyrik, die von altersber jede Nickniner dieser vornehnien Zeitlchrnt ans reizvolle, ab,vech!k»ttigS. rciche Weife belebt. Ernst Zahns jüngstes Werk .Der Gern groß" geht zu Ende. Neber Geschoßbahnen unserer schweren Geschütze plaudert Professor A. Keller, von de,» Senufn erzählt F. Baumani», die Wirkung d«S Krieges in Wien bespricht E. Goth. Peter Paul Sch,venu, jPaul Rosenvayn. Hans Hyan sind mit Prosaschrt'len vertreten. A»»gnste Supper, Rudolf PreSber, Leo Heller, Ernst Zahn, Max Preis, Kai! Hans Strobl, Wilheln» Schüssen steuerten Gedichte bei. Vom KliegSschauplatze schielten ,nieder Ernst Klein und Wilhel»n Mietzner aktuelle Beckrage, die aber durchaus nicht nur für de»» Tag geschrieben sind: dieSn»al bietet die Siubrik mit vielen Bildern E. L. Oster»nayer4 eine besonders wertvolle Be- reichen,ng der nbermähig großen Kriegsliteratur und Kriegskunst unserer Zeit. _
5lat-rrufgrbr.
Ta Vorhand und Hinterhand passen, to»irniert Mittelha,»d in der Hoffnung, einen oder zwei Wenzel z», finden — Grand will sie nickck riskieren — mll folgenden Karten:
r
r v^
w
|V
+ ♦
v
i
*h
Lt_±j
L
l_
Q.Q
B i
O
.
V»
lffn ^^^üige Industriestädte, wie Düsseldorf, Dnis n«r«?. .Nulheiin. Bochum, Dortmund und noch viele andere Plätze . "na Westfalen einer nie gesehenen „Blütezeit".
! •f! 1 !' ü'oe Gießerei, jedes Geschäft, das Kriegsmaterial orbeitt t. lst m anqelvannt^ler Tätigkeit. Za. auch zahllose Werke, r>k lruher srudlrche Dmge tzerstellt^m, schaffen für den Krieg. Man
^ch.i'cke t : Aug Goetz - ''olalionsdrnck nnd Verlag der Brühl'schen lluroersitats-Buch. nnd Steindruckerei, N. Lange, Gieße»,.
Auslösung dcS Bilderrätsels in voriger Nummer: Wo man raucht da »nagst du ruhig harren,
Böse Mensche»» haben nie Zigarre»».


