Ausgabe 
16.3.1918
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Kr. 23 16 . Mürz 1 ÖI 8

Armblatt ?;<? t*a Kreis Girren.

Anhalt» - tteberficht: Einfuhr von Geinüsefä'nereieu. Jnanspruchnahine von Getreide. verbrauch von Aiea^Uämmersietjch.

Stempelabgaben für Fahrräder. tzeldbereinigung Oder-Bessingen.

Verordnung

über di« Giufichc Uoi® 'ftatcä$efäsn£eei«tt unb Gewürzen Vorn 1. März 1918.

Auf Grinrd der Bevoem-wup über KriogÄn-aßnahrir-en zur Mchermiy der BolfsernLhrung iwnt 22.- 1918 (ReimS^ eWjäHL- S. 401)/iS. 9Xu«irfJj 1917 (ReichS-Gefetzbl. S. 823) wird vwordnetz:

§ 1. Tie Vorschriften der VeslnLmnV über die Etufuhr von Genrüse icud Obst vo»a 13. SepdsnLer 19l8 (ReiM-^iesetzbl. 3. 1015) werden auf Genrüs-esämereie«, eiqg'Mießlich ÄL>hl rüden* fam^r f ßon>»e auf die uacl-stehcnd beseichneten Gäwürrc auS» ««dehnt:

1. KümmÄ, 2. Korwöcher, 3. MWovcrn, 4. Paprika (spLnt- Der Messer), frischt (grün) -oder gÄvscKw-t, 5. Gewürznelken, 6. Nelstmpfrffer 7. Pfeffer, sthkscrrzer. weißer mcd, lan^r.

6. Zimt, echter (Kan«L) xmb anderer (Zimtbii^e, ZruÄbiüdena Zlmttrssia. weiß« Zrrrct. ZintwMrHÄ), zu 3 bis 6 mich gefchült. nrtSlt, Euchben «oder gepulvert.

§ 2. Tiefe Bevordwung Lrrtt mit dem 9. MLrtz 1918 in Kraft.

Berlin, den 1. März, 1918.

Der Staatssekretär des KriegsernährrrngSanttS von W a l d s w.

Verordnung

jur AidLnderung der Berord-wuug Äser desr Ausdrusch rnch die ImrnspNlchsrcchtzrre von GetsoLe m^Wiljenfrüchterr.

Vom 25. Februar 1918.

Ans Grund der Berardnrrng über KriogSrnaßnahmett xur iWchermk-g der BolksemuchouDg vom 22. Mai 1916 (Neichsgrsetz- blatt S. 401) /18. Ausuft 1917 (RriMgesetzÄatt S. 828) wird beAimmi:

Artikel 1. §2 Abs. 8 der Verordnung Über den Ausdrusch nrch die I>,^rnsprrtchuah»ue von (Äetrerdc und 5>ü!fenfr ächten vom 24. November 1917 (94eichsgesetzblatt S. 1082) erhält folgend^ Fassung:

Tie Bsrschrift im Abs. 1 fmbct keine Amvendung, wenn die rechtzeitige Atüieferung olme BerschuDsil des BesitzovS unterblieben ist und der Besitzer rrrd«-er die Mxlieserung bis zuur 20. MLrz 1918 einschließlich Wornrmmk oder bis zu d4chsm. Zeitpunkt Wien schrift- LichLU A-ntra, aus Zahlung des vor dem I.MlLrz 1913 geltenden^ DÄstpreises bei bnw fltomram tw lverbaud eiirrciiftf. ?lu.s den» Antrag müssen sich die noch Kur W-licserimg gelangenden Mengen, dis Gründe für d»e DerzSÖeruna der Älsblieftrung sonne der Zeitpunkt, ergeben., bis zu dem die WttHerung beioirkt werde« soll. 'DaS Direktorium der FÄnchAgetreidestelle fcum roeitere Bestimmmlgen treffen.

Streitigkeiten darüber, ob der vor dem 1. Marz 1913 ,-^lteud« Höchst preis oder der nach Abs. 1 ermäßigte Höchstpreis maßgebend ist., entscheidet die höhere BerumltunsSbebörde. Gegen die Ent­scheidung der höheren BerwaltungsbehZwe steht der ReickMc^ treibe steil e die Beschwerde an den StaotssekretLk des Kriegs* ernährungLamtS M.

Artikel 2. Liese Gev»rdmnrg tritt mit denr Tage der Ber- kündurug in Kraft. '

Berlin, den 26. Februar 1918.

Der Staatssetreiär des KriegsernahrungSamts von W a l d o w.

1917 sRerchS-Gesebbl. S. 949) bestimmen wir in Ergänzung des § 1 unserer Bekanntmachung ül Ziegcnfl "

stehet

1 unserer Bekanntinachung über die Regelung des Verbrauchs von Ziegenfleisch vom 31. Januar 1917 (RegierungSbl. S. 28) das Nach-

ß 1. Die Anrechrnurg des Fleisches von ZiegerrMmncern int Alter von weniger als vier Wochen auf die Fleijchkarten erfolgt nr ver Weife, daß 50 Gramm dieses Fleisches auf jeden SÜqchniy (Vio) der Fleischkarte an Stelle von 25 Gramm Schlachtoiehfleisch entnommen werden können.

8 2. Diese BekamMnachmrg tritt mit ihrer Verkündigung ir Lkraft.

Dnrmftadt, de» 7. Märx 191>3s. .

Großherzoglichcä Ministerium deS Inner«, v. o m b e x g !.

BrkünnLmachrrng.

Be 1 r.: Dis AruSsührirng des llrkundMftempvkg'esepeS vom 12. August 1899 in der Fassung der Bekauntmachung o.mr 24. Bt-är-s 1910; hier: die ErtzeLorng der Stempel«vgabar für Fahrräder.

NachstehenLe Bekamltmachmm bringen wir hiermit zur all- gentemen Kenntnis der I-nteressenten.

Gießen, den 14. Mürz 1918.

Großherzogllches Polizeimnt Gießen.

I. A.: Pfeffer.

Vetr.l Wie j>Usx. -

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf Artikel 33 des obigsr Oesepes tnird hier­mit zur K^rntnis gebvsäxt' das; der Sdsmpckbetrag für Fahrräder

für das Rech:mn.gsral)r 1918 (d. i. -ne Zeit vo-m 1. UprL 1918 bis 31. Mürz 1919) im Monat März 1916 an allen Werklrgen, vormittags von 912 Uhr, auf dem Bureau der unterz-.üchnetsie Behörde, Zimmer 9. zu entrichten iss. Wir fordern hiermit alle Besiper von Fahrrädern, die diese nach den gegeuwärtrgen Kriegs* bestimm-nngon noch benutzen dürfen, aus, die Stempela^abe unter BvÄags ber^ Radsahrkarte zu entrichten. Sollte die Äitrichtlurg der WOabe im Woge der Posteinzahkurg erfolgen, st» smd die GekdtzetrLge stets ganz frei em-uKoUm, auckn müssen die früheren Radsahrkartarr mit eiruxsaardt rvscbfii.

SBvr bis zum 31. Marz 1918 vom der GntrirLchmg der ALgalx, befreit ist, hat enreutes BefreiurcgSges,rck bnmen gLeichtw Frist bei der Bürgermeisdertü seüves LAohrwrtS chtt in der Stadt Gießen dem Polizeicnnt-rzrchrrngen. §>ssrbei ist die früher erteilte R»d- fabrkarte und der lekgr St^rtSstzauerzottel (2 Blätter) vorzulegeac. Bcfreiuussanträge, die rrach dem 1. April 1918 gestellt werden, können keine Berücksichti^cng mehr fisch«. Die Stempc-labgabe wird ton all denjenigen Perponim, die ausweislich unseres Re­gisters zur Zahtung vervstül^et f»ch, einerlei, ob sie bisher die Ab­gabe entrichtet haben oder von derstitben bestreit waren, bei* getrieben loevden, falls die von il«Wn benutzten Fahrräder nicht spätestens 31. März 1913 unter Rücigabe der Nummerplatte bei uns abgenrcldet roorden finb. wird die Beftrastrng der

Säumigen auf Grund des Urkirmdenst«npÄgesatzes erfolgen.

Gießen, den 4. März 1918.

Großherjoaliches üreisamt Gießen.

Di*. Usknger.

GekanuLmachuttg

Ätr Ausfühnmg der Verordnung über den Ausdrusch und die Inanspruchnahme von Getreide urch 5-Äsensrüchten vom 34. No­vember 1917 und der BeaorL»nmg zur ?üxrndermna derselben vom 26. Februar 1918. Bor« 7. März 1$18.

Höhere BerwÄiunsSbtHörde im Sinne des § 2 der Verordn mmc\ über den ?lnsdnlsch und die Inattsv;nt.<^mhme von Getreide ;md idülseilsrücht^u vom 24. November 1917 / 26. Februar 1913 ist der Brovinzialausschlß.

Darm stadt, d«l 7. März 1918.

GroßherzogliebeS Ministerium des Innern, v. öombergt

Bekanntmachung

die Regelung deS BerbranchZ \>on Ziegerrlämmerfleisch betreffende Vom 7. Adürz 1918.

Arrs Grund des Z 2 der Barordnuug über die Regelung des Fleischverbrauchs mib den li>andsl mit Schrminen vom 19. Oktober 3

Bck 6 ttntmachn,rs.

Betr.: Frlddereinigung Ober-B^'ffmgen; hier I^sgukieruug der Wetter »md Melioration der Wiefei^.

In der Zeit vom 2. bis emschlreßlich 17. ?ßpril 1918 liegeu >Werktags auf dem Amisziminer deS Gr. Ungeordneten zu Ober- Bessingen die Projekte über Reguliei-ung der Wetter und Mclioratron der Wiesen nebst zorgehörigcu Beschlüssen und Prüftmgsprotokvll zur Ginsicht der Beteiligten ofpm.

Tagfahrt zur Gntgegem,ahme von (SinwLii.dmrgcn hiergegen findet auf der« Rathaus zu Ober-Bessim»eu ani Donnerstag den 18. April 1918, vor m. 9*/, bis 10y a Uln* statt, wozu ich die Betei­ligten mit dem Ansügerr eiu^ade, daß die N^terscl-einerrden mft Einwendungen auSgeschlosseri sind.

Die Eimoenduugen }inb schriftlich und mit Gründen ver'seheo einTureicheu.

Friedberg, beu 12. März 1918.

Ter Grokchcr.Mti.che Feldbermnigurrgskommissär:

Schnrttspahn, Regierungsrat.

ZwiüingSrunddruck der Brühl'lckeu ttnw.-Duch- und 2tetndruSer«i. R. Sange. Tießen.