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Jnhakts-Nebcrjicht: Sämereien. Handel mit Gänsen. — Beschlagnahme der Bindegarnenden. — Tragen von Waffen. — Gcbüffren- ordnunq lür die Hebammen. - Kreisabdeckereiverzeichinsse. — Bedeckung der Suiten. — Belörderringsscheilie inr Obst. — Ausgleich- Petrole,un. —Bezug der 1n.»tellleil Nährmittel. - Futterverlorgung der Spann- u. Zuchttiere. - Bildung der Schöffen- n. Schwurgerichte.
Verordnung
über Sämereien. Vom 19. November 1917.
Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaßmrhmen zur Sicherung der Vottsernährung vorn 22. Mai 1916 (Reichs-Ge- setzöl. S. 401) bzw. 18. Anglist 1917 ^Reichs-Gi'setzbl S. 829) wird verordriet:
§ 1. Kleesamen, Grassamen, Samen von Zutterrunkelrübcu, von Fntterlvhlrüden oder WLukm, von Stoppel-- oder Wasserrüben. von Fistterinöhrim und Pastinak, Samen von Serradella nnd von sonstigen Frstterträntern darf zu anderen als zu Saatzwecken nur mit Ge'.rehmignng der Rei chsfuttermittelstelle aögesetzt oder verlvendet lverden.
8 2. Wer die Vorschrift im 8 1 zulvider Sämereien olme die erforderiiä^ Genehnngo.ng aösctzt oder Verlvendet. wird mit Gefängnis brs zu einem Jahre nnd mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft.
Neben der Strafe kann auf Einziehung der Gegenstände er- wumt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie bent Täter gehören oder nicht.
. Bewrdnnng tritt mit denr Tage der Verkündung
m Kraft.
Berlin, den 19. November 1917.
Der Staatssekretär des Kricgsernährungsamts von Waldv w.
An deir Oberbürgermeister zu Gießen und an die Gr.M
Bürgerm»is^rm>n der OaniKr’-" des Kreises.
Vorstehende Verardirung ist ortsüblich bekannlzumachen.
Gießen, den 1. Dezember 1917.
Großherzo.Ulches Krersarnt Gießen.
Dr. U f i n o e r.
Bekanntmachung.
Scctr.: Handel mit Gänsen.
Unter Bezugnahme cuif die Verordn mrg über den Handel mit Gänsen Mun 3. Iulr 1915 (ReistMesetzlstatt Nr. 124) und die Besä, mtmachung Großh. Mtnisterst'mrs des Innern vorn 27. Septem - ber 1917 (KrvrÄblatt Nr. 169) wird nachfteherrdes angeordnet:
Zur Abnahme d<r Gänse a u s d e m Kreise Gieße n wird von urls erue S a m ni elstelle ernststet. Tie Sammelstelle beendet firf, bei dem Metzgermeist-er öerrrt Friedrich Schreiner, Gießen, Seltersioeg 73.
Me innerhalb des Kreises Gießen anfallenden Gänse, einerlei vd Ite geschlachtet oder lebend verkauft werden sollen, dürfen nur an mtttmschhend verzeichnete Händler oder unmittelbar an dte ^a mm erstelle, nicht dagegen an dritte Personen, ver- kantt iron. Tte naclchtehend verzeichnetsn Händler haben von uns AnÄveis znm Aufkauf von Geflügel innerhalb des Kreises Gießen ertymetr. Sie sind verpflichtet, alle innerhalb des Kreises Gießen aufgekousten Gänse cur die obenerwähnte Sanrinelstelle ar^ulrefern.
... Beiin Verlauf von Lebenden Gänsen dürfen folgende Preise für das- Vtnst mcht überschritten loerden:
1. durch den Züchter oder Master au den Händler oder an die Sammelftelle Mk. 19.—,
2- durch den Händler an die Sammelftelle Mk 21 —
. ?o^m Vecöaitf von geschlachteten Gänsen dürfen sol- geiide 4- retfe f ü cd a s Pfund mcht überschritten N»erden: o ? ur 9 Züstster oder Master au den Härrdler Mk 3 50, i- burch den Znchar oder Master an die Sammelftelle Mk 3 75. den Händler an die Sammelftelle Mk. 3.75 ^ öe für ungeöffnete und gerupfte Gänse gc-
t] W> § 2 der olxmeru-ahnten Verordnung.
Verhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden gemäß >. 11 der vlencanahnten Verordnung mit Gefängnis bis zu elnem Jahre oder mit Geldstrafe bÄ zu 10000 Mark oder mit <,w c rieser^l^asen bestraft. Neben dieser Strafe können die Gänse,
ciitgezvgen werden,
Kv n or ll| , i vj fatu’iji, Muschenhüm; Frau Heinrich
Müller, Hgng-h.ons: Heinrich Groß, Obbornhofen; Frau Ludrvig ^un'?lad, Amern; Heinrich Jäger, Lorckorf; Fräulein W Itth. Grog. Obbornhofen: ,yrl. G-u.ua Kauft, Södel - Joseph A- 6ülG lUlsobeihe Aapp, Londorf; Andreas Matter,!, Dors-
Kath-anne Torr, Grunberg; Airna Weber, Großen-Linden- Rudols Holler, Echzell: r!uise Gatzen. Os!:
Jacobl I., wa.nholzliailft'tt; Elisabeth Eise Ober- Md^ci^len^ ^Tüa Meyer, Leihgestern; Katharina Mauß Wtw.,
Sternheim; Berta Tietz, Geilshausen: Btargarete Graf, Reis- kircöen: Kdnrad Becker, Hungert; Marie Müller, Lang Göns ; Wilhelm Görlach, Lang-Göns: ' Frau Sommer Wtw., 'Södel; Gustav Watzenborn, Södel; Enrilie Watzenbonk, Södek Gießen, den 4. Tezeinber 1917.
Großherzogliches Kreisanit Gießen.
0r. U sing e r.
An Den Oberbürgermeister zu Gießen intD die Größt,. Bürgermeistereien per Lnndgemeinden des Kreises.
BorftelMides ist sofort ortsüblich betanntzunlastet. Es ist be--> smtders darauf hinzuweiscn, daß der Bertanf von Gänsen unuiittel-' bar an Private verboten und strafbar ist.
Gießen, den 4. Dezember 1917.
. Großherzogliches Kreisamt Gießen Dr. U f i lt q c r.
An das Grofch. Potizemmt zu Gießen und die Größt,. Gen- darmerieftationen des Kreises.
Tre Durchführung vorstehender Bekanortmachung nwllen Sie ubenvapeu: Zuwiderhandlungeit sind uns sofort zu ineldcn. Gießen, den 4. Dezember 1917.
Großhers^....icpes Kceisamt Gießen.
__ _ Hr. U s i ng er. _
Betr.: Beschlagnahme der Bindog-arnenden. —
A" Öen Obkrourgermeister zu Gießen und die Grotzh.
Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises ,, Iu Verfolg ixf Mlsschjreiöens vorn 31. Juli 1917 (Kreis-- blatt 9tr.140) testen wir mit, daß, -zur Hauptsanunels^ll-e für das GrosMvMgtnnl .Hessen die Z e n t r a l g e n o ff e n f ± a f t der vess. landwirtschaftlichen Konsumvereine e. G. m. o. H. Darmstadt eniannr rvvrden ist. Diese hat ihrerseits thr Lag-er JchEer'g in und Station Friedberg mit der Awahuie der gesanuli-etten Bindeganienden beauftragt.
^udem ioir Sie hiervon in Kenntttis se-zen. beauftragen wir dte Mreferung der Ganlonden veranlassen zu wollen. NathlttheiÄ) werden die Bedingungen für den Ae:kauf Rstannt gegeben. Insbesondere nnrd auf den Anfpruch der Gc'geirliesernng, bingewiefen, wwre culßerde.n daraus dmgewiesen, daß von dem ÄVlmrdm ^cgcnl.tscrima >veitelts-hcnd Gebrauch
M IUU, 10. Dezember ist hierher mitruteilcn, welche Mengen zur Vlbtu'rmmii gelangt find und für >E,e Älengen Gcgenjg lreferung beanlprnchjt wurde. ' ■
Gießen, den 1. Dezember 1917.
Großherzogciau'S Krersaint Gießert. /
Or. U s i u g e r. <»
Bedittnnugett
für den Ankauf von BLndegarnenden von Landwirten Dre Lrnerer von Bindegarnenden erhalten für die an bk .Haistnwmmelstzelle ihres Gebietes abgelieserten
Hartsasergarrlenden 90 Mark
. . , Weich,fasergarncnden 125 Mark
Ktlo, brutto für netto, netto Kasse, frachtfrei Vahnftatww' des Lagerhauses ihrer Haupt, ammelstelle, die bei uns erfragt werderr: hnm, so,Prämie von 2 Mark dir 100 Kilo, L au dd° Dreistmaschrnenledrenung abzuführen ist.
^ - ß ie JH U ' tt denwr Anspruch auf Gegenlieferung von 10^
i«mWi JT£ L^oßsrtenGarne,nd.en an umgcsponncnenr Garn, zum Lagespvnß', dcm stch, gogenioarttg auf
Mark für umgcfponwnes Harlfasergarn r . Mark für lumgcfpounenes Woichsasergani
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«rlischt, wenn er nicht innerhalb 4 Witzen der .Garn.rwen g-elrend geumcht wird. Ist der Anspruch iniirrtzalb der vorgeichenen Frist geltend gemacht so ansgehoöen lverdcn. sondern verpflicht^ rn ftstartiger Abnahme des umgeiponiieueu Garnes bei Angebot.'
und Weichkäfer enden hat auf gc- M.eriolg«k, Für^ Sendungen, aus bcidc», ^anrenEl be,.ichend. auf einem Frach,tbrieß wird nur dep Pvers von Hartfafereuden vergütet.
M SiWeu kam! mcht.
Dis «wnltefewm» von «indcgar» n-jufet der Ävii>c ix« ^ ^k'URden «ach. vorbchalllich höherer Gewalt. Betnebsstö>n,^i«n oder llntältc irgend wclchfer Ärt.


