Nr. 166 28. September 1917
ttreisblatt für ocn Kreis Gietzen.
JnhaltS-Neberfichl: Preise für künstliche Düngemittel ufw. — Ausfuhr von Pferden.
Verordnung
über die Abänderung der Preise für künstliche Düngemittel und
die Mischung von Kunstdünger. Vom 28. August 1917.
Auf Grund des § 12 der Verordnung über künstliche Düngemittel vom 11. Januar 1916 (Reichs Mfetzbl. S. 13) in der Fassung der Verordnung vom 5. Juni 1916 (ReichSgesetzbl. €>. 440) in 'Verbindung mit § 1 ber Anordnung über bte Errichtung eines! Kriegsernährungsamtes vom 22. Mai 1916 (Reichsgesetzbl. <5. 402) wird folgendes bestimmt:
Artikel I. 1. Artikel I Nr. 1, L und 3 der Verordnung Übt'r die Abänderung der Preise für künstliche Düngemittel vom 6. Juni 1916 (Reichsgesetzbl. S. 441) und die Verordnung über' die der Preise für wasserlösliche Phosphorsäure vom
4. Jrüi 1916 (Reichsgesetzbl. S. 653) werden ausgelwben.
2. Mschnitt A bei bet Verordnung Uber künsttrche Düngemittel vom 11. Januar 1916 beigefügten Liste erhält folgende Faßnng:
A. Superphosphatc und Mischungen von Superphospbat mit süVrefelsaurenl Ammornak oder Natrümv-^l!mmvniumsnlsat imd
Kali.
Die Preise sind für vier Gebiete festgesetzt:
Gebiet I umfaßt: Pommern, Oft- und Westpreußen. Posen, bclüenen, beide Mecklenburg. Brandenburg Ost (o. i. östlich der Lrnie Belzia—Wiesenburg—Berlin—Oranienburg—Strelitz).
Gebiet II umfaßt: Mittel- und WestdeutsMand außer Rheinland, Westfalen und dem Fürstentum Birkenfeld, ferner Königreich Sachsen, Schleswig-Holstein, Braudearburg-Wiest ch. i an vmd westlich der Linie Bel zig—Wiesenburg—Berlin—rDralnien- burg—Strclitz).
Gebiet III umfaßt: Rheinland, Westfalen und das Fürstentum Birkenfeld.
Gebiet IV umfaßt: Königreich Bayern, einschließlich Pfalz, KömgucudCjj Mirttcmberg, Großberzogttmr Baden, Elsaß-Loth- rmgen, Provinz Starke-nburg und Rhetnhessen des Großherzogtums Hessen, die HohenzoNernschen Lande.
1. Reme Superphosphate.
Preis« für 1 kg %
. , wasserlSUiche Phosphorsäure
Gebiet I.188 Pfg.
Gebiet II.180 '
Gebiet III.128
Gebiet IV. 124 Pjg.
2. Mischiungen von Superphosphat mit schwefÄsaurem Ammoniak, beziehungst^'ise Natrium-iAminoniumsutfat.
Preise für I kg %
Gebiet I Gebiet II
J wassert. Phosphorsäure 1 Ammoniak-Stickstoff . j wassert. Phosphorsäure
138 Pfg.
210 ,
130 ,
210 ,
128 „
210 ^
124 Pfg.
210 „ Ltmnwninmsnlfat'
Ammoniak-Stickstoff
Gebiet III I wassert. Phosphorsäure .
m j Ammoniak-Stickstoff . .
Gebiet IV I wassert. Phosphorschne .
I Ammoniak-Stickstoff . .
0. Ammoniak - Superphosphat und Atrium _
Superphosphat, denen Kali zugemischt ist.
Wasserlösliche Phosphorsäure .,vie zu^. * k8
Ammoniak-Stickstoff.wie au 2
Kall (KO) . 35 Pf.
Besondere Lieferungsbedingungen für 1 bis 3 «> , Maßgebend ist der Höchstpreis drk Gebietes, in dem die Wollbahnstatton des Empfängers liegt. Liegt sic im Gebiet I, ll oder III, so gilt der Höchstpreis frachtfrei .Vollbahnstatton des Empfängers: liegt , sie im Gebiet IV, so gilt der Höchstpreis ab Frcrchjtausgangsstatton Bingen.
Zahlung: Barzahlung mit V/ 2 vom Hundert Abzug.
. dlrttkel II. Der nach § 3 Ms. 3 der Berordmmg über künstliche Düngemittel vom II. Januar 1916 für Lieferung in mehr- Essige Aufschlag von 0,75 Mark imrd aus
1P0 Mark erhöht.
Artikel III Die Verordnung über Mischung wn Kunst- vttnger vom .17. Juni 1916 (Rerckisgesetzlü. S. 539) wird auf- gehoben. An ck-re Stelle treten folgende Bestiminun<wn:
Bei Mischungen von schwefelsaurem Aminoniak oder Natrium- mit Superphosphat oder mit aufgeschlossenem, Wcht-offhalttgen, ttrUiortiertem Guaiw tienfif.cn Ursprunges darf ber Gehalt an Stickstoff nickt tveniger als vier vom Hundert mW E >uehr als fünf vom HrMdert, der Gehalt an wasserlöslicher Phosphorsäure m# weniger als fünf vom Hundert betragen
Artikel IV. Die Vorschriften des Artikels I gelten mit Wir- dmg vom 27. Jimi 1917 ab. Im übrigen tritt die Verordnung mtt dem Tage der Verkündung in .Kraft.
Berlin, den 36. August 1917.
Der Präsident des Ktiegscunährungsamts. _ I B.: von Braun. _
XVIII. Armeekorps.
Stellvertretendes Generalkommando.
Abt. Md. Tgb.-Nr. 25 657/11 914.
c». ^ Frankfurt a. M., 8. Dezember 1915.
Be tr.: Verbot der Ausfuhr von Pferden.
Bekanntmachung.
Tie nachstehenden BekamttmachNngen biett. die Ausfuhr vdrr Pferden aus dem Pferdeaushebungsbezirk des Korpsbereic^ werden zlur nochmaligen Kenntnis gebrack)t:
1. vom 1.5. 1915 — I a III b 4225 —
Vtz.den ganzen Bereich des XVIII. Armeekorps bestimme ich: Tie Ausfuhr von Pferden aus dem Korpsbereich ist verboten. Ausnahmen bedürfen meiner Genehmigung.
3. vsm 3. 5. 1915 — 1 a III b 9530/4289 —
1 Bon d«n gemäß meiner Bekcmnttrmchuna vom 1. d. M. (I a III b 4225) anFeordnetkn Ausfuhrverbot für Werde aus dem Kprvsbereich werden nicht betroffen diejenigen Werde, F^tens des stellvertretenden Generalkommandos XVIII. Armeekorps in den Kreisen St. Goarshausen, Am- bürg, OVenvesterwald, Unterwesterwald, Unterlahn, Altena, ArnLberg, Brilon, Lüdenscheid, Meschede, OUx/Siegen und Wittgenstein freihändig angekauft oder ansgehobien werden
2. Die Ausfuhr von Pferden aus dem übrigen Kvrpsberekch die vorstehend genannten Kreise wird verboten.
3. Im übrigen gilt die Bebinnttnachung vom 1. d. M
3. vom 1.7.1915 — III b 13 717/6152 —
. Ärchchl^ß ait die Bekanntmachic-. lgen vom 1. Mai 1615 (Ia mb Nr. 4226) und 3, Mai 1915 (la IIId Nr. 9530/ 4289) bestimme ich mtt Zustimmung des stellvertt. Generalkommandos XI. Armeekorps:
Aus den Kreisen Hersfeld, Hünfeld, Marburg, Kirchhain, Ziegenhain und Biedenkopf dürfen Pferde mir in den Bs- rerch des XVIII. Armeekorps ausgeführt tverden.
Ausnahmen bedürfen meiner Genehmigung.
Die vorstehende Bekamttmaclnrng sowie die Bekanntmachungen vom 1. und 3. Mai 1915 gelten nicht für solche Ankäufer von Werden, die einen von der Rernonte-JNspektioN neu ausgestellten Erlaubnisschein besitzen und beziehen sich nicht aus Fohlen bis za: V* Jcchre.
Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntnrachrp-pen unterliegen der Bestrafung nach tz 9 d des Gesetzes Über den Belagerimgszu stand vom 4. Juni 1851.
Der Kommandierende General:
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
XVIII. Armeekorps.
Stellvertretendes Generalkommando.
Wt. Mb. Tgb.-Nr. 19 104/5347.
^ ^ Frankfurt a. M>., 8. September' 1917.
9etr.: Verbot der MMHr von Werden.
Verordnung.
Tie Verordnung vom 1. 5. 1915 — '(Ia, Illd 4225) — vom 3, 5. 1915 — (I a, III d 9530/4289'* — und vom 1. 7 1915 (mb 13 717/6152) — zusammen gefaßt in der Verordnung vonl 8. 12 1915 — (III b §3 657/11 194) — werden dayin erlvettert, daß mich die Ausfuhr von Fohlen bis zu Va Jahr vei- Bujten ist.
Zuwiderhandlungen unterliegen der Besttafnicg nach ^ 9 d des Gefetv^ über den Besagermrgsztls^ind vom 4. 6. 1851 in der Fassung des Reicl>sgesetzes vom 11. 12. 1915.
Ter stellv. Kom'nandierende General:
Riedel, Generalleutnant.
An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Grokzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden, Großh. Bau p i nnt Gießen und die Großh. Gendarmerie des Preises.
Vorstehende Verordnung ist ortsüblich bekanntnimac'm'ii: ihr Befolg ist zu übertbcrchen.
Gießen, den 21. September 1917.
Groffherz'uu, > \ :>arnt Gießen.
Dr. U i i Jt o e r.
ZwillingSrunddruck der Brüb l'scken Nn v. Buch- und Steindruckcrei.
st. 9 a n g e. Gieffen.


