Ausgabe 
5.6.1917
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werden nach § 3 Nr. 1 der Bekanirt»nächrng über Stickstoif vom 18. Januar 1917 (Reichs-S. 59) mit Gefängnis bis zu einein Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehute.nstmd Mark oder Mt einer dieser Strafen lxgtraft.

Reben der Strafe können die Gegenstände, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob sie dein Täter gehören oder nicht.

8 4. Diese Bekanntmachung tritt mit dem Togo der Verkündung in Kraft.

Berlin, den 18. Mai 1917.

Der Präsident des Kriegsernährungsamts, von Batocki.

Betr.: Freiwillige Ablieferung von /Hafer an die Heeresvevi Wallung.

An die Großh. Söfirocrmciftevcieu der Landgemeinden ' des Kreises.

Laut Mitteilung deS Königl. Proviantamtes Hanau vom 1. Juni 1917 kann deiijenigen Landioirten, welche freiwillig Hafer an die Heeresverwaltung abliefern, die gleich Geivichsmenge Kleve gegen Bezahlung abgegeben »verden. Der Preis der .Kleie ist uns -noch nicht bekannt gegeben worden.

Mir beantragen Sie, das Vor sie tuende alsbald zur öffentlichen Kenntnis zu bringen und »videNwIt auf die Wichtigkeit der frei-, willigen Vergabe von Hafer aufmerksam zu »nachn. Bei einigere maße»« gutem Willen ist es inüglich, die Pferde der Landwirtschaft mit Klee nird Grünsntter durchtznlralten.

Wer von der Vergünstignng der Rücklieferung von Kleie Ge- brartch mack)en loilt, hat dies bei Ihnen anzumelden. Die hierdurch für Ihre Gemeinde erforderlich Gesamtmenge an Kleie ist uns alsbald berichtlich anz-nzeiigen. ^Ler dieser Berichts-Auflage nicht nachkonimt, verivirkt den 'Mspvuch m:f Kleielieferrmg fürs seine Gemeinde.

G i e h c n , den 4. Juni 1917.

Grvßhcrzogliches Krcisamt Gießen.

Or. N s i n g c r.

Betr.: Die Beschaffung landwirtschaftlicher Maschinen.

An den Olil-rl'ürgk'rmeistk'r zuGießcn und dir Grüsch. Bürger- meistereien der Landgemeinden des 5lreises.

Nach Mitteilung des Kriegswirtsck-aslSamtes in Frankfurt«. M. stehet« eine Anzahl landtvirtschaftlicher Maschine«: und Geräte aus den besetzten Gebieten zur Verfügung und können den Land­wirte,« unmittelbar durch die KriegÄrnrts-chastsämter zugesührt

iverden.

Es stehen versandbereit zur Verfügung: Grasmähmaschinen Mc. Connick, Massev, Harries, Osborne - Deceing, Johnston u. a. zum Preise von 150 Mk. das Stück. Getre ide n« ä he r Me. Connick, Wood Albion 20O Mk. das Stück. Binde «n ahm aschinen Mc. Connick, Massel), Harries,

Deceing .. 600 Mk. das Stück.

Henrechen (fraiizösischer, englischer und amerikanischr Her­kunft) ..75 Mk. daS Stück

Heuwe n de r, tzkrbelfhstem (verfchd. Herkunft) 75 Mk. das Stück. Schwa d e n w e n de r.150 Mk. das Stück.

Die Maschinen «vurden in de«, Heereswerkstätten gründlich «pariert und befinden sich in mit brauchbarem Znstatide.

Die Ladungen iverden dem Kriegswirtschaftsamt in Frankfurt a. M. frachtfrei zu gesandt. so daß die Frachtkosten für die Emp­fänger nicht bedeutend sind.

Sämtlich Anforderungen l-aben durch un5 zu erfolgen.

Bei Abnahme der Maschinen «st von dem Empfängr'r der Preis m bar an das Krieaöwirtschastsamt Fraiikfurt a. M. zu zahlen.

Um einen Handel mit diese«: Maschinen ansznschließen, muß jeder Käufer eine vom Bürgermeister ansgesüllte Beschinigung vor- legen, die besagt, daß der Käufer Landlvirt ist und die Maschine in eigner Wirtschft benötigt.

Borlänfig stehen znsamnren etwa 20 Maschinen zur Verfügung, die jedoch nicht ans einer Sorte, sondern ans den vorgenannten/ sechs Sorten zusammengestellt sind.

In absehbarer Zeit köirnen auch noch folgende neue Maschinen zun« Versand gebracht werden:

Lieferzeit in 8 bis 10 Tagen:

eine Anzahl GrasmähmaschinenDeceing" und Mc. Connick Os­borne

Lieferzeit in etwa 6 bis 10 Wochen: weitere GrasmähinafchinenDeceing".

Bon diesen ne««en Maschinen stehe», etwa 100 Stück zur Vcr- fügung.

Smntliche Maschinen lvcrden auf Wunsch mit Handablagen vum Getreide «nähen versehen.

Der Preis für obige Maschinen ist einheitlich frei Bahnstation

. (wir vor.). 300 Mk

leim* Handhabe kostet besonders. ..55 Mk.

Diese neuen Maschinen sind nicht fertig montiert, »mder» «n ühven Originalkastenpacknngeir. FaNs die Aufstellung

durch den Käufer nickst selbst erfolgen kann, so stehen die Maschinen ausgleichstelkeu mit den von ihnen zu bezcichnendln« Werkstätten ^ir Vernignng. Auch die «genoffenschaftlick>en Zentralstellen u«tb D^uPttU'nvsscnschfte«i würden« in Frage kornn.en, »nenn es sich mn Einlagenkug der ^Naschiiiei«, oder um Monteure handeln sollte.

Der Annieldung etwaigen Bedarfs wird un­verzüglich, dir zum 8. Juni *9*7, vorm. 9 Uhr entgegen^ ge 1 ehe n.

Fehlanzeige ist erforderlich.

Gießen, den 2. Juni 1917.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V : H e rn m e r d e.

Bekanntmachung.

Betr.: Zurückstellungs-, Versetzarngs- und Benrlanbungsgestrche.

Es lvird ernerrt darauf bingewiesen, daß Zurückstellung^ und Beurloubiiirgsgesuch rechtzeitig und ausreichrrd begründet urrd zwar, soweit es sich uni landw>rtsck)aftliche Betriebe handelt, unter Veelinnwrlng der vorgeschrtebenen Formulare bei dem Unterzeich­neten eingereicht hverderr müssen.

Be« den durch Fachoffiziere des stellv. General kon «in arrdoS ge­prüften Betrieben verbleibt es bezüglich der Gesuch' bei deni seit­herigen Verfahren.

Die Einreichung von Gesuck)eu an andere Dienststellen Kriegs- «nuiijtcriuul, Genervlkoininandos. .KriegSautt Kriegswirtschftsmnt, Trrippen teile usw.i n,uß uirtcrbleibeu; sic führt lediglich Verzöge- rimg in der Entschiduing herüei, weil die Gesuche erst an ««ich uckeder zurückgegeben iverden.

^ Es wiÄ> ferner darauf hingewieseu, daß jeder zurückgestellle Welwpkllchtige mit Wlauf der ihrn gewährten Zurückstellung sofort eingestellt werde«: kann. Es ist deshall« unbcdiugt erforderlich, für den Fall, daß noch dringende Zurückstellungsgründe vorlregen, E neues Zurückstell nngsgesuch so fnlhzeitig einzrneichen, daß die Entscheidung über dasselbe noch vor Ablauf der bisherigen Zurück­stell nngs fr« st zu erivatten ist.

Gießen, den 1. Juni 1917.

Ter Zivilvorsihende der Ersatzkommission des Kreises Gießet I. V.: He mm erde.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürger­meistereien der Landgemeinden dcö Kreises.

Ich erstich, vorstehende Bekannlniaching ortsüblich zu öffentlichu.

E§ ist Ihrerseits besonders auch darauf zr« achten, daß die zu ZnrücksteNungcn und B-eurlauburrgri« von Landwirten vor­geschriebe'ne»: Formulare verwendet werden.

Ans die Beachtung der hierüber ergangenen Verstigungen n*ird nochmals ^besonders hinge«'iesen.

Im Interesse einer schnelleren Bearveittmg urrd Erledigung der Anträge ist es gelegen, lveiin die vorgeschiebenen Forn«ulare genm: nach dein Vordruck beantlvortet werdün.

Gießen den 1. Juni 1917.

Der Zivilvorsitzeilde der Ersabkominission des K"re«fes Gießen.

I. B.: He mm erde.

Betr.: Veipflegung der Leihpferde.

Au den Oberbürgermeisttr zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Von den Truppe«:teilen «vird darüber geklagt, daß die an die Laiidwietschst ansgeliehene«: Militärpferde auf kürzlich statigchab- teu Nevisio«:eu teilweise in eiuein außerordeiitlich schlecheu Futter- zustand angetroffeu ivorden sind. Vielfach schiene«« die Pferde Mich schlecht gepflegt und nicht mit der nötigen Sorgfalt beliaadelt zu sein.

Es «nutz darauf austnerfsau« gvinacht «verde««, daß die Gemeinden und Lalldwirte, denen Pferde übertlnesc«: tvurden, die Verpflichtung haben, für entsprecl?ende Fütterung und Haltung z«« sorgen. Sollte es Gemeinden oder einzelnen Landwirte«: nich möglich sein, aus eigenen Bestände«: die erforderlich«« Futteriirittcl zur Ve« Pflegling der Leihpferde aufzubringen, so k-cuui Futter' »me bereits durch unsere Bekanntmachung vo«n 12. Mai 1917, im K eeiMatt Nr. 82. ausfülnlich dargelcgt bei bcn Proviantäiiitern entnommen wer den. Anineldungen firtb an die La 11 dwirts chastÄka>nmer Dnrnistadi zu r-ichben.

Sie »vollen die örtlich« Wirt sch stsanSschüsse hieraus ausn«erk sam «nachn, sie insbesondere nochnkals über den Inhalt des oben er»vähnten Ausschreibens von: 12. Mai unter richten und daraus lu »veisei«, daß iit Zukunft Pferde, die in schlecher Bersasiung be. d Revisionen angetrosfen werden, «innachichtlich sofort znr«ickge.>e tvirden.

Die übernominene Haftung wird hierbei ebenfalls in E^:ei.- rnng gebrach.

Gießen, den 2. Ju»«i 1917.

Grvßherzoglichs Kreisamt Gießen.

I. V.: H em in er de.

ZwiNingsrnnddnick der BrÜhl'schen lln'v.-Buch- und Steindrnckere« N Longe. Gießen.