Ausgabe 
19.9.1916
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KreisMatt für den Ktd$ (Bicftgn.

Nr. 117_

1 L . w Bekanntmachung

lllver den Verkehr mit Harz. Vom 7. September 1916.

s«. Bundes rat hat auf Grund des § 3 des Gesetzes über die

EEchümlng des Bmü»esr<rts m wi-rtschaftlichen Maßnahmen usw. erlassen 11914 (Rnchs-Gesetzbl. S. 327) folgende Verordnung

mlJLL Rohharr jeder Art, das sich zur Herstellung von Kolo- PshoninUi ergiiet, msbesondere Fichten-, Kiefern-, Lärche::- und ^Euharr, sowre Kv^dhonium (Ferttgl-arz), hergesteNt aus Rob- vorbezerchneter Art, ist dem Kriegsausschusse für pflanzliche

ÜaPvutf y Fette, G. m. b. H. in Berlin, anzubieten trrtb' auf Verlangen abznttefern.

Dies gilt nicht

9 §orräte, die insgesamt 10 Kilograumr nicht übersteigen; für Kolophonium, das tnt Elgentume der Heeresverwalttmgen oder der Marmeverwaltung steht.

H^kunft, Rohharz jeder Art, das sich zur ver)tellung von Kotophoniiun eignet, insbesondere Fichten-, Kie- und Tannenharz, sowie Kolophonium (Fertigharz), hergestellt aus Rohharzen vorbezelchneter Art, flüssiges Harz und Varzprodukte rnsbesondeve Harzleim (Harzseife) und Brauerpech, ?i e Auslande emgesührt werden, sind an den Kriegsaus­

schuß für pflanzl:ck>e und tierische Oele und Fette, G. m. b.H. in Berlin, zu liefern.

Reichskanzler erläßt die Ausführungsbestimmungen; «r. * ? n .u^üahmen zulassen urid weitere Vorschriften Wer den! Verkehr Mit.Harz und Harzprodukten erlassen. Er kann die Vor- dieser Verordnung auf Harzersatzmittel ansdehnen.

J a ! f, n , ^ flu innen, daß Zuividerhandlungen gegen die auf Gimnd vorstehender Ermächtigung erlassenen Vorschriften mit Ge- P F: SU sechs Renaten oder mit Geldstrafe bis zu zehn-

taiiseiid Mark bestraft werden, sowie, daß neben der Strafe auf Anziehung derjenigen Stosfe erkannt werden kann, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Rücksicht darauf, ob sie dnn Täter gehören oder nicht.

< 4 Ö ? ev Reichskanzler kann Vorschriften über die Durchfuhr der:m § 2 genannten Stoffe erlassen.

befetjte^&efiet ^ u ^ atti> im ® innc dieser Verordnung gilt auch das

r* r J ^ ?ie Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Ireten'c' ^bichskanzler bestirmnt den Zeitpunkt des Aiißerkrast

Berlin, den 7. September 1^16.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers.

____vr. Helfferich.

Bekanntmachung

betreffend Ausführnngsbestimmnngen zu der Verordnung über den Verkehr Mit Harz vom 7. September 1916 (Reichs-Gesetzbl. n , - n> Ä ^002). Bo in 7. September 1916. lAus Grund des § 3 der Verordnung über der: Verkehr mit ftimmtt"^ 7 ' ^bpkember 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 10021 »oird be

, S i- Wer mit Beginn des 10. Septeniber 1916 Rohharz jeder 5^.- .^ch Herstellung von Kolophonium eignet, insbeson­dere Fichten 'Kiefern-, Lärchen- oder Tannenharz, oder Kolv- phomuul (Fertigharz), hergestellt aus Rohharz vorbezeichneter Art, nn Gewahrsani hat, ist verpflichtet, die Bestände getrennt nach Eigentümer und 'Arten m handelsüblicher Bezeichnung unter An- giabe der Menge, des Eigentümers uird des Lagerungsortes und unter Be:,ugnug emer versiegelten Probe dem Kriegsausschusse Eri che Oelc mte ' in »nfin,

otö zuiil 20. September 1916 anzuzergen.

Mengen, die sich mit Beginn des 10. September 1916 unter- ivegv befmden, sind von dem Empfänger airzuzeigen

Wer Rohharz jeder Axt, das sich zur Herstellung von Kolo- phonmin eignet, insbesondere Fichten-, Kiefer,:-, Lärchen- odev Tannenharz gewimit, hat dem Kriegsausschusse die im Vorntonat angefallene Menge bis zu,n 10. jeden Moiiats anzuzeigen, sofern Nicht andere Vereiitbarungen getroffen sind.

. i 2 - .Der Kriegsausschuß hat sich unverzüglich nach Empfang

de: Anzeige zu erklären, ob er die Wiare übernehnien will Geht binnen drei Wochen nach Absendnng des Angebots eine Erklärung nicht em, oder erklärt der Kriegsausschnß, daß er die Ware nichl Ks^ehmen will,, so erlischt dre Liefern ngspflichi. Erklärt der Kriegsausschuß, die angeboteue Ware übernehmen zu wollen, so verladen" Verlangen an die von ihm aufgegebene Wresse zu

..^Das Eigentum geht.auf den Krieasansschuß über in dem Zeit-

Y^» ol Uebernahineerklärung dem Eigentümer oder den: Inhaber dev Gewahrsarns zugeht.

§ 3. Wer aus den: Auslakid Harz jeglicher Herkunft Rob- harz jeder Art, das sich zur Herstellung von Kolophonium eignet msbesondere Fichten-, Kiefern-, Lärchen- oder Tannen harz oder

neh>r 9 T r \ U %^ ig t Vi) ' ^gesteltt aus Rohharzen vorbezeich­neter Art, flus iges Harz oder Harz Produkte, insbesondere Harz- irzseiiei :n ,.Lcr .*.,., t 0

jontui

foim *t m *' a V t V nLruur ' rnsoewnoere varz-

ietm (Harzseife) oder Biauerpech, emsühit, ist verpflichtet den ^Wnng der Ware tick Inland dem Kriegsausschusse sliA pftan^ lrckte und tierische Oele und Fette, G. m.b. H. in Berlin, unter ^d^e der Meilge, des Einkaufspreises und des Aufbesvahrungs-

Ä ffi iST 81 h°t iwr* eingef,^

5 -. ^ Einführender im Sinne dieser Verordnung gilt, wer nach Eingang der Ware rm Inland zur Verfüguiig über sie ftir eigene b^rfremde Rechnung berechtigt ist. Befindet sich der Vc-rfügungs- ^"echtigle nicht :m Irland, so tritt an seine Stelle der Emp^

irirbUrttr wV ^A^.dlusbmde Stoffe der im § 3 Abs. 1 be- dlrt emfühtt, lmt s:e an den Kriegsausschuß zu Itefent W ^nahnre Mit der Sorgfalt eines ordentliche,: ^ ^el)andeln, m handelsüblicher Weise zu versichern n ^ verladen. Er 'hat sie auf Verlangen des Kriegs-

M bestimmenden Orte zur Be^ sichttgung z,: stelleri oder Prober: eruzusenden

9 r ltl S ^^bschüß hat sich unverzüglich nach Einpsang der I nach der Besichtigung oder nach Entpfang der Probe »u eAärem ob er die Stoffe überiiehnren will.

bht auf den Kriegsansschuß über mit dein! Abltwmktt, m ivelchem dre Ueberiiahniserklärnng dem Einführen- ben oder dem Inhaber des Gewahrsams zugeht

nert Swfse ^ V °"

Ist der Berpflichttte mit dem von dem Kriegsausschuß angtz-

bebörde ^erstandeii, so setzt die höhere VenoaltimgS-

me snr den Ort zuständig ist, von dem aus die Lieferung crfolgen soll, den Preis endgültig fest. Die höhere VerrvaltunS bcHorde bestimmt darüber, ,ver die baren Auslagen des Versalneiis ragen hat. Der Verpflichtete hat ohne Rücksicht auf die endgü^ -s^ Z?erfts zu liefern, der^Knegsausschuß vor- lauftg den von ihm seftgefttzten Preis zu zahlen.

Krieg sau ssch n^^z ugeU^ ^^ ** Oberen BerwÄttmgsbchörde dem

< - Die ^werbliche Verarbeitnrig von Rohharz jeder Art Sur Herstellnüg von Kolophonium eignet, insbesondere, Hefern-, Lärchen-, Tannenharz, darf nur mit ^usttm- mnng des Kriegsausschnsses erfolgen.

Die Verordiinng über die gewerbliche Verarbeitung von Rob- lm *sT ^-^6 Mclichs-Gesetzbl^S. 157)wttau|S Ä

a ^ Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geld­strafe bis zu zehntausend Mark wird bestraft:

1. wer die m W 1, 3 vorgescherebenen Anzeigei: nicht rocht-- K tl £ erstattet, oder loer wissentlich falsche oder- unvoll­ständige Angaben nracht:

2 mlZ l b Vorschriften des § 7 Abs. 1 zuwiderhandelt.

k«UN ans Einziehung der Stosfe erkannt Mben, <ruf die sich dre strafbare Ha,idl,mg bezieht, ohne Unter­schied, ob src dem Täter gehören oder nicht m Kraft ^ Vestiviinungen treten mit dem 10. Septeiüber 1916

Berlin, den 7. Septernber 1916

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers.

Dr. Helfferich

Bekanntmachung

Von: 11. Septeniber 1916.

Höhere Verwaltungsbehörde im Sinne der §§ 5, 6 der Be- Reichskanzlers vom 7. September 1916,- treffend Aussuhrnngsbestimmimgen zu der Verordnung über den r r !Äo\ m '- E)arz vom 7. Septemtber 1916 (Reichs-GesetzÄ S. 10021, ist der Provinzialausschuß.

Tarmstadt, den 11. September 1916

Großherzogliches Ministerium des Innern.

I. V. : Wagner.

Bekanntmachung

betreffend Bohnen aus Holland.

r U lveisen iviederholt darauf l-in, daß diejenigen Konservew- fabribinten, die grüne Bohnen rn Fässern oder Tosen kvnservieron, uns von jeder Anliefevnng holländischer grüner Bohne,: sofort muh Empfang einer Mitteilung zu machen l>aben-

1. welche Menge Bohnen in Doppelzentnern sie erhalten haben,

2. welche Preise sie für den Doppelzentner bezahlt l^rben.

B r a n n s ch w e i g, den 5. September 1916.

Gemüsskoiiser1>en-K'riegsgesellschaft mit beschränkter Haftung Behren s.