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Vvm 6. Jarmcrr 1916 für sämtliche zur Verwiegung kommenden Gegenstände für dmr Zenttrer 2 Pfennig.
Beim Verwiegen von Woggonladungen
für 100 Zentner Mk. 1.50 „ 200 „ „ 3.—
„ 300 „ „ 4.—
139 d Ziffer 3 und werden für alle
Bekanntmachung.
V e t r.: Ausnahmen von § 139 c itttb 139 e Abs. 1 der Gewerbe- ordnurig.
Als Ausnahmetage im Sinne der §j 139 e Abs. 2, Ziffer 2 der Gewerbeordnung offenen Verkaufsstellen bestimmt:
1. zwei Wochentage vor Ostern, 22. und 23. April
ds. Js., i
2. ein Wo chentag vor Himmelfahrt, 31. Mai d. Js.,
3. zwei Wochentage vor Pfingsten, 9. und 10. Jum d. Js.,
4. zwölf Wochentage vor Weihnachten, vom 11. bis einschließlich 16. und vom 18. bis einschließlich 23. D^enrber d. Js.,
5. ein Wochentag vor Neujahr, 31. Dezenrber d. Js.
91 it diesen Tagen dürfen sämtliche offenen Verkaufsstellen in hiesiger Stadt für den geschäftliche^ Verkehr bis 10 llhr abends geöffnet bleibeil und finden die Bestimmungen über die Mindestruhezeit und Mittagspausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsstellen keine Anwendung.
Gießen, den 20. Januar 1916.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
H e m m e r d e.
Bekanntmachung.
Betr.; Rotzverdacht unter dem Pferdebesland des Pferdehändlers A. Frensdorf zu Gießen.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß sich Rotzverdacht nicht bestätigt hat. Die Gehöftsperre wird hiermit aufgehoben: Gießen, den 26. Januar 1916.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Öcntmeröe.
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung Langgöns; hier: Pachtentschädigungen.
In der Zeit Vvm 5. bis einschließlich 12. Februar l. I. liegt <TuT Grvßh. Bürgermeisterei Langgöns
1. das Verzeichnis über die Zurückvergütnug von Pachtent- schädigungen infolge der Wiederbeirutzung des verschlciften alten Heerweges als Zufuhrweg in Flur 27, für das Ernteiahr 1915,
2. das Verzeichnis der Pachtentschädigungen über die Ver- fchleifung des alten Mühlgrabens in der Flur 3, sowie über die neuen .Gräben in den Litzelnnesen Flur 10 und 18, fiir das Erntejahr 1915,
3. das Verzeichnis der Pachtentschädigungen infolge Verschlei- fung des Eselsweges und des Kreuzweges für das Erntc- jahr 1915
xur Einsicht der Beteiligten offen.
Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Ofsenlegungsfrist bei Grvßh. Bürgermeisterei Langgöns schriftlich einzureichen und zu begründen.
F r i e d b e r g , den 21. Januar 1916.
Ter Grobherzogliche Feldbereinigungskommissar:
Schnitt spahn, Regierungsrat.
Meteorologische veobachtungen der Station Gießen.
Jan.
1916
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Niedrigste
Niederschlag: 0,4 mm.
26.
27.
1916 = + 9,3° 1916 = -f-3,l°
Witterurrgsbericht.
(O öffentlicher Wetterdienst.)
Die Wetterlage, unter deren Einfluß wir am Ende der vorigen Woche standen, hat sich in dieser Berichtswoche — 19. Januar bis 25. Januar — im allgemeinen nur wenig verändert. Fast die
ganze Woche hindurch lagen wir auf der Grenze zwischen einem ausgedehnten Tiefdruckgebiet im Westen und Norden und einem Hochdruckgebiet im Süden und Südosten. Die Folge davon war, daß das unbeständige Wetter anhielt; es fielen am Anfang der Woche fast täglich Niederschläge, wenn auch oft nur ganz geringe, und dre Temperaturen waren immer noch ungewöhnlich hoch. So betrug das Tagesmittcl in Gießen in den ersten Tagen dieser Woche Utigefähr 6 Grad über Null, ja anr Samstag den 22. Jan. war es sogar auf 9,5 Grad über Null gestiegen. Doch schon ist der "-acht zum Sonntag kamen wir ans die Rückseite eines nach Osten abziehenden Ausläufers des nördlichen Tiefdruckgebiets, so daß sich der südwestliche hohe Druck nach Osten bis Mitteldeutsch- lano hrn ausdehnen konnte. Unter seinem Einfluß klärte sich dev Hnnmel auf, die Temperaturen sankeii schnell und zwar in Gießen von 9 Grad über Null am Samstag abend arlf 1 Grad über Null anr Sonntag früh urrd in der Nacht von Sonntag zu Montags sogar auf 3 Grad unter Null. Ein neuer Ausläufer dev nördlichen Tiefdruckgebiets beeinflußte, jedoch auf seinem Zuge nach Osten, bereits anr Montag wieder unsere Wetterlage;
ättiiegimenitö: Bewölkung stiegen die Temperaturen wieder aUnialstich an (das Tagesminimum von Montag auf Dienstag!
5exeit3 wieder auf 2 Grad über Null in Gießen gestiegen), und stellenweise fielen bereits wieder leichte Niederschläge. Wir liegen aber immer noch an der Grenze zwischen einem Hochdruckgebiet und einem Tiefdruckgebiet, so daß wir vorläufig noch mit unbeständigem Wetter zu rechnen haben.
Gießen, den 25. Januar 1916.
Wöchentl. Ueberficht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen.
2. Woche. Boin 9. bis 15. Januar 1916.
ivmi flviA lif • ... 0.1 \rv t a/\ .yvi v
Einwohnerzahl: angenommen zu 32 9)0 (inkl. 1630 Mann Militär). Sterblichkeitszisfer^ 3t,76 °/ 0 Nach Abzug von 14 Ortsfre,nden '
12,65 0 / 00 .
Es starben an
Zus.
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Lelensschwäche Slltersschwäche Krupp
Wundinfektion Lungentilberkillose
1
10)
2 ( 2 )
1 ( 1 )
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Tuberkulose anderer Organe 2 (1) Krankbeiten des Herzens 3 (1) anderen Krankheiten des Nervensystems 1 (1)
anderen Krankheiten der Der- dannngSorgane 2 (2)
Krankheiten der Harnorgane 3 (I) Krebs 1 (i)
Verniiglnckimg durch Verbrühung 1
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. § nur-: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, »vie viel
der Todesfälle rn der betretfenden Rankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Märkte.
ke. Frankfurt a. M. Viehhofin arktbericht vom 27 Jan Auftrieb: Rinder 947 (darunter Ochsen 122, Bullen 5, Kühe und parsen 820), Kälber 618, Schafe 183, Schweine 329.
Marktverkauf: Der Markt wird bei flotten: Handel gerä'nn,t.
Preise für 100 Pl'd. Lebend- Schlachr- gewicht.
Kälber. Mk.
Feinste Mastkälber . .106—110
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . ,
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Schaf e.
Weidemastschafe.
Mastlämmer nnd jüngere Masthammel . . . Geringere Masthammel nnd Schafe « . . . Mäßig genährte Hammel u. Schafe (Merzschase) S ch iv e i n e.
Vollfleischige Schiveine von 80 bis
100 Lg Lebendgewicht.
Vollfleifchige Schioeiire unter 80 kg Lebendgewicht .......
Vollfleifchige Schweine von 100 'bis 120 LebendaeirnckN
100—105 94-100
Mk.
177-183
166-175
159-170
83-67
78-00
63-00
180—190
170-00
150-00
108.00—00.00
93.00-00.00
118.00-118.50
129.00-129.50 —
120 kg Lebendgewicht.
Vollfleifchige Schweine von 120 bis
150 kg Lebendgewicht.
fe. Wiesbaden, 27. Jan. Heu- und St roh markt. Man notierte: Hei, 7,70-8,00 Pik., Stroh (Richtstroh) 4,30 bis 0,00 Mark. Alles per 50 Kilo nnd einschließlich Fuhrlolm. - F r u ch t m a r k t. Keinerlei Angebot.
Rotationsdruck der Brühl'schen Unio.-Buch- lind Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
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