2
M(? üIut twn Verkehr mit tJhittcv Köln 8. Tezemher 1915 <R.-G,-Bl, S. 807) wird folgendes bestimmt:
Z>! 8 i Adolkcrcvni im Eimw des K 4 lind nicht nur dir selbständigen Gelverbelr,riebe, sondern auch die landwirtschaftlichen Nebenpetriebe tGiitsinolkereien usw.i.
®J-I Feststellung der zur Ncberlassung von Butter vcrpstich- lelcn Molicreien sind die ne samten in der Molkerei verarbeiteten Misch!- und Rah-niineirgen Kn berücksichtigen, gleichviel, ob die Milch oder der Rahm zu Butter, Mse oder anderiveit verarbeitet werden ist. Welche Menge Rahm einem Liter Milch gleichen rechnen ist, Hut erforderlichenfalls dir LaiidesverckeilnngS- stc.le für Bn tcr in Darmstadt sestzntelen,
Zn K 8. Unter Liefernngevertragen sind alle Arten von miind- ltchen »ich schriftlichen Vereinbar,Ingen zu verstvhm, die einen klagbaren Anspruch! ans Liesenmg von Butter gewähren,
Zn 8 1, Die Bestimmung des 8 4 bezieht sich mich auf Mol« kcreten not, weniger als 500 000 Liier JahreSarbeitung, trenn der ste zusammcnsassende Verband im ganzen die Jghre-erzenanng von nnndestens 500000 Liter verwertet.
Liefern Mottcmnen von über 500 000 Liier Jahreserzengung nur einen Lei! ihrer Butter au einen Berwerlnugsverband, w bleiben fxiv diese Molkereien hinsichtlich der nicht an den Set» band aigelieterwn Butter die Pflichten ans Kg I und 2 bestehen, auch lermi dte ihnen verbleibende Butter eurer Bienge von Iveni- -isr als 500 000 Liter Milch entspricht,
Zn ZU, Die in den §8 8 und 10 vorgesehenen Aitord» mtngen erfolgen anstatt durch die Gemeinden und-Kvinmnnal« verbände baird: deren Borstand,
Im Sinne der obengenannlen BttndcsraiLverordnttng ist an- jiisehen:
») als höhere Verwaltungsbehörde der Provinzialausschnß,
b) als WMndige Behörde das Großherzmgliche Krcisamt,
c) als Kmmmtnalvcrbmid der Kreis,
st) als Gemeinde jeder im Sinne von § 1 der Städte- Und Landgemeiirdeordiriiiig gebildete Verband, e) Ms Vorstand des Kvmmunalverbatitdes der Grvßherzoglichc Kreisrat,
1) als Vorstand der Gemeinde in Landgemeinden die Groß- herzogliche Bilrgermrisierei, in Städten der Bürgermeister vdkr Oberbürgermeifter.
An die Stelle der Zeiitral-Einkarissgescillschast tritt die Lan- desvertellnttgstiellc für Butter in Darmstadt,
der fti,:.
pentber - - ■" 1 ^ vv» vv-/irnreriiin U[i 1 luu»
sende Vertrage betreffend, vom 18, November 1gl5 (Regierungsbl, S, 219) findet, hierbei sinngemäße Ann-endrmg,
Die>> Bestitnnutttgen treten am 1, Januar 1916 in Kraft, Darnislad«, den 22, Dezember 1915,
Großhcrzogliches Ministennm des Innern.
v, H o m b c r g k, t
Grvi)herzogliches Aduristerrum der Justiz, v, Ewald,
_ Krämer,,
Bekanntmachung
Jibrr den Ausgleich der Preise für inländische und attsländische Butter,
Vom 13. Dezember 1915.
m ' ,® rll "i > des § 4 der Verordnung des BuudcKrats über die Regelmig der Bntterpreise vom 22, Oktober 1915 kReichs- Hkesetzbl, ss. b89) wird folgendes bestimmt:
I,
Gememdcii, die in erheblichem Utnsang aus Versorgung mit ausländischer Butter angewiesen sind, dürfen mit Zustimmung der Landeszeniralbehördcn oder der von ihnen bestimmten Be- hördcn zur Herbeiführung einheitlicher Verkausspreisc für inländische und ausländische Butter anordnen, das, zu den in der Vckannttnackimig über die Festsetzung der Grundpreise für Butttr und die Pretsstclluitg sllr den Wcjierverkans vom 24, Oktober 1915 iRetchs-Gesepbl, S, 705) unter II für inländische Butter fest- gesetzien Zuschlägen ein weiterer Zitschlag tritt, insoweit als dw'S zur entsprechenden Minderung des Verkaufspreises für aus- landi.che Butter erforderlich ist,
Tic näheren Bestimmungen, insbesondere über die Voraussetzungen, unter denen eine Anordnung nach Sah 1 ergel>en darf, erlaßen dte Landeszentralbehörden,
,, II,
-tu' Befugnis, dte uiiter I den Gemeinden übertragen ist, lieht auch Kvmmunalverbänden sowie Vereinignngen von Klont rnnnaivcrbändcn, Gcnteindeti und Gntsbezirken zu)
Tic Landeszciitralbchördcn können die nach I zulässiae Anordnung für ihren Bezirk oder Teile ihres Bezirkes selbst treffen • soweit sie dies Inn, ruht die Befugnis der zu dem Bezirke gehörenden Gemeinden und Koininnnalverbände, Die Landeszcniral- bkhörden können ferner anordnen, dast die linier I den Geuiein- den und uiiter II Absatz 1 den Kvmmunalverbänden sowie Vereinigungen von Kvmmunalverbänden, Gemeinden und Grtts- bezirkcn übertrageitde Befugnis anstatt durch die Gemeindeil und Kvnnnmia.verbände durch deren Vorstand Ivohrgenoiiiinen wird.
M,
Tiefe Bestimmung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft,
Berlin, den 19, Dezeniber 1915,
Der Stellvertreter des Reichskanzlers. _ De l b r ii cf. _
Bekanntmachung
betreffend die Regelung des Verkehrs mit Lastkrastfahrzcngen.
Vom 22, Dezember 1915,
Der BnndeSrat hat aus Grund des 8 6 des Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzengen von, 3, Mai 1909 iReichs- Gesetzbk, S, 437) folgendes beschlossen:
t. Tic höheren Verwaltungsbehörden iverden ermächtigt, sür tue zum Verkehre zngelassenci, Lastkraftfahtrzcuge ans Antrag des Eigentümers von der Vorschrift im 8 3 Wsatz 2 der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen voni 3. Februar 1910 und 21. Juni 1913, ivonach die Radkränze der Fahrzeuge mit Gnnnni oder mit einem anderen elastischen Stoffe bereift sein müssen, Befreiimg zu gewähren.
Die Ermächtigung gilt auch für solche. Lastkrastsahrzcugc die tveiterhin zum Verkehr zugelassen werden, sofern sich diese rkahrzeugc an, 31, Dezember 1915 im Dentschen Reiche oder in den von den deutschen Truppen besetzten feindlichen Gebietsteilen besindcn,
?; hochstzulässige Fahrgeschwindigkeit beträgt bei den gemasi Zificr 1 mit nicht elastischer Bereifung zngelasseuen Last- krastfahr,zeugen:
a) sofern das Gesaintgewicht 5,5 Tonnen nicht übersteigt, aiisterhalb geflossener Ortsteile 15 Mvineter, innerhalb geschlossener Ortstcile 12 Kilomeier in der Stunde,
b) sofern das Gesamtgewicht 5,5 Tonnen übersteigt, außerhalb geschlossener iOrtsteile 12 Kilometer, innerhalb geschlossener Ortsteife 8 Kilonieter in der Stnnde,
Tic Fahrgeschwindigkeit kann, wenn die Verhältnisse es c» sordern, t>on der höheren Verwaltungsbehörde ans ein geringeres Maß festgesetzt werden.
Die Erlaubnis zur Verwendung einer nicht elastischen Vereisung ist voll der höheren Vertvaliungsbehörde nur ans jeder- »etttgen Widerruf zu erteilen, Sic gilt nur sur den Bezirk dieser Behörde, sofern nicht im Einvernchinen mit den in Betracht koniinciiden benachbarten Bchördeit eilt weiterer Verketzrsbezirk festgesetzt ivird,
^ 4, Bei der Erteilung einer Erlaubnis !>at die hülwre Ber- waltungsbehorde Bestlinmuiigcn über die zulässigen.höchsiaeschwin- digkeilcn, den Berkehrsbereich und die Verkehrsweg« zu treffe«; mc Bcstimnmngen sind in die ZulassnngSbcjchcinignng einzn- tragen. ,
,b- Tu- Vorschriften unter 1 bis! 4 finden auf Kchängclvagcn lnnjlchlllch der Bereifung, non der Vorschrift im! § 25 Ms 1 Vir. £ der Verordnung üom 3. Februar 1910 und 21.' Juni 1913 lmt der Viabgabe entsprechende Nnwendnng, das; von einem Last- sohrzcnge nur c i u mit nicht elastischer Bereisung uevfelener r"G"»gewagcii nntgcsiihrt werden darf und daß diel zulässige Äochstgcschwiiidigkcii außerhalb geschlossener OrlSIeile 12 Kilometer und innerhalb geschlossener Ortsieile 8 Kilometer in der Stunde betrugt,
*1 tviir eastkraftsahizeuge und Anhängetvagen, die im Eigen- imne der Milttärverwalinng stehcn, wird die Erlaubnis zur Verwcnduiig einer nicht elastischen Bereisung von den sllr die Zulassung der nnliiärisclieii Krasisahrzcuqe nach Maßgabe der Verordnung fom 23, Oktober 1914 lReichs-Gesetzbl S 452) zuständigen Stellen erteilt, Tie vorstehend in Ziffer 1 -Absatz 2 vorgesehene Beschränlung gilt hier nicht,
191(7 in^4ri,f' t or ^ c!Krlbfu Vorschriften treten mit dem 1. Januar
Berlin, den 22, Dezember 1915, , ,
Der Stellvertreter des Rcichskanzlersj T elbrück,
Bckaiintinachuust
betreffend: den Verkehr mü Lastkraftsahrzenge», höhere BcrwaltNiigSbehörde im Sinne der vorstehend ab- gedruckten Verordnung sind die Großlierzoglicheii Shrisämtrr Tarnrstadt, den 27. Dezember 1915,
Großherzogliches Ministerium des Innern.
v, H o m b e v g f. _ Strecker.
Bckairtttmttchnnst
betreffend Festsetzung von Einheitspreiset, 'für zuckerhaltige Futter- miiiei und Znschioge dazu. Vom 19, Dezember 1915 - » 't von §8 der Bekanntmachung über zuckerhaltige
iNttiermiticl vom 25, Sepie,über 1915 (Reichs-Gesetzbl S 614) bcstimmc ick,: ' ' 1
8 1. Für die Abgabe zuckerhaltiger Futter,nittel durch die BczugsvereiiiiglMg der denitchei, Landwirte G, ni. b ,h gelten bei Vestell,tilgen ans prompte Liesernnq von, 20, Dezember 1915 bis 19, öannar 1916 einschließlich die nachstchendei, Einln-itspreile- Nohzuckererstproduli ohne Sack 12,50 Mk„ mit Sack 13 00 Mk - Rohzucker,iachprodnkt ohne Sack 11,50 Ml,, mit Sack 12 00 Mk'! Trvckcnschnitzel ohne Sack 8,00 Mk, mit Sack 9,75 Mk.': Ziicker- schnitzei „ach dem Steffenschen Brühmrsahren ohne Sack 9,50 Mk,


