Ausgabe 
2.1.1915
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KmsWatt für den Ureis Eichen.

Rr. I 2. _

Frankfurt«. M.» drn 18,13.1814. Stellveilietende« <siene>alkoi»i»ando.

XVIII. ArnieelorpS

Al',. III-,. Nr 48 334/4378.

vekanntniachung.

lieber da« Eigentum an der von den eigenen Truppen und von, neuide versl, offenen Munition und an erbeule,c» Gegen­ständen sind Zweifel liervorgelrclen.

Hierzu wird folgende« besann, gegeben:

Alle im Eigentum der dmltfchen HeereSperwaitungkii fl eben­den Gegenst«»de bleiben im Inland wie in, Ausland auel> dann in deren Eigentum. >ve» sie verloren oder wie i B, auch Mn»r- lionslerle, bei irgend einer Gelegenheit und au« irgend eine», Grunde rnrüelgclassc« lverden.

Te» berufenen staatlichen Organen steht ferner für da« In- laud lvie für da« Ausland die ausschliefilrche Befugnis »n, da« Aneignung-recht a» derKriegsbeute", d. h an der Ausrüstung de« Feindes und an den von ihm zurückgelasienr» MnnilronS- teilen, anszuiibni.

Ebenso wie deshalb der Toldat, der feindliches Eigen,um, erbeutet oder die Behörde, die d beschlagnahmt, zur Abliese- rung verpflichtet ist, niust jeder, der solche Gegenstände im In­land »der in dem r>o» deutsche» Truppen befehlen Ausland an sich ni»»»t, sic »nverjilglich an die nächste Militär- oder Zivil- behörde ablieseni, die ihrerseits verpslickstet ist, alle Beutestücke den zuständige» Beuiesaininclstellc» »njnsührcn. Für das XVIII. AimeekorpS ist sie in Tannstadt.

Wer als Privatpersou Fnndststche von der Ausrüstung der kämpseuden Truppen abliescrt. hat im Inland Anspnich ans den gesehlichc» Finderlohn; im feindliche» Ausland wird ein Finderlohn in der Regel »ngebiUlgt lverden.

Nach den, Rricktsstrafgefetzbuch »inst jede widerrechtliche An­eignung von Beule- oder Fnndstücken als Diebstahl (S§ 212 ff.) oder Unterschlagung (§246', nach dein Militärstrasaelehbnch ge­gebenen,all« al«eigeuinächtigeS Beutcinachen" (§ 128' mit har­ter Gesängnisstrafe, unter llnistönden sogar mit Zuch«k>ai,sftrafe belegt werden, und zwar »ach §§ 7 u»b 161 de? Miiilärstraigcsetz- buche? auch dann, wenn die Tat in einem von deutschen Truppe» besehten ausläiidischen Gebiet begangen wird.

Wer sich ividcrrechllich Bnite oder Fnichslürie aneigiiet, erivirbt selbst sei» Eigentum daran und kann cS auch nicht durch 8er- jcheukcn oder Verkaufen an airderc Personell übertragen. Tic Militär- Nild Zivilbehörde» siich deshalb zur Beschlag,labme br­ingt. Wer solche Gegenstände durch Geschenk oder Kauf an sich bringt, kann sich dadurch der Hehlerei schuldig machen.

. Es wild daher vor Aneignung >md.»ans dringend gkwarnl und hiermit die Antsorderung verbünde,alle bisher aus RechlSnnIenitt- ,»« otme Anzeige eigenmächtig in Bcrn>aliriuig gehaltenen oder elworbenen sleutegegenstände unverzüglich au die Militär- oder OrtSbolizei behörde. im Ausland an die nächste Militärbehörde. ab.ul,efcr>, Wer ohne Besugni« im Besih solcher Stücke be- trossen wird, wtzt sich und die an der Aneignung etwa Mitbetei­ligten der Gefahr linnachsichtiger strafrechtlicher Verfolgung aus.

Ter kommandierende General:

Freiherr von Gail, General der Insaiitrie.

Betr.: Tie Errichtung von Eiiiigungsämler»,

Bekanntmachung

belreiscnd Einiguiigkärnter. Bon, 15. Dezember 1914.

Der Bund,Sra! hat auf Grund de« § 3 des Gesetzes über dw Gr">ä,bt,gu,ig de« BnirdesralS zu Iv.rl'chaslliche» Matznabme» ördiinii "eNasG i (Reich« Gesetzbl 2.327) folgende Per-

ifc 1 einer Genlkliidebthörde eine koniinnualk

«d e r ge meinnützige Anstalt issmigiingSantt' mit der Ausgabe betraut worden zwischen Mietern und Ber,niete,» oder zwilchen H>»w- ^>"bner und Lnivothrlenglanbigcr» j»m Zwecke eines dltii- Zuleresse» zu vermitteln, so kann die Lande«-

Eelwna L Men."'"' " * 0rWti,,tn trr ^ 2 und 3

nJr vpvolbekenschuldncr. Htzpothekenglän.

SS&. 1 !? JKTÄ fl,, L a>-rder d. o EmignngSamte« vor dsfjem zu erjchnnen. Dn' Oemeurd<'bchörde kmm fic bteni* durck anf m! 521?rb n m j g § ftrare bis zu einhurrdert Mark an halten, für die^BernÄtt a ^"^">eke,isch,lldnrr sind verpslichlet, über die ^""»Urlung erbebt,cken. von dem Einig,,ngSamt bestimmt ^öknns. ,» erteile,,. Tie Korschrttt im Ub,atz 1 Ea^^. Nnvct cntipiechnwe Antvendung

ou: MncHiin«! der OrdiumaSstrafe (Abs 1 2) findet ^chwerd. statt S,e ist binnen zwei Woche, bei der G^n-ind^ «iss'chtSbehörde z erheben: diese e,üstZ^i endgültig

§ 3. Die Gemeindebehörde ist befugt, von beit im § 2 Absatz 11 be^eichncten Personen eilte Versicherung an EidcS Statt über di« Richtigkeit und Bollständiakeit ihrer Auskunft entgegen zu nehmen.

§ 4. Handelt cS sich t» einem Bersahrcn, in dem die §§ 1, 3 oder 3 der Bekaniitiiiachung de« BnndeSrals vom 7, Anglist 1914 (Reichs Gijetzbl. S. 358> oder dir §§ I oder 3 der Bekanntinachungl des Buudesrat« vom 18. August 1914 Reich«. Gesetzbl. S. 377) An­wendung finden, um die Verpslichtirng zur Zahlung de« Mietzinses oder de« Zinse« für rin Hhpolbekarisch sichergestelllcs Tarlehen oder die besonderen Rechtsfolgen, die wegen der Nichtzahlung oder der nicht rechtzriligen Zahlung nach Gesetz oder Vertrag cingclretcN sind, oder eintrcle», so hat das Gericht, sofern die LaiidcSzcntral- behörde von der ihrach § 1 z>,stehenden Besngni« Gebrauch gib- macht bat, da« Gnigungramt rwr der Entscheidung gntachtlrch zu bören

Der GerichtSschreiber hat die »sage, die Ladung oder de» An­trag in Abschrift dem EtnignngSanit nnverzüglrch »itznteilen. Das Einigrmgsantt ist verpflichtet, fein Äutachtc» mit tunlichster Beschleuiiigung den, Gericktte mitzuteilen.

§ 5. Wer die gcmäst § 2 Absatz 2 von ihm erforderte AnSkunfl: wist'enllich falsch erteilt, wird mit Geldstrafe bi« zil 1000 Mark bestraft.

§ 6. Die LandeSzeittralbehördkn erlassen die Bcstiminnnge» zur AuSsührnng dieser Bcrordiiuug.

§ 7. Die au« Anlast dieser Berordining vorzunchinenden ge­richtliche» Handlungen und daS Verfahren vor dem Ginigunas-, amt einschlicglrch aller hierfür erforderlichen Ilrklindc» sind stcmpel- ivid gebührenfrei.

§ 8. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Berkündigung! in Kraft. I

Berlin, den 15. Dezember 1914.

Ter Stellvertreter de« Reichskanzlers. -

Delbrück.

Ati die Gröbst. BürgrrmejftereikN der Landgcmeiiidetl des Kreises.

Wir lveiscn Sie ans vorstehende Bekaniitmachung hin und emviehlen dcnjcnigen von Ihnen, für deren Gcuieindeii «in Be- dürinis nach Errichinng solcher EinigungSämter besteht, das Er­forderliche zu veranlaise». Sollte in einer Gemeinde ein EinignngS - amt errichtet werden, io ist uns sasart Anzeige zu erstatten.

Äietzcn, den 29. Dezember 1914.

Grohherzogliche« Polizciamt Giebt».

I. B.: L> e n> in erde.

Bekaiintmachiing.

Betr.: Ausleihung von Ttnlcn.

Da« Kriegsministcrinm hat angeordnet, das; die bei Begiiuc de« Krieges zur Aufnahme volljähriger Picrbc für de» Hccces- nachschub errichtete» Zentral Pscrdrdcpvls au« ihren Beständen Stute», die sich als tragend erweisen und nicht zu Zuchlziveckeri verlaust werden könne«, an Landwirte unentgeltlich gegen Fütte­rung ausleihcn dürfen. Die näheren Bedingungen, imtcr denen, dies geschieht, geben au« dem in Abdruck nachstcl-enden Erlnsse vom 24. L kIober19I4 M I. 3360. 14 R. I. hervor. Er ist z» Aiisaiig de« vorige» Monals dahin ergänzt worden, da st Ke anszuleiheiideil tragenden Stuten de» LandivirtschastSkaminern anzubieten Und.

Bon den in den, Erlasse genannten 7 Depot« befindet sich Nr. 6 in Darmstadt, ei» achtes Depot wird gegenwärtig in Kassel eingerichtet.

Unter drn Beständen der Depot« betenden sich zurzeit gegcic 2000 schwere Kaltblüter. Da der Nachschnbbcdars an derartiarnl Pferden für da? Feldheer voran«,'ichtlich an« lanseuden Ankänsen gedeckt lverden kann, will das KriegSministcrium, ui» der Land- wirtichajl ansziihelien und gleichzeitig den Pferden der Zentrak- DepatS ausgiebigere Beivegnng und Arbeit zu verschafzen, die AnSleihung auf unbeftinimte Zeit verfuchsivrifc auch auf dies« schweren Kailblütcr ausd.-hnc».

Giesten. den 28. Dezember 1914, ' >

GrofiherzogiicheS KrciSamt Gietzcn.

. L B: Lenlinerde,

- . ii AbfchVift.

Ä i i t fl « in i » i ft 1 1 i i, »,.

Remontc-Jnfpektio»

Wenn unter de» Bestände» der Zcntral PferdedepotS Stuten Uck, al« trächtig erweisen, so fragt cs sich, ob c« zweckmastig ist, sie ,u Znchlzwcckki, wieder zu verkaufen, oder sie zn behalten, äbsohlc,, z» lallen mrd ipäter an die Truppen auszngebe».

Die Abgabe zu Zuchtzivrcken kommt bei den der hcinnichen Zucht, enistainmendei, tragenden Stuten nur für solche mit »ach gttiiltLttieni Blut in Betracht, bei den aiisländischen nur für die