Kreisblatt für den Kreis Gieße».

Nr 1Q1 _ 16 Novetiiftor _ 1915

Bckanntinaoiunft

«ur Regelung der Preise für Schlachtschweme und für Schweines Usch.

Bmn 4 Navcm er 1915.

Ter Bundesrat Hai aas Gruiiö des H 3 des Gesetzes über dir Ermächtigung des Bundcsr.fts zu wirtschatichen Maßnahmen »sn>. von, 4. August 1914 (Reichs-Gcsetzbl. S. 32 7) folge ade Verord­nung erlas en:

hl. Velin Verkaufe von Schivcinen zur Schlachtring darf der Preis jür 60 zsti logramm Lebendgewicht nicht übersteigen sür Schwcui« «n Lebendgewichte:

Königsberg

Danzig

Brmuberg

Posen

Breslau

Gleiwig

Stct.in

Berlin

Magdeburg

Hamburg

Hannover

Bremen

Tortiiiund

Essen

Köln

Crcscld

Düsseldorf

Aaenm

Casiel

Lranksurt a. M,

Wiesbaden

Atainz

Leipzig

Tr>-sdc»

Zünckau Ehcmnitz Plauen München Nürnberg Würzbiirg Stuttgart Karlsruhe Mannheim Jrciburg i. Br. Straßburg i. E. Metz

ra du" 00 KUogranim

Mark

90

90

SO

90

95

100

95

100

100

95

9b

100

100

102

105

105

105

105

107 105 lc8

108 108 105 105 105 105 105 108 108 108 108 108 108 110 110 110

85 85 85 85 90 95 90 95 95 90 90 95 95 97 1(0 1 0 10 1 0 102 100 103 103 103 llO 1(0 ICO 100 1 0 103 103 103 103 103 103 105 105

Preis in Spalte 1 erhöht sich bei Schweinen im Lebend­gewichte von über 109-120 A.ogramm u>u 10 vom Hundert, von über 120 Kilogramm um 20 vom' Hundert ..3" Gemeinden, die öffentliche Schlachthäuser besitzen und nicht rm Ws. 1 angeführt sind, dars der Pr.is f r S hwc ne beim Verkaufe zirr SchlackMmg den .Höchstpreis des nächstqelegenen der rm Ws. 1 gcnannieu Orte lisch, übcrslcigeii. Bei gleich weiter

ft2'nÜI u "r 9 Bo ? * n,ei . al dieser Orte ist dar hölzere der beiden Lollisipre.se inaßgcbend.

Tic LaudeSzentralbehördeii siich befugt, die sich auS Ws 3 ergebenden Höchstpreise herabzusctzcn.

. Erkauf von Scl>weinen zur Schlachtung dars nur

nach LÄ,eudgeivicht erso gen. Die Landeszemrallehürden sind bc- ffigt. Ausnahmen znMlaffen: sie l^ben dabei festzusctzeu, nach Rechnen' ist^rhalinis das Lebendgenncht in Schlachtgcnücht umzi?

_ S 3 ,' inständige Behörde kann an den im 81 Ms l destimmiingcm über die Zulassung der Käufer V-.Nci.ung der -Schweine an sie auf den Schlachiv ch- inittfteii erlassen Schweine, die bis zum Marktschlnß unverkauft IMf, "W der Gemeinde des Marktorts ans ihr Verlangen käiisüch überlassen werden. Der Uelnnlassungspreis bettägt 5 Aiark weniger sür den Zentner als der Höchstpreis.

^ 1* A" ®^"f < L i, ? eu r ü öffentlichen Schlachthäusern kann die zuständme Bchörde bcsininien, daß von außerhalb cinge- Uh es siisches Schweinefleisch wir an den von ihr bezeichuetm Stelle» verkauft werden darf.

E § »- Bei Abgabe au der Verbraucher dars der Preis * /?££'? /rchcs) Schweinefleisch .... 140 vonr Hundert- x sei sch es i wh es) Fett . ..... 180 voiii .hundert/

ä in der nächstaeleacnen Schlitchtlmusgewciiide shr das Lebend-

über

K 6 bi k. 80 Kllogranim

Mark

75 75 75 75 80 «5 80 85 85 80 80 . 85 85 87 90 90 90 90

92 90

93 93 93 90 90 90 90 00 93 93 93 93 93 93 95 95 95

Ä

ßtömm

Mar*

60

60

60

60

65

70

65

70

70

65

65

70

70

72

75

75

75

75

77 75

78 78 78 75 75

75

76 75 78 78 78 78 78 78 80 80 80

geivtcht der Schweine im Gewichte von 83 bis 103 Kilogramm geltenden Höchstpreises licht üoersicigen. Die Laiideszenttalbel ör- den oder die von ihnen bestirmnten Behörden können die Ber-- hältniSiütze niedriger sestschen.

Die Gcnui.iden können Höchstpreise sür dt einzelnen Fleisch­sorten sestsetzen: sie dürseir dafür den nach Ws. 1 maßgebenden Preis nicht übersteigen.

Siird die Höchstpreise am Orte der landwirtschaftlichen oder gewerblichen Niederlassung des Verkäuscrs andere a.s am Wohn­ort des Käufers, so sind die crstecen mtßgeheud.

8 6. Die in dieser Verordimng festgesetzten Preise sind Höchst­preise in» Sinne des tffeser.es. bctressend Höchstpcnse. poni 4 . Llug. 19!4 in der Fassung t»'r Bcta-nimachun.-i v m 17 Dezcnr'er 1914 (Reicl/s-Gesetzbl. S. 516) in Ve biNdung mit der Vekann. machung vom 21. Januar 1915 (Re chs-Gesetzbl. S. 86) und voni 23. Sep- tenibcr 1915 tReichs-Gesetzbl. S. 633). Das gleiche gilt für die aus Grund dieser Verordnung scstgcsetzteu Preise.

ß 7. Tic Laiideszentialbchörden erlassen die Bestimmungen zur Wisftihruug dieser Verordnung Sie bestimmen, wer als Ge­meinde oder als zuständige Bchörbe im Sinne dieser Verordnung anznleh.m ist.

h 8. Ter Reichskanzler ist befugt, Ausnahmen von den Vor- schristen dieser Verordnung zu erlassen.

8 9. Wer der Vorschrift des 8 2 oder den »ach h 3 Satz 1,

8 4 oder h 7 Satz 1 erlassenen Bestimmungen ziiwidcrhandelt, wird mit Gesängrcks dis zu 6 Atonalen oder Geldstrase bis zu snnszehnhanbert Mark bestraft.

8 10. Tie zustä dge Bchörde kann G'ftilöftSbetriebe. de-en Unternehmer oder Betriebs öfter sich in Bchi'.gNiia der Pfliä>t-n unzuverlässig zeigen. die ihren durch die'e Berocdwlng o-xx die dazu erlassenen ArübskhrungKxst'vwrmgcn ariser'egt r i b, sch'ie'«,.

Gegen die Verfügung ist B-schveche zu-tissig. lieber die Be­schwerde enischc det lir höh re Verwa'tung-Äechrdc endgüitig. Die Beschwerde bewirkt kci eu Aufschub.

8 11. Die Verordnung t itt am, 12. Nopemdec 1915 in Kraft. Der Reichskanzler bestimmt den Ze.tplm-t des Außerkrast- tretens.

Berlin, den 4. November 1915.

Der Stellvertreler des Reichskanzlers.

D e l b r ü d.

BckKilntmachtin-k

zur Regelung der Preise sür Schlachischlvcine imd sür Schweines eisch.

Bmn 10. Novem >er 1915.

Auf Grund des 8 7 der Bundrseatsvecordnung zur Regelung der Preise sür Schlacht-chweine und S.H veinesleisch txnn 4. No- vemb-.r 1915 iReichs-Gesetzbl. S. 726 bis 728) wird losgeudes bestimmt:

Im Sinne der Verordnung ist auzusehcu:

a) als Gemeinde jeder im Sinne von Artikel 1 der Slädte-

und Landgemrindeordnung gebildete Verband:

d) als zi,ständige Behö' de in S ädten über 23 000 Einwohner

der Oberbüraernic ster, im übrigen das Kreisamt:

e) als höl/ere Verwaltnr-osbebörd- der Prcvinzialausschuli.

Darinstadt, den 10. November 1915.

Großherzoglickies üüc. ifterium des Innern.

^ v. Hombergk. Krämer.

Anlage zu K. M. Nr. 1860/10. 15 A 7 V vom 25. 10. 15.

Bekanntmachung.

Ter Inspektion des Krastfahrlve'eus ujirb oft mitgctcilt, daß Krastwagenbercisuug, Ivelche der am 16. Mai 1915 ergangenen Beschagnahcneversügimg unterliegt, ihr not!) niclst angezeigt worden c>. Ferner smd der Jnspettion des Krastfahrwcseus die Melde- scheine ülwr v v r h a n d e n e G II m m I b c r e > fu n g vielfach ohne Unterschritt lind ohne oder mangelhafte Ortsangabe sowie III ganz unleserlicher Schrift eingereicht worden, so daß die Bearbeitnm, der Scheine ausgeschlossen ist. Soweit die Meldeschein/ vorsüniftA mäßig und in lesbarer Schrift eingereicht wurden, sind die Be­sitzer bereits mifgefordert, die Bereifung an die KAnstwagen- dcpotS einziisendm. Es habcii daher alle BMrden, Fabrileu, Firmen, Personen usw., die noch der Beschlagnahme unter­liegende Bereisung bclitzen oder auch nur in Vcr- wahrung haben und zur -Äblieserimg noch uickft aufgesordert wurden, diese unter Angabe von, Zahl, Art und Dimension sofort der Inspektion des Äraslsahrwesens in Ber'kin-Schönebcrq itmun äeinen u. U. er ncu t n n au i ei g tu. Tie Meldung muß Wvhn- ?"/ fetr S6 f ' ZK-' Kreis und Unterschrift in deutlicher Schrift ent- halteu. Tie Unterlassung der sofortige» uaMräglichen Au- mcldung aller noch vorhandenen und noch nicht- abgesvrderten, sowie Anmeldung aller noch eiiva in Zugang kommenden Bestünde ivird unnachftchllich g e r, ch,t l i ch v e r so l g t und kann