Ausgabe 
16.3.1915
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Ureisblatt sw -en Ureis Gieße»

Nr. 26 __16. März 1915

Bekanntmachung

über beit Anbau von iiurferniben. Pom 4. März 1915.

Ter Bundesral hat ans Grund beet 8 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Mastnglnnen usw. vom 4. Äntzuft 1914 (Reichs-Gesetzbl, S. 327) solgenda Verrordnnng erlassen i ...

8 1. Die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung gesckilvffe- uen Verträge über den Anbau von Zuckerrüben litt Jahre 1915 aus 'Flächen, die einen Hektar übersteigen, bleiben »ur in Höhe van > U der vereinbarte» Anbaufläche rn Kraft, Das flitt ins­besondere auch, soweit Aktionäre oder Gesellschafter einer Gesell- schast mit beschränkter Haftung aus Grund des Gesellschastsver- trags zum Anbau von Rüben verpslichtet sind.

' § 2. Die vor dem Jnkrasttreten dieser Verordnung geschlosse­nen Verträge von Zuckerfabriken über die Lieferung ihrer Er­zeugnisse aus dem Betriebsjahr 1915/16 bleiben nur in Höhe von 8 / 4 der vereinbarten Menge in Krast,

§ 3. Die vor fcem Jnkrasttreten dieser Verordnung geschlosse­nen Verträge der Zuckersabriken oder der Rübenanbauer über serung oder Bezug von Znckcrrübeusanten zur Aussaat im Jahre 1915 bleibengiur in .höhe von s /< der vereinbarten Menge in »rast, 8 4, Die vor dem Jnkrasttreten dieser Berordirnng geschlosse­nen Verträge über den Anbau von Znckerrübensamen im Jahre 1915 bleiben nur in Sähe der Hälfte der vereinbarten Menge oder anzubauende» Fläche in Krast,

8 5, Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Krast,

Berlin, den 4, Mär; 1915,

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers,

Delbrück,

Bekanntmachung

über Versteigerung von Sämereien, Vom 8, März 1915,

Ter Wirtschaftsausschuß der V, Armee, Abteilung Sämereien, in Mannheim. Wersthattensttahe 37 (Fernruf 6370,, (äfct Mon­tag, den 15. März, und an den solgenden Tagen Klee-, Gras-, Gemüse- und Rübensamrn im Silosveicher der Badischen Aklien- Acsellschast für Nheinschissahrt und Seetransport in Mannheim, Wersthalle,iftrahe, unter nachstehenden Bedingungen versteigern:

1, Die Versteigerung geschieht im Anstrage und flir Rechnung

der .Heeresverwaltung, .

2. Für Güte, Keimfähigkeit, Reinheit und Seidenfrclheit wird

keinerlei Garantie geleistet, ,

3. Die Saaten werden vartieweise nach dem Verzeichnis ans- tzeboten, grössere Quantitäten von einer Sorte geteilt in 5 oder 10 000 KilogramM-Posteii,

4, Geboten wird durchweg für 50 Kilogramm brutto für netto

i»kl. Säcke ab Lager. Das geringste Uebergebot bettägt >Mk, für 50 Kilogramm,.

6. Die Spesen vom Lager betragen inkl, genauer Eiitzelverwie- guug bis frei Waggon oder Fuhre an der Rampe 10 Pfg,, bis frei Wassersahrzeng 11 Mg, sür 50 Kilo,

6, Die Ziischlagserieilung eriolgl durch den Etavve»iteudailten der V, Armee nach freiem Ermessen für die am 15. März versteigerten Säincreicn am 16, März, vorm, 9 Uhr, sür die am 16, März beboteneu Saaten je nach Dauer der Ver­steigerung entweder »och am gleichen Tage oder am 17. März, vormittags 9 Uhr, Für die am 17, März evcntl, »och in Auktion gelangenden Waren werden Zuschläge, wenn die ge­botenen Preise angemessen erscheinen, sofort erteilt, Nach­gebote finde» keine Berücksichtigung.

7, Tie Berechming geschieht unter Zugrundelegung des gebote­

nen Preises sür 50 Kilogramm nach der Gewichtseriuittelung der vereidigten Wäger, ,

8 Mit der (Zuschlagserteiliing gehen die ersteigerten Waren aus den Käuier über und lagern für dessen Gefahr, Lagerspesen werden von der Heeresverwaltung bis 31, März getragen. Die Kaufpreise sind bei früherem ^Abtransport am Tage vor­her, sür alle anderen Bestände am 25, März 1915 aus unser Konto bei der Reichsbairkhaiiptstelle in Mannheim zu zahlen,

9, Bis zum 25, März 1915 nicht bezahlte Waren werden ant 30, März, vormittags 10 »hr, sür Rechnung des Käufers, welcher sür Kosten und Mindererlös Haftel, erneut versteigert.

Tarnistadt, den 8, März 1915,

Arosth, Ministerium des Inner», _ v, Homberg f. _ Krämer,

Bekanntmachung.

Aus Grund des 8 2 der Kaiserlichen Verordnungen vom 31. Juli 1914, betressend das Verbot 1, der Ausfuhr und Durchfuhr von Wasfen, Munitton, Pulver usw 2, der Aus­fuhr und Durchfuhr von Rohstoffen, die bei der Herstellung und dem Betriebe von Gegenständen des Kriegsbedarss zur Kerwen­

dung gelangen, 3, der Ausfuhr von Bervslegungs, Streu.- und Futtermitteln, 4, der Aussuhr von Krastsahrzeugen und von Miiie- ralrohöleu, Steinkolilenleer und allen aus diese» hergestellteu Oelen, bringe ich nachstehendes zur öfsentlichen Kenittnis,

I, .Ed wird verboten die Ausfuhr und Durchfuhr von Röhren, auch Röhrenformstücke» aus nicht schmiedbarem Guh, der R,immer,i 778 und 779 des Zolltarifs, Schlangenröhren, auch Röhreiisormstückeu, der Ninnnier 793 des Zolltarifs, nuve- reu Röhren aus Eisen der Numiirern 794, 795, 798 und 799 des Zolltarifs, Cerzink und TaschKiseuerzeiigen mit Cerzink- zünderii, Holzkohlen und Holzkohleubriketts, Hosenträger», Ther- mosslasche», Wasserrohrkessrli, sür Schiise, Bleierze» und Biei- aschen, Zinlerzen aller Art, Brenilesscln, Borsäure und Borax (borsaures Natron, Natriinnborat) der Nummer 275 des Zoll­tarifs, Chlor, verdichtet (verilüssigt) in Flgschui und Taukwagen der Nuurnrcr 379 b des statistische» Warenverzeichnisses, Chcoin- alaun, Sonuenblumenkerne», Futterkalk. Petroleiiiiwech in Was­ser nicht untersiiikender veckuiru icr Rück staub von der Läuterung der Mineralöle der Rümmer 239 b des stalislischeii Wareiiverzeich- uisses, im Wasser uiitersinkeudec derartiger Rückstand der Niiiir- mer 243 b des statistischen Warenverzeichnisses), Fischernetzen,

II, Das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Fellen zur Pelzbereiluug und Pelzware» Bekanntmachung des Reichskanz­lers vom 7, Anglist und vom 6. Seplember 1914 Reiais- anzciger Nr, 184 vom 7, August 1914 und Nr, 210 vom 7 Sep­tember 1914) ivird beschränkt auf: Schaf-, Lamm und austra­lische Opossumselle und -pelze imd die daraus 5efcvti<jten Pelz­ware»,

III. Das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Rohzink (Be- kanntinackmng des Reichskanzlers vom I, Februar 1915 - Reichs- anzeiger Nr, 27 vom 2, Februar 1915 -> erstreckt sich auch ani Hartzink, Altziuk und ungeschmolzenes (rosmslteck) Zink.

IV. Das Verbot der Ausfuhr und Turchfuhr von elektrischen Glühlampen (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 12, Febr, 1915, Ziffer 9 Reichsanzeiger Nr, 37 vom 13. Februar 1915--) ivird ausgehoben: die Aussuhr und Durchfuhr von Bestaudteileu von Glühlampeu (Kolben, Sockeln, GlülHraht, her- gerichteten Glasstäbchen und Glasröhren) bleibt erboten,

Berlin, den 3. März 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers,

Delbrück,

Bekanntmachung.

Betr,: Regelung des Verbrnuchs von Brotgetreide und Mehl im Kreise Giesten,

Aus Grund des § 34 ff. der Bnndesratsverordnnng vom 25, Januar 1915 in der Fassung Per Bekanntmachung vom 6, Je- bruar 1915, betreffend die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide nd Mehl, wird nach Beschluss des Kreisausschusses mit Genehmt- gung der Anssichtsbehörde folgendes angeordnel:

Allgemeinc Bestimmungen,

'8 l

Der Ko min u n al ver b a n d (Kreis) läßt jeder Ge­meinde das ihr nach den bestehenden oder noch zu erlassenden Vorschriften aus den Kops der Bevölkerung znstebende Mehl lRog- geu- und Weizenmehl) durch den auftBeschlust des Kreisausschusses vom 25, Februar l, I, eingesetztenAusschuh sür Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide nnc> Mehl" im nachsteheirden kurz Auslchnh" genannt überweisen,Maßgebend sür die Höhe der Mehlüberweisung ist die nach den kreisamtlichen Ermittelungen von Anfang März l, Js, sestgestellte Zahl der Vcrsorgiingsberech- tigteu. I

§ 2. I

Der Prei s, zu dem der Kommunalverb,ind das Mehl an die Gemeinden abqibt, wird vom Kreisausschuh jeweilig sestgesetzt. Die Gemeinde Haftel dem Koiniiiniialverband sür Zahlung des ihr überiviesenen Mehles vhne sstücksichl daraus, ivem sie den Verkauf oder den Vertrieb des Mehles überweist, Tie Zahlung hat inner­halb einer Woche nach Ziistellung der Rechnung zu ersolgen,

8 3- ... .

Tie Gemeinden haben den Preis zestzuietze», zu dem das ihnen vom Kvinmunalverbaiid überwiesene Mehl ibrerscits ab­gegeben wird. Dies gilt sowohl für Fälle, in denen die Gemeinde die Mehlvertcilung selbst überniuunt, ivie dann, wenn sie den M ehl- (Brot- verkauf Dritten (8 7 Nr, 2) überträgt,

8 4. .

Tie Gemeinde hat dem Ko»i»iiiiialverbaitd .Aiisichutz- ani 20, jeden Monats, erstmalig am 20, April l, Js die Zahl der Versorgnngsberechtiglen e r n e » t initziiteilen, damit der durch eingetretene A e d r r n g en rtivn uolwendig gewordene Aus­gleich bei der Mel,lz»weis»iig für den nächsten Monat vorge- nomine» ivird, Aenderniigen können (nsosern vorkoiniiien, als