Ausgabe 
24.2.1915
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2. lucv der ihm aus Grund der §8 2 bis 4 obliegenden Bcrpslich tung nicht nachkommt.

K 10. Unbeschadet der nach 8 9 verwirkten Strafe kann die in den 88 1, 2 und 3 vorgeschriebene Lieferung und Uebcrlassnng »ach Anordnung der Landeszentralbehörde erzwungen werden.

8 11. Die Ausführungsbesümmungen erlassen die Landeszen- tralbehördcn. Sie bestimmen, wer als Kommunalverband im Sinne dieser Verordnung anzusehen ist.

8 12. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Der Reichskanzler bestimutt den Zeitpunkt des Anßcr- krasttrciens.

Benin, den 12. Februar 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers.

Delbrück.

Bekanntmachung

über zuckerhaltige Futtermittel. Vom 16. Februar 1915.

Aus Grund von K 5 Abs. 8 88 8, 10 und 11 der Verord-, Hing des Bnndesrats über zuckerhaltige Futtermittel vom 12. Fe­bruar 1915 (Rcichs-Äesetzbl. S. 78) wird folgendes bestimmt:

Im Sinne der Verordnung sind:

höhere Verwaltimgsbehörde der Kreisausschuß, Kommunalverband der Kreis.

Tarmstadl, den 16. Februar 1915.

Großhcrzogliches Ministerium des Innern.

v. Homberg k. Krämer.

Bekanntmachung.

Die nachstehenden Bekanntmachungen des Stellvertreters des Reichskanzlers

a) betreffend Zahlungsverbot gegen Rußland vom ,4. Febr. 1915,

b) Ausfuhrverbote vom 12. Februar 1915, werden hiermit veröffentlicht.

Gießen, den 22. Februar 1915.

Grobherzogliches Krcisamt Gießen.

Or. Usin g er.

Bekanntmachung.

betrejjcnd Zahlungsverbot gegen Rußland. Vom 4. Febr. 1915.

Aul Grund des 8 7 Abs. 1 der Verordnung, betrefscnd Zah­lungsverbot gegen England, vom 30. September 1914 (Rerchs- Aesepbl. S. 421) und der Bekanntmachung, betreffend Zahlungs­verbot gegen Rußland, vom 19. November 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 479) wird folgendes bestimmt:

Das Verbot, Zahlungen nach Rußland zu leisten und Geld oder Wertpapiere dorthin abzusühren oder zu überweisen (§ 1 Abs. 1 der Verordnung vom 30. September 1914 in Verbindung mit Artikel 1 der Bekanntmachung vom 19. November 1914), findet gegenüber den unter deutscher Zivilverwaltung stehenden Gebieten Rußlands keine Anwendung.

Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Verkündung in Krast. (

Berlin, den 4. Februar 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers.

Delbrück.

Bekanntmachung.

Auf Grund des 8 2 der Kaiserlichen Verordnung vom 31. Juli 1914, betressend das Verbot 1. der Aussuhr und Durchfuhr von Massen usw., 2. der Ausfuhr und Durchfuhr von Rohstoffen, die bei der Herstellung und dem Betriebe von Gegenständen des Kriegsbedarfs zur Verwendung gelangen, 3. der Aussuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen, bringe ich nachstehendes zur öffentlichen Kenntnis:

I. Es wird verboten die Ausfuhr und Durch­fuhr von: Schaf- und Lammleder, zugerichtet, mit Ausnahme des Handschnhledcrs und des lackierte» Leders (Nummer ob» des Zolltarifs): Abfällen von Graphillieaeln, Magnesium (Mag- nefiummetall), roh oder als Bruch, Mctall-Magnesiumpulvcr, auch Abfälle von der Verarbeitung von Magnesium der Nr. 869 f. des slatislischen Warenverzeichnisses.

II. Unter das Verbot der Aussuhr und Durchfuhr von Lei­nen in der Bekanntmachung vom 1. August 1914 (Reichs­anzeiger", Sonderausgabe vom 1. August 1914) falle» nicht: Hemden, Vorhemden, Hemdeneinsätze, Halskragen, Manschetten (Männer-, Frauen- und Kinderwäsche) der Nummer 520 b des statistischen Warenverzeichnisses. Ebenso unterliegen die gleichen Waren der Nummer 519 b des statistischen Warenverzeichnisses ous Baumwolle keinem Verbote.

Berlin, den 12. Februar 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers. _ De lbrn ck _

Brtr.: Sicherstellung deck Huferbedarfs der Heeresverwal­tung.

An die Großh, Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir bestätigen hiermit, insoweit dies bei den ein­zelnen Gemeinden noch nicht geschehen ist. die von Ihnen aus­

gestellten Berteilungspläne ebenso wie die von Ihnen an die einzelnen Saferbesitzer erlassenen Aufforderungen und be- auflragcii Sic. dies s o f o r t den Bctreffeiiden zu eröffnen Gießen, den 23. Februar 1915.

Großherzoglichrs Kreisamt Gießen.

I.V.: Hechler.

wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Siehe».

«. Bloche. Bon, 31. Januar bi« 6. Februar 1916. Einwohnerzahl: angenommen ju 329)0 (mH. 1600 Dtnmi Militär). Sterblichkeit«,stier: 23,70/

Nach Abzug von v Ortssremden 9,60.

Es starben an

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Kinder

Angeborener Lebenrsch wache s (2) Dtvbtberie 2 (2)

Tuberkulose der Lungen 2 Tuberkulose anderer Organe 3 Erkrankungen der AtmungS- organe 2

Erkrankungen de« Herzen« 1 (!) Erkrankungen d.BerdannngS- organe 1 (l)

Entzündung de« Wurm­fortsatzes Vernnakücknng sonstigen Krank heite n

Sumina:

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vom 2 bts 15. Jahr

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Anm,: Tie in Klammern gesetzten Zisfern geben an. wie viel der TodcssäUe in der betressewden Krankheit ans von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».

Febr.

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Nedel, Schnee­sall

Höchste Tenrperatnr am 22. bi» 23. Februar 1916 + 61 0.

Niedrigste . . 22. , 2». 1915 = 0,2' ,

Niederschlag: 0,0 m n.

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Licßener Fleisch» und Brotpreise

an, 22. Februar 1916.

Schlachtviehvreise in F»a »k , u rt a, M.

Fleischpreil« in Arenen

Ochsen

Kälber

Schweine

60 Kg. Schlachtgewicht

80(03 Mk.

Kg. Schlachtgiv. 73bg Bk. '/. . . 92-10« .

Kg. 90-98 Vk>

'/. . 76-80 .

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Eetreidepreise In Mannheim

Brotvreise in Gienen:

Merzen I«0 Kg. 28.t0-00.00 Mt. Roggen 100 Kg. 24.20-00.00 Mk.

Welftl'rot 2 L>| j.

Schwarzbrot 2 Vf#. 72 vkq.

Märkte.

1«, Frankfurt a. DI., 23. Febr. »eu- und Ttrabmarkt.

Man notierte r>e» 4,?(>6,o0Mk, Stroh l.stornlangstroh> o.oo bi« ('.00 Alk., Wtrrstroh 0,000,00 Mark. Alte» je 60 Rita. Ge­schält ziemlich rege. Ire Zuknbren waren au« Oberhesien und an» den Kresten Hanau und Tiebnrg.

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