Ausgabe 
12.2.1915
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Kreisblatt für den Kreis liegen.

91 r. 1«

12. Februar

1915

Bekanntmachung.

Betr,: Ausfuhrverbote.

Die nachstehende Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 29. u. Mts. bringen mir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 9. Februar 1915.

Grobherzogliches Krcisamt Gicben.

Dr. U f i n g e r.

Bekanntmachung

Auf Grund des § 2 der Kai,crlick>en Verordnung vom 31. Juli 1914, betreffend das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Roh­stoffen. die bei der Verstellung uns dem Betriebe von Gegen- ßänden des Kriegsbedarfs zur Vcrlveudnug gelangen, bringe ich NachUchcndcs zur öffentlichen Kenntnis:

I. Es wird verboten die Ausfuhr und Durch» fuhr v o n:

Zinnoxyd (Zinnsäurcanhydrid), Zinnfäure lZinnoxydhydrat), Zinngckrätz der Nummer 301 des Zolltarifs;

Zfnnfalzcn, Zinnfäurcfalzen iStannateu) und sonstigen Zinnvcrbindungeu der Nummern 309 und 317 r des statistischen Warenverzeichnisses, z. B. esfigsaures Zinn lZinnacetat, Zinnbeize), Chlorzinn lZinnchlorid sZinn- d"Oer), Zinnchlorür fZinnfalzf), Ammvniumzinnchlorid (Pinksalz), zinnfaurcs Natron (Natriumstannat. Prä­parierfalz):

Manganfaurem Kali (Kaliummanganat) und ichermangait- saurem Kali (Kaliumvermanganat).

II. Es wird aufgehoben das Verbot der Aus­fuhr uudDurchfuhr von:

1. deutschen Fuchsfcllen,

2. Peddig bis zur Stärke von 3 Millimeter,

3. Baumwollcngaru bis Nr. 32 englisch, gebleicht, gefärbt, be­druckt, im Lohnvereüelungsvcrkehre,

4. Eifengarn.

, . IU . Unter das Verbot der Ausfuhr und Durch- >u»r der Bekanntmachung vom 24. November 1914 lRcichsanzei- ger Nv 277 vom 25 November 1914) Ziffer 6 fallen nicht:

1. Baumwollene Socken im Gewicht bis zu 720 Gramm das Dutzend Paar, ferner alle seidenen Socken:

2. Frauen- und Kinderhandschuhc aller Art, baumwollene Männerhandichuhc, lederne Männerhandschuhe mit Aus- "al>me der braunen, grauen, gefütterten und weißen Mililär-

- JJ- ® a i t r c ^ ot , ?lus- und Durchfuhr von Baumwoll aewcben in Ziffer 2 der Bekanntmachung vom 6. September 1914 lReichsanze.ger Nr. 210 vom 7. September 1914) und in ZMer V der Bekanntmachung vom 18. Dezember 1914 (Reichs- anieiger Nr. 298 vom 19 Dezember 1914) wird eingeschrän kt bahn duumwollgewebe für Ausrüstungsstücke (Brotbeutel, Zelt-

- Unter das Verbot der Ausfuhr und Durch- .S,!!,® 011 T ,,^ r Bekanntmachung vom 24. Dezember

SM» ^^ncheanzeiger Nr. 303 vom 28. Dezember 1914) fällt

' Bettingen' 29 /L 7 u 7 r^ 15 .^ **

Der Stellvertreter des Reichskanzlers:

Delbrück.

XVIII. Armeekorps.

Stellvertretendes Generalkommando Abt. III b. Nr. 2231/889.

Frankfurt a. M., den 2. Februar 1915. Betr.: Verwendung von Mehl zur Herstellung von Seife.

Bekanntmachung.

.^"f Grund der §8 I und 9 des Gesetzes über den Belagerungs- zustand vom 4. Zuni 1851 ordne ich an: 1

...die zur menschlichen Nahrung oder als Fulter-

SE^Lnd7t^rde'n.'"""' SUC 6frftfltunfl

^^.Ä'°7u7^Ulngen werde auf Grund des 8 9 des vorbe- zerchneten Gesetzes mrt Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft " Der Kommandierende General:

Freiherr von Gall, General der Infanterie.

An die Ortspolizeibehörden des Kreises.

©Mfifn, den 8. Februar 1915.

Großherzogliches Krcisamt Gießen.

Dr. Usingcr

Bekanntmachung.

Betr.: Abänderung der Bekannluiachung über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl von, 25. Januar 1915. Die nachstehende Bekanntmachung des Reichskanzlers Ivird hiermit veröffentlicht.

Gießen, den 12. Februar 1915.

Großherzogliches Kreisamt Gieße».

Dr. Usingcr.

Bekanntmachung

einer Aenderung der Bekanntmachung über die Regelung des Ver­kehrs mit Brotgetreide und Mehl vom 25. Januar 1915.

(Reichs-Gesetzbl. S. 35.) Vom 6. Februar 1915.

Der Bundcsral hat aus Grund des § 3 des Gesetzes über die Ermächitgung des Bundesrats zu wirtschalt.ichen Maßnahmen usw. von: 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 327) folgende Verord­nung erlassen:

Artikel 1.

I» der Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl vom 25. Januar 1915 (Reichs-Gesetzbl.

S. 35' werden folgende Aeicherungcn vorgenommcn:

1. Im 8 4 Abs. 4 e wird stattveräußern" gesetztliefern".

2. In, ß 14 Abs. 3 werden statt der Worte1. August 1915" dre Worte15. August 1915" gesetzt.

3- Im 8 36 wird unter e hinter dem WorteHändler" das WortHandelsmühlen" eingcsügt.

4. Im ß 36 wird als Nummer I hinzugefügt:

dle Besitzer von Vorräten, die nach 8 2 c von der Be­schlagnahme nicht betroffen find, aufsordern, diese Vor­räte anzuzeigen. Soiveit Vorräte eines Besitzers fünfund­zwanzig Kilogramm übersteigen, können sic auf Anordnung der zuständigen Behörde für den Kommunalverband oder die Gemeinde enteignet werden: die 8§ 13 bis 20 gelten entsprcckwnd."

5. Im § 45 wird Abs. 2 gestrichen.

m Artikel 2.

Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Der Rerchskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Außer­krafttretens. -----

B e r l i n, den 6. Februar 1915.

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers. _ T el br ück.

Bekanntmachung.

Betr. : Ausfuhrverbote.

Nachstehende Bekanntmachung des Reichskanzlers von, I. Fe- bnia X . ß' bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 10. Februar 1915.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Usingcr.

Bekanntmachung

Q, l h, l JSP'A der Kaiserlichen Verordnungen vom

31 Juli 1914, betreffend das Verbot 1. der Ausuhr und Durch­fuhr von Waffen ufw., 2. der Ausfuhr und Durchfuhr von Roh- stolfen, die bei der Herstellung und dem Betriebe von Olegen- standen des Kriegsbedarfs zur Verwendung gelangen 3 der Ausfuhr von Verpflcguugs-, Streu- und Futtermitteln, bringe ich nachstehendes zur ölsentlichen Kenntnis:

Es wird verboten die Ausfuhr von:

Hnse, Wackis der Nuimuern 73, 141 und 247 des Zolltarifs Erdivachs lOzokeiit', gereinigt, und Zeresin in B öcken, Täfelchen oder Kugeln: Wachsstumpfen von gereinigten, Erdwackrs und von Zercnn Nunmier 249 des Zo'ltarifs, Tabak und Tabakfabrikatcn. K.eesaat, Grasfaat Runkel-. Zucker- und Feld etGen kamen Möh-

^e^T'rdcke.m.lchfabrika,^^'^' Sanatogen. Plasmonich °n-

verboten die Ausfuhr und Durch- «gg 'jTö , un , b Teilen davon Nummern 892 und

8.» des Zolltarifs: Roheifen mit weniger als I Prozent?' B eck>en aus Eisen : roh, entzundert, gerichtet, dresfiert, gefirnißt.

^^buckelt, geflanscht, geschweißt, gebogen, gelocht,' Ä'i" Er Stärk« von 4,5 mm oder dartlber: Wellrolweii '°, bn bkrgleichen geivellten Röhren) aus L k Wandstärke von 4,6 mm oder darüber: Zink, roh

Imd Zinkblech, roh, Nummer 855 und 856 des Zolltarifs Berlin, den 1. Februar 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers.

Del br ü ck.

Betr. : Militärverhättnisse der ehemaligen Hilssschüler.

dl" die Schulvorstände des Kreises. e,..i dlnregung des Reichskanzlers hat das Großh. Mini, stenum des Inner», Abteiliing für Schiilangelegenhejteii, ange