Englands Goeherrsthaft ntfifTe fron uns tefiitdjlfcet Verden, das fei der entjrige WLg jitr Verständigung imb dazu der deutschen Arbeiterschaft bessere Lebensbedrngungen zu schassen. Eng- laird habe schon gefühlt, daß es ihm an den Lebensnerv gehe. @3 komme nicht darauf cm, daß wir die englische Flotte, sondern daß mir den englischen .Handel vernichten. Bis jetzt seien monatlich 400 000 Schifsstonnen versenkt: wenn sich der 'Zustand sortsetze, seien in 10 Monaten 4 Millionen! Domren versenkt, die nach- dem Urteil aller Mar ine sachverständigen Englands Vernichtung bedeuteten. Um zu erkennen, welche Nah- rungsmittelTwt in LÄrgland tperrschen werde, brauche man nur die Frachtsätze zu beurteilen, die z. B. für die Tonne Weiten von Argentinien nach England sich von 7,05 Mk. auf 126 Mk. erhöht Hecken. Bein anderen Produkten verhalte es sich ähnlich. Zu wünschen sei, daß der U-Bootkrieg rücksichtslos geführt werde. England habe den Krieg erklärt, Amerika. habe ihn nicht erklärt, dieses ! ei der einzige Unterschied. Wenn wir Englands 'Nahrungsmittel versenkten, — es führt 80 Prozent ein — , so müsse England kapitulieren. Es sei selbstverständlich^ daß wir Englands Kriegsflotte mdyt völlig vernichten fömicn, aber wir müssen uns das Recht erzwingen, unabhängig von England, aus-- und einzuführen. Die flaudrrsche Küste werde von vielen als Mittel dafür angesehen, Englaird schach zu bieten. Ließen wir Belgien in Händen unserer Feürde, so
werde es der Spielbcrll Unserer ,Feinde bleiben. Die ryeinrsch- weflsälische Industrie sei dadurch ftdr immer bedroht und damit die deutsche Arbeiterschaft. Wie weit Amrex tonen Wirklichkeit würden, bleibe dahingestellt, entgegen der Versicherung Scheidemanns seren 80 Prozent der deutschen Arbeiterschaft Annexionisten. Unsere Ko- Üonicm zu verteidigen, sei uns auch ferner unmöglich, tvenn wir uns nicht die nötige Seegeltung gegerr England verschafften. Wir dürs- ten in Zukunft nicht mehr einer Koalition Englands ge gen li berschen. Dafür habe unsere Diplomatie zu sorgen. Auch in Zukunft würden England sund Amerika einig zusammenstehen. Amerika rüste heute schon jum Kriege gegen Deutschland und Japan. Es sei ein Irrtum aus Sympathie imd Antipathie die Weltwirtschaft leiten zu wollen. Tie Sozialdemokratie Englands und Frank- reichs ginge dnrch Dick und Dünn mit dem Zarismus. Der russische Liberalismus sei unser größerer Gegner. Eine sozialvemvkr. Politik könne Rußlands Blicke mehr nach Asien ruhten, als nach Europa. Wir würden uns nicht so sehr auf Bünd-wsse verlassen, sondern daran denken müssen, daß der Starke am mächrtgstc« allein sei. Gerade die beutsche Arbeitersclyaft müsse deutsche Seegeltung und weltwirtschaftliche Geltung verlangen. England habe den deutschen Arbeiter brotlos machen und deutsche Frauen und Kinder ver- himgern lassen wollen. Dies habe erst England zum Bollerrecht werden lassen. Eine. Seegeltung und WehrrüstMg Müßten ivir
uns schassen von Deutschlands Gnaden, um England Schach chl bieten. Tie Menschheit müsse von der britischen Seeherrschaft befreit werden.
Ter Vortrag wurde vou den zahlreichen Anwesenden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. _ __
Meteorologische öeodachtlMgen der Station Gießen.
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Rüddingshausen, den 15. Dezember 1916. Großh. Bürgermeisterei Rüddingshausen.
I. V.: Nikolai, Beigeordneter.
VttPchtMg eines BchlMsD.
Die Stadt Alsfeld beabsichtigt einen in der Nähe der Stadt gelegenen Basaltbruch auf mehrere Jahre zu verpachten. Der seitherige Pächter har eine Klopfmaschine im Bruche, die täglich ca. 90 cbm. Kleinschlag fördert, diese ist jetzt noch im Betrieb und kann von dem neuen Pächter evtl, übernommen werden. Der Betrieb kann jederzeit eine Vergrößerung erfahren.
Angebote mit Angabe der beabsichtigten Pachtzeit sind bis zum 5. Januar 1917, vormittags 11 Uhr, verschlossen, portofrei, und mit entsprechender Aufschrift versehen an untersertigte Stelle einzureichen.
Alsfeld, den 14. Dezember 1916. gooiD
Großherzogliche Bürgermeisterei Alsfeld.
I. V.: Reh.
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