J*> öielc Tobe twnif.rn, ryu bewegen. (Beifall.) Was sehen wir in oreser Rede? Zn allererst den Schrei, um die Neuttalen und das deutsche Volk zu täuschen. 9ttchi ^vir sind es, die diesen schrecklichen Krieg wollten. Er ist wis ausgezwuuffen worden. Ailf diesen Schrei loill ich zum hundertsten Male antworten: Nein, Ihr wart die Angreifer! Was Jlw auch sagen mögt, es sind Tatsachen vorhanden, die es auch beweisen. Das Blut kommt über Euer Haupt, nicht über das uusrige. (Lebhafter Beifall.) Ich habe das Recht, aus diese plumpe Falle hinzuweiseu. Bethmann Hollweg sagte: „Wir wollen unseren Völkern alle Mittel zur Wohlfahrt, die sie nur IvünHchcn können, geben." Und den anderen Völkern bietet er als Almosen, er wolle ihnen gern zugestehen, sie nicht vernichten zu wollen. Nach der Marne-Schlacht und nach Verdun ist dies das, was nmn einen, ruhmreichen, aufrecht stehenden Frankreich bietet. (Levhafter Beifall.) Ein derartiges Dokument — man muß Nachdenken und sehen, welchen Zweck cs verfolgt. Von dieser Tribüne herab tM.be ich das Recht zu sagen: Es ist ein Manöver, ein. Versuch, unc unter den Alliierten Uneinigkeit zu säen, das Gewissen zu verwirren und die Völker zu demoralisieren.
Paris, 13. Dez. (WTB.) Bormeldung. Die Kammer hat mit 314 gegen 165 Stinrmien eine Vertrauenstagesord-» nung angenommen,
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Erklärungen Soinrirros in der italienischen Kammer.
Rom, 14. Dez. (WTB., Meldung der Agenzia Stefani. Am Ende der Kammersitzung vom Mittwoch erklärte Sonnino inmitten gespannter Aufmerksamreit als Antwort auf die Anfrage Baslini: Es ist wahr, dag der schweizerische Gesandte mir eines Note der deutschen Regierung «und der drei mit ihr verbündeten Mächte übergeben hat, die besagt, daß Fciedensver- Handlungen begonnen werden sollten. (Zeichen von Bewegung.) Dev schweizerisch? Gesandte fügte bei, daß er diese Vermittelung ich seiner Eigenschaft als Vertreter der deutschen Interessen in Italien übernommen und keineswegs die Wsichit habe, irgendwelche Vermittelung zu unternehmen, sondern nur zu übermitteln. Ich! antwortete, fuhr Sonnino fort, indem ichi Mt davon nahm und dankte. Um ai4> as in der Anfrage Baslini gestellte Verlangen zu antworten, erkläre ich schon jetzt, daß in der Notekeine einzige genaue Bezeichnung der F r i e d e n s b e d i n g u n g e n enthal tc n ist, auf Grund deren man versuchen wolle, in Friedensverhandlungen einzutreten. Im übrigen werde der Text der Note durch, die Agenzia Stefani in Uchers-etzung wiedergegeben werden. Sonnino verlas dann die auf die Friedensbeding nngen an-spielenden Worte und fuhr fort: T a s i st a l l e s. Im übrigen lxnrdelt es sich^ um Kriegs- betrach tu ngen. Ich habe dem schweizerischen Gesandten ge- antwortet, daß ick/ natürlich mich zuerst mit meinen Kollegen und nrit den verbündeten Regierungen verständigen müsse (AufmerTsanckeit) hinsöMich der Antwort auf diese Note, die ebenfalls zwischen den vier feindlichen Mächten vereinbart worden fft. Ich, möchte den Abgeordneten, der mich interpellierte, sowie die anderen Abgeordneten, welche dies ebenfalls Vorhaben sollten, darum ersuchen, diese Debatte nicht in die Länge zu ziehen (Zustimmung) und zwar ans folgenden Gründen nicht : In einer so heiklen Llngelegenhett ist es sehr wichtig, daß die Verbündeten in vollem Einvernehmen Vorgehen, nicht allein in Bezug auf den Kern und das Wesen dessen, uns mitzuteilen sein lorrd, sichern auch, hinsichtlich der Schattierungen der Form. (Allgemeine Zustimmung). Das wäre nur möglich,, wenn leder seine besonderen Eftidrücke von vornherein bekannt geben wollte. Ich' habe nichts witeres beizu fügen. (Sehr lebhafte allge meine Zrn'trmmung.)
Baslini dankte dem Minister für die sofortige Beantwortung der Anfrage, Um der berechtigten Einwendung Sonn inos Folge zu Fckm. verlange er keine weiteren Erklärungen. (Sehr gut). Die Sitzung wurde aufgehoben.
7nus müsse aufgegeben oder vernichtet werden, eh? ein dauerhafter Friede geschlossen werden könne.
Der australische Primierminister Hughes sagte in einer Rede: Der Friede ist unmöglich, ehe die Gebiete der Alliierten geräumt, eine Schadenvergütung bezalcht, die zerstörten. Städte wieder aufgebaut, die Industrie wieder eingerichtet und die Personen, die Gewalttätigkeiten begangen haben, bestraft sind. — Ter Ex minister Jose Cooc sagte: Deutschlands Angebot sei ein geschickter Bluff. Großbritannien kämpfe, um die Mililärmaschine zu zerstören, nicht, um sie für den zukünftigen Gebrauch werter bestehen zu lassen.
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Ein neuer russischer Minister des Aeußern.
Petersburg, 14. Dez. (WTB.) Reichskonttolteur Pokrowsky wurde zürn Minister des Aeußern ernannt. Sein Nachfolger als Reichskontrolleur wurde der Gehilfe im Firranzministerinm Feodvsieff.
Das Kabinett Bratianu.
Berlin, 14. Dez. (Priv.-Tel.) Die „Voss. Ztg.
mel-
Die Stimme Englands!
Aeußerung des Ministers Bonar Law im Unterhaus.
London, 14. Dezember. (WTB. dtichtanttlich.) Meldung des Reuterscheit Burttms. Unterhaus. Bei Besprechung der Frieden svo rschlage sagte Bo nur Law: Bei Begründung der testen Kredrtvvrlage gebrauche Asquith folgende Morte: Sie — die Alliierten — verlangen, daß angemessene Genugtuung für die Vergangenheit und angemessene Sicherheit für die Zukunft vor Händen sein muß. (Lauter Beifall). Das ist immer noch die Politik und das ist immer noch der Entschluß der Regierung Seiner Majestät. (Erneute--:, langLndauernder Beifall.)
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.London. 14. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Mekdüng des Reu- tergchen Bureaus. Die Aeußerung aus ministeriellen Kreisen über bm deutschen Friedens Vorschlag erfolgt voraussichtlich erst nach Beratung mit den Alliierten. Inzwischen kam: erklärt werd-vr daß dre vollständige Einmütigkeit der britischen Presse aller Partei-Schattierungen nichts anders Tjt, ms ent Reflex derselben Einmütigkeit, die sowohl unter den Ministern und Regierungen der Alliierten, wie unter den alliierten Voller?! herrscht. Die deutschen Vorschläge sind noch nicht begannt aber angesichts des Umstandes, daß die Mittelmächte sich als Sieger^ aufspielen hegt man betreffs ihrer Natur sehr starkes Mißtrauen. Tatsächlich ist diese Schaustellung des dentschien Bluffs durchaus erwartet und nach ihrem wahren mrrt erngeichätzt worden, und wenn die Vorschläge den vermuteten Eharatter haben sollten, so wären sie im Voraus zum Mißerfolg vermckeilt Der deutsche Schritt wird als ein sOauer Versuch zwischen den Alliierten zu säen, indes vkerleMä BsdruMMgeu Vorgeschtagen würden, von denen ein Teil
bm anderen unannehmbar Ware. Glerchzelttg aber wttd der Schritt als ein offenkundiger
be I durch Tatsachen bestätigt loird, ttvn welchen dve Mrrerben nach der eigenen Erkenntnis der Deutschen unterrichtet smd —, daß die Mittelmächte den Krieg niemals gewinnen können, und daß sie tatsächlich so
M>. W mag noch auf der Front der Al vierten Zeitsr tum Druck und AnstvenMnyen geben, aber die ernzrge Antwort auf ine F-Tiedensvorschläge des Feindes, sobald ne er.ttreften wird dre sein, daß von neuem erklärt wird, daß der 5rrreg, was dre Alliierten betriM, erst dann enden darf, wenn P** Sielte deretwegen sie in den Krieg eingetret en sind, er- "icht s-,n »nte fc andere R-ttwE ist rnnnütfi#
. L ° " b ° n 14^ DA WTB^Nichtamtlich.) In Erör-trrnnq der deutschen Frredcnsüarschlaa? schreibt die „ffie ft min fl e r ßSa« r-' ?? au ! ^ gegenwärtige Lage ist es wahrschein-
lrch, daß der Femd versucht, du Alliierten zu entzweien. Noch erne vermmfttgere Schlußsolg«nng ist die, daß die Reserve^
der Mittel machte nicht den neuen Verpflichtungen
ent L i> JJ d) n r l' ^ '* rten Zerlegt sind und daß die Beute an rumawschen Lebensmttteln nach ihrer Meinung nicht ausreicht, um ihnen über den kommende,: Winter und Frühling hinweg n. dessen Wrr müssen deHalb in diesem Schntt einen ermut i g^end 4\ Archen in Militärischer und lmrtschaftlicher Hinsicht erblicken Aber wtt waren voreilig, wenn wir glauben würden, daß wir uns ruhig damit erledigen konnten: we?m wir es einfach als einen Nvtt schr^ zurückweisen, der uns nichts angeht. Deutschland weiß, daß der Krieg .große Unruhe unter otft Neutralen hervorgerufen hat rmd es f*it fernen Appell rn erster Reihe mehr an sie, Ws an uns ^.'rchret. Du Alliierten dürfen sich deshalb nicht «oeigern den Vorschlag anzuhEn, der ihnen in regelrechter Weise vorgeleat Wirt». Aber fre müssen rückhaltlos sagen, dbaß ihre Verpflichtung ^mernsam W handln, untmderruftich ist, daß keine Vorschläge Aussicht auf Beachtung geben werden, welche be- dsmen , allen, daß einer von den Mliierten den anderen bettüav oder fordern rtfüxbai daß die Alliierten ihre Absichten aufgeben ^^uf M sehen, daß das Rechte feien und das Unrechte gesühnt
y A,!”; mfa 'rnm.jVe Zeitung
li r Fr«denso,«vertuve rn Schoinvel
0 cul emftWger Trrck. „A ge" schreibt: der derrtfche MilitariK-
det aus Genf: Die Pariser Ausgabe des „New Jork Herald' meldet aus Jassy, daß alle rumänischen Minister dem Ministerpräsident Bratianu, der sich im Großen .Hauptquartier aufhält, ihre Demissionsgesuche übermittelt haben. Es stehe indes fest, daß Bratianu selbst auf seinem Posten bleiben werde.
Der Berliner „Lokalanz." meldet aus Wien: Aus Sofia wird der „Neuen Freien Presse" berichtet, vo-n unterrichteter Stelle verlaute, daß der Generaldirektor der rumänischen Staats buh neu, Cottescu, vorgestern bei Generalfeldmurschall v. Mackensen um eine Audienz nachgesucht h-abe, die ihm gewährt wurde. Cottescu stellte seine Dienste und die des gesamten rufnänischen Eiseubahn- perso'.rals Mackensen zur Verfügung. Sein Anerbieten wurde angenommen, jedoch unter der Bedingurrg, daß das Personal unter deutsche Oberleitung gestellt werde.
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Lebensmittclmangel in Italien.
Bern, 14. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Mailänder Blätter^ verbreiten ein Dekret des ReichZverwesers, wonach in Restaurants, Hotels usw. ein Ntittag'essen nur noch uns 'wei, ein Meudessen uns drei Gängen bestehen darf, von >enen nur einer eine Fleischspeise sein soll. Süße Speisen dürfen nur Donnerstags und Freitags verabfolgt werden. Als Fleischgänge gelten sowohl frisches Fleisch, wie Fleischs- konjerven. Zur Versüßung des Kaffees und anderer Getränke ist nur eine Ration von 15 Gramm Zucker gestattet. Zuwiderhandlungen werden mit Betriebseinstellung vmi 3 bis 14 Tagen bestraft. Ein weiteres Dekret bestimmt, daß in ganz Italien vom 1. Januar 1917 ab nur noch ein Einheitsbrot gebacken werden darf. Für die Länge und den Umfang des Brotes werden genaue Nornien ailfgestellt Das Brot darf nicht mehr nachts hergestellt werden, um Kohlen zu sparen, sondern darf nur noch am Tuge vo-n 12 Uhr ?nittags bis spätestens 9 Uhr abends gebucken n?id darf nicht vor dem anderen Tage verkauft werden.
^eni, lz.,^ e%. sW5LB.) '-Ms Paris, wird gemeldete ^ver Präscheitt der ILepiMik hat ans Grund des Berichtes düs. Kriegsministcrs zwei Erlasse unterzeichnet.
Ter erfte lautet: General Joffre, OberbesehlslMber der ftgnzömchen Armee, übernimmt bei der Regierung die Rolle eines fachmännischen Beraters fttt die Kriegsleitung.
Der Sioeitt Erlaß llnttet: Die O be r besehtsiHaber den No r d - und N o rdostarmee und der Orientarmee üben ttder in der Leitung der Operationen ihr Amt aus, ohne den B» drngnngen unterworfen zu sein, welche in dem Erlaß vom 28. Oktober 1913 über die Vorschriften über die Führung großer Einheiten und rm Erlaß vom 2. Dezember 1913 über die Vo-rschrif^r bettessend den Dienst im Felde vorgesehen sind.
Aur dem Reiche.
Berlin, (14. Dez. (WTB.) Jü der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: der Entwurf einer Verordnung betteffend die Stempelpslicht ausländisckier Wert- vapie?:e. ^der Entwurf einer Verordnung über Hülsenfrüchte, der Entwurf einer Verordnung betteffend Krankenversicherung deut-^ swer Arbeiter im besetzten feindlichen Llusland, der Entwurf der deutscheu Arzneitaxe 1917, eine Ergänzung der Bekanntmachung betreffend geftmdl-eitsschäüLiche täuschende Zusätze zu Fleisch und depen Zubereitungen usw., der Eutwurf einer Berordnmig betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, der Entwurf einer Ver- vrdiiung betreffeno !AnMeldung von Mslandssorderungen, der Cnitwurs einer Verordnung betteffend Verwendung weiblicher Hrlss-, ttäfte im Gerichtsschreiberdienst, der Entwurf einer Verordnung über die Geschästsaussicht Mr Mwendung von Konkursen.
Der Seekrieg.
Rotterdam, 14. Dez. (WTB.) Die französischen Sea ler „C a e t e" und „M adelain e", svwie drei e n g - tische Fischerfahrzeuge aus Brsxhmn sind durch Unterseeboote v er sewkh worden.
Marsri-lle, 14. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Dampfer „Magellan" (6027 Ton neu) und „Sinai" (4624 Tonnen) sind von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzungen und Fahrgäste wurden von den begleitenden Schiffen gerettet.
Kristiania, 14. Dez. (WTB.) Der norwegische Dampfer „Bob" landete hier die Besatzung von 15 Mann des Dampfers „Bjoer" aus Kristiania (3090 Bruttoregister tonnen), der am Montag nachmittag 4 Seemeilen von Ry^ vin-gen von einem deutschen Tauchboot versenkt wurde.
Frankreichs neuester kkriegsmmister.
An dem neuesten Käbinettskrach in Frankreich hat eigentlich ™. x A^A/tzung d^ Kriegsmiuifters General Itogues überrascht. Die Abschiebung Jvffres, der letzt aus einen angeblich noch höheren Posten befördert «wurde, war ja schon lange angesagt. Auch die Befördenmg Nwelles auf Jvffres Posten war in Pariser Blättern schon fett einiger Zctt angedentet. Man schwankte nur noch zwischen ihm und dem anderen Bttdungeneral Petam. Ein „Ereignis" ist ledensalls die Berufung des „marokkanischen Tigers" Lpautev auf den KriegsmiNiftersessel. Man soll ihm zuerst die Würde des Generalisftnius, also die Nachfolge Jvffres angebvten hab^n. Aber Lyautep lehnte ab. Er hat eben militärischen und politischen Ehrgeiz. Er werß, daß man im parlamentarischen Leben jetzt einen Menschen mttesserner SUsrn und aftckanifchen Nerven braucht. Demi der cknstnrm der Unzufriedenen wird immer ungestümer Der fleißige Bureaukrat Roques, Gallienis Nachfolger, mit seinem grauen KAebcMrt Er dem blassen Stnb«chock«gesicht war «n guter Buchbalter für Brians, wÄter nichtL Er sorgte fit* qe- wissenüaftc AuAubrumg der vom Hauptquartter qestellten Aufträge Das können aber auch geringere Götter machen. W>as man setzt braucht, ist t—< mach gestatte den Ausvnlck, er soll ja mir aut Spitztmmen aNspielen — eine polttische Bestte, eine Art Äkba, der dem Parlament Rede steht ilnd nicht mit der Wimper W S) 15 * ltte. Meile rachsüchtiger Erbitterung heranfliegeu und ^Ee^RMcke mit militärischen Dingen verknüpft werden.. Darauf versteht sich em Lyautey. Er ist kemesiwegs nur ein mehr oder weniger mit Narben bedeckter Kriegsmann und Afrikaner, sondern er kennt auch gründlich die Politik der Heimat. Als er zum ersten franzöfischen Generalresidenten in Marokko ernannt wurde soll DMident Fallröres Bedenken geäußert havlen/ weil ?^Eck die Zttilvemmltilng immer den Vorrang vor der soll UND well der Radikalismus stets große der Herrschaft des „Säbels" gehabt hat. Ministerpräsident Poineare beschwichtigte Herrn FalKores mit der Versicherung 75 ° Lyautey trotz seiner Uniform bürgerlicher denke als mancher Zivilist, der «re gedient habe. Bei Ausbruch des Weltkrieges stand ganz Marokko gegen Frankreich auf. Am 27. Jchli 1914, also nur !!ifi n ro a 2 C ~ r - T KcieqserMrung, veröffentlichte der Deputierte "" Mf mc ^‘T rci be Llldre, den Brief emes Generalstabsvffiziecs ans Bttrrokesch, m d^m es hieß: „Sollte Man den General Lyautey abberlffen so würde in kurzer Zeit der allgemeine Aufstand aus- l^echen. Um ihn zu unterdrücken, hatten wir 100 000 Mann mehr Lyautey ging fort. Am zweiten Tage des Krieges schiffte k fS,?? 0 # /Marseille ern, mit dem größten Teil seiner Soldaten Er hatte diesen ^ru^nbeftand in der offtziösen „Döpeche Tuni- ffenne" schon am 12. Juli 1914 selbst aikgegeben, - auch beznchnend Frankreichs bewußte Vorbereittmg des Krieges? Am 4. Oktober 1914 landete Lyautey bereits wieder in aller Efle in Rabat, um für Frankreich zu retten, was zu retten war. Wieviel der Schuld er an den Greueln gegen che Deutschen in Nordafrika nach Ktiegsäusbruch ttagt wird erst spater festzustellen sein. Möglich, daß die d'Nmada «Xw ^5^ alle heißen, für jene Dinge verantwortlicher Mvvl.uch was che Berverstamme letzt machen werdeii, solange ihr Bejchworer Lyautey m Frankreich weilt, bleibt abzuwarten. Eines wird ^hautet) trotz seiner Jahre noch lernjen müssen, nämlich daß che tapferen Deutschen an der Somvie und bei Berdnn keine Berber ftnd.
Die nationallkberale Reichriags-Zraktion an den Keichsianzlex.
Der Vorstand der nationalltberalen Reichs tags sraktüm hat in Ausführung des von der Fraktion in ihrer Sitzung vom 12. d Mts. einstimmig gefaßten Beschlusses am 14. d. Mts. an den Reichskanzler das nachstehende Schreiben gerichtet: -
Euer Exzelleuz beehren wir uns namens der nationalliberalen Fraktion ganz ergebenst folgendes als einmütige Millens-, erklärung der Fraktion mitzuteilen.
^ sowohl in der polnischen Frage, als nunmehr in der Frage des Friedensangebotes ist der deutsche Reichs- £ ö c? 0 r vollendete Tatsachen gestellt worden, ohne daß ihni zuvor Gelegenheit gegeben wurde, seine A)n s i ch L ^ur Geltung zu bringen und bdi der Lösung der Fragen nntdest mimend oder auch nur mitberatend nritzuwirken. Diese ck u s s ch a l t il n g des Reichstags scheint auch bezüglich der Frie- densbedingungen bereits vollendete Tatsache Zii sein, denn die -an) unsere Feinde gerichtete Note vom 12. ds. Mts. enthält den Satz, day die mer verbündeten Mächte zu den Friedensverhandlungeit Borjchlage mitbrmgen werden., die nach ihrer Ueberzeuguilg eine geeignete Grundlage für die Herstellung emes dauerhaften Friedens bilden, ^vie Friedensbedingungen stehen also fest: sollten sie von unseren Feinden angenommen werben, so stündeii wir vor der Tab- sache, daß dem deutschen Volke ein Frieden beschert würde, bei dessen Gestaltung es mit keinen: Wvick hätte Mitwirken können Euere Exzellenz haben uns imederholt mit Worten, die uns alle ttef bewegten von der sittlich^ Größe, der beispiettosenl Aufopferung und Hingabe, dem wunderbaren Geist des deutschen Volkes gesprochen. Als Vertteter dieses Volkes, das eine Helden- große und erne Opser.mlligkeit ohnegleichen gezeigt und den .Krieg .einen Volkskrieg im besten Sinne des Wortes ausgesaßt und Aesuhrt .hat nnffsen wir Anspruch darauf erheben, daß ihm künftig, dm Rkoglichkett gegeben itrirb, durch beit Mund des Reichstages seme SttMme M erheben und mitMvirken bei der folgenschwersten Gltscheidung, vor du je ein Volk gestellt wordm ist. Diese Ent- scherdung von der d:e ganze Zukunft unseres Volkes und Vaterlandes obhangt, erfordert gMeterisch, daß. zwisckieii der Regierung und dem durch den Reichstag vertretenen Volke ein «ei* trauensverhÄtnis bestehe, das wir jedoch durch die bisherige Mrs- schaltung des Reichstags für gefährdet erachten.
Wrr sprechm diese Worte im vollen Bewußlsein ihrer Tragweite aus: Pflicht wid Gewissen gebieten uns, Euerer Exzellenz rückhaltlos .unsere Meinung kundz-utM und nachdrücklichst zu sordern, daß dem Reichstag bei allen mit der Gestaltung der Verhälttiisse mdy, dem Kriege zusamnrenhängenden Fragen die ihm gebührende Stellung eines gleichberechtigten Teiles eingeräuml loerde.
Mft vorzüglicher Hochachtung Euerer Exzellenz ergebenster Vorstand der nattonalliberalen Reickstags-Fraktivn Baffermann, Prinz zu Schönaich-Earolach,
Bartling, Tr. Blankenhorn, Dr. Jmrck, List (Eßlingenh Schiffer (Magdeburg), Dr. Sttesemann.
Die GoldankauffteNß
in den Räumen der Zezirksspattüsse Gießen ist morgen von J|0 bi§ \ 2 % Ahr geöffnet!
Aus Stadt und Land.
Gießen, 15. Dezember 1916.
Verbilligung der Wareneiufuhr durch BriKanteu.
In der letzten Woche hat Mieder (^td an das Anslank abgegeben werden müssen. Diese Goldausgänge könnte: kleiner sein, wenn wir mit anderen Wertgegenständeir um Guthaben verschaffen könnten. Es ist, wie die tägliche Er fahrmng der Gvldankaüfsftelle zeigt, noch nicht genügen, bekannt, daß jeder, der Brillanten oder andere Edelstein! (mit oder ohne Fassung) an die Goldankaufsstelle verkauft dazu beiträgt, daß solche Guthaben im Ausland qeschaffe: werden können. Das geschieht durch Verkauf inr Ausland Mit dieser so erworbenen ausländischen Forderung lasser srchdann Verpflichtungen für unsere Warenbezüge ans dem Ausland auf das Vorteilhafteste begleichen, gerade so. als ob wrr rn der Lage gewesen wären, Gold ins Ailslmid zu geben So ermöglicht, erleichtert und verbilligt jeder Verkäufer vvn Edelsteinen den Bezug ausländischer Waren. Angenom men werden nnr Schmuckstücke im Werte vvn 500 Mk. auf- warts mW Einzelsteine im Mindestwerl von 200 Mk. Der Einreicher setzt den Bettag fest, unter dem der Verkauf nich, erfolgen darf. Wird mehr erzielt, so kommt selbstverftändlick amy das ganz allein ihm zu. Wird weniger geboten, geht dei Schmuck an rhn zurück. '
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** Amtliche Pe rsonaln ach r i chten. Der Groß- o 6 /Mt zum 1. Dezember dem Oberlehrer an der AnguAnm'- sckmle (Gymnasium UW Realschulei zu Frredberg Wilhelni dem Oberlehrer am Realgymimsium zu Mainz Emil Kohl imid dem. Oberlehrer an der höheren Mädchenschule z, Oftenbach Konrad Richter den Charakter als Professor erteilt - Der GroßherM .hat am 13. Dezember d. Js. den Vorstand W 11 Länanzrat .Heinrich Nicklas zu Mafti- auf sein Nachsuchm unter Anerkennmlg seiner langjährigen tteuev Dienste vom 1. Februar 1917 ab in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß den Charakter als „Gelieimer Finanzraft' verliehen, i— Der (vroßherzog hat am 13 Driem'ber v Js Mstzarbeiter bei der Mtettmig für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen Banrat Heinrich Waa-


