Ausgabe 
1.12.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

fcttft 27 fa M., Cfeenlr: "eit 64,0' i: i izböden 68.50 M. und SStfeinttT 172,80 M. Zusammen 1287,35 M.

Hessen Nassau.

Mar b u r c\ r 30. Nov. Zn ü nlder n 5ugte ein Arbeiter bei einem Surr; von der Scheunendiele das Leben ein.

F. C. Kassel, 1. Dez. 1000 Gramm Weizenmehl ver­ausgabte der Landkreis Kassel in diesem Jahre zun: Zwecke der W u r st b e r e i t n n g an reöeit Hausbaltungsvorstand.

= Frankfurt a. M., 30. November. Da die Stadt in Airkunst an Mild nur noch ein Viertel der Friedensuvenge erhält, sckxränkt sie den Milchverlwauch demnächst erheblich ein. Sie schaltet aus der grossen Zahl der Milchhändler die Händler, die den Milch- verkauf nicht als Hauptgeschäft betreiben und nicht über einen hygienisch einlv-rndsreien Betrieb verfügen, mrs. Ferner werden die Milchberechtigten straßenweis einen: in der betreffenden Strafe woimenden Händler zugewiesen, damit der Milchvertrieb mög­lichst verein sackst wird.

H ö ch st a. M.,. 1. Dez. Auf Veranlassung der Kreisvcr- waltuu-g toiro in der Michel schm Rustsabrik eine Wnrstfabrik ein­gerichtet und' in kürzester Frist dein Betrieb übergeben. Die K r e i s - W u r st s a b r i? sieht in unmittelbarer Verbindung mit dem Schlaclxthof- Nach dem Muster der Z.-E.-G. Lebcrwurst läßt die Stadt nunmehr tieften der eigenen städtischen Willst auch eine Lebertourst Herstellen, die für 2,80 Mk. das Pfund abgegebei: tvird.

W e i d e u h a u s en, 30. Nov. Einem hiesigen Metzger- ^meister, der die ihn: überwiesenen Fl ei sch mengen nickst an die» Be- völkertmg verkaufte, sondern sie mit erheblichem Mehrgewinn aus- toärtigen Kunden heimlich zuführte, wurdet! sämtliche Fleisch­lieserungen seitens des Konrmunalverbandes gesperrt.

Die Photo yraphir im Dienste des Nrimi'-laHsten.

Die kriminalistische Photographie, die bekanntlich eines der wich­tigsiet: Hilfsmittel zur genauen Feststellung von Verbrechen und Verbrechern ist, hat in den letzten Jahren zahlreiche und höchst tttteressante Fortschritte gemacht. Mne kurze Betrachtung dieses Gebietes, wie sie der ausgezeichnete Kriminalist, der Chef der Dres­dener Kriminalpolizei, Dr. Robert Heindl, im nächsten Heft der bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart erscheinenden Zeit­schriftlieber Land rmd Meer" widergibt, zeigt, inwieweit hier das weitverzweigte Gebiet einer regelrechte:: Wissenschaft sich her- ausgebildet hat. Die drei wichtigsten Verwendungsmöglichkeiten der Hamern in: Dienste der Kriminalpolizei sind die Personen-- photogravbie zur Identifizierung eines unbekannten Täters oder Opfers- die Tatortphotographie zur untrüglichen bildlichen Dar­stellung der Einzelheiten des Tatortes und die Spurenphotographie. Ausgabe der Personenphotographie ist es vor allem, nröglichst viele charakteristische Anhaltspunkte zur Wiedererkennung zu lieben. Hier­zu ist für den kriminalistisch Geschulten das Prosilbild ai'ü geeignet­sten, da es Ohr und Nasenrücken am charakteristischsten zeigt, an­dererseits pflegt der Laie Personen mehr auf Grund der Vorder­ansicht wiedcrzuerkennen. Deswegen führte ein englischer Krimi­nalist das System ein, die Person mitsamt einem schräg zu ihr ge­stellt:: Spiegel aufzunehmen, so daß Vorder- und Seitenansicht auf dieselbe Platte kommen. Dier Nachteil dieser Photographie be­steht jedoch darin, daß das Spiegelbild naturgemäß weniger licht­stark :md darum undeutlicher ist, als die Vorderansicht und daß außerdem die Seitenansicht durch die Spiegelung verkehrt herans- kommt. Deswegen wurde dieses System durch das in den 80ev Jahren von Bertillon ansgearbeitete verdrängt. Bertillon benützte zuerst zwei photographische Llpparate, die in rechtem Winkel zu­einander aufgestellt waren, schließlich aber wandte er nur einen Llpparat an und konstrrrierte dafür einen in rechtem Winkel dreh­baren Aufnahmestuhl, auf den sich der Verbrecher zu setzen hat. Diese Art der polizeilichen Personenphotographie ist heute in der ganzen Welt üblich geworden. Neben den beiden Bildern mit Vor­der- und Seiteücmsicht wird meist auch noch ein drittes Bild mit Kopfbedeckung aufgeiwmmen, wobei immer der Grundsatz zu befol­gen ist, daß keinerlei Retouche angewandt werden darf. Die Photo­graphie einer Leiche zu Erkennungszwecken ist begreiflicherweise viel schwieriger, da der Tod die Züge entstellt ünd außerdem oft Ver­wesung hinzutritt. In diesen Fällen bedient man sich der sogen. Leichentoilette". Die Haare werden frisiert, das Gesicht wird ge- , schminkt, den Augen wird durch Grnspritzen von Glyzerin lebens- öhnlicher Glanz verliehen, eventuell werden sie auch durch Glas­augen ersetzt. Da man tnanchmal im Leben zwei verschiedenen Per­sonen mit täuschender Gesichtsähnlichkeit begegnet, ist auch das be­kannte Verfahren der Fingerabdrücke unerläßlich, da die letztere:: nie­mals ganz bei verschiedenen Personen übereinstimmen. Die Photo­graphien werden in einem sogen. Verbrecheralbum gesammelt, und zwar legte man früher, um nicht ya viele Bilder vorzeigen zu müssen, für jede Verbrecherspezialität ein besonderes Album an. Da die; Verbrecher aber oft ihreSpezialität" wechseln, wurde ein von Dr. Robert Heindl ausgearbeitetes neues Verbrechetalbumssystem. in welchem die Verbrecher nach ihrem Signalement geordnet sind, in zahlreichen Städten wie München, Dresden, Berlin und Stutt­gart eingeführt. Die Tatottphotographie ist verhälttrismäßig noch junger: Datums. Sie tritt an Stelle des früheren einfachen Proto­kolls und ihr einziger Fehler ist, daß sie die Maße der dargestellte:: Gegenstände nicht erkennen läßt und in dieser Beziehung oft durch die perspektivische Wirkung trügerisch wird. Da in der Kriminalistik aber oft ein Millimeter von größter Bedeutung ist, wurde seinerzeit von Berttllon die von Architekten und Geometern benutzte Photo- Emmetrie vorgeschlagen. Sie ist aber in der Praxis toegen der Kostspieligkeit der erfottrerlichen optischen Instrumente und der Not­wendigkeit mathematisch vorgebildeter Arbeitskräfte verhältnismäßig selten. Daher wurde von Dr. Heindl ein vereinfachtes Verfahren ausgearbeitet, und zwar wird ganz einfach der Maßstab mitphoto­graphiert. Dieser Maßstaft, der z. B. auf den Fußboden des Mvrd- zimmers gelegt wird, ist aber nicht etwa ein gewöhnliches Zenti- meterband, sondern eine quadratische Platte mit einer Zentimeter- skala, einem Transporteur und einer Diagonale. Die Spuren- photographie endlich hat vor allem den Vorteil, daß gewisse Farben, die mit freiem Auge nicht erkennbar sind, auf die photographische Platte einwirken. So zeigte sich z. B. die Photographie einer an* scheinend gesunden Frau mit dunklen Flecken übersät, itnd bald

darauf erkrankte die betreffende Person auch tatsächlich an den Blat­ter::. Zur Zeit der Aufnahme waren aber die Flecken für den Photo­graphen noch nicht sichtbar gewesen. Schon diese Beispiele zeigen die Wichtigkeit der Kamera für den Kriminalisten. Leider ist aber der photographische Apparat charatterlos genug, sich auch von den Ver­brechern schützen zu lassen, und namentlich unter den Spionen, Falschmünzer::, Antiquitätenbetrügern und Urknndenfälschern fin­den sich zahlreiche photographische Küt:stler.

GerrHtssaal.

Bcleidrguttgsprozetz Cotzrnann-Valentin.

München, 30. Nov. (WTB.) In dein Beleidig ungsprozeß Coßmann-Valentin, der als Gegenstand der Klage einen Brief Valenttns an Coßmann und einet: Artikel in Nr. 49L des BerlinerLokal-Anzeigers" vom 25. September 1916 hatte, in dem dem Kläger unter anderem der Vorwurf der Lüge und des groben Verttauensbruchies, begangen durch Veröffentlichung des bekannten Gespräches über polittsche Dinge am 21. Juli, gemacht wurde, kam heute vor dem Schöffengericht München folgender Vergleich zustande: Valentin nimmt sämtliche beleidigenden Ausdrücke gegen Coßmann als unbegründet zurück und übernimmt sämtliche Kosten. Klage und Sttafantvag werden zurückgezogen.

Mainz, 30. Nov. Vor der Stvafkammer hatten sich gestern der Futtermittethändler Koch aus Mainz-Gonsenheim und zahl­reiche andere Händler wegen Betrugs und Wuchers ßu verant­worten. Koch hatte unter der BezeichnungSttenmehl" ein aus! Gips und Sägemehl fabriziertesFitttermittel", dessen Herstel- lungswert zwei Mark ist, für 9 Mk. de:: Zentner cm zahlreiche Händler in Starkenburg und Oberhessen, besonders der Wetterau, zum Weitervertrieb verkauft. Diese Unterhändler verkauften dam: das absolut wertlose Mittel auf dem Wege des Kettenhandels für 14 Mk. in große:: Mengen an Landwirte weiter. Es tvurden also an der Ware 700 Prozent verdient. In der Gerichtsverhandlung betonten Richter, Zeugen und Sachverständige, daß der vorliegende Fall der krasseste sei, der bisher im KapitelBettug und Kriegs­wucher" vorgekommen sei. Trotzdem erkannte das Gericht auf Freisprechung, da das zur Verurteilung wegen Bettugs er­forderliche subjekttve Moment der Vorspiegelung falscher Tatsachen fehle, denn die Zeugen hätten festgestellt, daß dasStret:mehl" während des ganzen Kettenhandels auf den Rechnungen und Fracht­briefen alsSclstvefelscmrer Kalk mit Stteumehl" angegeben sei. Gegen das aufsehenerregende Urteil legte die Mainzer Staatsan­waltschaft Berufung ein. Auf das Benffungsurleil darf man ge­spannt sein.

VsemUchte».

* Theorie und Praxis. Der besonders gestrenge Führer etner franchsischen Fliegerabteilung erließ, nachL'Oeuvre", den folgenden Befehl:Es ist den Fliegern verboten, auch im

Falle einer Pause außerhalb der vorgeschriebenen Zone zu landen." Ein Flieger fügte diesen: Befehl mit Bleistill die ,'olgsnde Rand­bemerkung hinzu:In: Falle einer unfreiwillige!: Lanhung haben die Flieger sich mit ihren: Apparat auf die Tclegraphenleitnng niederzulassen ul:d dort auf den nächsten telegraphische,: Befehl zu warten."

GScherrt!. Arbersicht SsrToLnsiM l d. Stadt Gietzerr.

47. Woche. Vom 19. bis 25. November 1918. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (infl. 1600 Mann Militär). SlerblichkeitSzifser: 29,85 Nach Abzug von 8 Ortsfremden: 17,30°/,,.

Es starben an

Zus.

Er-

Kinder

wachsene

im 1 . SiibtnS* jahr

vom 2 bi- 15 . Jahr

dlnqeborener Lebensschwäche

1

1

Diphtherie

KD

MD

Keuch hui feit

1

1

Tuberkulose der Knochen Syphilis

1

1

i(i)

1(1)

Krankheiten der Atmung?-

organe

Krairkheilen der Kreislan.f?-

1

1

organe

5irankhciten des Nerven-

KD

1(1)

system-

anderen Krankheiten der

2(2)

2(2)

Verdauungsorgane

2(2)

2(2)

Krankheiten der Harnorgane

2

2

Krebs

4(1)

4(1)

Sarkontatose

1

1

Vertmglücknng

1

1

Summa:

19 (3)

16 (7)

2

1(1)

Sinnt: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffende:: Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komn:en.

Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. W a l g e r, Med.-Rat.

Pandel.

.Efser:, 60. Nov. Die Generalversamtnlnng der Friedr. Krupp IA.-G., Essen, genehmigte den Abschluß für bas Ge­schäftsjahr 1915/16 und beschloß den Auttägen gemäß. Das Er­gebnis des Geschäftsjahres 1915/16 setzt sich wie folgt zusammen: Der Betriebsüberschuß der sämtlichen Werke ber Firmen stellt sich, nach Absetzung von 30 Millionet: Mark für außer­ordentliche Tlbschreibungen auf Kriegsmcrteriakwerkstätten, auf Mark 95 928 938 (im Vorjahr 113 229 821). Dazu tteten: Zinsen nach MznH der Ausgabe:: für die Verzinsung der Anleihen, Gut­haben lusw. mit Mark 3 783 333 (3142 063), verschiedene Ein-

tnlhmer: Mk. 3 670 963 (2 505 930', was zusammen Mk. 103 383 234 (118 677 814) gibt. Hiervon gehen ab für: Steuern, einschließ­lich Kttegssteuerrücklage, Mk. 28 649 923 (i. V. Steuern Mk. 10 717 965), gesetzliche Angestellten und Arfteiterversickteriin-g Mk. 6 935 117 (5 802 283), Wohlfahrtsausgaben einschließlich

Kriegsbeihilfen Mk. 18140 886 (15 891955 ; (an Kriegsbeihitfen sind im ganzen Mk. 10 232 057 (8 976 190 verausgabt, wovon! 5 Millionen (3 Millionen) durch den in der vorigen General­versammlung für diesen Zweck bewilligten Bettag gedeckt sind); zusammen Mk. 53 725926 (32 412 203). Nach Abzug dieser Aus­gaben ergibt sich ans dem Geschäftsjahr 1915/16 ein Rein ge-, winn von Mk. 49 657 308 (86 465 611): hierzu tritt der lieber - trag ans dem Vorjahr mit Mk. 9 977 678 (9 385 347-, so daß die Generalversammlung über den Bettag von zusammen Mark 59 634 986 (95 850 958) Beschluß zu fassen hatte. Von oem Reingewinn fallet: 5 Prozent = Mk. 2 482 865 (i. D. 4 323 281) der gesetzlichett Rücklage zu. Die Sonderrücklage wird um Mark 2 Millionen (:. V. Mk. 3 Millionen) verstärkt, und ftir besondere Abschreibungen und Erneuerungen werden weitere 5 Millionen (i. V. Mk. 5 Millionen) bereitgestellt. Tie Dividende für 1915/16 ist ans 12 Prozent festgesetzt. (Im Vorjahre hätte eine Tividnid« von 24 Prozent verteilt werdet: köm:en, doch verzichtete bekannt-, lich die Familie ans den 12 Prozent übersteigenden Betrag, aus dem mit Mark 23,7 Millionen in: Anschluß an dieNationalstif- tt:ng für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen" eine der Allgemeinheit dienende Krupp-Stiftung errichtet wurde.)

Meteorologische veodachtMgen der Station Siche».

Nov. 0 D°z^ £'5|

1 Gift P c*

p S

*

.n i .r

- .S 5

O " C

j o-g 5S S j cS

ÖD | ÖD

|

|

%

3

a.ud

OJ - W«,

"n ;

L i-sill

^cc 0 - 4 } w =-a

Wetter

30.1 2"II -

2.3

4.8 ! 89

- ! 10

Bed. Himmel

30. 9" -

2.2

46 i 85

10

1 7»s

1

0,9

43 88

- > 10

Bed. Himmel

Höchste Temperatur am 29. bis 30. Nov. 1916: -f- 2,7° C. Niedrigste 29. 30. . 1916: -st 0,3° 6.

Niederschlag 0,0 mm.

Deutschlands Medensbereitschast.

Köln, 1. Dez. Der bekannte amerikanische Journalist William H a l e hatte am Dienstag .eine Unterredung mit dem Reichskanzler. Dieser erklärte, es scheine, als ob die eng­lische Presse den Auftrag erhalten habe, seine Worte über die Bereitschaft Deutschlands, sich einer Friedensvernnigung anz-ii- schließe::, absichtlich falsch zu deuten. Seine Worte bedeuteten nichts anderes, als eine aufrichtige und' lebhafte Erkläru:rg der Bereit scbaft Deutschlands, an der Sicherung des Weltfriedens in itzu arbeiten. Das deutsche Volk sei absolut entsck)l»ssen^ diesen Krieg zu Ende zu führen, und in diesem Entschluß rufen wir die gaiM Kraft eines einigen Volkes ans. Unsere wieverholte Versicherung, in Friedensverl-andl:mge:t einzutreten. Ijaften nie­mals einen Widerhall gefunden, an manchen Stellen sind sie sogar als Aeußerungen der Schwäche und 'Furcht gedeut.'t wvrtien. Sicher­lich beweisen die Ergebnisse des vergangenen Jahres genügetw, daß :vir danmls nicht cms Schwäche oder Furcht sprachen. Die Er­gebnisse des kommenden Jahres werden zeigen, daß wir, toenu wir an unserer Berettschaft, eine Beilechmg des Streites zu er­örtern, festhatten, lediglich! dem Gebote der Menschlichlkeft folgten, nicht aber dem der Furcht. Ich 'spreche ^ohne jede Befürchttmgj hinsichtlich des großen^Ansganges des großen Kampfes, wie langk' £T auch noch dauern möge, aber in dem strnsien Bewußtsein der Heiligkeit des Lebens, das uns von einer chöheren Macht gcschenkr wurde und das nicht leichthin zerstött werten darf infolge men sch­lick,er Mißhelligkeiten, die gemeinsame !Bemühungen zu besei­tigen imstande wären.

Letzte Nachrichten.

Die rmnänischen Kvnigsgräber unter deutschem Schutz.

Berlin, 30. Nov. (WTB. Amtlich.) Mit der Ein­nahme Äon iCurtes de Arges fhtft auch die dort be­findlichen rumänischen Königsgräber unter den Schutz der deutschen Truppen gekommen. Der Deutsche Kaiser befahl, daß deutsche Truppen, welche Curtes de Arges durch­schreiten, an den Gräbern des verstorbenen Königspaares Kränze niederlegen.

Die Folgen des rumänischen Fewzuges.

Berlin, 30. Nov. (Priv.-Tel.) DieB.Z. am Mittag" nteldet aus Softa: Radoslawiow sagte in der gestrigen

Sitzung der S o b r a n j e, daß in naher Zeit sin dem bulgarischen Parlamertt wie in den überigen Vrerbundsparbrmenten wichtige Erklärungen abgegeben werden dürften, die allgemeine Freude hervvrv::fen werden. Eingeweihte Kreise bttngen diese Aeußerimgen mit dem Umstande in Zusammenhcmg, daß das sieg­reiche Vordringen in Rumänien weittragende politische Folgen nack- sch ziehen dürfte.

Die verkürzte Polizeistunde.

Berlin, 30. Nov. Tie neuen Bestimmut^en über die Ver- kürzrrng der Polizeistunde fiix das .Handelsgewerbe in Gastwirt­schaften Theater und Vergnügungslokalen sowie für die Stadt- wrd Sttaße:ck>ahnen soll zunächst nur für das Winterhalb­jahr, d. h. bis zum 1. Mai kommenden Jahres in Kraft treten.

UiWWHW

Ulli

Badezimmer u. sonstigem Zubehör. West Anlage 46,

>eu hergerichlel, per sofort lder später zu verm. 17000

{ Mo bl, Zimmer]

Psfisit? . BrztttÜNoaen Bin© 23

(NeUevue)Zim.m.u.ohneBer. pfleg, f. jede Zeitdauer. Mit­tag- u. Abendtisch. Elektrisch Li cht, Ba d . Tel. 10W. 18445 Led. mSKI. LiwMsr m.Schreiv- tisch^.verm ?p-.

nächst der West-Anlage.

Frdl. möbl. Zia. in. sev. Eing z. verm. Lynuea slr. 121 [ olssa7 <£>d)ön möbl. Zimmer mit voller Pension u. elektr. Lickt, preiswert zu vermieten. [ 9805

_ Wallto r ttrane 27.

mm. W nhü- n. Sshlafzimtsiov, auch einzeln, sofort zu verin. V135A; dlockür. 8 es.

M

Ztvei-Zimmerwobnung per bald zu mieten gesuäit. Echristl. Angeb. mit Preis um. a. d Gießener Anz.

Schöne, große 4- svU. 8-Zim.-

im Süden oder Südweften Gießens per 1. März 1917 zu mieten ge­sucht. Schriftliche Angebote u. 8626 an den Gieß. Anz.

M07 | Klein., neuzcitl. Wofenrnsi u. kl. Familie per 1. Januar 1917 ^.mieten gesucht. Offerten tn. Preisangabe erbeien an Cail Dresscher, Bankbeam.'er, Karl srafta i. 8., Sckillerstr. 34.

i lei Fiter

sofort gesucht. Zu melden zwischen 12 und 2 Uhr bei

Brittner, 8559 Friedrichftraße 10 .

TöBljUk TaglghlltkiMell Wie AWistt

gesucht. [8269

F.Beuder«LCo.

Zigarrensabrik.

Suche per sofort oder später ^20

JNNgenKaRfmanN

für Bureau und Lager.

. Haaraieasts, SchMerftraße 18 .

Dreher u. Schlosser

für bauernde Beschäftigung gesucht. 8597V

Rhein. Elelirostnhl-WerkeG.m.d.H. Abt. Stahlwerk Bonu-^Tottendorf.

Geübte Gi n leger;st

bei gutem Lohn sofort gesucht. 8635

Buchdruckerei Nttschkowski

Ludwigstraße 4

Fernsprecher 724.

2 Schnbmacher gesucht. Mittler, Wolkeng. 23. l"""»

WeM.,jilA 8 ttMailn

zum Austragen gesucht. I 60 '' 9

Schwaam, 8oNs7Lr/ssL3lLad.)

Derfoitferin

gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß^ner Llnzetgers. [8632

Austräger od. Austrägerin

für Zeitschriften sofort ges.

Lag. rrsor'«eds Voiv.-Baedd.

Selterömeg 70. 8637

Lehrling od. Lehrmädchen

sucht sofort Geb. Justizrat Metz, RechtSanwalt und Notar, Liebigfttaße 15. [8622

Laüfftll» oder ASdÄtg

sofort gesucht. >013568

kr3r!)arm»tSül»r.Aut Steg14.

Innf-n. Patzfran od. Mädchen gesucht. Hi>pke, Schanzen straße 16 II. [013522

Unabbänige MouatSsrau zur Aushilfe gesucht. Praa r.'!tLvitkSÄSlck,Lndivigstr.4.E

für leichte Bnreauarbeit gesucht. Zu melden abends zwischen 56 Uhr. 18638

Vereitle teittäiisr

G. nt. ft. £>., Gießen, Friedrichstratze 8.

1 Ein jung. WStlchea z. AuShtlse f. HattSarb. u. z. Kind gesucht.

Frau B>r. KoekerJ>ek,

Frankfurter Slr. 25III.

Lchrrnädchen

gegen'sofortige Vergütung gesucht. Zu ertr. in der Ge- schäftSst. des Gieß. Anz. l* m

Eine junge Vogelsberger

Kub, hoch trächtig, im Herd- buch eingetragen steht zu ver­kaufen in Krosdors, Haus Nr. 263. 8630

Fast neraer Salon, Bflfslt, Waschtisch, 2 gr. pol.

Böchergsstelle äbzug. Anzu- seben ztv. 2 u. 3 Uhr. nachm. 0135721 Roonstraße 20 I.

1 Ladenthcke mit Mar- morplattc, 3 w lang, und l Wage mit Marmor- geftäuö zu verkaufen. 1)1X79 Bisraarckstraßc 0.

SaöKcr Miltziegen

2 grie Saaner Mllcöaleg»n zu

kaufen gesucht. Näh. nt der GeschaslSst. d. Gieß. Slnz.

Kausc gebrauchte

Kontrolltaffe

Mehrzähler 9iational. Off. mir Prets u. Nummern der Kasse an llndolF MLosse, Uerlln SW. 19 unter J. P. 14969. 17031s»

Wer verknust sein HauS? en. m. Geschäft od. sonst, günst. Anrvesenhier oderUmg. An­geboten. v. 480 an Datrto&Cto. 6. m. b. H., Fraakfart a. ». zur Weiterbeförderung. P 7 !)

Garten mit Obstbäumen Richtung Schöne 2lrtSstcht

zu k. ges. Schriftl. ausfiihr liche Angebote über Größe. Lage und Pr>üs unter 8W5 an den Gieß. Anz. erbeten.

Adler-, Colitinrntal-, oder Underwood-

Schreibmaschine zu kaufen ges. Schriftl.Angeb. nr.Preis un t. 8580 an d. G i. An».erb . Gebrauchter Elektrisier-

Apparat zu kaufen gesuchr. N äh. i. d. Ge sch st. d. G. A.

<>ebranohte

Sektkorke

lStnck 12 Pfg.'. Weinkorke 1 Pfg., kauft A. 0. T. Baetz, Mat»«, Rbeinsttalße 2. I 861 1

10 bis 15 Zentner Handdrusch-Stroh

zu kaufen ges. L»rl 8seh»r. Schiffenberger Wog 53. [ m *