— *Ui111e '4J r r) uit a1 11 a (f) r i rf) t e«. Der Grvß - bot|o i txu am 22. November dem ordentlichen Professor an der Teckmilchen Hoch'i'.rüe zu Darmsttwt Lud^mg von Rößler das Nittetkreuz 1 Masse des 'Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. - Der G ro [\ 1) e t % o g hat am 22. No urnUiri den ordentlich",: Professor in der medizinischen Fakultät m'd Direktor des hygienischen Instituts der Landesumversitäk. Gn-ßc-n Tr. Paul Schmidt MN sein Nachsnchn mit Wirkung vom l. VU>ril 1917 aus dem Staatsdienst entlassen. — Der G r o ß d e r z o g Imt am 22. November den Oberlel.rer m dem Real gimnmsmm zu Mainz Professor Dr. Gn^ 2 v-->«'rL^> t auf sein ^chci suchen unter Anerkennung seiner euen
Dienste und Verleihung des Charakters a,. . ‘ fyUnh' Lg rat
mit Wirkung vom 16. Mvember 1916 ab in dei \icv seht. — Der Großhevzog l>at am 22. November dm'^ber lolrm-, an der Oberrealfclmle zu Mainz Professor Dr. Jakob Curschmann zum Oberlelner e.n dem Realgymnasium zu Mainz und den Oberlehrer unch Rektor an der höheren Bürger schule KU Ober-Ingelheim Professor Ludwig Schäfer zum Ober Lehrer an der Oberreal,clmle z-u Mainz, innde mit Wirkung vom 16. November 1916 an. ernannt. — Der Grvßherzog bat am 22 Novemlxn den vom Fürsten zu Ysenburg und Büdingen zmn Oberlehr« an dem Wolfgang-Ernst Gymnasium zu Büdingen mLseirtterten Lehramtsassessor Dr. Walther Die m er für diese Stelle bestätigt. _ — Der 0) r o ß h e r z o g bat am 22. November dein Kreis bmnn, Vektor des Kreises Dieburg Baurat Georg Teiß zU Erbach zum B randvers icherun gsinspektor mit Wirkung vom Tage seines DiensturUritts an ernannt.
** ^ u 8 z e i eh n u n g e n. Unteroffizier Theodor Wagner erhielt das Eiserne K r e u z 2. Klasse. — Dem Ofsizieraspiranten und Vizefeldwebel Rudolf Fourier, Sohn des OZeschäftS- füyrers Fourier, wurde wegen tapferen Verhaltens die Tapferkeils Medaille vom Großherzog eigenhändig überreicht. Das Eiserne Kreuz erhielt er schon voriges Jahr. - Nachdem Leutnant Aug. Rinn vor kurzem an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt, wurde ihm am 18. November 1916 vom Ölvofe- Herzog die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e verlieben. Leutnant Rinn ist ein Enkel von Herrn Ludwig T o d t, Weserstraße 12.
** Die Bollmil chversorgu ng. Am Montag, den 27. d. Mts., dein lieber gangstag zur neuen Ordnung, ist es leider, wie aus einer amtlichen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zu ersel)en ist, nicht möglich, alle voll-
Personen mit Vollmilch zu versehen; es ist jedoch Vorsorge getroffen, daß die Kinder im l- und 2. Lebensjahre Vollmilch erhalten; außerdem aus den Beständen der Stadt k o n d e n s i e r t e M i l ch. Das Nähere entlstllt die erivahnte Bekanntmachung.
** Jugendliche Diebe. Am hiesigen Bahnhof würden gestern drei jugendliche Bürschchen int Alter von 15 Jahren aus den umliegenden Ortschaften verhaftet, welche in dein letzten Tagen die Stadt durch Einbrüche unsicher machten. So führten sie unter anderen den schon berichteten Hnh n er di e b stahl in einent Hänschen an der Lahn aus und verkauften die Hühner an einen Geflügel- Händler in der Stadt. Auf der Badenbnvg stahlen sie eine 10-Literflasche mit Branittwein und begruben diese auf dem Felde in einen Haufen Kartvffelsträncher, wo sie un- 4 Versehrt gefunden wurde. Drei weitere Bürschchen von der Diebsgesellschaft entzogen sich ihrer Verhaftung durch die Flucht. Hoffentlich gelingt es der Polizei recht bald, auch diese hinter Schloß und Niegel zu bringen, damit ihnen ihre Diebeslust nicht zur Gewohnheit wird.
** Vaterländischer Abend der Gießencr Studentenschaft. Am 22. November fand im Hotel Schütz der erste Vaterländische Abend der Gießeuer Stzchentenschast statt, der namentlich auch von feldgrauen Gliedern der Ludoviciana, die Orrzeil dra Gießerrer Garnison oder den hiesigen Lazaretten airge- hören, gut besuckrt ioar. Der Vorsitzende, Professor König, vcr- lirnd mit l or^lidvcn BegrüßtmgÄvorteu die Anregung, den im Felde ,?ehendni An gehörigen der U'.riversität mit den ihnen seitens bei* Alma Mater zu ^dachten Liebesgaben auch eilten von den Teil- nelnnern mr dieser Feier Unterzeichneten Weihna chtsgrust an die Front zu senden, ein Vorsckstag, der allseitigen Beifall fand. W Digte ein Vortrag des Vertreters der physikalischen Chemie, ProfessorS rfiaum, über den Kampf ums Dasein, der die Z'ichörer in die Kenntnis der für die Behauptung unserer Existenz Und für unsere wirtschaftliche Entwickelung grundlegenden Lebens' bedrugNTtgcn in geistvoller Waise einführte. Der Rektor, Professor S ch i a n, gedachte in ergreifeTiden Worten derfürdas Valerlend in den Tod gegangenen Kommilitonen unter ^Mitteilung von Auszügen aus einer Reihe von Feldpostbriefen, die die glühende Vaterlandsliebe der gefallenen jungen Helden bekunden. Die treue Anhänglichkeit der akademischen Feldgrcuien an die Ludo- VieiMia inmitten der wild-eslen Kriegsstürnie hob Geheimrat Haupt hervor, indem er zugleich über die Gedankengänge über die N e u g e st a l t u n g des a k a d e m l s ch e n Gemeinschaftslebens Mitteilung machte, die iijm in diesen Tagen von cand. tbeol. Berger, zurzeit Leutnant, aus dein Schützengraben vor Betdun gesandt worden waren. Musikalische Vorträge (Klaviertrio iund Geigen stücke, von Klavier begleitet), sowie Koinm ersgesänge füllten den Rest des schwimgvoll verlaufenen Abends aus.
** Zugleitun gs st ellen. Infolge der grossen Ber spätnngerl der Güterzüge sind in mehveven Eisenbahndirck- tionsbezirken nunmehr Zug l e i tungs stell nt eingerichtet worden. ßitt Bezirk Frankfurt beispielsweise in Frankfurt (Hauptgüterbahnhof) und in Gießen. Die Zng- leitungsstellen sollen durch geeignete Vorkehrungen Verspätungen der Güterzüge und die Stockungen im Güterverkehr verhindern. Sie sind bereits in früheren Jahren, namentlich im Kohlenrevier, mit gutem Erfolge eingerichtet gewesen.
**AllgeMeineEisenbahn-Berkehrseinschräu- kung Folgende Waren sirrd von der Annahme als Eisenbalm- Eil- und Frachtstückgilt vom 23. November bis einschl. 2. Dezember ds. Js. ausgeschlossen: Badcwannerr, Bilder, Bilderrahmen, Bil-^ lards. Bettfedern, Felle, Fourniere, Galaitterieioaren, Gemälde. Glas und Glaswaren, GrabeiTtfasftmgen, Grabdenkmäler. Grabsteine, Grammophone, Harmoniums, Hüte, Kinderstühle, Kinder- sportwagen, neue Kinderwagen, 5kinderwagengestelle, 5klaviere fPimnnos und Flügel), Korbmöbel, Korbloagen, Kunstgegenstände. Kütsanvagen, Läufer, Leitern, Luxuswaren, Matratzen, neue Möbel, Möbelgestellc (z. B. Sofa- und Stuhlgestelle, Modewaren, Nkusikautomaten, Parkettstäbe, leere Pianokistcn, Phonographen, Polsterwaren und Füllmaterial dazu (z. B. Seegras, Werg), Por- zellarnvaren, Putzivaren, Rohr, Rol>vgewebe, Schlitteir, Spiegel leere Sviegelglaskisten, Spiegelral/men^ Spielwaren, Sprung- federn. Steirrgitt, Strvhstchchenk/ülseit, Stühle, Tapeten, Teppiche Terrakottawaren, Theaterreguistten, Thüringische, Böhmische und Nürrrberger Waren, Töpferwaren, Vogelkäfige, Waschbretter, Wnschrrmschinen, Waschtischaussätze aus Marmor. In besonders dringlichen Fällen, z. B. bei Sendungen an Lazarette, Krankenhäuser, Apotheken, können Ausnahmen zugelassen werden. Militärgut und P r i v a 1 g u t für die Militärverwaltung werten von der Sperrmaßnahnie nicht betroffen.
** Die Eierversorgung steht gegenwärtig wie alljährlich um. diese Zeit unter dem >EirMtß der in der kalten Jahreszeit stark verhinderten, zmn Teil vK71g eingestellten Legetätigkeit der Hüw?er. Das gilt stfiF.Herstäirdttch nvdü bloß für das Gebiet des Deutschen Rei/ies, sondern —' v»n geringen, durch klimatische Verhältnisse lwdingteti UnterW-^at abgesehen — für alle europäische Staaten, Tie Folge ist, daß auch die Einfu.hr aus den: »eutralen sich in den letzten Wochen rapid vermindert
hat. Diese BenWindcrung!der Gmsul-r ist gröfrex genasen, als nach den VerhiMnissen und den vorl-erisen Ergebnissen er
wartet iverden formte, weil es d^r engkischeu Regierung gelnngm^ ist, einige der wichtigsten Eier Ausfuhrländer zu einem bedeittend erchMen Everversauv nach England zu zwingen. Zieht >«-«1 iveiter M Batracht, daß au.s der andern Seite unter denr Eiuslruß der aßt-
gemeinen Knappheit an Lebeitsmitteln die Nachfrage nach Giern erheblich. gestiem'n ist uud vielfach Kreise erfaßt hat. die zu normalen Zeiten inlr sehr ivenig oder überliaupt nur ausitahinSun'ise ctnm.rl Eier zu verzehren pflegten, imd daß die Heeresverwalttrng bedcni tende Mengen Eier in Anspt'uch nimmt, so wird es begreiflich, daß dw gegemvärtig herrschende Eierknappheit nanventtich in den auf euren crhölsten Eier verbrauch eirtgestellten Großstädten außer ordentlich ^ unangenehm empftulden >vird. Aber mit dieser Tatsack^e ivrrd man sich »pohl oder übel ab- Tilden müssen. Rach Lage der Sache besteht keine Möglichkeit zur Herbeiführung einer erböyten Produktion. Wa-^ zur Zeit iwck» Mls deni Auslande emgeführt lverden kann, nnrd zusammen mit den von der Zentral -Einkaufsgesellscktaft in .Kühl bäusern ein gebt gerten Beständen in gleichmäßiger Verteilung auf die eierarnic Zeit, j-edocki unter Berücksickstigung der besonderen Bedürfnisse der Bezirke der SckNverindustrie nno der Großstädte in Gebieten mit geringer Eierproduktton zur Verteilung gebracht. Immerhin werden mcch die Großstädte und Jndnstriebezirke in der nächsten Zeit leider mit einer weiteren Verringerung il/rer Eierversorgung rechnen nrüssen.
** Reichs-Reisebrolmarken z-ur Brotversor gun g auf Reisen unbedingt erforderlich! Durch die am 15. Oktober d. I. in .Vfraft getretene Anorotmng des Tirek torinms der Reichsgetreidestelle über die Einführung lwn Reichs Reise-Brottnarken ist es den Kominnnalverbänden zur Pflicht ge macht worden, für Reisezwecke der ortsansässigen Bevölkerung auf Anfordcrm Reichs-Reisebrotmarken zu verabfolgen, und Zlvar Beziehern von Brotkarten im llmtansch gegen die komiminale Brot karte sind Selbstversorgern unter Kürzung der Mehlkarte. ES ver lassen iltdessetl immer noch zahlreiche Reisende die Heimat, ohne für die Zeit der Abwesenheit im Besitz von Reichs-Reisebrotmarken zu sein, was schot: hänstg zu Unzuträglichkeiteir geführt l)at. In der Uebergangszeit bis zum 1. Dezember d. I. ist es den Kam munalverbänden auf Grund der vom Direktorium der Reichsge treidestelle erlassenen Ueltergnngsbesttnnnungen möglich, den in ihrem Bezirk sich vuriibergehend anflwltcndcn Fremden, die mit den ergangenen Vorschriften noch nicht genügend r>ertraut sind und sich daher nicht mit Reichs-Reisebrotmarken versehen haben, durch Ausgabe von Tagesbrotkarten oder in ii Im lichter Weise noch auszu- helfen. Vom 1. Dezember d. I. ab ist dies aber nicht mehr zulässig. In il-rem eigenen Interesse iverden deshalb die Reisen den auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht, sich ftir die Zeit der Abwesenheit am Wohnort mit Ncichs-Reisebrotmarken zu versorgen.
** Vvlkszählungam 1. Dezeinber 1916. Die Schul- abttnlung Großh. Ministeriums des Jmleril erließ folgendes Aus- schlveiben an die Großh. Tirekttonen, die Leiter der höherent Bürgerschulen und die Großh. Kveisschillkommissionen: 2lllf Beschluß des Bundesrats soll am 1. Dezeurber ds. Js. die ortsanwesende Bevölkerung fesfoestellt werixm. Bei den früheren Volkszählungen ist die Mitwirkuitg der Lehrer in erheblichem Umfange in Anspruch genrontinlen worden. Auch bei der dies" jährigen Zählung Ivird 'es nvttvmdig sein,' die Lehrer zu einer regen Beteiligiurg am Zählgeschäfte anfzufordern und ihnen nicht nur für tun: Zahltag selbst, sondern auch für den 30. November und den 2. Tezmrber weitgehende Etleichterumten zu gelvühren. stdeben den Lehrern werden auch die Schüler der oberen Klassen d^w höheren Schuleri das Amt eines^ Zählers übernehnum kört- neu, wenn sie in geeigneter Meise aus die Bedeutung der Volks- Zahlung hingewiesen ntrd ihnen eingehende Erläuterungen zu den Zählpäpieren gegeben werden. Durch Freigabe des Zähltags selbst, Lwgebenenfalls auch des der Zäblung vorangehenden und des ihr sollenden TagS, dürfte eine Mitwirkung der Jugend am Zsblgeschrft in großem Umpsang ermöglicht werden. Wir empfehlen JVn*«r, allen Lehrern und Schülern der Oberllassen in höheren Lehranstalten hiervon Kenntnis zu geben und ihnen, so- wett sie sicht zunr Zählgesclmft zur Verfügung stellen, weitestgehende Erleichterimg'en zu gewäl>ren. Wenn erforderlich, ist der Unterricht anszu setzen.
** Kartoffeln, die als Speisekartoffcln oder als Fabrikkartosfeln verwendbar sind, dürfen nach der Bekannttnachnng vom 14. Oktober 1916 nicht verfüttert werden. Da übeir die Lluslegung dieser Bestimmung Zweifel entstanden find, wird vom Kriegsernährungsaint darauf hingewiesen. daß für die Frage, welche Kartoffeln als Speisekartoffeln und als Fabrikkartosfeln anznsehen sind, die von der Reichskar- tosfelstelle festgesetzten Lieferungsbedingnngen maßgebend sind. Nach diesen Lieferungsbedingungen müssen als S p e i s e k a r t o f f e l n gute gesunde Kartoffeln von 3,4 Zentimeter Mindestgröße geliefert werden; sichtlich angesroreüe oder verfanlte Kartoffeln dürfen nicht verladen werden. Tie Mitliefcrnng derarttger Kartoffeln, jedoch nur in einer IVr Pwzent des Gclvichts übersteigenden Menge, ferner Erdbesatz von mehr als 4 vom Hundert in einer Liefermrg und Krebsbesatz berechtigen den Käufer zur Zurückweisung. Als Fabrikkartosfeln sind uitauscselesenc gute gesunde und möglichst sorgfältig von Erde gereinigte Kartoffeln, für welche ein besttmmter Stärkegehalt nicht gewährleistet tvird, zu liefern: verfaulte Kartoffeln dürfen nickst verladen mer den; die Mrtliesernng derartiger Mrtoffeln, jedoch ran in einer lVs vom Hundert des Gewichts übersteigeirden Menge berechttgten den Käufer zur Zwrücklveisung. Kartoffeln, die nach den Bedingungen der Reichskartoffel st eile weder als Speisekartoffeln noch als Fabrikkartosfeln geliefert werden können, sind also zur V e r f ü t t e r u n g zugelassen.
** S aatkarto ffeln. In der Presse ist wiederholt erörtert ivorden, ivieviel Kartoffeln der Landwirt als S a a t k a r 1 o f f e l n z tl r ü ck b e h a l t e n darf. Zu dieser Frage bemerkt das Änegsenrälirnngsamt, daß die bisherige Vorschrift, tvonach per Kartvffelerzeuger als Saatmenge nicht mehr als 16 Doppelzentner pro Hektar vertoenden darf, ldeiglich für die Kartoffelbestellrmg im Jahre 1916 (öelttmg gel-abt hat. Diese Bor - schirist ist also nunmehr durch ZeitablmcsBeseitigt, uird es kann jeder Landwirt 'iin Jahre 1917 diejenigen. Mtmgen Kartoffeln als Saatgu't venvenden, die er zur ordnungsmäßigen Bestellung seines Kar- tosfellandes bedarf. Irrige Auffassung ftndet sich ferner wiederholt bei Erörterung der Frage, weiche Kartoffelmengen dem Landivirt belassen werden müssen, soferil er es zur Enteignung kommen läßt. Hierzu wird bemerkt, daß int 'Falle der Enteignung der Kartoffelerzeuger keinen Anspruch darmrs hat, daß ihrn Kartoffelmengen, sei es zur Ernährung seiner selbst und seiner Angehörigen oder als Saatgut belassen werden. Außerdem ist darauf hinznweisen, daß rat Falle der Enteignung nach der Bundesvatsverordnung vom 2. März 1916 der Uebernahmepreis um Mark Z0 für die Tonne gekürzt »vird.
M Soldatenhei m. Samstag, den 25. November 1916, nachm- 3 bis 5 Uhr, im Soldatenheim Feier von Groß- yerzogs Geburtstag unter gütiger Mitwirknng von Fräulein Jda Stammler, Konzertsängerin, Gießen, der Kapelle des Ersatz'Batl. Jns.-Regt. 116 und des Verwundeten-Ehors.
** Die Vereinigten „H a s s i - Mi l i t ä r-D er e i n e haben anläßlich des 6;eburtstages des ülroßhevzogs, sowie zum Gedenken ihrer gefallenen Kameraden Sonntag, 26. Nov., gemeinsamen Kirchgang. Siehe Anzeige.
•• Aus dem Stadttheaterbureau. An dieser Stelle sei nochmals auf die morgige Vorstellung z»l (ÄroßherzogS (tzebnrtstag hingeiviesen, deren Reinertrag der Kriegssürsorge überwiesen wird. — Frl. Charlotte P i l S vom Darmstädtcr Holtheater, die für die Rolle der „Iphigenie" gewonnen worden ist, spielt diese Rolle auch in Darutstadt.
** Das heutige KreiSblatt Nr. 152 enthält wichtige Bekannttnachnngen über Bezugsscheine, auf die wir auch an ieser Stelle Hinweisen.
Landkreis Gießen.
Z. ©eils&aujcn, 24. Nov. Wöhrmann Wtlyelm Luh, II. Kompagnie dcS Landwehr-Jnf.-RegtS. 116, wurde zum Gefreiten befördert.
ü. H e u ch e l h e i m , 24. Nov. Zugführer Joh. I u n g und Frau von hier feierten kürzlich in aller Stille ihr 25jährigeS E h e j u b i I ä it m. Am 11. November d. I. waren auch 2b Jahre verflossen, seitdem genannter Jung als Angestellter im Dienste der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemcinschaft tätig ist. — Aus Frankreichs Boden siel der von hier gebürtwe Wehrmann Ferd. Volk-
m a n n IV. ®c hinterläht eine Frau mit vier Kindern. Land» siurnimann Karl Benner ist in russische Gefangenschaft geraten« Pionier Otto Volkinann, dessen Bruder Wilhelm bereit- schon fast vor zwei Jahreii den Heldentod in Feindesland fand, gilt alß vermißt.
Kreis Laut erb ach.
rr Schlitz, 23. Nov. In der Naclst von« SanEag mif Sonntag licrtten wir einen so starken Schneefall, wie seit Jadren nicht. Die Straßen itxrren verschnieit mrd meistens impassrerbar. Nm, n,eln ist der Sckmee iniedi'r geschmvlz<m imd zivar ganz allmäd- lieh: daS Ihlrt seinen großen Vortt'il gehabt. Demi dadurch ivurdet den Feldern die infolge der TrocklH.I^nt in den letzten Wockstm so. notwendig gcwordkiw Feuchtigkeit wieder reich! ük> zirgesi'llwt. Die Saaten «wen fick» infolgedessen, gut wieder onlwickiüt, und bctS zuletzt gesäte nne aiwli Weizen, sind scl»ön mrfgegangen.
Kreis Friedberg.
Q. Bad-Nauheim, 24. Nov. In der aestriften Stadt- v e r o r d n e t e it v e r s a nt m 1 u n g kam folgeitoes gux ^bantn latng: Tie bei der ant 1. Dezenter stattsiitdettden DolkS^ und Viehzählung l^icki-äftigten Zähler erhallen für ihn' Müh»k> nntltttttg eine Verchtttntg von 20 Mark. - Für Cnrichtu^z eines neuen Gasofens int städtischen (.^loiverk iverden emschließlic» der Bauarbeiten rund 24 000 Mark beivilligt. Die Ausfülirimgt des Ofens wird der Firma Martin & PagrN>lechcr in Mühllieimi übertragen. — Der monatliche Zuschtß ft'cr die KrtcgSfürsonw des Roten Kreuzes wird für die Monate Januar bis einschlioMch Rlärz vmt Ü(X) Mk. auf 1200 M. erhöht. — Denl Ersuclien ber Beantten des slädttftwn Liclstlvcrks entspreck>end ivird cms den« Grundstück des tt^asnn'rks ein Schweine- und Ziegen stall erbaut. Tie Kosten belaufen sich auf 1700 Mark. — Nächste Wockic wird Reichstagsabgeordneter Kvpsch-Berlin hier m öffentlicher Ver- sammlnng über „Deullchlands politisch', ratd ivirlfchaftlich Lage" sprechen.
«a. Butzbach, 34. Nov. SanitätSimterofsizier ?lug. S e e - iv a l d von hier, dem schon früher das goldene Sanitätskreuz verliehen ivnrde, ist jetzt mit dein Eisernen Kreriz ausgezeichnet ivorden. Dieselbe Auszeichnimg erhielt der Landsturmmann Jak. Frank von hier, zurzeit als Verwundeter im hiesigen Teillazarett »Hess. Hof*.
oa. Vilbel, 24. Nov. DaS Eiserne Kreuz erhielten die Gardisten Martin Gerhardt und Wilhelm Kreiling, beide im Jnf.-Rgt. 11b.
Starkenburg und Rheinhessen.
ha. D a r m st a d t, 22. pchv. Das erste offen Nicke Denk«« mal für Hmipttnann Bölcke, Deutschlands grüßten Flieder- Helden, dürste in Darmstadt errickstet lverden, »vo der ftmge Held einen Teil seiner militäriscl/Fackilichen Ausbildung erholten bat. Heute abend trat ans Einladung des Geh. Rates Provinzialdireb« tor Fey im Sitzungssaal der Stadtverordneten eine größere Ber^« sammlnng zusammen, in ivelcher der Vorsitzende den Gedanken der Errtchtting eines Bölckc-Tenknrals näl-er erläuterte, der in der hiesigen Bevölkerung vielfach zum Ausdnlck gekommen sei. Die ganze Stadt lverde ein Denkmal tit Stein und Erz für den ru^pett Helden mit Freuden begrüßen. Hauptmaitn Nagel, der Letter der lstesispn Funkerabteilung, stimmte dieser Anregung mit Begeisterung zn und enllvarf ein interessantes Bild von dem Leben und besonders von der wohl einzig dastehenden naschen militärischen Lausbahn Bölckes und seiner Erfolge. Nach weiterer Debatte kam die Versammlung dahin überein, einen besonderen Ausschuß für die Errichtuug eines Bölcke^Denkmals zu bilden und die Stadtver- walttmg mit den rveiteren vorbereitenden Schritten zu beauftragen, ivomit sich der stellvertretende Oberbürgermeister gern bereit erllärte.
m. Offeubach a. M., 24. Nov. Die Stadt Offenbach bat ratnmehr die Einftihrimg der R e a i e s ch 1 a ch t u u g e n be- ! schlossen, die bereits in der itächsten Woche ziur Durck>sühNun.g gr-- langen soll. Die gesantte Fleisch und Wurstversorgnng regelt die Stadt, während die Metzger als BerklNtfLstellen dn'uen. Unter ^Zugrundelegung des .^ndensysdems erivartet inan auf diese Weise eine bessere Regetttng der Fleischabgabe. Tan Metzgerit ivird iteben einer entspreebcn.den iBergichrng eut Zuschlags gewicht von gewährt. Die Ofseitbacher Fleischev-Jitramg sorvie der Schweine- Metzger-Derein lxtben zu dieseit Maßnahmen der Stadt ihr Einverständnis gegebert. — Der Landivirt' Josef Winter in Obertshausen, !der stark entralmtte .Milch als Vollmilch verkauft hat, wurde votit Offtnbackper Sckiöffeitgericht zu 500 Mark Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängnis verurteilt. — Spurlos oericljftmmbcn ist seit Dienstag der 16 läl-rige Heinrich Degenl-ardt ans der Geishornstraße 11. Mlein Anschern nach lmt sich der junge Mann, der etnxt 1,65—1,70 Meter groß ist uitd an der linken Halsseite eine senkrechte Narl>e trägt, ein Leid angetan.
Kreis Wetzlar.
ru. Garbenheim bei Wetzlar, 23. Nov. Vor gerade 60 Jahren wlirde der B a h n b a u G i e ß e n —- W e h l a t* in hiesiger Gemarkung durch Vermessen der Grundstücke in Angriff ge liömmen. Als rveitere Bahn kam die Teilstrecke Lollar—Wetzlar in Betracht, ivelche vor 40 Jahren (1876) vollendet wurde.
Hessin-Nassau.
kü. Frankfurt a. M., 27. i>tov. Weil sie einen Salatöl- Ersatz hergestellt und vertrieben, der über 98 Prozent au» Wasser bestand, vollstälidig fettfrei war und säst gar keine Nährstoffe enthielt, wurde der Witwe Anna B u cb h e i t, Weißsrauen' straße 18 dahier, der 6;eiverbebetrieb uiitersagt.
--- K ö n i g st e i n, 23. Nov. In dem Befindender Groß- h e r z o g i n - M n t t e r 2l d e l h e i b von Luxe in® u r g macht sich ein langsames Abnehmen der Kräfte bemerkbar. Die Kranke ist bet vollem Beivußtsein »md nimmt noch an allen Vorgängen der Umgebnng regen Anteil.
X Hanau, 23. Nov. Ans der Strecke Fricdberg—Hanau lösten sich gestern abend Teile eines nach Hanau fahrenden Güterzuges los und stießen aus einen aus der Station Bruchköbel stehenden Güterzttg auf. Infolge des heftigen Anpralles wurden mehrere mit nohlen beladene Wagen v o l l st ü n d i g z e r - t r ü m m c r t. Der Materialschaden ist bcdelitend. Menschenleben kamen nicht zu Schaden.
X Gelnhausen, 23. Nov. Eine mffrnterte Schwindle v i u erschien beute nachmittag in hiesiger Stadt imd bot Speck zum Preise von 3 Mark, sowie Butter zu 1.80 Mark daS Pfimd an, mit bem Hinzu fügen, daß Butter und Speck in Hanau lcutcrtcrt. Ein 16jährigteS Nttidchen, daü von feitter Mutter 54 Mark zirm Einkauf von 10 Pfund Butter tmd 12 Pfimd Speck erl-alten hatte, fi'lhrte die Schwindlerin nach iljrcr Ankunft in Hanau üi die Wirtsck>aft zur ,,8üosenau". Hier ließ sie sich die 54 Miark ratter dem Vorwand goben^ die Ware in der Küche genaimter Wirtsckiaft holen zu wollen. L>ie verschvand jedoch unter Mitnahme des ^lieldes auf Ninnnerwiedersoheit.
[] A us dem Kreise Marburg, 23. Nov. Die 9tach- ftaae nach Kaffee, Seife itnd die Gutgläubigkeit der vielfach jetzt alleinsteheudert Frauen machte sich eine Hausiererin zu Nutzen, die hauptsächlich mit Taschentüchern haudtckte und damit in der: Dörfern von Haus zu Haus .zog. Sie fand eifrige Muser ihrer Ware, als sie ihnen eräftuete, daß sie befugt und in der Lage sei, Kaffee, Seife usw. in größeren Mengen beso-raen zu können. Jft Cappel z. B. soll es der Händlerin inöjglich, gelvesierr sein, fiir weit liber 100 M Taschentücher ztt verkaufen. Auf die andereu bestellteii Waren dürsten die Leute vergeblich warten.
«trchNche Nachrichten.
«acholische Gemeinde.
Samstag, den 2 5. N o v e m b e r, am GebtrrtStage Er. Königl. Hoheit des Großherzogs, ist vormittags 9'/, Uhr Militär- gotteSdtenst. _
Märkte.
ke. Wiesbaden, 23. Nov. Heu- und Stroh markt ) Man notierte: Heil 0,00 bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh)
5.20—0.00 Atk., Kornlangstroh 0.00 Mk. Alles für BO Kilo.


