Am 25. Oktober fiel an der Spitze seiner Kompagnie der Kaiserliche ßankbitchhalter bei der Reichsbanknebensfelle in Konstanz
Adolf Leib
Oberleutnant der Res. des Inf. -Regt. 87 und Komp.-Führer im Inf.-Regt. 418 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hess. Tapferkeitsmedaille.
Kaum von schwerer Verwundung wieder hergestellt, zog er zum zweiten Male begeistert ins Feld, um nach wenigen Wochen den Heldentod zu erleiden.
Wir verlieren in ihm einen Mitarbeiter von hervorragender Tüchtigkeit, dem wir allezeit ein ehrendes und herzliches Gedenken bewahren werden.
Die Vorstandsbeamten und Beamten des Reichsbankbezirkes Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br., den 6. November 1916.
Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.
Ach, es ist ja kaum zu fassen.
Daß du nie mehr kehrst zurück;
So jung mußt du dein Leben lassen, Zerstört ist unser größtes Glück.
So ruh’ nun sanft, du treues Herz,
Wer dich gekannt, fühlt unsern Schmerz.
Unerwartet erhielten wir die tieferschütternde Nachricht, daß am 31. Oktober 1916 infolge eines schweren, am 30. Oktober erhaltenen Kopfschusses mein innigstgeliebter, unvergesslicher Mann, der treubesorgte Vater seiner drei Kinder, unser guter braver Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel
Heinrich Körbächer
Gefreiter d. L. im aktiven Inf. Regt. 1 16, 5. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse
nach 27 Monat treuer Pflichterfüllung in einem Feldlazarett im Alter von 36 Jahren sein Leben lassen mußte.
8048 Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Odenhausen a. Lumda, Geilshausen und Gießen, 8. November 1916.
Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber guter Vater, Schwiegervater und Grossvater
Peter Sehrt
nach kurzer Krankheit im Alter von 78 Jahren sanft entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen: Heinr. Sehrt und Frau geh. Arnold Heinr. Sehrt, z. Zt. im Felde
Anna Sehrt Ludwig Sehrt Heinr. Zinkaim nnd Frau Heinr. Zinkann.
Lindenstruth, den 8. November 1916.
Die Beerdigung findet Freitag, den 10. November, nachmittags 1 Uhr statt. [013167
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Konkursverfahren.
lieber bcu Nachlaß des verstorbenen Schreinermeisters Karl Sommer in Gießen wird heute am 7. November 1916, vormittags 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet.
Der Rechtsanwalt Leun in Gießen wird znm Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen sind bis zum 30. November 1916 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung deS ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläuliiger- ausschuffes und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichnten Gegenstände' und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 7. Dezember 1916, vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 3, Termin anberanmt.
Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, lvird aufgegeben, nichts an den Gemeinjchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlcgt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigllng in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis znm 30. November 1916 An- zcige zu machen. iS045ß
Großherzogliches Amtsgericht in Gießen.
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Näheres durch 4711 Direktor Brackomann,
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Bekanntmachung.
„ unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma „von Münchow'sche Hof- und Universitätsdruckerei Gießen" eingetragen: Die Firma ist geändert in „von Münchow'sche Hof- und Universitätsdruckerei Otto Kindt Wwe.", Gießen. Gießen, den 3. November 1916.
G roßher^ygliches AmtHg-ericht.
Für die
Siebenbürger Sachsen!
Nach italienischem Vorbild begründete Rumänien seinen Treubruch mit dem Wunsche, sich die von Rumänen bewohnten Gebietsteile des Habsburger- Reiches, besonder- Siebenbürgen, einzuverleiben. Wie nichtig dieser Vorwand ist, geht schon daraus hervor, daß dem heimtückischen Uebcrfalle in erster Linie die SiedelungSgebietc unserer deutschen Volksgenossen, der Siebenbürger Sachsen, znm Opfer sielen. Die Gespanschasten Hermannstadt und Kronstadt, seit acht Jahrhunderten Pflanzstätten deutscher Arbeit und deutscher Sitte, mußten dem walachischen Eindringling vrci-gegeben werden: die deutschen Bauern und Bürger, die jene herrlichen Täler bewohnen, mußten Haus und Hof verlaffen, um mittellos hinausznziehen, zum Teil unter volksfremde Mitbürger, die ihnen selbst beim besten Willen auch nicht einen Schatten dessen ersetzen konnten, was sie verloren hatten. Nicht nur der zukünftige Wiederaufbau der von den Rumänen verwüsteten Gebiete, nein, auch die augenblickliche bittere Not der Flüchtlinge heischt rasches und tatkrästigeS Eingreifen. In diesen Tagen, da die völkische Begeisterung in früher nie geahnter Stärke emporlodert, wird jeder Splitter unseres Volkes zum kostbarsten Gut, das zu bewahren als heilige Pflicht erscheint. Wie wird es die armen Vertriebenen stärken nnd aufrichten, wenn man im Reiche ihrer gedenkt, wie wird jeder Pfennig, der von den Volksgenossen im Reiche kommt, schon durch den Geber Segen wirken und Früchte tragen!
Laßt uns darum in unserem kleinen Kreise den Anstoß geben, damit das werktätige Mitleid für die Not der Siebenbnrger Sachsen in allen Kreisen unseres Vaterlandes geweckt werde, nicht als ob wir Gießener uns vordrängen wollten, sondern wie der ansblitzende Funke, der die Flamme entfacht und dann in ihr aufgeht! Laßt uns mit diesem Ruse zuerst unsre Mitbürger und dann durch diese im ganzen deutschen Reiche die Herzen gewinnen und die Hände öffnen zu einer Gabe für die unglücklichen Siebenbürgischen Deutschen!
Gaben werden unter dem Stichwort „Siebenbürgischer Notpfennig" von der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen, von der Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen, von der Ferber'schen, Frees'schen und Ricker'schen Buchhandlung und von der Geschäftsstelle des Gießener Anzeiger? entgegengenommen.
ießen, im Oktober 1916.
'7-OD
Professor Altenöors, Geh. Hofrat Professor Dr. Vrhaghel, August Zrees, Geh. Kommerzienrat Dr. Gail, Frau Geh. Justizrat Gebhardt, Professor Dr. Smelin, Landgerichtspräsident Dr. Güngerich, Geh. Hofrat Professor Dr. Haupt, Geh. Kommerzienrat Heichelheim, Frau Professor höhlbaum, Kommerzienrat Alingfpor, Professor Dr. König, Stadtverordneter Krumm, Bnchdruckereibesitzer Lange, Frau Oberstleutnant Naumann, Professor Dr. Noloff. Professor Dr. Schian, z. Zt. Rektor der Universität, Professor Dr. Schlesinger, Professor Dr. Schmoll, Pfarrer Schwabe, Professor Dr. Sievers, Geh. Hofrat Professor Dr. Spengel, Amtsgerichtsrat Wachtel.
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am Sonntag, 12. November, nachm. 3 1 /* Ubr, Hotel Hovield (BabnbofSbotel).
Tagesordnung:
1. Nichtabhalten der beschlossenen Generalversammlung.
2. Verwerfung des Protokolls der letzten Generalversammlung seitens des VerwallungS. Ausschusses.
3. Wahl eines Ausschusses für Beschaffung und Verteilung von Kuttermitteln.
4. Kulterbeschaffung.
8. Verschiedenes.
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