aesctontten. Diese (Sxffftnmg kehrt bei den gefangenen Manw- i mailen reaelmätzig wieder, während die Offiziere nicht zu geben wollen, daß ihren Leuten etwas derart erzählt worden sei. Dost ine Gefangenen tatsäcküich mit allen Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Zukunft rechnen, geht namentlich aus dem Gehaben eines von ihnen hervor. Es ist ein stupider Bengel mit dm Äugen eines geprügelton Hundes und gutmütiger Kulpsnase Er spricht vor Äugst kein Wort,beantwortet keine Frage, und die picken Tränen rollern ihnr nur so über seine runden braunen Backen. Man sieht ihm an, was in ihm vorgeht. „Redet nur, was Ihr wollt!" dmkt er bei sich, „ich weis; dockr. was mir be-versteht!" Einer im Hinter.srund ntacht sich den Scherz, ihm bedeutsam zuzuwinken mä> ihm ein internationales Zeichen zu machen. Es ist das des Hängens: eine schnelle Ben-egung mit der Hand um den Hals und eine noch schnellere mit ausgehrecktem Zeigefinger aufwärts, als stiege dort eine Rakete hoch. Der dumme Kerl sieht es, und sofort verdoppelt sich die Flut seiner Tränen. Seine Mitgefangenen lackten ihn aus. Liber ihre Augen laufen dabei ängstlich von einem Gesicht der deutschen Offiziere zum andern. Sa recht koscher erscheint ihnen die Geschichte nicht. Nicht ohne Grund? Sie alle haben ein verdammt böses Gewissen und denken wohl im stillen an die Art, wie ihre Landsleute mit ihrer: Gefangenen umgehen. Oben auf dem Pah finden sich, mie ich bald sehen soll, Beispiele dafür. Es ist unseren Leuten »vahrhastig nicht übel zu nehmen, wenn sie die Kerls gelegentlich wenigstens etrvas ängstlich machen.
_A dol f Z i rnmerman n , Kriegsberichterstatter.
Rriegsbriese aus dem Osten.
Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters, (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugslveise, verboten.)
Winter in den Karpathen.
Hauptquartier Korps Conta, 6. Okt.
Mau beginitt, sich irr den Karpathen auf den Winter -einzurichten. Wir beherrschen »rach beit schweren Verlusten, sdie von den Nüssen noch nicht aufgefMt werden kannten, 1 die Lage, das hat sich auch heute und gestern nacht in zahlreichen Pa trouillenunbernehnrungen gezeigt, die längs der
ganzen dcirtschen KarpcithenfrMrt erf^greich durchgefüihrt imrrden. UebervA, wv die russische Stettnnq nicht zusanmtem- hängend ist, drangen Jagdkornnvandos schneidig vvr und brachten zahlreiche Gefangene mit. Die Gesangeneu--Ans- sagen bestätigten durchaus die Vermutung, daß die Kämpfe in der Dobrudscha die Russen gezwungen haben, die für die Winter-Karpathen offensive bereitgestellten Reserven über Odessa an die rrrmäirische Front zu verschieben.
Der Winter, der vorgestern schon mit starten Vorzeichen eingesetzt hat, ivird im übrigen für alle Karpathenunter-- nehmungen kaum viel Spielraum in der Zeit lassen. Als ich gesternt in den Stellungen auf dem Eimbroslava-Rücken war, herrschte bei fußhohem Schnee schon völliger Winter. Die gegenüberliegenden Russen arbeiteten aut Drahthindernis, was immerhin ein Vorzeichen für den Stellungstrieg zu sein pflegt.
Wir sind eifrig dabei, für den schweren Karpathentointer zu sorgen, überall in den Stellungen und an deit Straßen wurde gearbeitet, Wagenladungen von Fenstern und Türen werden im Hinterland fertiggestellt und nach vorn gebracht, mit großer Energie wird überall die kurze Spanne Zeit bis zum völligen Winterausbruch auSgeirützt, so daß nran deni Karpathenwinter mit ruhiger Zuversicht entgegensehen kann. Der erste Uebexsall des Winters hat die Truppen in ihrer Arbeit nur noch mehr angesporitt. Die Russen werden alle Kraft ihrer zusammen geschmolzenen Karpathen- Armee aufwenden müssen, um sich auf den ungünstigen, ungeschützten Ost- und Nordhängen den Winter über ohne zu große Opfer zu halten.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Gatte, unser guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Hermann Bender
Tiefbauunternehmer
am 5. Oktober 1916 im Alter von 50 Jahren plötzlich und unerwartet sanft entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Marie Bender Ww. nebst Kindern u. Verwandten.
Gießen (Bleichstraße 3), den 8. Oktober 1916.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 10 Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt rrereD
Den Heldentod fürs Vaterland starb nach 26-monatiger treuer Pflichterfüllung am 30. September unser lieber, unvergeßlicher Sohn und Bruder
Gefreiter Friedrich Römer
beim Regt.-Stab vom Inf.-Regt. 222,
Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille,
lm Alter von 23 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten hierdurch mitteilen.
In tiefem Schmerz:
Familie Kaspar Römer.
Gießen, Nahrungsberg 26. 728g
Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.
Sonntag morgen 1 / 2 S Uhr wurde unser lieber, guter Vater, Sohn und Bruder
Herr Friedrich Schmehl
Kaufmann
von seinem langen schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Lehrer Schmehl Ww.
Giessen (Stephanstr. 47), den 8. Oktober 1916.
Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Beerdigung in aller Stille statt. 72g,
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0®“ Verloren "ÜB
Auf dem Wege von Beuern nach Groben-Buseck IBahn hof) schwarz. Handtaschche« mit Portm., Uhr and Abmeldeschein 1. auf b. Namen d. Rabenau am 1. Okt. abends. Gegen gute Belohnung ab' -»geben b.Frsn Rabtnsu Ww,, Bauern. [01247(1
Echter Weinessig
Adler-Drog., Seltersw. 30.
Ott« Schaaf. I(»989
Freitag vormittag wurde
in der Stadt, wahrscheinlich auf dem Seltersweg, eine
püicne Brosche
mit Brillant verloren. Gegen gute Belohnung abzngeberi.
Frau Professor Opitz,
Klinikstrake 28. 17234 1
Am 30. September fiel auf dem Felde der Ehre unser Mitglied
Heinrich Wißner
Reservist im MuSketen-Bataill. Nr. II
im Alter von 25 Jahren. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
7273i)i Der Turnverein Londorf.
50er
Unseren verehrt Mitgliedern machen rrstr hiermit die schmerzliche Mitteilung von dem aut 5. ds. Mts. erfolgten Ableben unseres lieben Altersgenossen *
Hermann Bender
Tiefbauunternehmer.
Die Beerdigung findet DienStag, 10. Oktober nachmittags 3 Uhr von der Kapelle deS Neuen Friedhofs statt. 72S5D
Der Vorstand des VereinSder 50 er hott 1866.
Danksagung.
Allen» die uns anläßlich des Todes unseres Sohnes Beweise ihres Mitgefühls gegeben haben, sprechen wir unseren herzlichen Dank aus.
7291
Professor Siebers und Familie.
Für die liebevollen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Verluste unseres lieben Sohnes sagen wir allen unseren aufrichtigsten Dank. Besonderen Dank für die vielen Blumen- und Kranzspenden.
Kurt Pfeiffer, Lnknmntilisülirer nebst Iran und Kindern.
Gietzen, den 9. Oktober 1916.
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