nur <tflf Zeit den Mnnien unseres Boelcke nennen. Sein rücksictstsloser Angriffsgeist bleibe ?lllgeineingut der deutschen Armee!
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 30. Oktober. (WTB. dkichtamtlich.) Bericht des Generalstabes vom 30. Oktober.
M a z/d o n i sche Front: Südwestlich von: Prespa-See für uns günsnge Gefechte zwischen Aufklärungsabteilimgen rmd Wack>- posten Beiderseits der Eisenbahn Bitolia—Serin lebhafte Ar- tillerretütigkeit. Ein schwacher Angriff des Feindes südlich von! Gradesnica und ein serbischer Angriff gegen Kenali wurden zurnck- gewiesen. Im Cerma-Bogen enrste Kämpfe Unsere derttschen Ber- bündeeen schlugen tagsüber neue starte Angriffe des Gegners bei Boljeselo durch Gegmrrngriffe zurück. Ter Feind wiederholte mehrere Male seine erbitterten Angriffe aus einer ausgedehnteren Front, wurde aber mit blutigen Verlusten für ilm znrückgeloorfen.
Im Moglenica-Tal und beiderseits des Wardar schwaches Artille rief euer. Wir ivarfen die Serben .aus ihren Gräben südlich von Nonte. Eine feindliche Gruppe nnirde nördlich von Ljnmnitza durch Feuer vernichtet.
Am Fuße der .Belasica Planina und an der Strumafront schwaches Artilleriefeuer und Gefechte zwischen Erknndnngsabtci- lungen.
An der ägäischen Küste Rübe.
Rumänische Front: Gs ist nichts Wichtiges zu melden.
Die Notlage Rumäniens.
Bern, 30. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Seeolo" zufolge sind in Rom auf diplomatischem Wege Nachrichten aus Bukarest eingetroffen, wonach die Frage des Mannschafts- ersatzes fü r Rumäniennicht so dr in glich und wichtig sei als die Beschaffung von K r i e g s m a t e r i a I, besonders M li n i t io n. In dieser Hinsicht tue Rußland alles, um Rumänien in Stand zu sehen, den Kampf fortzusehen.
Berlin, 31. Okc. Infolge der von den österreichischen und deutschen Fliegern gegen Bukarest ansgeführten Luftangriffe verliest, nach Meldung des .„Berl. Tagebl.", ein großer Teil der Bevölkerung die rumänische Hauptstadt, um sich nach Jassy zu flüchten, wo bereits 20 bis 30 rumänische Abgeordnete cingctroffeu seien.
Berlin, 31. Okt. Unter den durch die Einnahme von Constantza den Zentralmächten in die Hände gefallenen grasten P e tr o len m vo rr ä t en befinden sich laut „Berl. Lokäl-An- zeiger" solche, die die Rumänen bereits an verschiedene Entenieländer verkauft hatten und wofür sie, trotzdem die Lieferung noch nicht erfolgt war, bereits 75 Prozent der Zahlungen durch telegraphische Anweisungen erhalten hatte.
Gegenmaßregeln gegen Rußland.
Bureaus. Der Dampfer „Jylland" setzte in Frcderikshaven die Besatzung des norwegischen Dampfers „Stenshest" an Land, der mit Eisen und Holzmasse pon Göteborg nach Hüll unterwegs war und in der Nordsee versenkt wurde. Er sank innerhalb 5 Minuten. Das Tauchboot schleppte die Boote mit der Besatzung 4 Stunden lang, worauf es sie an Bord des schwedischen Dampfers ,,Dorothea" brachte. Von ihm übernahm „Jylland" die Besatzung bei Skagen.
London, 30. Oktober. (WTB.) Lloydsrneldung. Der russische Seigiler „Ingers oll" und der dänische Dampfer
i f" wurden versenkt. Außerdem ist der russische Dampfer „Klein", von Archangelsk nach Leith unterwegs, lwr Rattrati auf Strand gelaufen. Er ist gänzlich verloren. 22 Fahrgäste und 62 Matrosen wurden gerettet, sieben werden vermißt.
London, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, man glaube, daß der Dampfer „Marina" (5204 Tonnen) versenkt worden ist.
London, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily News" erfahrt aus Athen, daß der D am p fe r „A n g e l i k i" am 2d. Oktober 9 Nshr abends l l /‘> Meilen ivom Piräus von einem deutschen U-Boot versenkt worden ist. Das Schiss hatte 3(X1 Freiwillige der nationalen Armee in Saloniki an Bord. Die Zahl der Ertrunkenen wurde zuerst mit 30 angegeben, man glaubt aber, daß sie größer ist.
Ymuiden, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der niederländische Dampfer „Hector", der aus Buenos Aires hier ailgekommen ist, brachte den Kapitän und 10 Mann der B-c- satznng des norwegischen Seglers „Regi na Skien" mit, der mit einer Ladung Grubenholz ans dem Wege nach England am 23. Oktober von einem deutschen U-Boot in Brand gedeckt und versenkt worden war.
Stockholm, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung dev Schwedischen Telegraphen-Bureaus. Aus Gefle wird berichtet, daß das Motorschiff „E l l y", das am 22. Oktober von Oeregruiid nach Raiimo in See gegangen war, von einem deutschen U-Boot versenkt worden ist. Die Besatzung wurde gerettet.
Stockholm, 30. Okt. (WTB'. Nichtamtlich.) Hiesige Blatter melden aus Kristiania: Der S ch o o n c r „Elle n", der mit Grubenhölzern nach England unterwegs war, wurde ui der Nordsee von einem deutschen U-Boot versenkt. Die Besatzung wurde in Norwegen gelandet.
Winter Schnoewasser durch und beeinträchtigt die Festigkeit der Dachbalken und Sparren. Der später dadurch eintretende Schaden ist dann zehnmal so groß als die 'kleine Ausgabe für eine rechtzeitige Reparatur.
Landkreis Gießen.
** u s e n , 30. Okt. Weyrmaim Karl Schienbein, der seit dem 7. August d. Is. vermißt wurde, hat nunmehr aus französischer Gefangenschaft geschrieben. — Dem Landsturmmann Johann Reist im Jnd-Regt. 121 wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
e. Steinbach, 31. Okt. Durch nachträgliche Gaben — Zahl der Spender nunmehr 132 — erhöhte sich für die hiesige Gemeinde das Ergebnis des Opfer tag es für die Kaiserliche Marine auf 274 Mk. — Die Kinder unserer 2. Kriegsklasse stifteten den Erlös Mir gesammelte Arznei- und Teekräuter mit 10 Mk. derp Deutschen L u f t i l o t t e n - V e r e i n zum Besten der „Kriegs-Lustflotte".
* U t phe, 29. Okt. Ter Gardist Otto Schwarz wurde mit der Hessischen Tapferkeitsdenkmünze ausgezeichnet. Als Ersatz-Reservist wurde Schwarz bei Beginn des Krieges eingezogen und nach seiner Ausbildung dein Infanterie-Regiment Nr. 115, in welchem er sich jetzt noch befindet, zugeteilt.
Kreis Büdingen.
— Büb ingen, 31. Okt. Das Kreisamt setzte den Steuer- wert des Vermögens der politischen Gemeinden des Kreises Büdingen für das Rechnungsjalw 1916 aus 192 495 800 Mk. fest. Die Gemeindeii mit dem höchsten Steuerwerk sind Büdingen mit 21 037 900 Mk., Nidda mit 12 824 500 Mk., Echzell mit 10 993 500 Mk., Berstadt mit 7 179 700 Mk., Attenftadt mit 6 149 100 Mk., Düdelsheim mit 6 159 000 Mk. und Hirzenhain mit 5 578 900 Mk. Die ..ärmste" Gemeinde ist Bösgcsäß mit 241 900 Mk. steuerpflichtigem Vermögen.
^O r t e n b e r g , 31. Okt. Gerichtsdiener Bremmer, zurzeit Wachtmeister in der Ersatzabteiluna eines Feldartillerieregi- urents, erhielt vom Großherzog dar- 'hessische Kriegsehrenzeichen am rotwersten Bande Unteroffizier Roberc Wendel, zurzeit Ba- taul.msfchreiber in einem Infanterie-Regiment des Ostens, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet: die hessische Tapfcrkeits- medaille erhielt er bereits vor einiger Zeit. — Unser Städtchen steht seit gestern im Zeichen des K a l t c n Ma r kt e s. der Pferde- markt war trotz Kriegszeit außerordentlich gut beschickt, auch die Nachfrage >ehr gut, der Verkauf ging jedoch bei den nngcwöhiilich l sti.ai Preisen, 3000—5000 Mk. für ein aut es Pferd, sehr langsam vmstatten. Heute imd morgen siirdet Rindvieh-, Schweine- und Krammarkc statt.
**, Untcr-ffiib bcraöeim, 30. Okt. Lehrer Bramm und Burgcrmeitter Schneider wurden mit dem Kriegs-Ehrenzeichen für Kriegshilfe ausaereichuel.
Berlin, 30. Okt. (WTB.) Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt unter der Ueberschrift: „G e g e n m a ß r e g e l p gegen die völkerrechtswidrige Behandlung deutscher Gefangener in Rußland:
„Tie in der letzten Zeit erfolgten Veröffentlichungen über die Leiden unserer Kriegsgefangenen in Rußland erregten in weiten Kreisen Deutschlands und des neutralen Auslandes Entrüstungen. Bei diesen Veröffentlich'lngen ist darauf hingewiesen worden, daß die deutsche Regierung unter Androhung von Gege.a- mpprügeln die unverzügliche Abstellung dieser Mißstände und die sofortige und energische Durchführung von Maßnahmen zur Besserung der Verhältnisse, in denen unsere Gefangenen in den russischen Gefangenenlagern leben, forderte. Der der russischen. Regierung gesetzte Zeitpunkt ist nunmehr abgelaufen, ohne daß auf die deutsche Note bisher eine befriedigende Antwort erfolgt ist. Tie Heeresverwaltung hat daher vor einigen Tagen eure größere Anzahl E russischer Offiziere, die bevorzugten Regimentern angeboren, intern Sonderlager überführen lassen, in dem sic insbesondere einer strengen Behandlung rmterworsen iverden. Diese Vergelttmgsmaßnahmen nerden so lange anhalteir, bis die russische Regiermrg der deutschen Forderung nachkommt."
Die TranSportkrisis in Frankreich.
Bern, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie Oberst Cas- s o u r n , Vorsteher der Abteilung für Transportwesen im französischen Kriegsmini ft erium dem „Matin" zur Transportkrise mitteilt, sind von 35 000 im vorigen Jahre im Anslande bestellten Waggons bis jetzt nur 3000 geliefert worden. Cassouin hofft, daß von November ab monatlich 2000 Waggons geliefert werden können.
Wie dasselbe Blatt berichtet, können infolge der Transport- ckrisis fast keine Aepfel aus der Normandie ausgeführt werden, während andererseits die Normandie nicht genügend mit Kartoffeln versorgt werden könne.
Holland und Norwegen.
Rotterdam, 30. Okt. (WTB.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, daß holländische Firmen,, die norwegische Schiffe mit deutschem Material reparieren, auf die deutfche schwarze Liste kommen würden. Im Anschluß an diese Meldung teilt das Blatt mit. es habe erfahren, daß den Rcparatnr- Emrrcbtnngen in Holland s angekündigt wurde, sie mürben auf die beut s ch e schwänze Liste gesetzt werden, wenn sie irgend ein norweguches Schiff reparierten, gleichgültig, ob sie dabei deutsches Materral verwenden oder nicht. Für Schiffe dänischer oder schw.'di- scher Nattonalttät muffe vor Beginn der Reparatur die Erlaubnis der deutschen Behörden eingeholt werden.
Aus Griechenland.
London 29 Okt. lWTB.) „Observec" meldet aus Athen vom 27. Oktober: Jl te Regierung hat den sofortigen Abtransport der griechischen Armee aus Thessalien befohlen. Nur zwei Regimenter werden dort bleiben. Gestern wurden in Salonik die angekommenen Offiziere rmd Soldaten der nationalen Armee von Venyelos unter großem Jubel in Dienst gestellt
Ans Stadt und Land.
Gießen, 31. Oktober 1916.
** ^ in t l i cf) e Personal nach richte n. sür Aiitglieder ireiivilliger Feuerwehren
Das Ehren
. . - wurde von
verliehen an Joses Marlin H o ch g e s a n d t z
Der Zeekrieg.
England und unsere U-Boole.
Rotterdam, 30. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) In Betrachtung des deuffchen Vorstoßes in den Kanal schreibt die „Times : Die törichte Annahme, daß Deutschland nicht im- stande sein irerbe, eme große Zahl neuer U-Boote zu bauen und daß es! nicht genügend geübte Mannschaften dafür ailfbringen' wurde, ist Lügen gestraft. Die deutschen U-Boote sind jetzt größer ra!cher, zahlreicher und stärker bewaffnet als früher. Jeder Mensch ' r /2 r d'.e Organisation der Admiralität gegen die
U-Boot-Gefahr rn demselben Maße verbessert worden wäre
^zn einem Briefe des unionistischen Abgeordneten Leverton Da r xx s wird vorgeschlagen, daß die Regierung endlich ein für aUmnal erklären solle, daß sie nach dem Kriege deutschen Sckstffen anch wenn sw unter anderer Flagg- salwen, verbieten werbe ins britischen Kohlenstationen Kohlen cinzuneh.neir. Ferner verlangt tzarriS, daß in keinem Teil, der Welt englische Kohlen an deutsche schisse geliefert werden dürten. Man müsse zsvar bezsveifeln, ob ein derartiger schritt dem U-'st'iotkrieg. dessen unmittelbarer Zweck ern militänscher sei, ein Ende macken würde, aber eine solche Ver- fügung würde einen großen Einfluß auf die deutsche U-Voot-Polittk haben und es sei an der Zeit, um die eine oder andere Erklärung rn dieser Richtung abzugeben. Man rnüsse Deutschland zwingen zu glauben, day der Augenblick kommen würde, in dem für alle' die Verwüstungen, die durch seine U-Boote angerichtet worden seien eme lßntstbod'gung gegeben werden müsse und daß eine Strafe für diese Politik kommen werde. Inzwischen liege es an der eng- listßeii 7Lmnralüät, neue Schritte zu unternehmen, um mit den windlichen U 2sooteii abzureckpien, um den unbestreitbaren Erwla des letzten Ärhres zu wiederholen. "
ch
At»en,.DOIt. lWTB.' Der Dampfer „Anaeliki" mit ,^reuiUlgen nach Saloniki unterwegs, wurde versenkt
ri°»-ilh°aen, 30.0U. (WTB.) Meldung des Mäuschen
zeichen
Großherzog Gonsenheim.
t *4 ^ ^ i v rd e r° u n g. Sergeant H o f m a n n, Landwehr Ini.-Regt. 116, Lchntzmaiin dahier, wiirve zum Komp.-Feldweb bewrdert.
" Auszeichnung. Gefreiter Fritz Kühl aus Gieße venu Jni.-Regt. 2-,4 wurve mit dem Eisernen Kreuz 2. Ktas ausgezeichnet. Tie Hessische Tapierteitsmedalllc erhielt « stbon 1914. - Unlerossizier Olto Emrich. schwere Küslei Aiorserbatterie, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
L. U. Kursus zur Erlernung der Pnnktsckris Ter „Verein der blrndcn Akademiker Deutschlands", Sitz Marbur. hat sich u. a. hie ^ä>asffing einer Bibliothek sür wi,sensch?sllic!' FachUteratnr in Blindenschrift zur Ausgabe gestellt. Da der Dru ailerJ>enötiotcu Bück>er, von denen meist nur eine geringe Anzak von Stücken hergesteilt zu werden braucht, ganz uuverljälttliomäßi hohe Kosten verursachen würde, suctst der Verein Helfer und Help rinnen, die ihrerseits die Punktßchäft erlernen, um dann die fii boS &tuhium unentbehrlichen Werke in Punktschrift 311 übertragLi Gr will daher in den Monaten November und Dezember ds. Jc auch hier in Gießen einen Kursus zur Erlernung de Punktschrift veranstalt en. Der Kursus wird wöckwntlil w zwei <2ttmden (wahrscheinlich an den Samstag Naclnnittgg'p umfassen. Jrgendwelck-e Verpflichtungen oder Kosten sind dam nicht verbunden,' nur wird es dankbar begrüßt werden, wen die Teilnehmer das notwemdige Material an Papier usw. selb stellen Es steht KU hoffen, daß Helfer (Damen und Herren fit auii mer in Giesten zahlreich finden. Bereiterklürnngen sind bi spätestens Samstag, 4. November, dem Univ.-Sekrc lärmt, Blsmarckstraße 22, znzustellen.
** Beschränkung d e s P e r s 0 n e n z u g v e r reyrs. Hauptsächlich auf den weniger wichtigen Neber bahnen hat sich eine weitere Einschränkung des Personen Zugverkehrs als notwendig erwieseri. Arbeiter- und Schulet zü'ge sind möglichst unberührt gelassen worden. Für unser Bezirk kommen folgende Aenderungen in Frage: Vom 1. Nr vembcw d. I. ab wird der Pz. 772, Kassel ab 11.06 nachm Friedberg an 3.49 vorsn., auf der Strecke Friedbera- Frankfurt im Plan des Pz. 702 F r i e dber g ab 4.34 vorm Fran kf urt an 5.47 vorm., befördert. Pz. 702 Friedberq- Frankfurt fällt aus. Das dadurch eintreteude längere Still lager des Pz. 772 in Friedberg wird bei Einführuim de Fahrplans vom 1. Dezember wieder beseitigt. Ferner fäll vom 1. November ab der Pz. 784, Vilbel ab 1.16 siachm Frankfurt an 1.50 nachm., aus. —Vom 1. Novembe b. I. fallen die Züge 4189, N i d d a ab 9.55 nachm., Schot Leu an 10.45 nachm., und 4190, Schotten ab 8.55 nachm Nidda an 9.45 nachm., aus. — Vom 1. November d I a fallen die Züge 4764, Hersfetd ab 7.47 vornk,'Als feld an 9.36 vonn., und 4765, Alsfeld ab 10.12 vorm Hersfeld an 12.45 nachm., aus.
** P r e u ß i s ch - S ü d d e u t s ch e K l a s s e u l 0 t t e r i e Di
Erneuerung der Lose zur ffinften Haupt- und Schlußklasse 'nur unter Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 3. November abend 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis zu diesem Termin die^Freilos gegen Rückgabe der Gewinnlose eingelöst werden Die Ziebun dieser Haupt- und Schlußklasse beginnt am 7. November und endia am 2. Dezember. ^
A ll s dem S t a d t t h e a t e r b u r e a u. In der ar Freitag stattfindenden erstmaligen Ausführung von Paul Queuscl Kleinstadt-5komödie „Das Alter" sind in iwuptrollen beschästic die Herren Hellmuth, W e s 0 l 0 iv s k i, Falken, sowie da gesanite Herrenpersonal ; außerdem die Damen Dornhöiel GerSdors und Kollmar. Die Spielleitung führt Her
Hellmuth. J v
2) a 2 Fest ihr^ r Silbernen Hochzeit beainae^ am 20. Oktober in aller Stille die Eheleute Oberbahnmeiste P a t t b e r g.
, " Jbr SS,ähriq-Z Ar b e i t s j „ b i l ä n m beqcht -in
1. November ^ralilem Meliue Dorn er von hier als Näherin de Chirurgischen Universitäts-Klinik. ^ ^
s Schwarz-Weiß-Theater, SelterSweg, bring diese Woche wieder einen ansgewahlten und abwechseluugsreichei Spielplan. Besonders interessieren dürste die entzückende Kino konigm Ebba ^.homsen in deni Drama ^Sterbende Glnteii" ebens die zil den Sternen am Kinohrniinel gehörende Else Fröhlich i, dein sp«mieiiden Drama „Das Rätsel der verschlosseiien Tür"
** Dächer Nachsehen ! Das Nachsehen der Dächer' aut
Herbst — im Frühjahr geschi-eht's fast allgemeiu — empfiehl srch aus mehreren Qkünbm. Erstens können auch dte Herbststtirm W stark werden, daß lose Dachziegel l-erabgerissen werden und dei Hausbesitzer m fühlbare Schadenersatzansprüche etwa verletzter Per sonen verwickeln können. Zweitens ist wegen der Schneelast, die da^ Dnch rm Wmter zu tragen l>at, eine sorgfältige Verhntnug vm Lucken und Spalten rm Dachbelag unerläßlich. Sonst sickert in
Kreis Schotten.
Wg. Gedern, 31.0kt. Die Ebelenke Gemeindeeinnehmer Plnlipp Franz und Frau Emilie geb. Oberheim begehen am .Mittwoch das Fest der Silbernen Hochzeit. Herr Franz hat in leiiirr langjährigen Amtsführung sich als selbstloser und vfliclst- treuer Beamter bewährt und volle Anerkennung geffrnden und im Kriege im Verein mit feiner Gattin sich in der aufopferndsten Werie kn der Fürwrge für nufere Krieger betätigt.
Starkenburß und Rhciilheffen.
_ ,ha Jugenheim, 29. L kt. Der Verkehrsausfchuß der Berg- straße lnelt beute nachmittag 4 Uhr hier im Hotel zur Krone seine
Hauptversammlung ab. Im allgemeinen wird der Verkehr im ,wche 1916 als günstiger bezeichnet denn im Vorjahre, genaue :9ncnt waren nicht zu erhalten. Die Jabresreckmung schließt iw. Einnahme und Ansgabe mit 5122,80 Mark ab. die Mitgliederzabt bat sich um 100 erhöht. Die Kasse der Jmmobibien-Abteilung. die ge 1 ändert geführt wird, zeigt in Einnahme und Ausgabe 715 Mark, .ils zentrale VermittlnngssteUc bei Käufen, Verkäiuen und Vermietung ist in Verbindung mit der öffentlichen Geschäftsstelle in Auerbach eine sogenannte Jnimobilien-Ilbteilung ins Leben ge- runni worden. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde der alte Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. Die nächste HcnrptVersammlung soll in A n e r b a ch stattfinden.
>4i. Bingen, 31. Okt. Wie auch in ben Vorjahren, wird in bieü'm Fahre die Stadt Bingen allen im Felde stehenden Bingern als Weihnachtsgabe zivei Flaschen Binger Wein senden. Da die Zahl der im Felde stehenden Einwohner recht groß ist, dürfte auch eine ganz nette Flaschenzahl znm Versand koinmen. Bei den im >vcfbc stehenden Soldaten wird diese Svende, ivie auch im Vorjahre als Gruß aus der Heimat große Freirde erivecken.
Kreis Wetzlar.
wn. Wetzlar, 30. Okt. Ter zuneh,ueude Personalmangel Zwingt die Eüenbahnverivaltliug, eine Anzahl von Zügen, denen geringere Verkehrswichtigkeit znkonnnt - hauptsächlich auf Neben- bahuen - demnächst a n s f a l l e n zu lassen. So werden vom I. Olovember l. Js. ab aus der Solmsbachtalbahn die Züge 4711 (Usingen ab 6 ^, Wetzlar an 753); 4712 (Grävenwiesbach ab 5jW Ufingen an 6 ^, und 4710 (Wetzlar ab 922 , Grävenwiesbach an 10 M) lns auf weiteres ansfatlen.
ra. Wetzlar, 30. Okt. Das stattliche Bahnhofsgebäude geht allgemach seiner Vollendung entgegen; das alte Stationshaus rnirb für Wohnzwecke eingerichtet. Dem Bediirfnis der Vorstadt entsprechend, ,vurde auch ein Bahnhofsposlgebände direkt an der Uebcrst'lhrnng errichtet.
ra. Kinzenbach, 29. Oktober. Um den S p a r s i n n unter der Jugend zu pflegen und zu fördern, hat die hiesige Spar- und Tarlehnskasse vor einem Jahrzel/nt einen sogenannten Sparkartenverkehr eingeführt. Ter Erfolg ist ein ganz gewaltiger, es sind auf diese Weise seit Oktober 1903 von unserer Jugend insgesamt 51 691 Mk. in kleinen Beträgen verzinslich angelegt worden. Auch das nahe Vetzberg hat Anschluß in dieser gemeinnützigen ^Sache an die lstesige Kasse genommen, seit 1. Januar 1912 wurden von dort auf Sparkarten 3810 Mk. eingezahlt.
ra. Leun, 30. Okt. Leun war einst größer und bedeutender als alle benachbarten Orte. Es wird zuerst in einer Urkunde König Konrads I. vom Jahre 912 erwähnt, )var Sitz mehrer Adeliger und twhielt durch die Gunst der Grafen von Solms-Braunfets im 15. Jahrhundert Marktgercchtigkciten. Seine eigentliche Blütezeit begann im Jahre 1664, wo es aus Veranlassung des Grafen Heinrich Trajeklin von Solms zur Stadt erhoben und mit Mauern umgeben wurde. Tie Abnahme der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten erklärt sich durch die Answmiderung vieler Bergmanns- familieu nach Lothringen.
ra. Ans d e m K r e i s e Wetzlar, 30. Okt. .Zurzeit wird den Gemeinden, die jetzt mit der Zusammenlegung vorgelien, noch der übliche Beihilfenanteil von 6 /io der Kosten von Staat und Provinz bewilligt. Höclsttwahrscheinlich jedvck wird in Zukunft das üblickw Beihisfenmaß aus 4 /io der Kosten herabgesetzt. Die beteiligten Grundbesitzer würden alsdann den größten Teil der Znsammenlegungskosten selbst anfznbringen haben. AuS dem Westfonds rvurde zuletzt der schöne Gesamtbetrag von 45 600 Mark für 18 beteiligte Kreisgemeinden bervilligt.
Hessen-Nassau.
Kri easd eschü d igten-Fürso rge.
— Frankfurt a. M., 30. Okt. Am Sonntag und Montag tagte hier der Landesausschnß ff'ir Kriegsbeschädigte in: Regierungsbezirk Wiesbaden. Die Verl-andlungen wurden durch eine Vorbesprechung über Besichtigung der einzelnen Merkstatt-Lazarette eingeleitet. Der Hauptversammlung wo Hirten etwa 250 Personen mis allen Teilen Nassaus bei. Dr. Karl Hallgarten! (Frankfurt) wies in einem kurzen Bortrage ans die Bedeutung der Knegsbeschädigten-Fürsorge für Staat, Gemeinde und Familie hin. Bürgermeister Dr. Luppe (Franffnrt) sprach über „Rentenfragen und Kapitalabffndung". lieber Ansbildungsmöglichkeiten! im Bereich des 18. Armeekorps verbreitete sich in längeren Ausführungen Assistenzarzt Dr. Liertz. Das gegenwärtig angewen- dete System der mannigfaltigsten Lehrwerkstätten zur Ausbildung Kriegsbeschädigter für andere Berufe habe sich ausgezeichnet bewährt und werde in der begonnerren Weise fortgesetzt. Nach dem Zßriege erhoffe nian jedoch eine unrfassende Untersttitznng der privaten Kreise, vornehmlich der Industrie. Prof. Dr Gold stein sprach über „Innere Kwiegsleiden, namentlich über Ojebirnver- letzungen und Nervenleiden". Zu Schluß der Tagung gab Ge-


