«npseUenÄverte Porter, an. Beispiele für AnL-ye von Obst- ulkd USemüfcnärtnt ermöglichen eine fcfpleUc Orientierung und irchere^.
**^Verwnndeten-Unterrich1. Am Dienstag abend mL Uhr findet int Hörsaal der Anatomre der dritte Vortrag Über Arbeiterversicherung statt und zwar über die Bedeutung der Krankenversicherung für die Krrc g steil neh- .und deren Angehörige. Zur besseren Erläuterung der in ftraqc kommenden Bestimmungen srnd besondere Vorführun gen (ähnlich wie Lichtbüder) vorgesehen. Auch die Bcrechnun.
bei der vierten
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der Invalidenrente der Kriegsteilnehmer soll in dieser Weise erläutert werden. Nach dem Vorttag findet Bespreuung der vouH en Verwundeten gestellten Ansragen auch über sonstige Fragen der Arbeitervcrsicherung statt.
' ** Au s dem S t a d t t h e a t e r b u r e a u. Auf die morgige
Wiederholung des wirkungsvollen neuen Volksstücks ,W o d i e Schwalben nisten" im Dienstag-Abonnement sei auch an dieser Stelle hingewiesen.
** P ädag ogiu m. Die Schule begann am 16. Oktober ihr Wintersemester mit einer kurzen Feier im Konfirmandcnsaal der Luka^gemeinde, in dem fortan regelmässig am ?Nontag und toa Schul andachten abgchalten werden. Nach einer Ansprache des föOTt Pfarrer Bechtols hei me r teilte Dir. Brackemann tkü, bah in den Ferien 3 SclMer das Abiturienteneramen einer Oberrealschule bezw. eines Gymnasiums, und 4 die Emsayrigen- nrüsür^g bestände»» haben. Aus die 5. Kriegsanleihe MllMete
Schule insgesamt 8361 Mk. Die Anstalt geht nunmehr E 80 Schülern, davon 41 im Pensionat wohnenden, ins WiTttcrhalb- tttotyr In den Lelwkörper sind neu eingetreten: Privatdozent Ar. Ml. Compernaß, früher in Zürich und Köln und Herr Pfarr- «ssistent Hoffmann, Gießen.
Landkreis Gietzen.
» L e i h g e st e r n, 22. Okl. Der Gefreite Georg Reih von hier, dem bereits vor längerer Zeit die Hessische Tapferkeitsmedaille verlieben wurde, ist kürzlich in den Kämpfen an der Somme auch mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet worden.
# Stangenrod, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Bizcseldwebel Lehrer Wilhelm G ö r g.
Kreis Büdingen.
# Bergheim, 22. Okt. Durch einen Granatschuß starb den Heldentod der Landsturmmann H e n s e l.
4h G l a u b e r g , 22. Okt. Die Hessische TapserkertSmedaille erhielt der Wehrmann H a l b e r st a d t im Füs^Rqt. 80
# O r l e § f) a it j e n , 22. Okt. Aus dem Felde der Ehre starb der Gefreite Betz.
4 Ortenberg. 23. Oft. Wegen der verdienstvollen Tätig keit des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz aus allen Ge bieten der Kriegssürsorge erhielt das älteste Vorstandsmitglied, Oberaktuar Karl Heuhenröder, Schriftführer des Vereins, vo,n Großherzog da« KriegSehrenzeichen am rot-weißen Bande
verliehen.^, ^ Niddertal, 22. Okt. Auch in bc?t beiden
vergangenen Nächten hielt der Frost an, vorgestern morgen zeigte der Thermometer ein Minimum von 4 heute morgen sogar 5 0 R. als niedrigste Nachttemperatur. Trotzdem scheint der Frost glücklicherweise nur stellenweise Schaden an gerichtet zu haben, nitr Kartoffeln, die ziemlich weit oben lagen, und Dickwurz, die nicht mehr genügend Blätter hatten, scheinen gelitten zu haben.
Kreis Alsfeld.
# Elbenrod. 22. Okt. Die Schulkinder zeichneten zur b. Kriegsanleihe den Betrag von 1816 Mk.,
1100 Mark.
Kreis Alsfeld.
•• Otterbach, 22. Okt. Dem Wehrmann Heinrich K u 11 aus Otterbach. zurzeit bei einer Munitionskolonne im Osten, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Kreis Schotten.
G Feldkrücken, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der SanitätS-Gesreite R ü h l im Jnf.-Rgt. 116. _
wg.@ebe rn, 28. Oft. Das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge erhielten Frau Hofprediger W i d m a n n , Frau Forst »„elfter Klingelhösfer und Fräulein Lina TöngeS. Die Herren Forstmeister Klingelhösfer, Gemeindeeinnehmer Franz und Kaufmann Maier Voehl wurden mit dem Hessischen KriegSehrenzeichen ausgezeichnet-
Kreis Friedderg.
Butzbach, 22. Okt. Heute abend 8 Uhr fand in der Stadckirche zu Butzbach eine Vaterländische Feier st unde statt. Mllstklehrer L. M a r g u r h leitete die Vereinigten Chöre. Die Kirche war voll besetzt. .
# K letn-Karben, 22. Okt. Vermißt ist der Lehrer Hem rich Klein.
4P Langenhain, 22. Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der von hier gebürtige Lehrer Adam Kaiser. Dienstlich ver wendet war er in Betzenrod, EinartShausen, Grolsheim und Auerbach.
Starkenburg und Rheinhessen.
— Ast heim, 22. Okt Die Ehefrau des Landwirt« Bux geriet denn Korndreschen zwischen die Strohprefle und wurde von dieser totgedrückt. .
-- Alsheim. 22. Okt. Bei einem Sturz von seinem Fuhr werk büßte der Eisenbahnbeamte Ludwig das Leben ein. Er hinterläßt acht Kiuder.
----Dieburg, 22. Okt. Veterinärrat Friedrich sammelte bei seinen Diensts'ahrten in seinem Bezirk 170000 Mark in Gold und führte ste der Reichsbank zu.
Kreis Wetzlar.
ä. Wetzlar, 22. Okt. Die König!. Regierung in Koblenz hat aus Anlaß des überaus günstigen Ergebnisses der Zeichnungen au die b. K r i e g « a n l e i h e, zu dem auch die Volksschule und die mittleren Schulen in tatkräftiger Weise mitgewirkt haben, diesen einen freien Schultag gewährt.
d. Wetzlar, 23. Okt. Für diese Woche stehen dem
Kommunalverbande an Schlachtvieh zur Verfügung: 22 Rinder, 24 Schweine und 24 Kälber. Es entfalle»» auf die Bürgermeistereien Ehringshausen 3 Rinder, 3 Schweine und Kälber, Krosdori 3 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Braunsels 4 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Ulm 1 Rind, 2 Schweine und 3 Kälber, Hohensolms 1 Rind, 1 Schwein und 1 Kalb, Rechte,» bach 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Schwalbach 1 Rind 3 Schweine und 3 Kälber, und Stadt Wetzlar 8 Rinder, 7 Schweine und 6 Kälber.
ä. D o r n h o l z h a u s e n, 21. Okt. Der als permißt gemeldete Gardeschüße Anton Braun von hier hat dieser Tage a»»s sranzö sischer Gefangenschaft geschrieben.
d. Lützellinde n, 21. Okt. Bei der am 18. ds. Mts. ab gehaltene,» Neuwahl eines Ge»neindevorstehers wurde der Landwirt »»nd bisherige Gemeindevorsteher Johs. Hoßbach von hier auf die gesetzliche Amt-dauer von sechs Jahren »vieder- gewählt.
d. Aus dem Kreise Wetzlar, 22. Okt. Die für diese Woche nach den neuerdings eingefulytten Fettkarte»» zur Verausgabung kommende Speisefett menge ist von dem Vorsitzenden des Kreisausschusses auf 40 Gramm pro Kopf der Versorgungs-
berechtigten festgesetzt worden. — Der Landrat und Vorsitzende des! Kreisausschusses hat für die unmittelbare Abgabe der von den Städten Wetzlar und Braunsels sonne den Landgenreinden be- chafftzen Kartoffeln cm die Verbraucher für die Zeit vom 1. Oktober 1916 bis auf weiteres folgende Höchstpreise festgesetzt: bei Abnahme zur Einkellerung, ohne daß die Kartoffeln über ein Lager gehen, 4.75 Mark für den Zentner einschließlich Anfuhr, bei Abgabe im Kleinverkauf aus Lagern der Gemeinden oder der »nit der Abgabe betrauten Händler 5.50 Mark für den Zentner. Erfolgt bei unmittelbarem Verkauf von dem Erzeuger an de»r Verbraucher die Anfuhr auf der Achse frei Keller, so sind folgende Fuhrlohnsätze — berechnen: bei einer Entfernung bis 4 Kilometer 30 Pfg., bei
zu .... _ _
einer Entfernung von über 4—8 Kilometer 45 Pfg. und bei einer Entfernung von über 8 Kilometer 45 Pfg. für den Zentner.
Hessen-Nassau.
Die Frankfurter Milchkonferenz.
--Frankfurt a. M., 21. Okt. Die heute im Konserenzsaale des Präsidiums zusammengetretene Milchkonferenz, au der außer den Vertretern der staallickM und kr»easwrrtscl>aftlichen Behörden der Regier»urgsbezirke Wiesbaden und Kassel und des Großherzogtums Hessen-Darmstadt auch Abgeordnete der Städte Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen, Offcnbach Aschasfenburg, Mainz, Worms, Ludwighafei», Hanau, Höchst, Homburg usw. te»l- nahmen, ist wie ihre Vorgängerinnen seit September ds. Js. auch diesmal ergebnislos verlaufen. Tie Vertreter der^milch- erzen genden Interessentenkreise aus dem Frankfurter Wirtschaftsgebiet beharrten auf den Forderungen einer Erhöhung des Milchpreises frei Station des Empfangsortes von 24 auf 30 Pfennig Är das Liter; sie begründehen die Forderung mit dein Hinweis auf die merklich gesteigerten Mllcherzeugung kosten und erklärten, ohne diese Erhöhung die Milchproduktion nicht in dem bisherigen Maße sortführen zu formen. Ta für die Händler ein Verdienst von mindestens seM Pfennigen für das Liter berechnet werden Müsie, fet der Verkaufspreis an die Verbraucher auf 36 bezw. 38 Pfennig anzusetzen. Eine Einsizung konnte aus dieser Grundlage ztv-ischen dön Vertretern der Städte und den Vertretern der Landwirtschaft nicht erzielt werden. Ms letztes Mittel zur Beibehaltung der bisherigen Pveissätze sollen nun die beteiligten Regierungen bei den Landwirten vermittelnde Scknitte tun. Doch verspreä)en sich die Vertreter der Städte auch hiervon wenig Erfolge. Ob noch einmal eine Konferenz Zusammentritt, hängt von den Ergebnissen der Vermittlungsversuche der Behörden ab.
*
[] Marburg, 22. Oft. In den letzten Nächten setzte hier und im ganzen kurhessischen Oberhessen starker Frost ein- In vergangener Nacht stieg die Kälte bis auf 5 Grad.
0 Wetter, 21. Okt. Tie Kinder der Kriegerwitwe Roth Hatten, als ihre Mutter beim Dreschen war, mit Streichhölzern gespielt und auf diese Weise das Zimmer in Brand gesetzt. Nachbarn Löschten den Brand into holten die zwei Kinder heraus. Ein v»er- jjätzriges M ädchen war jedoch so schwer verbrannt, daß! es ans den» Wege m Marburger Klinik starb. Ein Russe, der sich hauptsächlich an dem Rettungswerk beteiligte, hat gleichfalls Brand- verletzungen erlitten.
X. Hanau, 22. Okt. In einen» soeben bekannt gegebenen Erlaß »nacht der Regierungspräsident für llntersranken, Dr. v. Brett eich, die unterfränkischen Landnnrtc auf die ernste Lage der Kartoffelversorgung und auf die unbedingte dtotwendigkeit der Beischafftmg .von Kartoffeln für d»e Bedarfsbezirke aufmerksam und führt dann weiter aus: „Werden d»e Kartoffeln nicht in Güte abgegeben, so wird rücksichtslos mit der Enteignung vorgegcmgen werden. Ich vertraue zur Vernunft und zum vaterländischen Sinn der unterfränkischen Landwirte, daß sie es zu Zwangsmaßnahmen nicht kommen lassen werden und daß sie ohne Verzug ihr Möglichstes tun. um das zur Sicherung der Ernährung weitester und zwar der ärmsten Kreise der Bevölkerung unentbehrliche Nahrungsmittel herbeizuschaffen. Die Bevölkerung der Städte und Jndustrieorte mahne ich andersefts zu einer ruhigen Auffassung der Lage. Ganz besonders dringend »varne ich vor der Ueberschreitung der zugelassenen Höchstpreise (Erzeugerhöchstpreis 4 Mk. für den Zentner). Wenn Landwirte leider öfters höhere Preise gefolgert haben, so »»>aren hieran die Verbraucher nicht ohne Schuld; denn diese selbst haben nicht selten, um Kartoffeln sich zu sichern, zu hohe Preise, bis zu 7,50 Mk. für den Zentner, geboten und hierdurch die Preise verdorben." _ . . t
X. Gelnhausen, 22 Okt. D»e Stadt hat b»s zum 1. Oktober d. Js. für Krieg«fürsorge aufqewendet 48 795 Mk. Der Steuera»»sfall durch den Beschluß, sämtliche Einkommen von Kriegsteilnehmern unter 3000 Mk. von der Steuer zu befreien, stellt sich auf 27 675 Mk. Kriegsholz ist im Werte von 3000 Mk. hingegeben worden.
rs. A u S N a f f a u, 22. Okt. Die S ch o n z e i t f ü r R e h k ä l b e r im Regier»»,»gSbezirk Wiesbaden ist auf das ganze Jahr ausgedehnt, der Beginn der Schonzeit für Rebhühner auf den 13. Dezember festgesetzt worden. Bezüglich der Wachteln und schottischen Moorhühner bleibt e« bei dem gesetzlichen Beginn der Schonzeit, 1. Dezember.
und dem Franzosen (nach der Zeit Ludwig XFV.) die Neigung zum Krieg zugeschrieben, die das Volk der Revanche seither nicht verleugnet hat, dem Wällischen, der für Lloyd Georges silberne Kugeln die Bundestreue verriet, die Liebe zum Geld, dem Russen aber zu — Prügeln.
Hübsch und klug ist es auch, was er über Sitten »mb Eigenlasten im allgemeinen bemerkt: bei den Franzosen „leichtinnig und'gesprächig", bei den Wällischen „hinterhältig und eifersüchtig", bei de»» Deutschen ,-offenherzig," „w-eltläuftg und gewinnend" bei den Engländern, bei der» Russen aber „boshaft und unenergisch". Darum heißt es denn auch in der „Vergleichung mit den Tieren": „Fuchs" für den Franzosen, „Luchs" für den Italiener, „Pferd" für den geschmeidig eleganten Engländer, ,Löwe" für den Deutschen und — „Esel" für den Russen. Alles in den Schatten aber stellt seine Teftnierung der „Kriegstugenden". Da heißt die Kriegstugend der Engländer — „Seehandel"! Da ist die der Italiener „ftirfichstig" genannt: (o Graf Cadorna), die des moskowitischen Bären „mühsam", die der Franzosen „arglistig", tapfer" die des Ungarn. Beim Deutschen aber heißt es „unüberwindlich". Und dieses Wort kann nicht für die Zeit der Zersplitterung um 1800 gelte»», es gilt ftir heute und morgen: ein Propheten- wvrt!
Der Charakter der Nationen.
Man schreibt »»ns aus Wien: In einem Wirtshause am Wege, in das ich diesen Sommer einmal einvehrte, fand ich eine alte verräucherte Tafel, die eine „kurze Beschreibung der m Europa befindlichen Völker und ihrer Eigenschaften" enthiell. Und da das augenblicklich eine ganz interessa»ite Gesellschaft ist, sah ich mir das Ding näher an. Es hing auch nicht in einem gewöhnlichen, sondern in einem literarischen Gasthause, dessen Wirt in Lupitsch bei Aussee, in der Steiermark, vor Zellen der Mundartendichter Josef Kain gewesen war. Das Mter der Tafel ließ sich nicht genau feststcllen. Ein uraltes Mutterl, das ich darnach fragte, sagte nur: „Dös woasinet, steht kcm Jahrzahl draus!" Liber die in Europa befindlichen Nationen waren nicht nur in 13 Gruppen nach Sitten und Naturanlagen, Verstandeskräften und wissenschaftlicher Vor liebe, nach Tracht und Untugend, .Hang und Kriegslugend beschrieben, sie waren auch konterfeit, Deutsche »rnd Franzosen in altmodischer Tracht, der Ungar in brennrotem Nationalkostüm, verbrämt und verschnürt,, der Engländer als Stutzer mit Sttilp- stiefeln und Haarbeutel, »rnd so ließ sich die Entstehungszeit dieser Körperpsychologie in Schlagworten immerhin in den Ausgang des 18. Jahrhunderts datieren. Manches, was da gesagt lmrb, ist freilich nur ein derber Spaß, manches aber ewig gültig und wirkt gerade heiite wie Prophetie. Jedenfalls war cs ein kluger und weltläuftger Mann, der diese Charakteristik der Nationen in die Tafel ein trug, u»»d oft» deutscher Mcurn obendrein. Seinen Landsleuten sagt er als Schlinrmes nur die „Liebe z»nn Tr»mk' nach und in punkto „Tracht der Kleidung" „machen alles Nach/ Damals scho»i! . ...
Dafür hat er es gegen den Mnskowller um so schärfer. Ta setzt es. t»»enn man die Rubrik durchläuft, am Ende allemal eins ab. So z. B. heißt es im Kapitel „Verstmrd" beim Wällischen „scharfsinnig", beim Deutsche»», den» Volk, das allein unter alle»» Modernen die Herzkraft des Humors hat, „witzig", beim Eng länder „anmutig", beim Moskalen aber mit lapidarer Kürze „gar nichts"> Oder: es wird die „Liebe" der Nationen abgehandelt
vermrscheer.
* WaS ist ein Großkai»»vfsch»sf? Ueber diesen Begriff herrscht, wie die tägliche Erfahrung lehrt, »i» Laienkreisen zieinliche Unklarheit. Die Aeze»chn»»ng „GroßkatNpfschiffE ist durchaus nicht. gleichbede»»tend »nit L»i»iei»sch»ff. Letzterer Schiffstyp bildet den Kern einer Schlachtstotte, die eigentliche Schlachtlrnie (daher a»»ch der Name). Während die Linie»»sch»ffe noch bis zun» Jahre 1905 eine Wafferverdräng»»ng vor» höchstens 16 000 Tor»nei» und eine schivere Bewaffnu»»g von nicht über vier 30,5-Zentimeter- Geschützen ausiveisei», sch»»f England im Jahre 1906 »nit der „Dread- nought" ei»»ei» neuen, bedeutend vergrößerter» und viel stärker be- »vaffnete»» Linienschiffstyp, das erste Großkanrpfschiff. Während diese Dreadnought" ungefähr 19 000 Tonne»» verdrä,»gte und zehn 30,b-Zentin»eter'Geschütze als Hauptbewafin»»ng trug, sind die »»euesten Grobkampsschiffe der verschiedener» Mächte, die sogenannter» Ueber-Dreadnoughts", schor» bei 30- bis 32 000 Tor»nen und zehr» 38,1--Zei»tlmeter-Geschütze>» angelangt. Unter einer»» Großkampf- chiff versteht n»a»» sonrit ein modernes Großlinienschiff »nit einer Wasserverdrängung von »nindestens 18 000 Tonnen und »»»ehr und einer Hauptbervaffnung von »venigstens acht schweren Geschützen. Mit anderen Worten: Für die Bezeichnung ^Großkainpfschiff" kann immer nur ein Linienschiff in Frage kommen; aber nicht jedes Linienschiff ist ein Groß kampfschiff.
UniVersrtLtS-Nachviebtsn.
() Marburg, 22. Okt. In der Aula der.Universität fand heute in üblicher Weifte die feierliche Einführung des neu- gewählten Rektors der Universität für das Amtsjahr 1916 bis 1917 statt. Der bisherige Rektor, Professor der Ger- »»ranistik Dr. phil. Ernst Elster, »vies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß die diesmlaligc Rektoreinftührung zum drittenmal unter dem Zeichen des Krieges stände. Er'gedachte in ernsten Worten der Relen Angehörige»» der Universität, die im Felde stehen u»»d derjenigen, die den Heldentod ftirs Vaterland er- ten. Jir seinem Bericht über das verflossene Universitätsjahr tellte er nllt, daß das letzte Sommersemester bezüglich des Besuchs an achter Stelle von sämtliche»» deutschen Universitäten stehe. Tank der Fürsorge der königlichen Staatsregierirng habe die Lehrtätigkeit keine Störung erfahrerr, sie fei »»och durch die Einführung des türkischen und russischen Unterrichts erweitert worden. U. erwähnte er weiter, daß laut Verfügung die Universität das ursprüngliche alte Universitätssiegel Philipps des Großmütigen aus dem Jahre 1527, das gelegentlich des hessischen Erbsolgestreits im Jahre 1653 durch ein mcheres ersetzt wurde, wieder fuhren dürfe. Er lübergab dann dem neuen Rektor, Professor der Rechte Dr. jur. Franz Leonhard die Zeichen seiner Würde, »vorauf dieser eilten fachwissenschaftlichen Vortrag über „Auslegung und Ausleg u »» g s n o r m e n" hielt. Wie sie begonnen, so schloß auch die Feier imt einem Orgelvortrag des Universitäts-Musikdirektors Jenner. _ __
Letzte Nachrichten.
Griechenlands Vergewaltigung.
Lugano, 23. Okt. Dem „Corriere della Sera" nürd aus Athen berichtet, in Ententekreisen hoffe »nan, daß Griechenland endlich gezähmt sei i»»rd allen Forderungen der Entente Nachkommen werde. Auch die Bevölkerung scheine resigniert zu sein. Die griechische Regierung habe inznnschen den Kriegeroereinen jcde wellere Kundgebimg verboten und lasse die/ Hauptstadt von griechischen Patroulllen durchziehen. Der Piräus werde von französischen und italienischen Truppen überwacht. Um der Entente eine»» Beweis der ?toyalität zu geben, scheine der König berell zu sein, die griechische»» Truppen nach dem Peloponnes zurückzuziehen, svivie emige Jahrgänge zu beurlauben.
Prinz Georg von Griechenland in Paris.
Kopenhagen, 23.Okt. „Berlingslke Tidende" berichtet aus Paris: Prinz Gs>rg von Griochmland, der Bruder des Königs, ist Astern aus Lmidon in Paris eingetroffen. In Lo»»don hatte der Prinz längere Beratungen .mit dem Körrig und Mitgliedern der englischen Regierung.
Genf, 23. Ort. Tie Pariser Blätter wissen nichts Geiraues über das Datum der Abreise des Prinzen Georg. Er sei über die Griechen!a»»d betreffenden Beschlüsse der Boillogner Konferenz unterrichtet worden und habe hierüber nach Athen telegraphiert. Der- nftttlich erwarte Prinz Georg eine besondere Einladung, nach Äther zu kommen.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Die Höchstmenge an Fleisch und Fleftchtvaren, die wöchentlich auf (eine Fleischkarte entndmNren cherden darf, »vird für den Landkreis Gießen bis M»f weiteres auf 200 Granr'm Schlacht- viehfteisch mit eingeivachfenen Knochen festgesetzt.
Es entfallen somit auf Vio Anteil:
20 Gramm Fleisch mit eingewachsenen Knochen oder
16 Gramm Fleisch ohne Knochen, Schinken, Dvnerwürst, SpÄk, Zunge, Rohfett, oder:
40 Gramm Wüd, Frischwurst, Eingeiveide, Fleischkonser^ ven einschl. des Dosengervichtes.
Gießen, den 23. Oktober 1916.
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