Ausgabe 
23.10.1916 Erstes Blatt
Seite
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Statt jeder besonderen Anzeige.

Todes-Anzeigc.

Heute morgen 10 Uhr verschied sanft nach kurzer, aber schwerer Krankheit mein treubesorgter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Fabrikant Heinrich Eichenauer

in seinem 63. Lebenswahre. Wir bitten um stille Teilnahme.

Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:

Charlotte Eichenauer geb. Kilbinger Prof. Schmitt, Großherzogltcher Oberlehrer

aus heutiger Zufuhr

Maria Schmitt geb. Eichenauer Clara Maurer geb. Eichenauer Bertha Hopp geb. Eichenauer

Dr. Maurer, Stabsarzt d. L. L, z. Zt. im Felde Gg. Hopp, Landwirtschaftslehrer, z. Zt. im Felde und 5 Enkelkinder.

Gießen, Worms, Iserlohn, den 22. Oktober 1916.

Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Oktober, nachmittags 7 2 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir, dem Ernste der Zeit

entsprechend, absehen zu wollen. 7r »*i

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So plötzlich \am dio Trauerkunde, Gebrochen sei dein junges Herz.

O Gott, wie schwer war diese Stunde. Wie unaussprechlich nun der Schmerz. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternhaus. Nun ruhe sanft, du lieber guter,

O braver Sohn, geliebter Bruder,

Sollst nie von uns vergessen sein.

Ruhe sanft, du gutes Herz

Du hast den Frieden, wir den Schmerz.

Todes-Anzeige.

Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober unser lieber braver, unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder der

Kanonier Karl Burk

im Bataillon 61 der 11. Artillerie=Munitions-I<olonne

schwer verwundet und am gleichen Tage IIV 2 Uhr abends im Feld­lazarett den Heldentod im blühenden Alter von 19 Jahren gestorben ist.

In tiefen? Schmerz:

Climbach, 23. Oktober 1916. Familie Heinrich Burk.

Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.

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Nach 6 monatiger qualvoller Ungewiß heit erhielt ich die traurige amtliche Mittei­lung, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der liebevollste, treusorgende Vater seiner 2 Kinder, unser guter Schwager, Onkel, Vetter und Neffe

Otts Baum

Wehrmaun im Fns.-Regt. 14, 8. Komp.

am 5. Mai 1916 im Alter von 39 Jahren sein Leben für seine Lieben und das Vaterland opferte.

In tiefem Schmerze: Elise Baum, mit Kindern Frida und Robert.

Gieffen (Landgraf Philipp Platz 10), im Okt. 1910.

m

Bekanntmachung.

j Die Holzfällungsarbeilen für 1917 im Markwald der Gemeinde Lützellinden (in Hessen) sollen vergeben werden.

Forderungen sind schriftlich und verschlossen bis spätestens den 28. ds. Mts., vormittags 11 Uhr hierhin cinzureichen.

Die Bedingungen können hier etngesehen werden.

Groff-Rechtenbach (5Lr. Wetzlar), den 19. Oktober 1916. ___D er Bürgermeister. _7625B

Bekanntmachung.

Freitag, den 27. Oktober abends 8 Uhr findet in» Holländischen Hof dahier ein

mit dem am 1. November von hier scheidenden Pfarrer. Herrn Freitag, statt, wozu alle Bürger der Stadt Lich hierdurch freundlichst eingeladen sind.

Lich, im Oktober 1916.

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Tie landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen zu n und Lind he im eröffnen am 3. Januar 1917 eilten neuen fünfmonatlichen Kursus.

Der Ziveck und die Aufgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen ans dein Bürger- und Landwirtsstande zu künftigen tüchtigen Hausfrauen durch angemessenen wirtschaftlichen Unterricht und durch praktische Unterweisung in allen, in einem einfachen bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten.

Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft, Ge­müsebau, Obstverwertung, Gesundheits- und Ernährungs­lehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aufsätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesang gepflegt.

Für Wohnung und Mobrliarbenutzung zahlen:

a) Mädchen aus Hessen. Mk.

b) Mädchen von außerhalb Hessen. ... 40 ^

-für den ganzen Kursus.

Ter Preis für die Verpflegung wird nach den Selbst- kosten, bczm. den Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere »er Unterricht unentgeltlich.

Die Anmeldungen, welche bis spätestens Ende Movcmber d. IS. erbeten werden, sind bei den Ortsschul- ^omnüssioncn der Haushaltungsschulen zu Langen bezw. Oindheim einzureichen, welche ebenso wie die Landwirt- 'schastskammer selbst zu jeder weiteren Auskunft gerne .bereit sind. Wegen Berücksichtigung der nach dem 4. Dezember 1916 eingehenden Anmeldungen kann Ver­bindlichkeit nicht nbernoiMnen werden.

Ueber die Ausnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer.

Darmsladt, den 8. Oktober 1916.

LanhMWWiiiMtt für M CrH. Wn.

Walter.

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Die Stadt Darmstadt sucht von jetzt ab bis auf weiteres zum Abschuft kommendes Wild lNot- und Dam­wild, Sauen, Rehe, Hasen, wilde Kaninchen und Feder- wild) zu erwerben, ttm ihrer Bevölkerung, besonders auch den Minderbemittelten, in dieser Zeit der Fleisch­knappheit ein nahrhaftes und wohlschmeckendes Lebens­mittel bieten zu können.

Jegliche Wildmcng; wird angenommen. Die Stadt zahlt die bestehenden Höchstpreise, die für Darmstadt voraussichtlich in Bälde mit ministerieller Genehmigung auf die für die Stadt Frankfurt a. M. gültigen Höchst- preise erböbt werden.

Es wird weitestes Entgegenkommen hinsichtlich der Abnah,ne des Wildes und der Auszahlung des Ankaufs­preises zugesagt.,

Jagdberechtigte werden gebeten, ffch mit dem Unterzeichneten wegen Wildlicferung alsbald in Ver­bindung zu fetzen.

Darmstadt, den 20. Oktober 1916. 76060

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Dir.: Hermann SteiitgoeUer. Dienötag, 24. Okt. 1916,

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