Ausgabe 
14.10.1916 Erstes Blatt
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KhneN ttitffch galten.Out)re" vom 4. Oktober: Die rück- nxrrtigen Verbmdungrn der Armee Mackensen sind bedroht.

^uprogrös" vom 5. Oktober: Die rumänische Armee, die d-ie Amvan, übersetzte wird eine sehr bedeutsame Rolle spielen.

^om 5 Oktober: Militärische Kreise legen der neuen Meldung archerordentliche Wichtigkeit bei. Aehnlich äußerten/ srchFrga ro" und ,.Te m ps".

Rach dem missglückten Uebergnng der Donau schrieben:Li X-r r e -r ®fr' Rur einige wenige Regimenter hatten den

^lnf; uberschritteirVe ti t I ourn a l" vom 6. Oktober: Der > än 20000'IriäSäte Donaunbergarig sollte nur eine Demonstration darstellen.Echo seien nicht Griechenland lde Parr s" vom 7. Oktober: Die paar Bataillone, die nach Bnl- ' ^rnecyenmno.

garrerr ubergesetzt waren, wurden zurückgeholl.PetitIour - <11 vom 7. Oktober: Da unsere Verblendeten nicht die Herrschaft iubcr den Fluß besaßen, war es sehr llug von ihnenl sich zurück- zuzlehen.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt dazu noch vast die deupchen und bulgarischen Meldungen über die schweren blutigen Verluste der Rumänen von der gesamten Presse unter schlagen wurden.

Ter bulgarische Bericht.

Sofia, 13. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Gene rätstab es :

* Mazedonische Front: Die Lage erlitt keine Verän- anderung. Anff> 'er Front vom Prespa-See bis zum Barbar bei­derseits lebhafte Artillerietätigkeit. Bei dem Dorfe Hnma Pa trouillengefechte. Vom Barbar bis zum Dojran-See Ruhe; es wurden nur einige Kanonenschüsse gewechselt. Am Friste der Belaftca Planina schwaches Artilleriefeuer.

, An der S t r u Ni a - F r o n 1 wenig umfangreiche Artrllerie- tatigkert und Zusammenstöße zwischen Erkundungsabteilungen. In der Gcgeild des Dorfes Jenikioej verjagten wir durch unser Artilleriefeuer drei Panzerautomobile. Am 11. Oktober beerdigten wir -nach etncnt Kampfe bei Barrakli Djournaya mehr als 200 fenDliche Lerck)en und nahmen einen Offizier und 20 englische Soldaten gefangen.

An der ägäischen Küste lebhaftes Kreuzen der feindlichen Flotten.

y . Dorfe Enidje schossen wir im Luftkamps ein feind-

llches Flugzeug ab. Der Flugzeugft'ihrer wurde gefangen genommen!.

Rumänische Front: Keine Aenderung in der Lage. An der Doncm beschoß die russische Artillerie ergebnislos das Ufer zwischen Kostol, Kladovo, Davidovec und Sitz. Unsere Artillerie ncf in-der Stadt Kalafat umfangreiche Brände hervor. Bei Lom Arttlleriekampf, in dessen Verlauf wir die feindliche Ar i,A erie zum Schweigen brachten.

In der Dobrudscha und an der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. gez. Minister Radoslawow.

Dern^ 13 Oktober. (MTB. Nvchtkanttlich.) Eine Korrespvn- denz des ,,-Leaolo" aus Rvm führt aus, es könne kein wetteren Dmck mehr auf Griechenland ansgeübt werden, um es zum Ernrrttt m den Krieg zu bewegen. Die griechische Redo-, l n t r o n habe Fiasko gemacht. Griechenland habe bewiesen, baB der Vertreter seiner .Wünsche nicht Benizelos, sondern der Kmng sti. Es sch daher auch begreiflich, daß eine der Ententemächte lich! nicht entschließen könne, in dem revolutionären Triumvirat melir als eine pwvrsvrische Lokalregiernng zu sehen. Tie 15 000 oder 20 000 Freiwillige, die sich, zur .Verfügung gestellt hätten.

Aus Griechenland.

Athen von den Truppen der Entente besetzt.

* n ' (Priv.-Tel.) DerBerliner Lokalanz.

meldet: Der Zrrrrcher Tagesanzeiger" berichtet ans Paris: Wre Pamjer Blätter aus Athen melden, wurde die arie chische Hauptstadt durch Truppen der Entente mili irisch besetzt. Starke französische und englische Trup penabtellungen halten die öffentlichen Gebäude und Kw- sernen besetzt.

. de r n ^in Mtiarbeiter desCorriere ftrGrüchenland^ ^nde Einzelheiten über die letzten Ereignisse

^ - ^Mivals Fournet wurde zu später

Nachtstnnoe un Mnustermm des Auswärtigen abgegeben Um MEiE kEn der Ministerpräsident, her M ©ritera

m und her Mari,.Minister in der

»ülc 33Ttitsen Nikolaus zusammen. Sie batten unter Vorsitz nlte Estündige Besprechung, bei der die Melrrhcit die Auffaisung wrtmt, daß man sich den energischen Maßnahmen

srSJSS® 0>mira {| nicht widersetzen könne Nach der

Msprecding fand unim: Beteiligung des Gmeralstabschefs ein iLlAt. folgenden Morgen befanden sich bereits

vvÄ der Uabergabe der bekannten Antwort bei der Insel Salamis P? Drrous U eberwa chu n gs boote der Mliierten an der Sette ldier griechischen Kriegsschiffe. Andere Boote lagen mit «LL^unErupPen bereit. Die Besatzungsmann schäften der ZKIe Nm^en m.die Kastrnen gebracht. Die Bevölkerung von BcsAftlM^n^ch'^ vollständig ruhig und geht der gewöhnlichen

Corriere della Sera" meldet aus Athen:

. Jr '?¥^ ra . Besatzungen auf Anordnung des Marine-

nrmister- die Schisse in kleinen Abteilungen verließen, u,i? tti den Kasernen vor Athen untergebracht zu werden, wurden sie von Demonstmnten mrt Hochrufen auf den König emp angen Die Schiffe winden sofort, nachdem sie von den Besatzungen tw lassen waren H tirch Franzosen besetzt vangen irer-

^Tribuna" meldet aus Athen:

Atarruesoldaten der Alliierten besetzten die kleinen Unfein Admiral Fournet ließ die °7f W des griecknscheu Konteradmirals niedergezogeue Flagge Siebet ^^bmschk Marmetrupveu besetzten die griechischen

Zerstörer, Engländer die Tauchboote ^.dmZerÄisse veichlmüen in Salamis: der dritte Teil bnZt a-itfdjen Besatzungen wird auf ihnen belassen ^

A th cn, 13. OkttMTB.) Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus war an Bord desLeminvs" Zeuge der^Ausli??^ run g der gr ie chischen Flot te. 2i/ 2 Stunden waren Uri- zehn srauzosische und zwei englische Schlepper zwölf sron^ösi!-^.

Dampfborkasse damit besilzastigt, die griecksischen Scknffe bm ibtSn Lrkerplatz vor dem Arsenal in die Bucht von Keratsini -n schleppen Ter^Bescksluß der Regierung, die Flotte an die Allffert^ auszuliefern, vmrde sosort, nachdem der Mtmsterrat gegen 4 UK mvrgmis beendet hmr, nach dem Arsenal teleplwniert In rinem ^Besatzungen vorgelesen wurde heißt es- d« Manne unter dem Dxucke der E^'tenw Z, N" 7 Len itft, ihre «chrffe auszugeben, auf die sie so stolz ist" Wert er wurde gesagt, daß der König jedermann des Eides ent E^'Ean «xfttffe bleiben und sich den AlliierimUn?,^ Wie verlautet, .nachte niemand t,Ä a T ^ ltzem Schiffe gingen zuletzt die OffiziIö Bord stud nahmen die Flagge und die Porträts

Mit, die ijn jeder Offtzierskajüte hingen. Die Matrosen tmcrdm nach Scovamanga gegenüber Salamis das Arsenal beeidet, um von dort nach A?^n^weit^be7ördÄ Au werden. Admrral.Ipitis schloß sich, als dst^Schifse we^ geführt wuroen, vn seiner Kajüte ein. Tie Offiziere w

^.^^^Estbeneu Schiffe schvei.^nd L P^na achreten^waren tres bewegt, als das Admiralsschiff an ihnm loM frfr- J®*!** des Adnrirals dem frauzöfts^n Flotts'

k^archanten dre Meldung erstattete, daß die Schis leterdtfäZ Weggeff'chrt zu werden, sagt ser: ,^Jch war prrmralisw

fert für dae Hals» die es uns bvj dem Bau dieser Flwte Aber je£t ist es ffrelleicht besser, nichts zu sagen "

der Alliierten und fragte- Wc^bätten mv gfeiten machen können?" ' ]}atim

srUa^h^ Wlfc Eli-Hen Kreisew herrscht große Mederge- ^-^fraber. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Mitarbeiter

dier feindliche Flugzeuge abgestürzl.

13 Okt. (WTB.) Im Laufe des gestrigen Michimttags und Abends griffen mehrere feindliche Flugzeug ge- Iftwader Ortschaften m Süd baden an. Unter arrderem wurden aus, Frerbu rg, D o nau esching en, Al lm ends ho fen, HuNrngen oder ihre Umgebung Bomben ab geworfen. In ^^elnen Orten wurde eine kleine Anzahl Personen verletzt. Der Mschur^n ist soweit bisher festgestettt, gering. Militärischer Schaden ist überhaupt nicht angerichtet worden. Durch Llbwehrfeuer und rm Luftkampf wurden nach den bisherigen Meldungerr ftrsge- lantt vrer Flugzeuge innerhalb Badens zum Absturz gebracht.

Holländische Ausfuhrverbote.

Haag 13. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Tie Ausfuhr van Sr ffen und ,L>tahl sowie allen Legierungen aus diesen Artikeln, soweit sie nicht zur Verpackung verwendet werden, wurde verboten.

Die in der Schweiz untergebruchteu Kriegsgefangenen.

Berlin, 14. Oktober. Den in der Schweiz internierten Kriegsgefangenen soll lautDosftscher Zeitung" ernwglicht werden, vom kommenden Wmteri emester an die e i d g e n ö s s i s ch- e T e ch - -rische Hochschule und die Universitäten Bern, Basel, Gens, Lainanne, Neueiiburg nnd Zürich!, ferner dia «Gymnasien, L-emrnarren, Handels- imd Gewerbeschulen zu be­sehen. Den Internierten wird besonders empfohlen, sich Kund gebungen rrgend welcher Art zu enthalten.

Lloyd George über die englischen Rüstungen.

^Rotterdam, 13 Okt. (WTB. Nichtamtlich.) TerNieuwe Rotterdams che Courant" erführt aus London: Lloyd George hat gestern ixti Unterhause erklärt, daß England zweifellos U -A* ^ e ? d R.e serven verfüge. Das Gesetz ül'.er die

Militärische Dienstpflicht habe bereits sehr zahlreiche Mannschaften E^wrt und würde das auch in Zukunft tun, da die zeitweiligen Befreiung«i allmählich ablwfen. Das Gesetz habe eine Streit­macht geliefert, ohiie die es für die Regierimg unmöglich gewesen wäre, den Krwg fortzusetzeu. Tie Regierung sei überzeugt, daß die Zahl der Befreiungen voin Militärdienst viel zu groß sei und habe eine Unterffuchung darüber eingeleitet. In Frankreich und stallen gingen^die Befreiungen in die Hundertlauseiide, in England 2? c r '^ n ow Millionen. Die Regierung werde jedoch die Frage der kömien^^^^ El den vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen lösen

Ueber die sogen. Tanks (Panzerautomobile) sagte Lloyd George gestern im Unterhause: Wir sind mit den Erfahrungen, ?!? l uit . Waffe gemacht haben, sehr zufrieden. Sie sind zweifellos ein sehr^ großer Erfolg gewesen und da sie auf Grund der bisherigen Erfahrungen verbessert werden, zweifle ich nicht, daß. sie mich größere Dienste leisten werden.

Fm WoymmgsausMutz des Reichstages

hat der Abgeordnete Mumm (Deutsche Fraktion) den Am» lrag gestellt, den Bundesrat um Einstellung von 40000Mk. in den Rerchshaushaltsetat zur Eriüchtnng einer Aera- tungsstelle für den Kleinwohnungs- und Kleinhausbau ersuchen. Weiter legt dieser Abgeord­nete eine Entschließung vor, wonach eine Reichs­wohn un g s versich e run g geschaffen werden soll. Im Anschluß an die Invaliden- und Angestelltenv>ersicherung sollen vom dvitten Kinde ab Wohnrenten an die Versicher­ten und Zusatzrenten für jedes wertere Kind gewährt wer­den, und zwar, sofern die Kinder bei den Eltern wrohnem- brs zum vollendeten 18. Lebensjahr. An den Pflichtbeiträgen sollen gegebenenfalls auch die verheirateten kinderlosen Ber- srcherten und die Arbeitgeber beteiligt werden. Die angesanr- melten Kapitalien sollen im Interesse des Kleinwohnungs­und Kleinhausbaues, sowie der Heimshättenaründuna ver­wertet werden.

A»rr Stadt «nd Land.

Gießen, 14. Oktober ISIS.

Deutscher, in eiserner Zeit verzichte auf Gold-, schmuck! Bring ihn dem Vaterland dar, das Dir den Goldwert bezahlt! Wer sich dem Rufe verschließt, erschwert unfern Volke den Sieg r

Der Seekrieg.

Zwei französische Kreuzer versenkt.

..Berlin, 13. Ott. (WTB. AmtLül,.) Eines unserer brseeboote hat nn Mittelmeer am 2.Oktober den alv UnterfecbootSwger grbauteu französischen klci- nen Kreuzer Ri gel" durch zwei Torpedofchüsse und ^ ^Eober den französischen Hilfskreuzer

"IrSf x * versenkt. Von den

an Bord derGallia' befindlichen serbischen und französi- üven gruppen, dle sich auf dem Wege nach Salonik befan- etwa 1 000 Mann um ge kommen. Das Schlft sank innerhalb 15 Minuten.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

*

Norwegen und der N-Bootkrieg.

Kristiania. 13. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Mel düng von Norsk Telegramm-Bureau. Eine königliche V e r ö r d n u n g von heute bestimmt: U-Boote, für den Kriegsausbruch ausgerüstet und einer kriegführenden Macht angehorend, dürfen sich im norwegischen Fahrwasser nicht bewegen oder aufhalten. Wird dieses Verbot übertreten, so » , ® w ft mit Waffengewalt angegriffen zu werden. Das Verbot hrndert nicht, daß ein U-Boot wegen schwer«r v°^ er H^^ie norwegisches Gebiet aufsucht, um Menschenleben zu retten. Das Fahyeug soll dann inner­halb des Gebietes rn Oberivassersdellung gehalten werden und dre Nattonalflagge und das internationale Signal für dre Veranlassung seiner Anwesenheit gehißt haben. Das Fahrzeug soll das Gebret verlassen, sobald der Grund, der ferne Anwejeuhert veranlaßt hat, fortfällt. Andere U-Boote als dre genannten dürfen in norwegisches Gebiet auch nicht erufahren, außer bei Hellem Dag bei sichtbarem Wetter in Oberwassersk-llung und mit gehißter Nationalflagge. Ein fremdes U-Boot, das rm rwrwegischen Fahrwasser sich be wegt muß wegen der Schwierigkeiten, zwischen den. ver- schredenen Arten von U-Booten zu mrterscheiden, selbst die Gefahr auf srch nehmen für jeden Schäden oder für'Ber-

Ä'20 6 mofn^Xfl 8 ^ ber°rbnung

Ans dem Kelche.

^enriiiafeTahmen «r(a ltgt werden. Eine BestÜtigun^d^-N^r.^

fern geblieben.

Wießrm« und swd tembV feSS noch

Die Behandlung der Kriegsgefangenen

VWMushaltZausschuß fttzte heute die Beratung über die Gefangenenbehmrdluug fort. Die emaeaanae-nen Brttschristen werden als durch den Gang der Berhandluna erledigt erklärt. Darauf wird die veränderte Entschließung des Zentrums angenommen, durch Bermittluna des Heiligen Stuhles oder einer neutralen Macht Vereinbarungen anzustreben, durch welch« das Los der orl e ?^ e .^ n9enen wesentlich verbessert, Repressalien aller ^..Vbrttgt und sämtliche Zivilgefanqenen in ihre Heimat zururkbesörderl werden gegen das ausdrückliche Versprechen der einzelnen Staaten, die Erttlaffenen nicht in die Webr- Ab gelehnt wurde die konservative erne Besse^mg der Lage deutscher Ge anaener

lung triegsgesangener Deutscher. Endlich wurde di« sozial- o Vhn ^^tisch e Ent sch l i e ß u n g angenonrmerr, daß die ^ o h n u u g u n i e r e r Gefangenen an deren Anoeln'i- rige alten Fällen gezahlt werde, wo diese zur Unter­stützung der Gefangenen notwendig erscheint. Darauf bpr- Ausschuß aus Montag vormittag. Zensur

und Belagerungszustand. ^ ^ t,ur

Sonntagsgcvanken.

w Leben in der belagerten Festung, die ihre siebzig ^ s^E^^onschen mit altem versorgen soll, was zu des Notdurft gehört, zeigt ein Mld, das die Weltgeschlchte noch nicht gesehen hat. Alles ist hier unge- wohnt und neu. Alles trägt den Stempel nnverlgsamen darchzuhalten bis zum äußersten, daß Tar und Opfer derer, die im Feuer liegen, nicht vergeblich sei. Alles zugleich zeigt eine rastlose Aroeit der Gedanken, neue Wege S.j 111 ^ 11 ' V} xt r schnellem Entschluß zu beschreiten, die Mrlnonen mit fortzureißen auf der nnbetaunten Bahn.

dre diese neuen Gedanken haben, diese neuen End-, jchlnjfe fasten, viele, die ihnen mühsam Nachdenken, willig oder nnwillrg folgen müssen. Post, Telegraph und Telephon r! S e .^ u S tun, die Uebermittluug von den Zeutral- ftellen brs rn die entlegensten Winkel des Reiches zu be- Die letzten Seiten unserer Tagesblätter, die Arr- an den Amtshäiiserrr der Gemeinden sind uderffiUt von den srch häufenden, und drängenden Verfügun­gen und Verordnungen. Die Schelle des Ortsdieners im Euen Dorf kommt, denk ich mir. Tag für Tag nicht zur Ruhe. Kürzlich zergte em Bild auch den jugendlichen Orts- diener rm weibischen Gewände, die Trommel auf den Hüften hangend: dre weibliche Stimme wird sich erst haben ^ae- wohnen müssen, die lauschenden Ohren zu erreichen, die Ach ans den Fen,tern strecken; aber es gelingt; was gelingt denn heute nrcht? Alles gelingt. Aber die Millionen Ein­zelner lesen und hören unvorbereitet Tag für Dag die u^en Verfüg un gen. Sie gelten ihrem eigensten häuslicherr --eben. Nichts blerbt da unberührt. Was sie essen und trrnken wre sie sich kleiden, womit sie sich schmücken, diese, allerpersonlichsten Gewohnheiten und Eigenheiten des Lebens luerden voir oben her, ohne daß sie gefragt wären, ohne daß ihre .Klugheit nnd Weisheit zu Rate gezoger! wurde, geregelt, ihnen vorgeschrieben oder verboten Es ist em Zwang, wie kein Utopieer im soFialistischen Staat ihn chvner oder grausamer auszuüben vermöchte. Wer wundert sich, wenn das Unzähligen gegen den Strich geht? Im nmtszunmer seufzt man über den dicken Akl^nbürrdeln, in denen das Gedächtnis sich nicht mehr zurechtfindet und auch geschulteste Scharffinn die Fülle der ärgerlichsten und ergötzlichsten Widersprüche nicht mehr auszugleichen ver­mag. E Geschastszunmer und am Ladentisch klagt man ^^effelnd über die Verwirrung, in die Lagerbestand nnd Ulewlbersicht geraten wollen, die vergebliche Mühe, den -Nrnnschen und dem Umvillen der Kundschaft genug zu tun Unsere trefflichen Hausfrauen sind zu sleißigsten Leserinnen ihrer Tageszeitung geworden; aber ihr fleißiges Lesen wirst all ihre wohlerworbenen und altbeU'ährten Kenntnisse in Keller über den Haufen. Und auch ihr ernstlichster -L>ilte fl^hrt nicht zum Ziel. Man weiß, wie sie stundenlana vor verschlosienen Ladentüren harren, um vielleicht am Ende längster Geduldsprobe eine kleinste Menge heiß­umstrittener. Nahrungsmittel zu erhasck-en. Dazu aller be- rechtrgte Zorn über Wucher und Hmustern, diese Gemei:o- yeiten, die uns die Schamröte über dem Treiben von Gliedern unseres Volkes ins Gesicht treiben, lind endlich d'e Zut von Klagen über afl die Fehler und Torheiten dm ürerchsstellen, von den höchsten bis herab zur nntersteü mte sollte wohl das fehlen, wo Gedanke nnd Tat der Wenigen dem überlegenen Urteil der Bielen, die nicht um ihren Rat gefragt wurden, sich bloßstellen muß?!

So sieht es im belagerten Vaterland aus. lind ich kann nicht leugnen: ich habe meine Helle Freude dran Nicht ^ ba§ j5 d > e .^ »icht zu versichern an der Not, wo sie wirklich da ist. ^hr soll geholfen werden. Und ich zweifle mcht, ihr wird geholfen. Aber an den Nöten l^b ich meine Helle Freude, die nichts anderes sind, als der aeseanete Zwang, den der Krieg übt. Wir haben die stolze Gewähr daß wir nickt verhungern werden, daß alle Anstalten di« dre Feinde dazu treffen, verfehlt sind, »lber leicht soll es uns doch gar nicht werden, diese Zeit miterleben zu dürfen W,r wollen ihre Last mittragen und wir wiollen es fühlen^ daß wir sie tragen. Für das öde, blutleere Gewimmer vieler wollen wir kein Gehör haben oder als Antwort nur ein bitteres Wort. Für uns aber soll die alte schlichte Bitte ganz neuen Klaitg und tiefsten Si,m empfangen^ Unser täglich Brot gib uns heute!" Und wir wollen sie verliehen lernen nach der feinen Erklärung Luthms:Gott gcht täglich Brot, auch wohl ohne unsere Bitte, allen bösen Menschen: aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns er­kennen lasse, nnd mit Danksagung empftchen unser täglich B'rot/' <§ cf

»

Amtliche Personalnachrichten. Entlassen mi.rx« am 7. Oktober die Lehrerin Marie Moll zu Klein Auheim Abach, auf ihr Nachsuchen nut Wirkung vosn 15. Novemblr

" Auszeichnungen. Das S a n i t ä t 8 k r e u , .

der TapserkettsmedaiNe hat erhalten Oberarzt d. Res Dr ?? au« OteSen. - Der König!. Ober-BahnaMent Heinr S Wnben, zurzeit in si-indeslnnd abkommandierh ö.e

Eiserne Kreuz 2. Klasse. eryielt da^

" Jung mehr. Die nächste Zusammenkunft Sonntag nachmittag, sondern M i t t wo ch a b e n d R i/iti tC ^

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