Ausgabe 
14.10.1916 Erstes Blatt
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BerKnier Mrger in großherziger Wrise die Mittel zur Ver- mSritt batte Den Benmnlfreten mürbe Kaffee und ftudjen RSt mit »i« und bem nötigen ' '

Uliy , v t t .an^-i.wn flWmninfrpten ir e\

Ranchmaterial ge-

L-bot> den hettlägerE.Verwundeten je ein Liebesgabenpakri !!tw. cwj-rroft gesandt. D:e Ferer, zu der der Großherzoglrch e E

elle^rz Freiherr von Biegeleben mit ferner

in das Lazarett

Eilte sowie^ Jhre^DnÄancht Prinzessin Antoinette Isenburg. C 4 »! eine 9 teU* höhE.OMriere und auch Professor Seckvom ^.'nai'eben Garten erschrenen nmren, nahm etnat schönen ^rlnitf Tie Mrsik hatte bas Kaiser-Granz-Garde-Grenad:er-Rs- unter Leitung .eines Dirigenten H. Männecke gestellt. Dom Arot! -rnm nmr ein Begrützungstelegramm -eingeganen, bas von den Mwesendcn mit einem Dank- und Huldigungstelegramm bo-

antwortet Wahrend des Krieges versammelten sich

di^ jungen Mädchen des VereinsFreundümen junger Mädchen" nNk' 14 Taae im Hause der Vorsitzenden zu einem Strickabend in welchem für Soldaten Strümpfe, Handschuh usw. gestrickt wur^n Bei dem Mangel an Wolle mutzten diese Abende auf- börsn Die Teeabende sollen von jetzt ad toti er.ten Sonntag jeden Monats in dem Saal der Herberge zur Heimat statt finden. Der s/ibet iunae Mädchen erwerbender Stände eilt, die Tee-

-»* St adtth eater. Ans dem Stadttheaterbureau schreibt man - Das neue SingspielUnter der blühenden L i n d e", baZ am morgigen Sonntag zum ersten Male gegeben wird, spielt un zweiten und dritten Lluszuge am weinumkcänzten Rhein. Fröh­liches Rl)rin- und Weinleben spielt am Strom, Burgen und Stadt- { u m spiecieln sich in des Vielbesungenen Wellen, Dampfer ziehen - it fröhliche Balm und in süßer Maiennacht webt Vollnwnbschein in Strom und Land und blühende Linde verklärenden Scksimmer. Direktor Steingoetter hat die erforderliche neue Dekoration an- s-rtigen lassen und diese hat bereits bei Aufführungen in Bad- A au Hein: sich als sehr wirkungsvoll erwiesen. Von den Gesangs­nummern des Stückes, dessen musikalische Partien sich teilweise wesentlich über den üblichen Possenstil erheben, haben verscch ebene die Eigenschaft, in Balde volkstümlich zu werben. Wir nennen B. dre Duette:Unter dem blühenden Lindenbaum",Es war nur ein Märchen ani Rl)rin" undAch Schnuckchen, ach Schnuckchen, du l-ast so liebe Guckchen". ^ ,

** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Der Sprelplan uam 14. bis 16. Oktober 1916 weist folgendes aus: Herrn Peter- Emrs Jagdabenteuer, wohl das beste Lustspiel der Saison. Schar-onk iit 4 Akten mit dem Kgl. bapr. Hvffcliouspielcr Konrod Drehe r in der Hauptrolle. Die Blume des Waldes, ergreifendes Leberrsbild in einem Akt. Das Geheimnis der Loge, Krimmal- rmnan in 3Akberr, in der «Hctttptrvlle Erich Kai'ser-Trtz. hötmderungen zu den MirofAlerr und durch die Steinwansklamm, eine interessante NaturaufnahUre. dhutzerdem sind verschiedene Ein­lagen vorgesehen. ^ _

** Das S chwarz-W ei ß-Theater, Seltersweg 81, bringt gleich zur Eröffnung ein interessantes Programm, aus dem besonders das Gastspiel der bekannten Münchener Tänzerin Rita Sa ch etto in dem Drama aus dem Künstlerleben:Mai königin" hervorzuheben ist. Ferner das Drama:Das Ge­heimnis einer Nacht" in drei Akten mit der beliebten Künstlern: L i l l i Beck. Auch dem Humor wird durch treffliche Possen und Lustspiele Rechnung getragen. Außerdem ist ein gutes Beiprogramm vorgAehen. ^

** Die früher Eulersche Sagemühle an der Hamm stratze, die vor mehreren Jahren zur Abrundung des Geländes des u .Etlichen Elektrizitätswerks für dessen Rechnung von der Stadt ungekauft wurde, ist endlich vom Erdboden verschwunden. Man 'hat das an der Straße gelegene unschöne, in den letzte:: Fahreü auch baufällig gewordene Gebärtde niedergelegt und so einen wert vollen Bauplatz erhalten, der wohl vorerst als Kohlenlagerplatz für das Werk in Benutzung genommen ist. Das Eulersche Wohnhaus st noch pprhanden und dient Beamten des Elektrizitätswerkes als

Wohnhaus. Ä , , r

* Zur Ausgabe von Lebensmittelkarten an beurlaubte Soldaten ist das Lebensmirtelamt, Ost-An­lage 39, Sonntags von vormittags 1012 Uhr geöffnet.

' ®a§ heutige Kreisblatt Nr. 128 enthält Bekannt­machungen über VersicherungSpflicht von Angestellten für Be­schäftigungen während des Krieges, Druckpapier, Feldrügeverfahren und D ü r r o b st.

Landkreis Gietzen.

X Lang-Göns, 14. Okt. Dem Fahrer Heinrich Z e i ß, Res.-Fuß-Art.-Rgt. Nr. 9, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. H. Zeiß ist Käsefabrikant und Landwirt.

X L e i h g e st e r n, 14. Okt. Dem Fahrer Landwirt W. I u n g, Res.-Fuß-Art.-Rgt. Nr. v, ist die Hessische Tapferkeitsmedaille ver­liehen worden.

Kreis Büdingen.

chh Eckartsborn, 13.Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Füsilier Kröll.

Nidda, 13. Okt. Bei der hiesigen Bezirksfparkasse wurde zur b. Kriegsanleihe der Betrag von 1 100000 Mark gezeichnet.

O rt e n b e rg, 13. Okt. Die Hessische TavferkeitSmedaille rhielten die Musketiere Engel und Hebbel.

ch- S t o ck h e i m, 13. Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Adam.

Kreis Alsftld.

Alsfeld, 14. Okt. Der Landwehrmann Georg Glitsch :m Leibgarde-Jnsanterie-Regimeut Nr. 115 und der Ersatzreservist Karl Ginger im Infanterie-Regiment Nr. 81 wurden mit dein Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

* Lehnheim, 14. Okt. Die 5. Kriegsanleihe brachte in unserem kleinen Dörfchen ein ungemein schönes Resultat, wurde doch von den Schülern in Karten- und Sammelzeichnungen die uattliche Summe von 3102 Mk. aufgebracht. Die 4. Anleihe belief sich auf 2502 All.

oz. Zell, 14. Okt. Gefreiter Georg W e i ß II. im Landw.- Jnf.-Regt. Nr. 349 wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. Kreis Lauterbach.

--- Wallenrod, 14. Okt. Ein 13jähriger Bursche stahl in der hiesigen Postagentur 300 Mk. Postgelder. Als man ihn üst- nahnu hatte er bereits eine erhebliche Summe durch den Ankauf von Leckereien, Zigarren und dergl. und im Wirtshaus ver­ausgabt.

Kreis Schotten.

^Schotten, 13. Okt. Die hlesige Spar- und Leihkaffe (Genossenschaft mit b. H) zeichnete zur 5. Kriegsanleihe den Betrag von 325 000 Mk.

# Schotten, 13. Okt. Bei der hiesigen Bezirks-Spar­kasse wurde:: 815 200 Akk. (760 800 Mk. bei der 4. Anleihe) ge­zeichnet. An Kriegssparkarlei: wurde.:: 28 540 Mk. eingelegt.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 14. Oktober. TerOberh. Apz." schreibt: Wie uns von amtlicher Seite mitgeteilt wird, ist das Verbot der Milchlieserung ans einzelnen Gemeinden des Kreises Nach Frankfurt und der M i lchl i ef erun gs zw an g in die Molkerei Nieder-Wöllstadt nicht aufgehoben. Das Kreisamt hat durch seine polizeiliche Anordnung diese Väaßregel lediglich in Aus­führung eines amtlichen Auftrags des itommunalverbands für Milch- und Speiscversorgung in Tarmstadt gehandelt. Alle gegen­teiligen Aeutzierungen der Presse sind unrichtig. Im klebrigen ist die Milchausfuhr aus den anderen Genreinden des Kreises nach nne vor gestattet; mit der Stadt Frankfurt sind Verhandlungen im Oiange.

bat. As fenheim, 14. Ott. Der Reservist Georg Fa atz im Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116 wurde mit dem Eisernen Kreuz aus­gezeichnet.

Q. Bad-Nauheim, 1-4. Oktober. Die mit frort Morgigen Sonntag zu Ende gehende Sommerkurzeil 1916 hat sich mit einer Besucherzahl Wort über 30 000 Gästen und 330 000 abgegebenen Bädern den besten Jahren in der Frrefrenszeit genähert ww läßt mit Bezug auf Fremdeiwerkchr nichts zu wünschen übrig. In finanzieller Beziehung dürften einige Wünsche aus bekannten Gründen Teuerung der Lebensmittel, Beschränkung des freien Handels Nsw. rmerfüllt geblieben sein. Ganz außerordentliches hat die Stadtverwaltirng für die Versvrgimg der Krrrgäste und Eiiuvohner mit Lebensmitteln geleistet und es hat ein Mangel oder Knappheit an notwendigen Nahrungsmitteln, trotz der großen Zahl fret Kurgäste und der vielen hier zur Genesung rteilenden KriegsteilnelMer niemals geherrscht. Die Großh. Bade- Nnd Kurvernaltungl l)at ihren betrieb in allen Teilen ofren^ gehalten. Tie Konzerte der Kürkapelle und das Kurtheater wurden fleißig besucht. Do: Kriegsteilnehmern Wurden weitestgehende Ber- igimftig'ungen zuteil. Zu den täglichen Kütkonzerten hatten z'u jeden: Konzert 2300 Mann freien Eintritt und bei Saalkonzerten oder Theatervorstellungo: ergingen teils Einladungen, teils zahlten Militärs im Durchschnitt 50Pfg. Eintritt. Bäder an Militärs, gleichviel welcher Charge, lrmrden zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. Von M>ontag, den 16. d. Mts. ab, beginnt wie Winter- k::r. Der Badebetrieb bleibt in allen Teilen offen. Tie Konzerte der KUrkapelle (25 Musiker) sinden täglich statt Und ebenso gibt es in jeder Woche verschiedene Theatervorstellungen und sonstige Unterhaltungen. Tor Zuzug von Kurgästen ist in den letzten Tagen, begünstigt durch das schöne Herbstwetter, erfteulickt lebhafter.

Starkenburg und Meinhessen.

-- D a rm st ad t, 44. Ott. Der 14 tägige Erholungsaufenthalt von Mehr:als 550 Darnistädter Slchultt::dern in zahlreichen Gemein­den der Provinz hat ein für Gastgeber und Gäste so erfreuliches Einvernehmen gezeitigt, daß viele der edlen Gastgeber die L>tadt Tarmstadt baten, ihnen die jugendlichen Gäste noch einige Zeit zu belassen. Tie Stadt Tarmstadt fort darauf die betreffenden Kinder noch ans weitere 14 Tage bei:rlaubt.

ch. Bingen, 14.Ott. Die Mil chwirtschasl der Stadt Mngen, die diese für Kinder bis zu sechs Jahren und Kranke enr- qericksiet hat, wird von morgen ab in Betrieb kommen. In dort Hinterhause des früheren Hanselschen Anwesens in der Mamzer- stvaße wird die ftische Kuhmilch zum Ausschank gebracht. Die Ab­gabe erfolgt gegen Bezugsscheine, die vorerst nur an die Eltern! von Kindern unter sechs Jahren sowie an die Kranken bezw. deren Angehörigen ausgegeben iverden Das Liter Milch kostet 32 Pfg. ^ In den ttwcfj, zur Verfügung stehende:: Räumlichkeito: des glei­chen Anwesens wird auf Veranlassung !und die unermüdliche Tättg- keit des Beigeordneten I. B. Schneider, diem die Stadt auch die Milchiwirffchast und viele andere Einrickstungen zu verdanken hat, eine Schweinemästerei eingerichtet werden. Die Stadt schasst etwa 30 Schweinie an, die dort für den Bedarf der hiesigen Ein­wohner gemästet werden sollen.

Kreis Wetzlar.

ä. Wetzlar, 14. Okt. Für diese Woche stehen dem Kommunalverbande an Schlachtvieh zur Verfügung: 22

Rinder, 24 Schweine und 22 Kälber. Es entfallen auf die Bürgermeistereien Ehringshansen 3 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Krosdori 3 Rinder, 3 Schweine und 2 Kälber, Braunfels 4 Rinder, 3 Schweme und 3 Kälber, Ulin 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Hohensolms 1 Rind, 1 Schwein und 1 Kalb, Rechten- bach 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Schwalbach 1 Rind, 3 Schweine und 3 Kälber, und Stadt Wetzlar 8 Rinder, 7 Schweine und 6 Kälber.

Wa. Wetzlar, 14. Ott. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse m:sgezeichnet wurden: Vizewachtmeister und Ossiziersaspirant (Re- gierungsbanmeister) Wilhelm Schmidt, Feldart.-Reg. Nr. 249, aus Wetzlar. Die hessische Tapserkestsmedaille besitzt er schon. Müsketier Conrad, Jnf.-Regt. Nr. 116, aus Ulm, Kr. Wetzlar. Unteroffizier Henrich, Fußart.-Batterie Nr. 363, aus Bissen­berg. Grenadier Draß, 5. Garde-Reg. zu Fuß, 2. Komp., aus Mendorf, der auch znm Unteroffizier befördert würde. Das Wil­helmskreuz mit Schwertern erhielt: Schirrmeister Schmidt, Flieger-Ersatzabteilnng 10 (Böblingen), aus Schwalbach.

ra. G a r b S n h e i m , 14. Ott. Hier macht sich zurzeit eine starke Strömung geltend, um von der Bürgermeisterei Krofdorf losgctrennt und der Stadt Wetzlar zugeteilt zu werden. Die Nachbargemeinde Niedergirmes wurde bereits am 1. April 1903 mit der Kreisstadt Wetzlar zu einem Gemeinwesen vereinigt.

ra. Ans dem Kreise Wetzlar, 14. Ott. Auch im Kreise Wetzlar entspricht die Kartoffelernte nicht den gehegten Erwartungen, was schon bei dem infolge des kalten Wetters un­regelmäßigen und lückochasten Anfgehen- vorausznsehen war. Durchschnittlich rechnet mmt etwa 50 Zentner und etwas mehr auf den Morgen. Die beliebteste Sorte ist immer noch dieIn­dustrie". Vielfach macht man die Beobachtung, daß lreniger Kar­toffeln, dafür mehr Getreide angebaut wurden, weil der Anbau des Getteides weniger Arbeit u:acht als das Setzen, Jäten, Auf­ziehen, Ernten usw. der Kartoffel, ein bei dem Zeit- und Leute- nmngel ausschlaggebelcher Faktor.

Hessen-Nassau.

\] Marburg, 14. Oktober. Zu der ani 28. Oktober statt­findenden Sitzung des Kreistages des Kreises Marburg beantragt der Kreisartsschuß! zur Tlcckung der Verpflichtung der Unter­st ü tz u n g d e r Fa milien der züm Kriegsdienst en:gezogenen Mannschasten frie Alufnahme eines weiteren Darlehens von 600 000 Mk. bei der Landeskredit'kasse zrt Cassel. Tie bis jetzt angenommenen Darlehen betragen insgesamt 2 000 000 Mk.

ra. Altenkirchen (Westerwald), 14. Okt. Der Kreistag be­willigte einstimmig 100 000 Mk. als Stiftung zugunsten der Hinter­bliebenen der im Kriege Gefallenen aus den: Kreise Altenkirchen. Für den gleichen Zweck zeichneten die in der Sitzung anwesenden Herren 22 000 Mk.

----Eppstein i. D.,-13. Okt. Vor der Einfahrt in den hiesigen Tunnel entgleiste Donnerstag nachmittag gegen 4 Uhr ein Triebwagen rollte im Kies des Bahnkörpers weiter. Dem Zugpersonal gelang es, den Wagen zum Stehen zu bringen, so daß die Fahrgäste nur mit dem Schrecken davonkamen. Der Wagen inußte außer Betrieb gesetzt werden.

X Gelnhausen, 14. Okt. Der Landwrrt Müller in Roth bei Gelnhausen siel auf seinem Acker so unglücklich in die Egge, daß er an den erlittenen Verletzungen nach wenigen Stunden v e r st a r b.

--- Kassel, 13. Okt. In einem hiesigen Fabrikbetriebe kam ein älterer Arbeiter der H o ch s p a n n u n g s l e i t u n g zu nahe und wurde auf der Stelle getötet.

ra. V o n der Lahn, 14. Okt. Auf Grube Schotten­fels wurde der 18 Jahre alte Bergmann August K etter von Elkerhausen durch herabstürzendes Gestein am linken Oberarm so schwer verletzt'Jdaß ihm der Arm abgenommen werden mußte.

* Sic tranl'LI glvria rrtürtvi. Ms Mntg Jkromr in Kassel denThrvn" des Königreichs Westfalen bestieg, gab er sofort einen kostbaren Thwnseffel in Aüfttag. Mit der Ausführung Wurde der Mldhauer Ehr. Ruht bettcmt, frort auch das Frank- strrter iH>efllendenttnal den prächttgen Trophäenschmwk verdantt^ Ruhl ferttgte -den Sessel nach den: Entwurf des Hofarchttetten bc Mvntiguti in verhLltnism'äßig kurzer Zeit cm. JevSme be* nutzte das goldstrotzende Kunstwerk nur einmal im J^hre 1810. Dam: tat der Zusanrmenbrüch seines Reichs. Der Thron stand zunächst in dem 'heutigen Naturalienmuseum. 1813 nahmen ihn Kosaken mit nack) Paris. Hier fand ihn Ruhls Sohn 182Q 'KaffeehausZu den 1000 Säulen" als Sitzgelegenheit dev Büfettdame. Andere Teile des Sessels sah Ruh: in einem!, anderen Pariser Lokal, in der Rue St. Martin. Uiib die übex dem Thron schwebende vergoldete Küppel ist noch lange Zeit Schmück einer Kegelbahn in der Wrlhelmshöher Allee bei Kassel gewesen.* So geht der Ruhm der Welt vorüber."

die

iM

vermischter.

Butter als Wagenschmiere (?!).

Würz bürg, 13. Ott. Gelegentlich eines Berichts,

den

13. Ott.

hiesige Magistratsnntglieder über die Ergebnisse einer Reffe zur Mschaffung von Lebensmitteln erstatteto:, teilte ein Herr mit daß im Gvabfeldgau die Bauern Butter zu Wägo:schmiere ver­wendet hätten, weil die Schmieröle gegenwärttg erheblich teurer seien als Butter.

1 r.r Märkte.

Gießen, 14. Oft. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,900,00 Mk.: Hühner­eier das Stück 00 Pfg.; Käse 10 Pfg., Käsematte 3 Pkg. das Stück; Hühner das Stück 4,006,00 Mk., Hähnen das Stück 3,004,00 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00Mk.. Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schw^insfleffch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Haininelfleisch das Pfund 2,200,00 Mk.; Kartoffeln 50 Kilo 5 Mk.; Zwiebeln das Pfund 18-00 Pfg.: Milch das Liter

30 Pfg.; Nüsse 100 Stück 0009 Pfg.; Spinat 20-25 Pfg. da? Pfund, Kopfsalat 510 Pfg., Gelbe Rüben 1800 Pfg. das Pfund, Weißkraut das Stück 2040 Psq., Rotkraut 20-50 Pfennig, Wirsing 1030 Pfg. das Stück, Rönnsch^ Kohl 0000 Psg. daS' Päckchen, Kohlraben 10 bis 20 Mennig das Stück, Gurken, kl. 58 Pfg. das Stück; Blumenkohl 3080 Vfg.; rote Rüben 1500 Pfennig das Pfund; Bohnen 00 bis 00 Pfq. das Pfund. Sellerie 1020 Pfg., Endivien 10-15 Pfg.; Tafeläpfel daS Pfund 20 22 Pfg., Birnen das Pfund 2200 Bsp., Zwetschen der Zentner 0-00 Mk. Marktzcit von 8 bis 2 tthr.

Der Wochenmarkt mit größeren Gemüseladungen beginnt vom Dienstag, den 17. d. Mts. ab vorinittags 8 Uhr.

O r t e n b e r g , 13, Okt. Montag, 30., Dienstag, 31. Oktober und Mittwoch, 1. November findet unser ,Kalter Markt" statt. Am ersten Markttag ist Fohlen- und Pserdemarkt, an: Dienstag Rindvieh- und Schweinemarkt, am Dienstag und Mittwoch Krammarkt.

Letzte NachrWe«.

Die Erfolge Falkenhayns.

Gerts, 14. Oktober. Als frevelliast bezeichnet Hervä in frittet Victorre" den Versuch gewisser Militärschriststeller bfe< seits und jenseits des Äermelkcmals, diegeradezu nieder-: schmetternden Erfolge Falkenhayns" zu verkennen. Im Lager der Ententegegne:: herrsche eine benridenswerte Einig­keit in der Führung. Falkenhayn und Mackmsen hätten emander mit verblüsfender Einigkeit in die Hände gearbeitet und die längs der Donau operierenden Truppen einen sehr deuttichew m:d militärisch wichtigen Plan, indem sie sich den großzügigen Operationen einordneten. Betrachte man dagegen die Operationen des Vierverbandes, so gelange man zn einem sehr betrübenden! Schluß. Jede der Vierverbandsmächte hätte ihre Sonderinteressen^ ohne Rücksicht auf die nachteiligen Folgen, die durch ein solches Verhalten dem Gesamtplan des Vierverbandes erwachsen, verfolgt.

Vom König von Numünien.

Budapest, 14. Ott. Hier sind Meldungen ans Rt:mänien ringegangen, welche die schwere seelische Erregung des Königs Ferdinand von Rumänren schildern. Nach diesen Meldimgen hat König Ferdinand das Oberkomnrando über die rumänische Armee durchcms nicht freiwillig niedergelegt, fait* dern er wurde dazu nach den andauernden Mißerfolgen der rumä­nischen Arinee von den Vertretern der Entente gezwungen. Diese Denrüttgung habe auf den König furchtbar eingewirtt, der sich daraufhin von allen Staatsgeschäften nahezu gänzlich zurückge­zogen hat.

Sofia, 14. Ott. Eine Begegnung des Zaren nnt dem König von Rumänien in Reni, wohin der Zar bereits abgereist ist, ist zu erwarten. Anlaß hierM gaben die schlechte Lage der rmmänisckien Armee in Siebenbürgen und in der Dobrudsckm. Angeblich ist die Befesttgung Odessas und Kiews beschlossen worden,

Amerika und die Entente.

Washington, 13. Ott. Die Washingtoner Regierung hat' in Becnttwiortung der Denkschrift des Vierv erban des, erttärt, sie müsse ihr Erstaunet: darüber ausdrücken, daß anschei­nend die Berbandsstaaten es für ihre Ausgabe hielten, Regeln für die durch die deutschen Handels-U-Boote geschaffene neue Lage auf- zustellen. Die Regierung behalte sich die Frriheit des Handelns in jeder Beziehung vor.

Cholera in Japan.

S t o ck ho l m, 14. Ott.Rt:ßkija Wjedomosti" zufoll^ herrscht die Cholera in Japan. 5000 Erttanttrngen werden genrel- det. Die Cholera ist aus Korea eingeschleppt.

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