Ausgabe 
9.10.1916 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Mvachely (OÄerhrllen) besetzt. Auch im Goergeny-Ge- birgr weicht der Feind vor den österreichisch ungarischen Streitträften des Generals von Arz.

An der rufsistlien Front nichts von Belang.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die heftige Beschießung unserer Stellungen auf der Karsthoch fläche hat neuerdings begonnen Sie hielt gestern den ganzen Tag hindurch mit voller Kraft an.

Südlich von Nova Vas versuchte am Mittag feind­liche Infanterie gruppenweise vorzudringen. Unser Arttt- ' leriefeuer trieb sie zurück. ^

An der Fleimstal-Front stand namentlich der Abschnitt GardinalColdose unter andauerndem feindlichen Feuer. Ein starker nächtlicher Angriff gegen diese .Höhen wurde blutig abgewiesen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

va§ Ergebnis der Kriegsanleihe.

Berlin. 7. Okt. (WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstags teilte der Staatssekretär des Reichsschatzamtes Graf v. Rodern mit, das; das Ergebnis der 5.Kriegsanleihe,10,590 ^Milliarden Mark betrage. Feld- und Auslandszeich­nungen sind in dieser Summe iwch nicht enthalten. Die MesmntzeÄnungen auf die fünf deutschen Kriegsanleihen ^überschreiten hiermit den Betrag von 46V 2 Milliarden.

Ein Erlaß des Kaisers.

Berlin, 8. Ott. (WTB. Amtlich.) Ter Kaiser hat an den .Reichskanzler folgenden Erlaß gerickftet: _

MieHr als 10V» Milliarden wurden bei der sanften Kriegs entleihe aus allen Kreisen des Volkes aufgebracht. Tw Dumme Ler in Form langfristiger Anleihen dem Bitterlande zur BerfuAMg .gestellten Mittel fort damit rund 4 7 Mrllia r d e n erreicht. i Ergebnis, das errevckst ist unter dem Toben des stark,ten all^ bis- 1 heriaen Au griffe auf unsere Front, muy als ent Ausdruck un- ierschütterlick-en Vertrauens der Natron auf nch und rhre Zukunft gelten. Teutschland arbeitet Wetter rnmrtten der Ber. iffjeentnqen des Krieges, und so lange jeder alles, was er ber dreier l Arbeit erübrigt, dem Reiche gibt, ruht dreses mrerichopfbar Ms ' oer eigenen Stärke. Tankbar fühle ich mich in der Zuversicht ge- ichärkt, daß die rmbezwingbare Kraft des ganzen Volkes un- zum i Siege führen wird. Ich beauftrage Sic, diesen Erlaß zur öffent­lichen Kenntnis zu bringen.

Großes Hauptguartier, den 7. Oktober.

Wrlhelw I.

Berlin, 8. Oft. (WTB.) Ter Kaiser hat an den Staats sekretär des Reichsschatzamtes, Grafen von Rödern, nachstehen des Teelgramm gerichtet: ^ t ,

Ihre Meldung von denr Ergebnis der KrregsanlerM hat mrr -hohe Freude bereitet. Ihnen unp oem Präsidenten der Reichvbank, j sowie allen, die an dem Werke mitgearbeitet haben, ipreche ich .-meinen wärmsten Tank aus. Ich sehe in dem Ergebnis einen -tzreuen Beweis für die Entschlpssenheit und Zuversrcht de^ ge-^ -samten deutschen Volkes, den Krieg mit allen Mitteln zu emem glücklichen Ende zu führen^ ^ ^ '

Ein deutsches N-Boot in Amerika gelandet!

Newport (Rhode Island). 8. Okt. (WTB.) Vom Vertreter des W.T.B. Das deutsche U-Boot 53 aus Wilhelmshaven ist hier eingetroffen. Es hat den Ozean: m 17 Tagen durchauert. U 53 wurde von dem amerikanischen 'Unterseeboot E 2 in den Hafen geleitet. Der .Kommandant Rose tauschte Besuche mit Rear Admiral .Knight. dem Kom­mandanten der Marinestation. aus, wobei er ihm mittettte, er bereite sich für die Wfahrt am Abeiid vor. Zwei Stun­den nach seiner Ankunst verließ U 53 wieder den Hafen.

(Mtiz.) Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, han­delt es sich um eines S. M. N-Boote, das auf einer Streife Wer den atlantischen Ozean den angegebenen Hasen von Nord-Amerika angelaufen hat. Das Auslaufen erfolgte, ohne daß Brennstoffe oder anderes Material ergänzt wurden.

Newport (Rhode Island), 8. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein deutsches Untersee­boot,U. 53", ist nach einer Reise von 17 Tagen aus Wil- hÄrnshaven. hier eingetroffen. Es soll Depeschen für den ! deutschen Botschafter Grafen Bern stör ff mitgebracht haben. Nach einem Aufenthalt von zwei Stunden in New­port ist das Boot nrit unbekannter Bestimmung wieder aus­gelaufen. Es führt zwei Kanonen an Bord, hat acht Tor­pedorohre und besitzt eine Funksprucheinri chtung.

Ein englischer Protest.

Washington, 7.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter englische Botschafter hat einen Besuch im Staatsdepartement abgeftattet. Er soll gegen das Ein­laufen eines deutschen Unterseebootes in einem ameri- Lrnischen Hafen Einspruch erhoben haben.

^ ' B e r l i n , 9. Okt. Zur Landung eines deutschenKriegs- U-Bvotes in einem amerikanischen Hafen sagt der .BerlinerLokal-Anzeiger": Nach den glänzenden Siegen in den transsylvanischen Bergen, nach dem glänzenden Sieg der Milliar- den bei unserer fünften Kriegsanleihe, nun dieser unerhofffe glänzende Sieg deutscher Technik und deutschen Wagemutes.U. 53 ist ein Kriegsfahrzeug und durfte isich als solches nach dem Völker- ^ recht nicht über .24 Stunden lang in einem frenrden Hvheits- gewässer aufhalten. Anchl ist es ihm verboten, sich in neutralenl . Häfen mit den zu feinen Fahrten nötigen Stoffen zu versehen. Ter s Befehls Haber vonU 53", Kapitän Rose, hat sich strengstens an diese völkerrechtlichen Bestimmungen gehalten. Tiefe Tatsache ist nicht nur technisch, sondern auch politisch von Bedeutung. Sie erscheint wie eine wortlose Antwort auf die jüngste Note des Bierverbcmdes an die seefahrenden Neutralen, in der behauptet wird, die deutschen U-Boote hätten in den Gewässern dieser neutralen .Länder heimliche Verpflegungsstützpunkte: es sei ihnen daher der '.völkerrechtliche Schutz zu entziehen. Tas geschah unter dem Ein kdruck der U-Bvotserfolge im Mittelmeer und im Eismeer. Jetzt 'ist vor aller Oeffentlichkeit bewiesen, daß deutsche U-Boote auch 'zur Zurücklegung eines längeren Weges keiner unterstützenden ,Zwischenstation bedürfen. Vielfack)er Tank gebührt den Helden, sdie diese Tat vollbracht haben.

Das Für und Wider des unbeschränkten Tauchbootkrieges.

Berlin, 7. Oktober (WTB.) TieNorddeutsche Allgemeine äAeitung" schreibt:

Tie Presse beschäftigt sich neuerdings mit einerDenk ff ch r i f 1 de s A d m i r a l sta b e s" in Sachen des Tauchboot- ffrieges. Tise Ang^legenhett ist im Haushaltsaus­schuß des Reichstages zur Sprache gekommen und dort dar- ^aestellt worden. Im Februar 1916 übersandte der Admiralstab 'dem Reichskanzler eine Arbeit.Tie englische Wirtschaft undTer U-Bootkrieg" mit dem VermerkGeheim!" undDarf nicht v-rösfentlicht werden". Diese Arbeit hat im Verlauf des 'sich an sie anknüpsenden Schriftwechsels der Verfasser der Denk ffchrist selbst in einer von dem Admiralstab dem Reichskanzler über 'sandten Aeußerungals eine nicht vom Admiralstab ausgehende sondern iiu ''omiralstab bearbeitete, rein wirtschaftliche Denkschrift' cheMchlMtr Di« .Artzkft ijf dann alsDie LkMchM te

stabes" unter der Hand auszugswepe ui enter grotzen Anzahl von Exeniplaren verbreitet worden und zwar rm Zusammenhänge mit eurer vom Reickiskanzler eingeforderten, gleichfalls als heim" bezeickmeten Aeußerung des Staatssekretärs Tr. Hel her ich und einer Gegenäußerung des Verfassers der Denffchnst, ledoch ohne die hieraus wieder erfolgte Schlutzäußeruny des Staats­sekretärs.

Auszeichnungen des Kaisers im Osten.

Berlin, 7. Okt. (WTB.) Wie die SriegAberichterstatter bet Blätter melden, hat der Kais er bei der Anwchenhett rn Kowel folgende Ordensauszeichnungen verliehen: Dem Generalstabsches des Oberbefehls'habers-Ost, Obersten Ho f s- mann, den Orden Pour le merite, dem im Heeresbemcht genannten Flieger Oberleutnant v. C 0 ssel das Ritterkreuz des Hohenzollernschen Hausvrdens nrit Schwertern, dem Vizefeldwebel W i n d i s ch den Kronenorden mit Schwertern. Außerdem wird noch folgendes Handschreiben des Kaisers an den General der Infanterie v. Lins in gen bekannt:

Mein lieber General von Linsingen ! Die Ihnen unttrsreWe Heeresgruppe, in der deutsche und österreichischen gartsche Tru ppe n in treuer Kameradschaft vereinigt sind, erwarb ftch, m langen schwc^ ven Karnpseswochen in der Verteidigung der Ostwimit, an oer fte in besonders gefährdeter Stelle unerschütterlich ausharrt, imw gänglichen Ruhm. Der Mrtt und die Llnsdamw, mtt der^Jhr.e braven Truppen immer wieder bem 1 Anstürinrn deS an Zahl wett überlegenen Gegners die Stirn bieten und sie blutig zum Swer lern bringerl, sind jedes Lobes wert. Ihnen aber, mern lieber Ge neräl, gebührt hierbei daS Verdienst einer me erlahmenden ta^ kräftigen und planvollen Führung und einer vovMslcha'mndew und fürsorgenden Umsicht! Meiner Zufriedenhett imd dankbaren Anerkemiung wünsche ich deshalb heute dadurch Ausdruck zu geben, daß ich Sie unter Belassung im Verhältnis 3 la suite cc§ Gr^h^ dier-Regimeuts König Friedrich Wilhelm IV. (erstes Pommerphes) Nr. 2 zum Chef des ersten hannoverschen Infante­rie-R e g ime nts Nr. 7 4 ernenne, indem ich weil;, daß gewiß ihren Wünsck^en entspricht, mit dem tapferen, unter Ihren Augen schlackfterprobten Regiment Ihres hannoverschen Heimat­landes fitt immer in Beziehung zu treten.

Großes Hauptquartier, 5. Oktober 1916.

gez. Wilhelm I. R.

B erlin, 7. Okt. (WTB. Amtlich.) Ter Kaiser besuchte gestern, begleitet vom Oberbefehlshaber Ost, Prinz Leopold von Bayern, dem Führer der Heeres grirppe Genmal oberst von Der- styanski und dem Armeeführer General der Kavallerie v. d. Marwitz an der Ostftont das pommersche Infanterie-Regiment Prrnz Moritz von Anhalt-Dessau, Nr. 42, das die anstürmenden^Rußen abge­wehrt und auch in den Kämpfen am 20. und 21. ^eptember^ den Russen stcuidhielt und den Sturm von Korytnica durcMhrte. Lmne Majestät sprach den Pommern, die sich in West und Ost stets aus- gezeichinet geschlagen und deir Eigenschaften des Siegers von Leu- then Ehre gemacht haben, seinen Tank aus. Seine Majestät er- nanitte den Gemral^der Kavallerie v. d. Marwitz in Anerkennung! der hervorrageiiden Leistungien seiner Truppen unter seiner um­sichtigen Führung unter Belassung in der jetzigen Tienmtellimg zum Generaladjutanten. Nachdem Seine Majestät am gestrigen nachmittag den Vortrag des Generals Litzmann über die ^.age an der Front seiner Truppeir entgegengenommen, traf er heute früh bei der unter Führung des Gmeralobersten von Boehm- Ermolli stehenden 2. k. undk. Armee ein. Seine Majestät hatte die ganz besondere Freude, Teile seines k. und k. Infanterie-Regi­ments Nr. 34 zu sehen, das schwere Kämpfe siegreich bestand. Senne Majestät brachte den tapferen österreichisch-üngarischen und deut­schen Truppen, die erst in den allerletzten Ta^en in alter, treuer Wasfenbrüderschiaft für die gemeinsame gute Lache gekämpft und gesiegt hatten, seinen und des deutschen Volkes Tank dar und über­reichte dem Heerführer Generaloberst von Boehm-Ermolli den Or­den pour le nierite. Im weiteren Verlaufe des Tages weilte Seine Majestät im! Befehlsbereiche des Generals von Eben, dem er gleich­falls den Orden pour le me rite verlieh. Seine Maiestäl nahm auf der Höhe 401 bei Plnhow den Vortrag über die Gefechtslage ent­gegen und sab Teile eines Jägerbataillons sowie der 195. und 197. Infanteriedivision. Auch diesen dankte Seine Majestät für ihr braves Aushalten in den schweren Kämpfen und wies auch auf die in Siebenbürgen siegreich sich bestätigende Waffenbrüderschaft ber österreichisch-ungarischen und deutsck>en Truppen hin. Am Nach- nnttag verließ Seine Majestät über Lemberg die Heeresftont.

Lte Waffen- und Mnultronolleferung für

Berlin, 8. Oft. ^WTB. Nichtamtlich.) TieN 0 rdde'iit«

sche Allgemeine Zeitung" schreibt über angeblich von Waffen nach Rumänien: Dem Vernehmen nach ist von

Ausfuhr' er-

schedenQi"Seiten die Befürchtung laut geworden, daß dre deut­sche Waffen-und Munitionsindustrie di^in diele^r Zeit nach Rumänien geliefert und dadurch das Kampfe gegen uns und unsere Verbündeten aus gerustÄ ha be-Treu Befürchtung ist unbegründet. In Friedensze-tten lEe allerdrn^- unsere Kriegsindustrie ihren Absatz auch m dem damals uns be­freundeten und verbündeten Königreich an der unteren Drmau und einige geringfügige Lieferungen haben m Ausfüllung alter Ver­träge auch noch nach Ausbruch des Weltkrieges iM^Jahre ^14 ftat^ befunden. Ms dann aber die Haltung Rumäniens zweifelhaft wurde, trat eine fast vollständige Unterbrechung rn der gp amtcu beutscl«n Einfuhr nach Rumänien ein. Am 7. April 1916 wurde dann das bekannte Abkommen über den beiderseitigen Warmaus- tausch und die Durchfuhr im Verkehr zwischen Deuffchland und Rumänien unterzeichnet. Dieses Abkommen enthielt Moch den aus- brücflidxm Vorbehalt, daß es sich nicht auf Erzeugnisse oder Waren erstrecke, die als Kriegsmaterial anzusehen seien, einen Vorbechatt, der von den zustnädigen deutschen Behörden bei der Ertettung. von. Ausfuhr- und Turchfuhrbewilligungen genau beobachtet und auch von unserer Kriegsindustrie gewffsenhast eingehalten worden ist. Wie bekannt, hat Rumänien Kriegsmaterial während des AK'lt- krieges, als Serbien noch unbesiegt war, über Saloniki und big Timokbahn und zuletzt über Rußland aus den Vieverbandslandcom erhalten, außerdem aber auch die Herstellung im eigenen Lande tve* trieben, soweit es dazu imstande war.

Der König von England und König Konstantin.

Berlin, 9. Okt. Nach Meldungen aus S 0 f i a hat ver­schiedenen Blättern zufolge gleichzeitig mit der Überreichung der Ententenote an die griechische Regierung am 1. ^Oktober der König von England au König Konstantin eine De­pesche gerichtet mit der Aufforderung daß sich die griechisme Armee der Entente anschließe, da sonst sein des Königs von England bisher bekundetes Wohlwollen nicht weiter betätigt werden könne.

Der Seefrieg.

Slavanger, 7. Okt. (WTB.) Der Kapitän des nor­wegischen DampfersM a l i n" (4719 Donnen) telegraphierte, daß oer Danrpfer am 1. Oktober von einem deutschen Tauch­boot versenkt worden sei. Di.e Besatzung ist in Bilbao ge­landet. Der Dampfer war von Newport nach Saint Nazarre unterwegs.

London, 7. Okt. (WTBV Lloyds meldet, daß der nor­wegische DampferCederic" (1128 Tonnen), der eng­lischeJsle of Hastings" (1575 Tonnen) und der grie- qischeSanros" (1186 Tonnen) versenkt worden sind.

K r i stia ni a, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Vardoe wird gemeldet: Der DampferFancy" aus Toensberg ist am 3. Oktober im nördlichen Eismeer versenkt wor­den. Die Mannschaft wurde in Alexandrowsk an Land gesetzt.

Kristiania, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.)Fimmer- kens Amtstidende^' erfährt, daß sich eine große Anzahl n g l i s ch e r Kreuzer auf der Fahrt nach dem E i s - me er beftndet. Nicht wenige emglische und ftanzösische Kriegsschiffe sollen sich schon im Weißen Meere aufhalten.

Kristiania, 7. Oft. (WTB.) Nwch einem Telegramm der norwegischen Gesandtschaft in Paris ist der norwegische Dampfer R i s h 0 l irc" von Grimstadt vor Brest p.e r s e n k t worden. Die Besatzung wurde gerettet. _

Deutsche Seestugzeuge im Osten.

erlin, 7. Okt. (WTB. Amtlich.) Deutsche See- 'lugzeuge haben am 5. Oktober größere russische, stark bewaffnete Transportdampfer im Schwarzen Meere östlich Tuzzla angegriffen und Treffer aus Deck der Dampfer erzielt. Andere d eutsche Seeflugzenge warfen er- olgrerch Bomben auf feindliche Munittonskolonnen und Kavallerie in der nördlichen Dobrudscha ab.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn.

e r l i n, 9. Okt. Deutsche und österreichische Parlamentarier waren gestern in V^rlin zu eingehenden Erörterungen Über die Gestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen nach dem.Kriege zusammengetreten. Ten Voffitz bei den Ver­handlungen führte Fürst Otto zu Salm. Die Verhandlungen fan­den unter Ausschluß der Oeffentlichkett statt.

Die italienischen Offiziersverluste.

Wien, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ms dem Kriegs- presseguartter wird gemeldet: Nach einer Privafftatistik haben die Italiener sett Kriegsausbruch an Toten 11 Generale, 110 Obersten.und Oberstleutnants, 173 Majore, 927 Hauptleute, 799 Oberleutnants und 2940 Leutnants verloren. In dem Leit September d. I. sind gefallen 7 Obefften Majore, 30 Hauptleute, 40 Oberleutnants

raum vom 15. bis 30. und Oberstleutnants, 5 und 77 Leutnants.

Der

Sofia, 7. Oft. 7. Oktober.

Mazedonische

bulgarische Bericht.

(WTB.) Bericht des Generalstabs

vom

Front. Ein feindlicher Angriff hei dem Torfe Dvlnodutenj auf dem Ostufer des Prespa-Sees wurde durch Gegenangriff zurückgeschlagen. Wiederholte Angriffe, die der Feind mit starken Streitkrästen auf die Front Gradschnitza Eisenbahn Le rin (F lorina) Bit 0 lia unternahm wurden blutig und nrit großen Verlusten für den Feind zurück geschlagen. Uebergangsversuche der feindlichen Infanterie über die lern« bei dem Dorfe Dobroveni Skotschivir scheiterten. Im Tale der Moglanica brachen alle feindlichen Angriffe auf die Höhen Pofar und Bahovo zusammen. BeideffeitS des Wardar sehr schwaches Artilleriefeuer. Am Fuße der Belasitza Planina Ruhe An der Struma-Front schwache Artillerietätigkeit und Pa- tvouillengefechtc. Wir zerstreuten durch unser Artilleriefeuer zwei Kompagnien Infanterie und eine Schwadron Kavallerie, die gegen das Tors Elissan vorzugehen versuchten.

An der Küste des A e g ä i s ch e n Meeres lebhaftes Kreuzen der feindlichen Schiffe. Tie feindliche Flotte' beschoß ergebnislos die Höhen in der Umgebung ^des Dorfes Offano.

Rumänische Front. Längs der Donau stellenweise 0>ewehrseuer zwischen den sich gegen über stehen den Posten. In der T 0 b r u d s ch a erneuerte der Feind mehrmals sowohl im Laus des Tages wie während der Nackt seine Anstrengungen, gegen unsere Stellungen aus der Linie KarababaSofoulacAmouzatches Perweli vorzugehen, er wurde aber immer init für ihn großen Verlusten ^urückgeschlagen und gezwungen, in seine Aus gangsstellungen zurückzuziehen. Wir machten einige Dutzend Ge sangene. Auf dem übrigen Teile der Front lebhaftes Artillerie- seuer und Vorpostengefech>tc.

An der Küste des Schw a r z e n M e e r e s beschoß der Kreuzer Rostislaw" 'die Stadt Maugalia, er Wurde aber von unserer

Artillerie bejchosüen Md geMrmgen, die hohe 6«?

Aus dem Reiche.

Der Reichshaushaltsausschuß.

B erlin, 7. Okt. Der Reich s h^i u sh altsaus- ch u ß setzte heute seine vertraulichen Beratungen über aus­wärtige Angelegenheiten fort. Voyr her RegüwuwA waren an­wesend die Staatssekretäre Dr. Helfferich, v. Jagow und v. Capelle. Es sprach zunächst der Abg. Noske (Soz.), nach ihm die Abgg. Ledebour (h% Arbeitsgenr.), Freiherr v. Gamp (Deuffche Frakt.) und Mreth (Kons.). Die Staatssekretäre Dr. Helfferich und v. Jagow griffen mehrfach in die Aussprache ein. Um V 2 I Uhr trat eine kurze Pause von etwa 10 Minuten ein, nach dieser erhielt das Wort der Mg. Dr. David (Soz.).

In der Sitzung des Ausschusses machte der Reich s- chatzsekretär die Mitteilung, daß auf die fünfte Kriegsanleihe 10 590 Millionen Mark ge- eichnet sind, in welcher Ziffer jedoch noch nicht der volle letrag der Feld- und Auslandszeichnungen ertthaLen ist. Auf affe fünf Kriegsanleihen sind damit 46V 2 Milliarden Mark insgesamt zusammengekommen. Am 30. September waren bewits 5Hz Milliarden Mark auf die neue Kriegs­anleihe eingezahlt. Der Staatssekretär betonte, daß an­gesichts dieses Ergebnisses alle pessimistischen Vor­aussagen zusammengefallen sind. Er rühmte die Mittvirkung aller und die Opferwilligkeit des Volkes.

In der Nachmittagssitzung gab zunächst der Reichschatz­sekretär Graf v. Rödern das bereits mitgeteilte Ergebnis der fünften Kriegsanleihe bekannt, das von den Abgeord­neten mit großem Beifall ausgenommen wurde. Der Vor­sitzende der Kommission, Abg. Dr. Sstdekum, bezeichnete das Ergebnis als einen Ansdruck der Opferwilligkeit des Volkes und seines Enffchlufses zum Durchhalten. Darauf sprach der Wg. Dr. David (Soz.), nach ihm ergriff das Wort der Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Ca­pelle. Um 2 Uhr wurde die Weiterberatung auf Montag 10 Uhr vertagt.

Berlin, 9. Okt. Am Samstag abend fand im An­schluß an die Verhandlungen des Hlmshallsausschuffes des Reichstages bei dem Reichskanzler eine Be­sprechung mit den Führern sämtlicher Par­teien statt. LautVoss. Ztg" kam es zu einer lebhaften Aussprache über die Ergebnisses Verhandlungen imHmrs- haltsausschuß. Auch die Anträge wegen der Enffetzung eines ständigen Reichsh aushaltsausschusses für aus­wärtige Angelegenheiten sind diskutiert worden.

*

Berlin, 7. Okt. (WTB.) Das Kriegsnrinisterium weist im Armeeverordnungsblatt darauf hin, daß nach 8 26 des Gesetzes betreffend Aenderungen der lWehrpflicht vom 11. Fe­bruar 1888 in gleicher Weise, loie bei der Landwehr kriegsver- wendungsjähige Mannschaften des Landsturms (erstes und zweites Aufgebot), die das Zeugnis über die missenschaftliche Befähigung' für den einjährig-freiwilligen Menst besitzen und sich dienstlich und moralisch zur Ausbllduntz zum Offi­zier a s p i r a n te n des Beurlaubtenstandes eignen, hierzu aus gebildet und ernannt werden können.

Die Goldanlausfteöe

ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöftnet!